Menü schließen




16.06.2026 | 04:30

Paukenschlag! OHB auf den Spuren von SpaceX! Hensoldt und Deutsche Telekom! Volatus Aerospace mit 500-Mio-Pipeline!

  • Rüstung
  • weltraum
  • Drohnen
Bildquelle: KI

Nach dem historischen IPO von SpaceX will das deutsche Raumfahrunternehmen OHB die Kasse füllen. 500 Mio. EUR sollen im Rahmen einer Kapitalerhöhung eingesammelt werden und zudem will Großaktionär KKR Kasse machen. Die Aktie gab gestern deutlich nach. Im Drohnenmarkt gibt Volatus Aerospace weiter Gas. Die Kanadier haben eine Plattform für den zivilen und militärischen Bereich aufgebaut. Im Heimatmarkt profitiert man von Milliardeninvestitionen der Regierung und auch bei NATO-Partnern ist man gefragt. Die Auftragspipeline ist mit 500 Mio. CAD prall gefüllt. Und auch bei Hensoldt werden strategische Weichen gestellt. Mit Airbus arbeitet man am Kampfflugzeug der nächsten Generation und mit der Deutschen Telekom will man in die Drohnenabwehr einsteigen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , OHB SE O.N. | DE0005936124 , DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508 , SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES CORP | US84615Q1031 | NASDAQ: SPCX

Inhaltsverzeichnis:


    Volatus Aerospace: Drohnen-Plattform trifft auf ukrainisches Knowhow

    Volatus Aerospace entwickelt sich zunehmend zu einem der spannendsten Anbieter im Bereich autonomer Luftfahrtsysteme. Das Unternehmen verbindet klassische Luftfahrt, Drohnentechnologie und Verteidigungsanwendungen in einer integrierten Plattform. Mit 28 bemannten Flugzeugen und mehr als 100 Drohnen ist Volatus bereits in Kanada, den USA, Großbritannien und Südamerika aktiv. Jährlich werden rund 1,7 Millionen Kilometer an Pipeline-Inspektionen durchgeführt sowie zehntausende Infrastruktur- und Versorgungsinspektionen abgewickelt. Diese Einsätze liefern wiederkehrende Umsätze, wertvolle Flugdaten und ermöglichen die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen KI- und Autonomiesysteme. Herzstück der Technologie ist die proprietäre V-Cortex-AI-Plattform, die als autonome Steuerungs- und Missionssoftware fungiert.

    In den vergangenen Jahren hat Volatus viel Zeit und Geld in den Aufbau der eigenen Plattform investiert. Dies sollte sich in den kommenden Jahren auszahlen. Denn das Unternehmen ist mit dem diversifizierten Geschäftsmodell aus Hardware, Dienstleistungen, Training und Software genau richtig für den Drohnen-Boom positioniert. Dies zeigt auch die Auftragspipeline von mehr als 500 Mio. CAD.

    Rückenwind erhält Volatus durch die geopolitische Entwicklung. Kanada hat seine neue Verteidigungs- und Industriestrategie mit einem Volumen von rund 70 Mrd. CAD vorgestellt, wodurch heimische Luft- und Raumfahrtunternehmen deutlich stärker gefördert werden sollen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage aus Europa und von NATO-Partnern kontinuierlich. Die Umsätze in Europa und Großbritannien legten zuletzt um 244 % gegenüber dem Vorjahr zu. Um von diesem Wachstum zu profitieren, hat Volatus seine Produktionskapazitäten ausgebaut. Die neue Fertigungsanlage in Mirabel (Québec) umfasst 53.000 Quadratfuß und verfügt über eine potenzielle Umsatzkapazität von bis zu 250 Mio. CAD. Dort werden unter anderem die Sentinel-Dockingstationen, die V100-MALE-Drohne, die SKYDRA-Software für die Drohnenabwehr sowie die Schwerlastdrohne Condor XL produziert. Angesichts der starken Marktposition im kommerziellen Geschäft, der wachsenden Verteidigungssparte und einer milliardenschweren Marktchance erscheint die aktuelle Bewertung des Unternehmens im Vergleich zu vielen Branchenkollegen weiterhin attraktiv.

