Menü schließen




20.10.2026 | 05:36

Paukenschlag bei Steyr Motors! Plug Power Aktie fällt weiter! dynaCERT arbeitet am Comeback!

  • energie
  • wasserstoff
  • schadstoffe
  • rüstung
Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Paukenschlag bei Steyr Motors. Der österreichische Spezialmotorenhersteller soll für 39 EUR je Aktie in die USA verkauft werden. Das Übernahmeangebot von Red Cat Holdings wird vom Steyr-Großaktionär unterstützt. Die Transaktion kann allerdings auch noch scheitern, denn viele Aktionäre dürften mehr für ihre Anteile bezahlt haben. Die hohen Energiepreise sind die Markttreiber für ein Comeback der dynaCERT-Aktie. Mit Nachrüstgeräten für Dieselmotoren lassen sich Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß reduzieren. Die jüngsten Unternehmensmeldungen deuten darauf hin, dass bald größere Aufträge gemeldet werden könnten. Plug Power hat keine Großaufträge, sondern vorläufige Zahlen gemeldet. Diese haben jedoch nicht für Jubel an der Börse gesorgt. Die Aktie fällt weiter. Die Bewertung erscheint weiterhin sportlich.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: dynaCERT Inc | CA26780A1084 , PLUG POWER INC. | US72919P2020 , STEYR MOTORS AG | AT0000A3FW25

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT: Starkes Jahresendgeschäft?

    Die hohen Energiepreise belasten Unternehmen weltweit. Insbesondere Speditionen, Logistikunternehmen und Betreiber großer Dieselflotten suchen nach Möglichkeiten, ihre Kraftstoffkosten zu senken. Dies sind die Markttreiber für ein Comeback der dynaCERT-Aktie. Das kanadische Unternehmen hat die HydraGEN-Technologie entwickelt, mit der bestehende Dieselmotoren effizienter arbeiten und weniger Schadstoffe ausstoßen. Die Geräte können ohne großen Aufwand nachgerüstet werden. Auch operativ scheint das deutsche Management um CEO Kevin Unrath und den deutschen Automotive-Experten Bernd Krüper auf einem guten Weg zu sein. Darauf deuten jedenfalls die jüngsten Unternehmensmeldungen hin. 

    Am 6. Oktober 2026 meldete dynaCERT positive Entwicklungen auf dem französischen Markt. Über den Vertriebspartner IPMD konnte im September ein Folgeauftrag eines bestehenden Kunden gewonnen werden. Dies ist besonders interessant, da der Kunde die Technologie bereits kennt und sich erneut für HydraGEN entschieden hat. Gleichzeitig laufen weitere Pilotprojekte. Der französische Vertriebspartner arbeitet daran, weitere Kunden aus der Transportbranche sowie aus der Industrie und dem Bergbau zu gewinnen. Auch andere französischsprachige Märkte sollen erschlossen werden.

    Zuvor hatte dynaCERT den Start einer breit angelegten internationalen Vertriebsinitiative angekündigt. Im Mittelpunkt stehen die drei Zielmärkte Schwerlastverkehr, Hafenlogistik und stationäre Stromerzeugung. Mit gezielten Kundenkontakten auf Fachveranstaltungen in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika will das Unternehmen seine Vertriebspipeline ausbauen. Dazu gehörten unter anderem die IAA Transportation in Hannover und Veranstaltungen in Frankreich sowie den USA. Weitere Aktivitäten sind für Singapur und Kolumbien geplant. Ziel ist es, die Zahl konkreter Verkaufschancen zu erhöhen und 2027 mit einer breiteren Kundenbasis zu starten.

    Auch in Südostasien kommt dynaCERT voran. So laufen in Vietnam mehrere Kundenprojekte. In der Region Hanoi wurden weitere Pilotinstallationen bei einem Betreiber von Langstrecken-Lkw aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche vorbereitet. Hinzu kommen Anwendungen bei einem großen Öl- und Gaskonzern, der die Technologie unter anderem in Feuerwehrfahrzeugen, Gabelstaplern und Mobilkränen testen will. Spannend ist auch die Zusammenarbeit mit einem der weltweit größten Logistikkonzerne. Dieser erprobt HydraGEN an Lastwagen und Hafenumschlaggeräten. Mithilfe der Telematikplattform HydraLytica sollen der Kraftstoffverbrauch und die Emissionen systematisch erfasst werden. Darüber hinaus führt dynaCERT bereits Gespräche über mögliche Projekte in Kambodscha, Indonesien und Japan.

