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22.10.2026 | 05:34

Analysten erhöhen Schätzungen bei Nordex! Renk-Aktie steigt! NSJ Antimony ist der neue Player im spannenden Antimon-Markt

  • Rüstung
  • rohstoffe
  • energie
Bildquelle: Nordex SE

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

In den Antimon-Markt kommt wieder Bewegung. Reuters berichtete, dass die EU eine engere Zusammenarbeit mit Vietnam anstrebt, um sich die Versorgung mit kritischen Rohstoffen wie Antimon zu sichern. In Kanada will sich Agnico Eagle exklusive Explorationsrechte an der historischen Lake-George-Mine sichern. In der Region ist auch NSJ Antimony aktiv. Der Explorer hat ein Bohrprogramm gestartet und wird mit weniger als 20 Mio. CAD bewertet. Nordex bringt derzeit 9,15 Mrd. EUR auf die Börsenwaage. Nach den überzeugenden vorläufigen Zahlen haben Analysten ihre kurz- und mittelfristigen Schätzungen angehoben. Allerdings warnen sie auch. Bei Rüstungsunternehmen wie Renk haben zuletzt warnende Stimmen zugenommen, dass der Rüstungsboom nicht lange genug dauern wird, um die Bewertungen zu rechtfertigen. Renk hält mit einem Auftrag dagegen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NSJ Antimony Corp. | CA6293911039 , RENK AG | DE000RENK730 , NORDEX SE | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    NSJ Antimony: Neuer Player im spannenden Antimon-Markt

    Antimon hat sich 2025 mit einer spektakulären Preisrally auf den Radar der Investoren katapultiert. Nach der anschließenden Konsolidierung kommt wieder Bewegung in den Markt. Denn der kritische Rohstoff ist für die Rüstungsindustrie von großer Bedeutung. Er wird unter anderem für Munition, Nachtsichtgeräte und militärische Kommunikationstechnik benötigt. Hinzu kommen Anwendungen in Flammschutzmitteln, Batterien und Halbleitern. Aufgrund der hohen Abhängigkeit von China und dessen Exportbeschränkungen suchen westliche Staaten verstärkt nach alternativen Bezugsquellen. Wie Reuters am 14. Oktober 2026 berichtete, strebt die EU eine engere Zusammenarbeit mit Vietnam an, um die Versorgung mit kritischen Rohstoffen wie Antimon zu sichern. Dabei wird auch eine finanzielle Unterstützung des dortigen Bergbaus und der Rohstoffverarbeitung geprüft. Bewegung gibt es auch in Kanada. In der Provinz New Brunswick wurde Avenir Minerals, eine Tochter des Bergbaukonzerns Agnico Eagle Mines, für Verhandlungen über exklusive Explorationsrechte an der historischen Lake-George-Mine ausgewählt. Dort befand sich einst die größte primäre Antimonmine Nordamerikas. Von dem wachsenden Interesse an der Region könnte auch NSJ Antimony profitieren. Das Explorationsunternehmen entwickelt nur rund 15 Kilometer von Lake George entfernt sein Antimony-2.0-Projekt und wird derzeit mit überschaubaren 18 Mio. CAD bewertet. 

    Das kanadische Explorationsunternehmen konzentriert sich auf die Entdeckung und Erschließung neuer Antimonvorkommen in Nordamerika. Im Mittelpunkt steht derzeit das Projekt Antimony 2.0 in der kanadischen Provinz New Brunswick. NSJ hat sich eine Option auf den vollständigen Erwerb eines rund 35 km² großen Projektgebiets gesichert. Hinzu kommen weitere 24 km² angrenzender Flächen, die sich bereits vollständig im Eigentum des Unternehmens befinden. Insgesamt verfügt NSJ damit über eine Landposition von mehr als 57 km² in einer historisch bedeutenden Antimonregion. Nach Einschätzung des Managements weist das Gebiet geologische Ähnlichkeiten mit der früheren Lake-George-Mine auf. Positiv sind auch die infrastrukturellen Voraussetzungen. Das Projekt liegt nur rund 25 Kilometer von der Provinzhauptstadt Fredericton entfernt und ist über Straßen gut erreichbar. Auch die Stromversorgung ist in der Nähe vorhanden.

    Bei der Exploration hat NSJ Antimony bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet. Dazu gehören die Entnahme und Analyse von Bodenproben sowie verschiedene geophysikalische Untersuchungen. Unter anderem wurden eine hochauflösende aeromagnetische Vermessung und Messungen mittels induzierter Polarisation durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden aussichtsreiche Bohrziele identifiziert. Inzwischen läuft ein Bohrprogramm über insgesamt 3.000 Meter, mit dem drei Zielgebiete untersucht werden sollen. Dabei geht es insbesondere darum, mögliche Antimonmineralisierungen nachzuweisen und deren Ausdehnung zu bestimmen. 

    Nordex: Analysten heben Schätzungen an

    Nordex hat mit seinen am Donnerstagabend veröffentlichten vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal die Erwartungen von Analysten übertroffen. Nachdem die Aktie in der ersten Reaktion am Freitag über 12 % zulegen konnte, konsolidiert sie in dieser Woche etwas. Doch Analysten sehen weiteres Kurspotenzial. Die Analysten von mwb research lobten insbesondere die Entwicklung des operativen Gewinns. Der Windkraftanlagenbauer verbesserte die EBITDA-Marge um 4,7 Prozentpunkte auf 12,7 %. Verantwortlich dafür waren insbesondere höhere Margen im Servicegeschäft und eine reibungslose Projektabwicklung. Aufgrund der strukturellen Margenverbesserungen hat Nordex seine Prognose für 2026 angehoben. Nach Einschätzung von mwb profitiert der Windkraftanlagenbauer zunehmend von Skaleneffekten durch steigende Auftragsvolumina und eine bessere Kapazitätsauslastung. Auch die wachsende Zahl installierter Anlagen stärkt das margenstarke Servicegeschäft.