    Im allgemeinen KI-Hype der vergangenen Wochen ist die letzte Meldung von Volatus etwas untergegangen. Dabei ist sie hochinteressant. Das Unternehmen kooperiert künftig mit dem UCan Brave Tech Centre, das die Entwicklung von Dual-Use- und Verteidigungstechnologien zwischen Kanada und der Ukraine fördert. Im Mittelpunkt stehen autonome Systeme, Drohnenabwehr, Aufklärungs- und Überwachungslösungen sowie sichere Kommunikations- und Softwareplattformen. Für Volatus eröffnet die Partnerschaft interessante Perspektiven. Die Erfahrungen der Ukraine im Drohneneinsatz und in der Drohnenabwehr gelten inzwischen weltweit als Maßstab und sind bei Streitkräften zahlreicher NATO-Staaten gefragt. Dank seiner Fertigungskapazitäten in Kanada könnte Volatus dazu beitragen, in der Ukraine erprobte Technologien zu skalieren und für verbündete Staaten zu produzieren und zu vermarkten.

    https://youtu.be/fURtUtX51IY?si=QJoNHZGVIiVMVec0

    Hensoldt: Mit Airbus und Deutscher Telekom im Boot

    Die Aktie von Hensoldt tut sich weiterhin schwer. Dabei tut sich operativ und strategisch beim Spezialisten für Rüstungselektronik einiges. Anfang Juni wurde die Prognose für den bereinigten Free Cashflow für das laufende Jahr erhöht. So erwartet man nun nicht mehr rund 40 %, sondern rund 50 % des bereinigten EBITDA. Der Anstieg sei hauptsächlich auf höhere Kundenanzahlungen zurückzuführen.

    Gleichzeitig positioniert man sich strategisch für die nächste Generation europäischer Verteidigungssysteme. Nachdem das deutsch-französische FCAS-Projekt endgültig beerdigt wurde, ist Hensoldt Teil des "Team Gen 6" rund um Airbus. Gemeinsam soll eine Alternative für die Entwicklung eines Kampfflugzeugs der nächsten Generation aufgezeigt werden. Dabei könnte Hensoldt seine Kernkompetenzen in den Bereichen Sensorik, Aufklärung und elektronische Kampfführung einbringen – Technologien, die für moderne Luftkampfsysteme unverzichtbar sind.
    Und gegen Ende der Woche wurde dann noch ein weiteres Leuchtturmprojekt bekannt, bei dem Hensoldt mit dabei ist. Laut einem Bericht der "WELT" arbeitet Hensoldt gemeinsam mit der Deutschen Telekom an einem System zur Drohnenabwehr. Der Markt für sogenannte Counter-UAS-Lösungen gilt als einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der Verteidigungsindustrie. Die Erfahrungen aus der Ukraine zeigen eindrucksvoll, dass Drohnen heute zu den wichtigsten Waffen auf modernen Schlachtfeldern gehören. Gleichzeitig steigt die Bedrohung kritischer Infrastrukturen, militärischer Einrichtungen, Flughäfen und Industrieanlagen durch unbemannte Fluggeräte stetig an.

    Während Hensoldt seine Expertise bei Radar-, Sensor- und Aufklärungssystemen einbringt, verfügt die Deutsche Telekom über leistungsfähige Kommunikations- und Netzwerkinfrastrukturen. Ziel ist es, Drohnen frühzeitig zu erkennen, zu identifizieren und im Ernstfall wirksam abzuwehren. Besonders interessant ist dabei, dass sich der potenzielle Kundenkreis nicht nur auf Streitkräfte beschränkt. Auch Betreiber kritischer Infrastruktur, Behörden, Flughäfen, Energieversorger oder große Industrieunternehmen benötigen künftig leistungsfähige Schutzsysteme gegen Drohnenangriffe.

    OHB: Erst Kooperation, dann Kapitalerhöhung

    Paukenschlag bei OHB. Zunächst hatte das Unternehmen im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin seine Ambitionen im Bereich verteidigungsrelevanter Weltraumsysteme untermauert. Gemeinsam mit Helsing, Kongsberg Defence & Aerospace und Hensoldt treibt das Joint Venture KIRK den Aufbau einer europäischen Infrastruktur für weltraumgestützte Aufklärungs- und Verteidigungslösungen voran. Nun wurden Absichtserklärungen mit sieben innovativen Raumfahrtunternehmen und Start-ups unterzeichnet, darunter ConstellR, Rocket Factory Augsburg, Marble Imaging, LiveEO und ISAR Aerospace. Ziel ist es, marktreife Technologien frühzeitig in die Entwicklung neuer Systeme einzubinden und damit Europas technologische Souveränität im Weltraum zu stärken.

    Für OHB bedeutet die Initiative einen weiteren Schritt hin zu einem leistungsfähigen europäischen Raumfahrt-Ökosystem. Durch die Zusammenarbeit mit jungen Technologieunternehmen sollen Entwicklungszeiten verkürzt, Innovationen beschleunigt und moderne Aufklärungs- sowie Kommunikationssysteme schneller einsatzbereit gemacht werden.