    YouTube-Video ansehen

    Plug Power: Aktie verliert weiter

    Nachdem Nel ASA mit den Quartalzahlen enttäuscht hat, richtet sich der Blick auf den zweiten ehemaligen Wasserstoffliebling. Plug Power wird am 9. November über die Entwicklung im dritten Quartal berichten. Man glaubt offenbar, besser dazustehen als die Norweger. Daher wurden bereits vorläufige Zahlen veröffentlicht. Diese können bisher allerdings nicht den Abverkauf der vergangenen Wochen stoppen. Innerhalb von vier Wochen hat die Plug-Aktie über 30 % an Wert verloren und innerhalb von sechs Monaten sogar 57 %. Von der zwischenzeitlichen Hoffnung, Plug Power könnte vom KI-Hype profitieren, ist nichts übriggeblieben. 

    Das Unternehmen sieht sich bei der operativen Stabilisierung auf Kurs. Der US-Wasserstoffspezialist erwartet auf Basis vorläufiger Zahlen für das dritte Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von mehr als 10 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Prognose eines Umsatzanstiegs von 15 bis 16 % fest. Gleichzeitig sollen sich die Bruttomargen weiter verbessern. Der Netto-Cashverbrauch sank im dritten Quartal auf rund 28 Mio. USD und damit auf den niedrigsten Stand des laufenden Jahres. Zum Quartalsende verfügte Plug Power über liquide Mittel von rund 134 Mio. USD. Das Unternehmen hat im dritten Quartal weder neue Aktien ausgegeben noch zusätzliches Fremdkapital aufgenommen. Dass man darauf hinweisen muss, ist bezeichnend. CEO Jose Luis Crespo erwartet auch für das vierte Quartal weitere operative Fortschritte und setzt auf eine konsequente Kostenkontrolle.

    Wachstumspotenzial sieht Plug Power insbesondere im Geschäft mit Elektrolyseuren. Die weltweite Projektpipeline beziffert das Unternehmen auf rund 8 Mrd. USD. Zu den jüngsten Erfolgen gehört ein Liefervertrag über Elektrolyseure mit einer Leistung von 280 MW für Arcadia eFuels in Dänemark. Darüber hinaus wurde eine strategische Vereinbarung geschlossen, die Plug Power als bevorzugten Lieferanten für potenzielle Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 1 GW positioniert. In Australien sicherte sich das Unternehmen einen Auftrag über 50 MW, während weitere Großprojekte in Kanada, Spanien und Portugal vorangetrieben werden. 

    Steyr Motors: Unternehmen soll für 39 EUR je Aktie geschluckt werden 

    Während Anleger bei dynaCERT auf ein Comeback spekulieren können, wird Steyr Motors wohl leider vom Kurszettel verschwinden. Der US-Drohnen- und Robotikspezialist Red Cat Holdings will den österreichischen Spezialmotorenhersteller übernehmen. Das an der Nasdaq notierte Unternehmen bietet den Steyr-Aktionären 39 EUR je Aktie in bar. Dies entspricht einem Aufschlag von 28,9 % auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag und von 27,3 % auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage. Klingt erfreulich, allerdings liegt das 52-Wochen-Hoch bei rund 53 EUR und bei 39 EUR notierte die Aktie auch schon im März 2025. Viele Aktionäre dürften das Investment also nicht mit einem großen Gewinn verlassen. 

    Das vollständig finanzierte Übernahmeangebot wird vom Steyr-Großaktionär B&C Holding Österreich unterstützt. Dieser hat sich bereits unwiderruflich verpflichtet, seinen Anteil von rund 15 % anzudienen. Die Annahmefrist soll voraussichtlich am 18. Dezember 2026 enden. Voraussetzung für den Vollzug sind unter anderem behördliche Genehmigungen sowie eine Mindestannahmequote von 50 % plus einer Aktie.

    Mit der Übernahme will Red Cat seine Aktivitäten im Bereich autonomer maritimer Systeme ausbauen. Steyr Motors entwickelt und produziert Spezialmotoren für militärische und zivile Anwendungen. Insbesondere die Technologie für Schiffsantriebe und die europäische Produktionsbasis sind für Red Cat strategisch interessant. Die Amerikaner wollen diese Kompetenzen mit ihren bestehenden Kundenbeziehungen im Verteidigungssektor und ihrem wachsenden Portfolio unbemannter Wasserfahrzeuge kombinieren.

