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16.10.2026 | 09:35

KAUFCHANCEN!? TKMS, Almonty und Vonovia Aktie jetzt ins Depot legen?

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Bildquelle: KI generiert

Die Almonty-Aktie ist derzeit nichts für schwache Nerven. Der Wolframproduzent gehört zu den Erfolgsgeschichten im Rohstoffsektor der vergangenen Jahre. Mit der Sangdong-Mine in Südkorea steigt man zu den führenden westlichen Produzenten des kritischen Rohstoffs auf. Kursrücksetzer haben sich in der Vergangenheit immer wieder als Kaufchancen herausgestellt. So auch aktuell? Der CEO gab zuletzt jedenfalls einen optimistischen Ausblick. Kommende Woche wird ein historischer Meilenstein erreicht. Eine Kaufchance sehen Analysten auch bei TKMS. Aus ihrer Sicht ist die Seitwärtsbewegung seit dem IPO nicht gerechtfertigt. Zuletzt hat sich TKMS erneut einen weiteren milliardenschweren Auftrag gesichert. Die Aktie von Vonovia notiert nach dem Rückgang um 30 % im laufenden Jahr auf dem Niveau von 2023. Zinsangst und Enteignungsunsicherheit belasten. In der Enteignungsthematik hat sich die Situation zuletzt zugespitzt.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Almonty Industries Inc | CA0203987072 , VONOVIA SE NA | DE000A1ML7J1 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001

Almonty: Meilenstein in der kommenden Woche 

Almonty Industries gehört zu den Erfolgsgeschichten im Rohstoffsektor der vergangenen Jahre. Das Unternehmen hat die Sangdong-Mine in Südkorea erfolgreich in Produktion gebracht und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der westlichen Industrie mit dem kritischen Rohstoff Wolfram. Auch die Aktie hat sich in den vergangenen Jahren beeindruckend entwickelt. Der Aufwärtstrend war immer wieder von starken Kursrücksetzern geprägt. So ist es auch derzeit. Solche Phasen haben sich in der Vergangenheit immer wieder als Kaufchancen herausgestellt. Wenn man die Präsentation des Almonty-CEO auf dem International Investment Forum (IIF) verfolgt hat, könnte dies aktuell wieder so sein. Denn der CEO und Großaktionär gibt weiter Vollgas und erwartet kommende Woche einen historischen Meilenstein.

Wie CEO Lewis Black erklärte, läuft die Hochlaufphase bei Sangdong. Die Zerkleinerungsanlage wurde bereits erfolgreich in Betrieb genommen. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf die Optimierung der gewünschten Qualität. Die Rückgewinnungsraten liegen laut Black im erwarteten Bereich. Aktuell läuft die Anlage rund 16 Stunden täglich, wobei die Betriebszeit schrittweise erhöht wird. Für den 24. Oktober ist das erste Schiff zum Transport des Konzentrats gebucht. Damit wird ein historischer Meilenstein erwartet. Im Anschluss dürfte jeden Monat ein Schiff das Wolfram von Almonty zu den Kunden bringen und die Kasse des Rohstoffunternehmens füllen. 

Auch beim weiteren Ausbau von Sangdong geht es voran. Die Arbeiten an der zweiten Phase haben begonnen. Mit dieser will Almonty die Produktionskapazität noch einmal verdoppeln. Die benötigten zusätzlichen Mühlen sollen innerhalb der kommenden vier bis sechs Wochen geliefert werden. Darüber hinaus plant Almonty den Bau einer eigenen Wolframoxid-Anlage in Südkorea, um die eigene Wertschöpfung zu verlängern. Ein geeignetes Grundstück wurde bereits identifiziert. Auch die Exploration der Molybdänvorkommen bei Sangdong läuft. Eine Aktualisierung der Ressourcenschätzung wird vorbereitet.

Bei den weiteren internationalen Aktivitäten berichtete Black ebenfalls über Fortschritte. Die portugiesische Panasqueira-Mine erzielte im vergangenen Quartal eine Marge von über 63 %. In Ruanda hat Almonty bereits mit dem Ankauf von Wolfram begonnen und könnte nach Einschätzung des CEO schon im November zum größten Wolframexporteur des Landes aufsteigen. In Spanien soll das Projekt Los Santos zeigen, ob sich Wolfram aus historischen Bergbauabfällen wirtschaftlich zurückgewinnen lässt. Bei einem Erfolg könnte dieses Verfahren auch an anderen europäischen Standorten eingesetzt werden. Beim US-Projekt in Montana laufen die Genehmigungsverfahren. Den Wolframmarkt beurteilt Black weiterhin positiv. Eine Abschwächung der Nachfrage aufgrund des hohen Preisniveaus sieht der Almonty-Chef bislang nicht. Vielmehr bleibe die begrenzte Verfügbarkeit von Wolfram das zentrale Problem für die Industrie.