    Gestern dann der Paukenschlag. OHB plant eine Kapitalerhöhung mit einem Volumen von rund 500 Mio. EUR. Mit den frischen Mitteln sollen insbesondere Wachstumsvorhaben und die weitere Expansion im Bereich Raumfahrt- und Verteidigungstechnologien finanziert werden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass auch Großaktionär KKR einen Teil seiner Beteiligung veräußern will. Die Aktie reagierte gestern Vormittag mit einem Minus von über 10 % auf die Meldung. Dabei ist die Verwässerung der Altaktionäre mit weniger als 10 % überschaubar. Die OHB-Aktie hat sich allein im laufenden Jahr mehr als verdreifacht und konnte in den letzten 52 Wochen sogar um 400 % zulegen.


    Fazit

    Weltraum und Drohnen gehören eindeutig zu den Märkten der Zukunft. Volatus ist hervorragend positioniert, um im zivilen und militärischen Drohnenmarkt eine wichtige Rolle zu spielen. Umsatz und Ertrag sollten kräftig anziehen. Wachsen muss auch Hensoldt, um die sportliche Bewertung zu rechtfertigen. Strategisch scheint man derzeit einige wichtige Weichen zu stellen. OHB ist das einzige deutsche börsennotierte "Space-Play" und wird entsprechend bewertet.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 16.06.2026 | 05:30

    BYD in die Formel 1? Rüstungs- und Drohnenfantasie bei Daimler Truck, Mercedes und HPQ Silicon!

    • Rüstung
    • Technologie
    • Drohnen
    • batterien

    Achtung bei BYD! Verzettelt sich der chinesische Elektroautohersteller? Im Heimatmarkt sorgt der Preiskampf für einbrechende Gewinne. Gleichzeitig fährt man bei der Europaexpansion den eigenen Zielen hinterher. In der Türkei gibt es Probleme, das Schnellladenetz wird Milliarden kosten und ob der kolportierte Einstieg in die Formel 1 sinnvoll ist, ist diskussionswürdig. Da wirkt die Expansion bei HPQ Silicon schlüssiger. Nachdem die neue Batterie-Generation des Unternehmens bei Tests in Drohnen bereits überzeugt hat, hat man mit Partner Novacium jetzt auf der Eurosatory 2026 in Paris ein ganzes Drohnen-Antriebssystem vorgestellt. In den Rüstungsbereich wollen jetzt auch Daimler Truck und Mercedes. Starten bald Drohnen vom Dach der G-Klasse?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 15.06.2026 | 04:30

    Kritische Rohstoffe und Rüstung im Fokus! Steyr Motors, MP Materials, Almonty Industries Aktie!

    • Rüstung
    • Rohstoffe

    Glückwunsch an alle Anleger, die die jüngste Schwächephase bei Almonty genutzt haben. Zum Ende der Woche legte die Aktie des Wolfram-Produzenten wieder spürbar zu. Denn an den fundamentalen Fakten hat sich nichts geändert. Wolfram ist knapp und die Nachfrage steigt. Im Gespräch mit der "taz" beschreibt ein Marktexperte die aktuelle Situation als dramatisch. Er fordert unter anderem, dass der Export von Wolframschrott nach China untersagt wird. Außerdem müssten Minenprojekte stärker gefördert werden. Ähnlich wie bei Wolfram muss der Westen auch bei Seltenen Erden eigene Lieferketten aufbauen. In den USA will dies MP Materials tun. Die Aktie läuft seit Monaten seitwärts. Doch Analysten raten zum Kauf. Im Abwärtstrend befindet sich die Aktie von Steyr Motors. Die Quartalszahlen konnten keine Impulse geben. Vielleicht bringt der Bereich der autonomen Systeme die Trendwende?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 12.06.2026 | 05:30

    Rüstungsfiasko in Europa! Chance für Airbus, Hensoldt und MTU Aero Engines? Vervielfachungspotenzial bei der Antimony Resources Aktie!

    • Rüstung
    • Rohstoffe
    • kritischerohstoffe

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp. Während die USA, Russland und China aufrüsten und sich Rohstoffe sichern, hinkt Europa weiterhin hinterher. Zuletzt konnten sich Deutschland und Frankreich nicht auf die Entwicklung eines gemeinsamen Kampfflugzeugs der sechsten Generation einigen. Das Vorhaben endete als eines der größten Rüstungsfiaskos Europas. Mehrere deutsche Rüstungs- und Technologiekonzerne wollen jetzt ein eigenes Konzept entwickeln. Neben Airbus sind auch die börsennotierten Hensoldt und MTU dabei. Bringt dies neuen Schwung in den Rüstungssektor? Neuen Schwung hätte auch die Aktie von Antimony Resources verdient. Vor wenigen Monaten notierte die Aktie noch bei rund 1 EUR. Derzeit sind es 0,39 EUR. Dabei sind die jüngsten Bohrergebnisse des Antimon-Explorers erneut positiv. Analysten sehen jedenfalls Vervielfachungspotenzial.

    Zum Kommentar