    Fazit

    Mit Steyr Motors wird voraussichtlich ein innovatives europäisches Unternehmen die Eigenständigkeit verlieren. Allerdings dürfte der Übernahmepreis bei vielen Aktionären keinen großen Jubel auslösen dürfte. Daher kann die Transaktion auch noch scheitern. Bei dynaCERT deuten die jüngsten Meldungen darauf hin, dass das deutsche Management bei der internationalen Vermarktung seiner Technologie vorankommt. Für eine Neubewertung der Aktie wird entscheidend sein, in den kommenden Monaten größere Bestellungen an Land zu ziehen. Bei Plug Power drängt sich mit Blick auf die Marktkapitalisierung von weiterhin sportlichen 2 Mrd. USD kein Kauf auf. 

     

     

     


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 20.10.2026 | 05:26

    Nordex und Aixtron starten Rally! Desert Gold Aktie mit Kaufempfehlung!

    • edelmetalle
    • gold
    • rohstoffe
    • technologie
    • energie

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Desert Gold Ventures

    Starten die Aktien von Nordex und Aixtron endlich wieder durch? Beide Unternehmen haben in der vergangenen Woche mit ihren vorläufigen Zahlen die Börse begeistert. Beide Aktien befinden sich zwar noch im Abwärtstrend, aber operativ hält man dagegen. Die Einstufung "Underperform" bei Nordex sollte nicht überbewertet werden. Ein weiterer Kandidat für eine Jahresendrally ist Desert Gold. Und der Investmentcase ist weitestgehend unabhängig vom Goldpreis. Analysten sehen großes Kurspotenzial und raten zum Kauf. Der Grund: Noch im laufenden Jahr soll Desert Gold zum Produzenten aufsteigen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 19.10.2026 | 05:35

    +38 % in einer Woche! OHB zündet Kursrakete! Als nächstes Nel ASA und First Hydrogen?

    • wasserstoff
    • energie
    • robotik
    • KI
    • technologie
    • raumfahrt

    Was für eine Woche für die OHB-Aktie. Um rund 38 % schoss das Wertpapier in die Höhe. Damit könnte die scharfe Korrektur beendet sein. Analysten sehen jedenfalls weiteres Kurspotenzial für den deutschen Raumfahrtkonzern. Sie verweisen auf ein sehr gut gefülltes Auftragsbuch. Dieses könnte sich bald noch weiter füllen. Neben der Raumfahrt gehört Robotik zu den Zukunftsmärkten. Führende Investmentbanken prognostizieren der Branche goldene Zeiten. Von den Milliardenumsätzen will sich First Hydrogen ein Stück abschneiden. Gelingt dies, ist die Aktie ein heißer Kandidat für eine Neubewertung. Zumindest auf steigende Kurse haben Aktionäre von Nel Anfang vergangener Woche gehofft. Doch dann sorgten die Quartalszahlen der Norweger für ein schnelles Ende der Rally.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 19.10.2026 | 05:32

    Raus aus Siemens Energy? Rein in CTS Eventim und Power Metallic Mines?

    • energie
    • rohstoffe
    • kupfer
    • veranstaltungen
    • wachstum

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Power Metallic Mines

    Kupfer hat sich im Börsenbeben der vergangenen Woche bemerkenswert gut gehalten. Die strukturellen Rahmenbedingungen sprechen weiterhin für einen hohen Kupferpreis. Ein Profiteur ist Power Metallic Mines. Das Unternehmen entwickelt in Kanada ein Multi-Metall-Projekt mit Weltklassepotenzial. Nach einer überzeugenden Ressourcenschätzung haben Analysten zuletzt ihre Kaufempfehlung bekräftigt. Sie sehen mehr als 200 % Kurspotenzial und Raum für eine Kurszielerhöhung. Ist der Kurs der Aktie von Siemens Energy trotz der Korrektur um rund 30 % immer noch zu hoch? Dieser Meinung sind Analysten. Sie erwarten starke Quartalszahlen. Aber diese seien im Kurs eben auch eingepreist. Gleichzeitig nimmt die Angst, dass der von KI angetriebene außergewöhnliche Nachfrageboom nicht unbegrenzt anhalten wird, zu. Daher ist die DAX-Aktie für sie ein Verkauf. Und was macht CTS Eventim? Dort scheint sich der Abschluss einer Bodenbildung anzudeuten. Doch Analysten sind sich noch nicht einig, ob jetzt die Zeit zum Anstieg gekommen ist.

    Zum Kommentar