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TKMS: Kursentwicklung nicht gerechtfertigt

Seit dem Börsengang im Oktober vergangenen Jahres läuft die Aktie von TKMS seitwärts. Aus Sicht von mwb research ist dies nicht gerechtfertigt. Die Analysten sehen den fairen Wert bei 140 EUR. Derzeit notiert die Aktie bei 79 EUR. Für TKMS habe sich die operative Perspektive durch mehrere Großprojekte deutlich verbessert. Dazu zählen der bevorzugte Bieterstatus in Kanada mit einem Volumen von über 15 Mrd. EUR, ein möglicher U-Boot-Auftrag aus Indien über 3,5 Mrd. EUR und zwei weitere norwegische U-Boote im Wert von 3,9 Mrd. EUR. Hinzu kommen zwei Prognoseanhebungen und die positive Entwicklung der Tochter Atlas Elektronik. Der Auftragsbestand sichert nach Einschätzung von mwb research die Geschäftsperspektive bis 2035 ab. Dennoch wird TKMS auf Basis der EBITDA-Schätzungen für 2027 mit einem Multiplikator von 8 bewertet. Vergleichbare Unternehmen kommen auf 11. Daher sei die Aktie ein Kauf. 

Zuletzt hat sich TKMS einen weiteren milliardenschweren Auftrag gesichert. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat den Bau von vier zusätzlichen Fregatten des Typs MEKO A 200 DEU genehmigt. Damit wächst das Programm auf acht Schiffe mit einem Gesamtvolumen von 11,6 Mrd. EUR. Es handelt sich um den größten Auftrag für Überwasserschiffe in der Geschichte von TKMS. Da die zusätzlichen Fregatten auf bestehenden Produktionsstrukturen und Lieferketten aufbauen, erwartet mwb research positive Effekte auf die Planungssicherheit und die Margen. 

Für die kommenden Jahre erwartet mwb research bei TKMS ein deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum, wobei die neuen Aufträge erst mittelfristig das Wachstum treiben werden. Der Umsatz soll von 2,42 Mrd. EUR in 2026 auf 2,69 Mrd. EUR im Jahr 2027 und 3,15 Mrd. EUR im Jahr 2028 steigen. Beim EBITDA prognostizieren die Analysten einen Anstieg von 255 Mio. EUR über 303 Mio. EUR auf 385 Mio. EUR. Das Nettoergebnis soll sich im gleichen Zeitraum von 131 Mio. EUR über 154 Mio. EUR auf 189 Mio. EUR verbessern. Damit würde der Gewinn je Aktie auf 1,19 EUR steigen. 

Vonovia-Aktie fällt auf das Niveau von 2023

Immobilienbestandshalter galten lange als vergleichsweise krisenfeste Investments. Schließlich müssen Menschen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wohnen und ihre Miete zahlen. Doch die Aktie von Vonovia zeigt, dass dieses Geschäftsmodell an der Börse derzeit alles andere als Sicherheit bietet. Im laufenden Jahr hat die Aktie des größten deutschen Wohnungskonzerns rund 30 % an Wert verloren. Sie notiert unter 17 EUR und damit so niedrig wie seit der Immobilienkrise im Jahr 2023 nicht mehr. Das Allzeithoch von über 50 EUR stammt aus dem Jahr 2021. 

Vonovia befindet sich derzeit zwischen Zinsangst und Enteignungsunsicherheit. Steigende Kapitalmarktzinsen belasten die Immobilienbewertungen und verteuern die Finanzierung. Hinzu kommt die politische Unsicherheit in Berlin. Nach dem Wahlsieg der Linken ist die Debatte über eine mögliche Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände neu entbrannt. Vonovia wäre mit seinen rund 138.000 Wohnungen in der Hauptstadt besonders betroffen. Zwar bestehen hohe rechtliche Hürden für eine Enteignung, doch allein die Diskussion sorgt bei Anlegern für Verunsicherung.

Wie angespannt das Verhältnis zwischen Vonovia und der Linken inzwischen ist, zeigen aktuelle Berichte des "Handelsblatts". Demnach ist ein in dieser Woche geplantes Gespräch zwischen Vonovia-Chef Luka Mucic und dem Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano kurzfristig geplatzt. Die Linke warf dem Immobilienkonzern vor, die vereinbarte Teilnahme eines unabhängigen Journalisten verhindert zu haben. Vonovia weist diese Darstellung zurück. Einer journalistischen Begleitung habe man zu keinem Zeitpunkt zugestimmt. Auch die Vorwürfe der Linken hinsichtlich angeblich systematischer Verstöße gegen Mieterrechte weist der Konzern zurück. Unterdessen deutete Mucic in einem Interview mit dem "Handelsblatt" Konsequenzen für die Investitionen in Berlin an. Die rund 1.000 bereits im Bau befindlichen Wohnungen sollen fertiggestellt werden. Bei neuen Projekten hält sich Vonovia dagegen zurück. Berlin sei in der künftigen Projektpipeline inzwischen schwächer vertreten. Mucic fordert klare politische Rahmenbedingungen, bevor weitere Investitionsentscheidungen getroffen werden. 

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Das Fazit

Bei Almonty läuft es operativ weiter rund. Bleibt der Wolframpreis auf dem hohen Niveau, sollte das Unternehmen in den kommenden Monaten hohe Umsätze und traumhafte Margen erzielen. Davon sollte auch die Aktie wieder profitieren. Zahlreiche Analysten haben Kursziele von über 20 USD. Das Auftragsvolumen von TKMS ist beeindruckend. Allerdings muss der Gewinn in den kommenden Jahren auch kräftig steigen. Denn aktuell ist das Unternehmen mit Blick auf die Gewinnschätzung von mwb für 2028 kein Schnäppchen. Vonovia ist derzeit wohl nur etwas für echte Zocker.

 

 


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Der Autor

Fabian Lorenz

Fabian Lorenz

Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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