    Als Reaktion auf die Zahlen haben die Analysten ihre kurz- und mittelfristigen Schätzungen angehoben. Im laufenden Geschäftsjahr 2026 soll der Umsatz um 16,5 % auf 8,8 Mrd. EUR steigen. Für 2027 prognostizieren die Analysten Erlöse von 9,86 Mrd. EUR und für 2028 von 10,84 Mrd. EUR. Noch dynamischer soll sich die Profitabilität entwickeln. Das EBITDA dürfte von 631 Mio. EUR im Jahr 2025 auf 1,06 Mrd. EUR im laufenden Jahr zulegen. Für 2027 werden 1,21 Mrd. EUR und für 2028 rund 1,36 Mrd. EUR erwartet. Beim Nettoergebnis rechnen die Analysten nach 274 Mio. EUR im Vorjahr mit einem Anstieg auf 595 Mio. EUR im Jahr 2026. In den beiden Folgejahren soll der Jahresüberschuss auf 691 Mio. EUR bzw. 794 Mio. EUR klettern. Aktuell bringt Nordex 9,15 Mrd. EUR auf die Börsenwaage.  

    Vor diesem Hintergrund wurde das Kursziel für die Nordex-Aktie von 44 EUR auf 47 EUR erhöht. Die Kaufempfehlung wurde bestätigt. Für weiteres Wachstum sprechen der starke Auftragseingang, die anhaltend hohe Nachfrage in Europa und zusätzliche Marktchancen in Nordamerika. mwb research sieht Nordex inzwischen in einer deutlich stabileren Ertragsposition als in früheren Jahren. Dennoch mahnen die Analysten zur Vorsicht. Die Windenergiebranche bleibe zyklisch. Sollte die Nachfrage nach einer Phase kräftigen Kapazitätsausbaus nachlassen, könnten eine sinkende Auslastung und der Verlust von Skaleneffekten die Margen belasten. Das wachsende Servicegeschäft könne solche Schwankungen zwar abfedern, aber wohl nicht vollständig kompensieren. Deshalb bleiben die langfristigen Schätzungen unverändert.

    Renk: Aktie zuletzt freundlich

    Die Renk-Aktie konnte in den letzten Handelstagen immerhin um fast 10 % zulegen. Dennoch liegt der Verlust im laufenden Jahr bei über 30 %. Rüstungsaktien haben spürbar an Momentum verloren. Die Umsätze steigen zwar, aber nicht so schnell wie von Aktionären erhofft. Außerdem wird immer mehr bezweifelt, dass der Rüstungsboom lange genug andauern wird, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen.  

    Ob die Zweifel zutreffen, wird sich wohl erst in zwei oder drei Jahren zeigen. Bisher kann beispielsweise Renk auf ein prall gefülltes Orderbuch verweisen. Dies wurde zuletzt durch einen weiteren Auftrag gestärkt. Der Augsburger Spezialist für Antriebstechnik hat mit KNDS eine Erweiterung eines bestehenden Liefervertrags im Wert von rund 130 Mio. EUR vereinbart. Der Auftrag umfasst HSWL-354-Getriebe einschließlich der zugehörigen Steuergeräte und Gangwahlschalter. Die Komponenten sind für den Kampfpanzer LEOPARD 2 und weitere Fahrzeuge der LEOPARD-2-Familie bestimmt. Die Auslieferungen sollen 2029 beginnen und bis 2032 abgeschlossen sein. Mit der Auftragserweiterung profitiert Renk vom Ausbau der Panzerflotten in Deutschland und anderen NATO-Staaten. KNDS bezeichnet Renk als strategischen Partner, der insbesondere beim Hochfahren der Produktion eine wichtige Rolle übernimmt.

    Im Juni 2026 startete Renk die Fertigung des 4.000. HSWL-354-Getriebes. Die hydromechanischen Getriebe-, Wende- und Lenksysteme bilden eine zentrale Komponente des LEOPARD 2 und haben sich im Einsatz bei zahlreichen Streitkräften bewährt. Nach Angaben von KNDS sind derzeit rund 3.300 Kampfpanzer und andere Fahrzeuge der LEOPARD-2-Familie bei den Streitkräften von 23 Ländern im Einsatz.
    Die Zusammenarbeit zwischen Renk und KNDS geht über die reine Lieferantenbeziehung hinaus. Der deutsch-französische Rüstungskonzern hält derzeit 10,03 % der Renk-Aktien und zählt damit zu den größten Anteilseignern.

    Fazit

    Der Antimon-Markt kommt wieder in Bewegung. Davon könnte auch NSJ Antimony als neuer Player profitieren. Die kommenden Bohrergebnisse dürften die Bekanntheit des mit weniger als 20 Mio. CAD bewerteten Explorers bei Investoren weiter erhöhen. Nordex hat mit seinen Zahlen positiv überrascht. Die Bewertung erscheint nicht mehr zu hoch. Bei Rüstungsaktien fehlt es weiter an Momentum. Dies gilt auch für Renk. 


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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