Menü schließen




10.06.2026 | 05:30

INSIDERALARM bei Rheinmetall! Keine PANIK bei Almonty! Und was macht Renk?

  • Rüstung
  • kritischerohstoffe
  • Technologie
Bildquelle: KI

So sieht Zuversicht aus. Seit Anfang Mai haben Insider bei Rheinmetall Aktien im Wert von mehr als 6 Mio. EUR gekauft. Dabei fällt insbesondere Vorstandschef Armin Theodor Papperger positiv auf. Dieser hat bereits in der Vergangenheit ein gutes Kauftiming bewiesen. Heftige Kursrücksetzer sind bei Almonty nicht ungewöhnlich und haben sich bisher immer als gute Kaufgelegenheiten erwiesen. Die Chancen stehen gut, dass es erneut so ist. Mit der Platzierung einer Wandelanleihe ist die Aktie des Wolfram-Produzenten um 20 % abgerutscht. Bald sollte sich wieder der Blick auf die Fundamentaldaten richten. Und diese sprechen für den Kauf der Almonty-Aktie. Die "Financial Times" berichtete zuletzt, dass Chinesen Wolframschrott in den USA aufkaufen. Nutzt Almonty das frische Kapital für die Verlängerung der Wertschöpfungskette? Einen Vertrauensvorschuss hat sich CEO Lewis Black, selbst Großaktionär, jedenfalls erarbeitet.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

Inhaltsverzeichnis:


    Kursrutsch der Almonty-Aktie als Kaufchance?

    Die Aktie von Almonty gehört zu den Überfliegern der vergangenen Monate. Im November 2025 notierte die Aktie des Wolfram-Produzenten noch bei 5 EUR. Nach der Ankündigung einer Wandelanleihe über 700 Mio. USD geriet das Wertpapier am Freitag deutlich unter Druck, verlor rund 20 % und notiert derzeit bei rund 14,50 EUR. Ein solcher Kursrückgang ist schmerzhaft, sollte aber nicht überbewertet werden. In der Vergangenheit kam es bei Almonty mehrfach zu ähnlich starken Korrekturen, etwa nach dem Nasdaq-Listing oder zuletzt im März 2026. Rückblickend erwiesen sich diese Phasen immer als attraktive Einstiegsgelegenheiten für langfristig orientierte Investoren. Übrigens liegt der Wandlungspreis bei rund 27,40 USD je Aktie und damit etwa 33 % über dem Schlusskurs von 20,68 USD vom 4. Juni 2026. Die Zeichner der Anleihe glauben also an eine steigende Aktie. Denn der Kupon von lediglich 2,25 % pro Jahr war wohl kaum der Antrieb, die Anleihe zu zeichnen.

    Entscheidend wird sein, wie das Unternehmen die zusätzlichen Finanzmittel einsetzt. Vorstandschef Lewis Black hat mehrfach betont, dass Almonty nach dem Produktionsstart der Sangdong-Mine weiteres Wachstum anstrebt. Neben dem Ausbau der Wertschöpfungskette könnten daher auch Übernahmen in den Fokus rücken. Anleger sollten berücksichtigen, dass Black selbst zu den größten Aktionären des Unternehmens zählt und somit ein starkes Eigeninteresse an einer nachhaltigen Wertsteigerung hat. Einen Vertrauensbonus hat sich Black mit der fantastischen Entwicklung des Unternehmens und der Aktie jedenfalls verdient. Denn an den fundamentalen Rahmenbedingungen im Wolfram-Markt hat sich nichts geändert. China beherrscht die Weltproduktion, limitiert den Export, kauft selbst im Ausland Wolfram und Almonty ist der einzige ernstzunehmende westliche Wolfram-Produzent.

    Bericht der "Financial Times" lässt aufhorchen

    Vergangene Woche ließ ein Artikel in der "Financial Times" aufhorchen. Demnach kaufen chinesische Händler und Recycler verstärkt Wolfram-Schrott in den USA auf. Damit treiben sie die Preise des strategisch wichtigen Metalls deutlich nach oben und verknappen das Angebot im Westen zusätzlich. US-Unternehmen berichten von einem regelrechten Bieterwettstreit, bei dem chinesische Käufer teilweise ein Vielfaches der üblichen Preise zahlen. In Washington wächst deshalb die Sorge um die Versorgungssicherheit, da Wolfram für Munition, Raketen, in der Raumfahrt und bei technologischen Anwendungen unverzichtbar ist.

    Die chinesischen Käufer suchen gezielt nach gebrauchten Wolfram-Produkten wie Bohrköpfen und Werkzeugen, die recycelt oder wiederaufbereitet werden können. Ein Teil des Materials wird direkt oder über Drittstaaten wie die Philippinen, Vietnam, Taiwan oder Südkorea nach China geleitet. Marktbeobachter warnen, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte. Gleichzeitig wird in den USA über Exportbeschränkungen diskutiert. Allerdings verweisen Branchenvertreter darauf, dass die heimische Verarbeitungsindustrie derzeit nicht über ausreichende Kapazitäten verfügt, um sämtliche Schrottmengen selbst zu verwerten. Dadurch bleibt die westliche Wolfram-Versorgung angespannt, während der globale Wettbewerb um kritische Rohstoffe weiter zunimmt (Link zum FT Artikel). Und hier kommt Almonty wieder ins Spiel.

    So könnte man die Mittel aus der Wandelanleihe in die Verlängerung der Wertschöpfungskette investieren. Über das Wolfram verfügt Almonty. Ein Engpass sind die nachgelagerten Verarbeitungsstufen. Die Herstellung von Ammoniumparawolframat (APT), Wolframoxid oder Wolframpulver wird nach wie vor von chinesischen Unternehmen dominiert. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Bestrebungen westlicher Staaten, unabhängige Lieferketten für kritische Rohstoffe aufzubauen, könnte Almonty durch gezielte Übernahmen oder Investitionen in die Weiterverarbeitung eine Schlüsselrolle einnehmen. Dies ist derzeit allerdings reine Spekulation.

    Rheinmetall und Renk: Was machen die Insider?

    Ähnlich wie bei Almonty haben sich auch bei Rheinmetall in der Vergangenheit Kursrutscher als Kaufchance herausgestellt. Beim größten deutschen Rüstungskonzern scheinen Insider den Kursrückgang von über 2.000 EUR im Oktober 2025 bis unter 1.200 EUR als attraktive Einstiegschance zu sehen. So griffen seit Anfang Mai mehrere Vorstände und Aufsichtsräte zu. Vorstandschef Armin Theodor Papperger kaufte am 7. Mai 360 Aktien zu je 1.405 EUR und investierte damit 505.800 EUR. Bereits einen Tag später legte er nach und kaufte weitere 390 Aktien für 508.162 EUR. Auch andere Führungskräfte nutzten die Schwächephase für Käufe. Vorstandsmitglied René Gansauge erwarb am 12. Mai insgesamt 210 Aktien für rund 246.229 EUR. Zudem meldete die dem Aufsichtsrat Andreas Arthur Georgi nahestehende Georgi Vermögensverwaltungs GmbH einen Aktienkauf mit einem Volumen von 115.000 EUR. Die Ehefrau von Aufsichtsrat Ulrich Grillo legte sich Rheinmetall-Aktien im Wert von 62.500 EUR ins Depot. Bemerkenswert ist dann noch der Aktienkauf der ATP Holding GmbH im Volumen von 5 Mio. EUR am 1. Juni 2026. Dahinter steht Vorstandschef Armin Theodor Papperger.

    Ganz anders sieht es übrigens bei Renk aus. Beim immerhin zweitgrößten deutschen börsennotierten Rüstungskonzern gab es im Jahr 2026 noch keinen einzigen Aktienkauf von Vorstand oder Aufsichtsrat.


    Fazit

    An der Equity Story bei Almonty hat sich nichts geändert. Die Wolfram-Mine in Südkorea wird hochgefahren, bei den aktuellen Verkaufspreisen verdient sich das Unternehmen eine goldene Nase und die Wolfram-Knappheit im Westen wird wohl weiter bestehen. Daher bleibt die Almonty-Aktie interessant. Bei Rüstungsaktien wie Renk und Rheinmetall ist derzeit einfach die Luft raus. Sollte das Momentum im Sektor zurückkommen, sprechen die Insiderkäufe für die Rheinmetall-Aktie.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 10.07.2026 | 05:30

    Übernahme! Großauftrag! Comeback! Deutz, Renk und Rock Tech Lithium Aktie im Check.

    • Rüstung
    • Lithium
    • Batterietechnologie
    • Elektromobilität

    Paukenschlag bei Deutz. Der Motorenhersteller baut seine Defence-Aktivitäten durch eine Milliardenübernahme deutlich aus. Man erwartet Umsatz- und Kostensynergien sowie eine positive Wirkung auf die EBIT-Marge. Die Ziele für 2030 sollen früher erreicht werden. Die Deutz-Aktie hat gestern positiv reagiert. Erstaunlich schwach entwickeln sich im Jahr 2026 Lithiumaktien. Dabei boomt die E-Auto-Nachfrage, wie die jüngsten Neuzulassungen in Deutschland zeigen. Auch der Lithiumpreis legt zu. Eine Comeback-Story bietet derzeit Rock Tech Lithium. In Kanada arbeitet man mit Vollgas an einer integrierten Lithium-Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Batteriematerial. Dies scheint die Aktie noch nicht einzupreisen. Die Renk-Aktie ist gestern um über 5 % gefallen. Dabei wurde der Rahmenvertrag mit Rheinmetall erweitert. Auch die zuletzt gemeldete Übernahme passt zum Unternehmen. Doch Anleger lässt dies kalt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 09.07.2026 | 04:30

    Neue und alte KI-Profiteure! Nach 1.000 % mit Siemens Energy ist 2G Energy gestartet! Als nächstes die Zefiro Methane Aktie?!

    • KI
    • Technologie
    • Energie

    Der KI-Hype hat Gewinner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu den deutschen Highflyern gehört Siemens Energy. Noch vor wenigen Jahren gab es Insolvenzgerüchte. Seitdem hat die Aktie mehr als 1.000 % zulegen können. Analysten sehen weiteres Wachstum, aber die Bewertung erlaubt keine operativen Fehler. Noch ein Geheimtipp unter den KI-Gewinnern ist Zefiro Methane. Die Kanadier sind darauf spezialisiert, alte Öl- und Gasbohrlöcher zu identifizieren, zu sanieren und dauerhaft zu verschließen. Der Markt in den USA ist auch ohne KI-Boom riesig. Und die Flächen für den Bau von Rechenzentren und Energieinfrastruktur befeuern die Nachfrage zusätzlich. Wie schnell eine Aktie durch den KI-Hype explodieren kann, hat 2G Energy gezeigt. In wenigen Monaten hat sich der Kurs verdoppelt. Die Bewertung ist inzwischen nicht mehr niedrig. Zefiro ist deutlich günstiger.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 08.07.2026 | 05:15

    Paukenschlag und Kaufempfehlung! TKMS, SFC Energy, dynaCERT! Analystenschätzungen zu niedrig?

    • Rüstung
    • Energie
    • Wasserstoff
    • Brennstoffzelle
    • cleantech

    Paukenschlag bei TKMS. Das Unternehmen hat einen Milliardenauftrag aus Kanada an Land gezogen. Die Aktie steigt weiter, während Rüstungsaktien insgesamt schwächeln. Erhöhen Analysten bald ihre Schätzungen? Bei dynaCERT erwarten Analysten den kommerziellen Durchbruch. Dann hat die Aktie Vervielfachungspotenzial. Im jüngsten Interview gibt sich der neue deutsche CEO zuversichtlich. In Schwellenländern will das Cleantech-Unternehmen den Durchbruch schaffen. Das Potenzial ist riesig. Während man bei dynaCERT noch auf den Ausbruch der Aktie spekulieren kann, läuft die Rally bei SFC Energy bereits. Im laufenden Jahr hat der Kurs um über 70 % zulegen können. Analysten bewerten die jüngste Übernahme positiv und sehen weiteres Kurspotenzial.

    Zum Kommentar