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13.10.2026 | 05:38

Welche Aktie jetzt kaufen? Nordex mit starkem Auftragseingang, Verbio überzeugt auf dem CMD und Zefiro Methane könnte sich vervielfachen!

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Bildquelle: KI-generiert (ChatGPT)

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane.

Sollte man die Aktie von Nordex jetzt kaufen? Der Windkraftanlagenbauer hat gestern mit einem hohen Auftragseingang überrascht. Damit könnte eine neue Rally starten. Gute Gründe für eine Rally gibt es auch bei Zefiro Methane. Das Unternehmen hat gerade erst Rekordzahlen gemeldet und verfügt über großes Wachstumspotenzial. Analysten sehen mehr als 200 % Kurspotenzial. Die Aktie hat noch nicht reagiert. Die Aktie von Verbio befindet sich im Abwärtstrend. Dabei gilt das Unternehmen als ein Gewinner hoher Benzinpreise. Derzeit richtet sich der Blick auf die Aktivitäten in den USA. Analysten zeigten sich vom jüngsten Capital Markets Day überzeugt und empfehlen die Verbio-Aktie zum Kauf.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Zefiro Methane Corp | CA98926D1069 , VERBIO VER.BIOENERGIE ON | DE000A0JL9W6 , NORDEX SE | DE000A0D6554

Zefiro: Rekordumsatz, Wachstumsperspektiven, Kaufempfehlung

Rekordumsatz, erhebliche Wachstumsperspektiven und aus Sicht von Analysten viel Kurspotenzial. So einfach lässt sich die aktuelle Situation bei Zefiro Methane auf den Punkt bringen.

Das kanadische Unternehmen ist auf die Stilllegung alter Öl- und Gasbohrlöcher spezialisiert, aus denen häufig klimaschädliches Methan entweicht. Allein in den USA gibt es Millionen solcher Bohrungen. Der geschätzte Sanierungsbedarf beläuft sich auf Hunderte Milliarden USD. Der Markt ist stark fragmentiert und Zefiro will bei der Konsolidierung eine führende Rolle einnehmen.

Im Geschäftsjahr 2025/2026 hat man den Umsatz um 31 % auf den Rekordwert von 42,5 Mio. USD gesteigert. Gleichzeitig gelang beim bereinigten EBITDA der Sprung von minus 4 Mio. USD auf plus 3,8 Mio. USD. Im jüngsten Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF erläuterte CEO Catherine Flax, dass eine konsequentere Ausrichtung auf umsatzwirksame Aktivitäten und Kostensenkungen für die Ergebnisverbesserung verantwortlich seien. Für die kommenden Jahre sorgen langfristige staatliche Aufträge für Planungssicherheit. Dazu gehören ein Vertrag über 19,6 Mio. USD in Ohio und ein weiterer Auftrag über 11,5 Mio. USD mit einer Laufzeit bis 2029. Da staatliche Projekte zeitlich flexibler abgearbeitet werden können, lassen sich damit saisonale Schwankungen im Geschäft mit Unternehmenskunden ausgleichen.

Erhebliches Wachstumspotenzial sieht Flax im Ausbau der amerikanischen KI-Infrastruktur. Neue Rechenzentren, Kraftwerke und Logistikimmobilien entstehen häufig auf Grundstücken, auf denen sich alte Öl- und Gasbohrlöcher befinden. Diese müssen aus Sicherheitsgründen vor Baubeginn verschlossen werden. Laut Flax gibt es bereits Grundstücke für geplante Rechenzentren mit Hunderten solcher Bohrlöcher. Zur Einordnung: Zefiro verschließt derzeit rund 250 verwaiste Bohrlöcher jährlich. Einzelne Großprojekte könnten damit erhebliche zusätzliche Umsätze bringen. Das Unternehmen hat zuletzt immer wieder kleinere Übernahmen getätigt und so den Bestand an Bohranlagen ausgebaut. Bei vollständiger Auslastung der vorhandenen Kapazitäten hält Flax einen Jahresumsatz von annähernd 70 Mio. USD für möglich. Neue Geschäftsfelder wie die Vorbereitung von Bohrungen zur unterirdischen CO₂-Speicherung erweitern den adressierbaren Markt zusätzlich.

Im Wettbewerb sieht Flax Zefiro gegenüber vielen kleineren Spezialanbietern im Vorteil. Das Unternehmen verfügt über eigene Fachkräfte, umfangreiche Ausrüstung und ein internes Ausbildungsprogramm. Dadurch kann es auch technisch anspruchsvolle Sanierungen übernehmen und größere Aufträge abwickeln. Für die kommenden Jahre erwartet Flax zusätzliche Wachstumsimpulse durch die Expansion in weitere US-Bundesstaaten und perspektivisch nach Kanada. Auch die Methanmessung und der Handel mit Emissionszertifikaten bieten aus ihrer Sicht attraktive Perspektiven. Zwar tragen diese Aktivitäten bislang nur wenig zum Umsatz bei, sie weisen laut Flax jedoch besonders hohe Margen auf und könnten künftig einen größeren Beitrag zum Ergebnis leisten.

Zum Interview:

https://youtu.be/O-afR4etwe8?si=EZQTlTswpWjmN9gg

Auch GBC Research gefällt der Mix aus steigender Auslastung der Bohranlagen, langfristigen staatlichen Aufträgen und der Expansion in weitere Regionen der USA. Für das laufende Geschäftsjahr 2026/2027 prognostizieren die Experten einen Umsatzanstieg auf 57,92 Mio. USD und ein EBITDA von 10,02 Mio. USD. Unter dem Strich erwarten sie einen Gewinn von 4,21 Mio. USD. Der Gewinn je Aktie soll im laufenden Geschäftsjahr bei 0,04 USD liegen und im kommenden Geschäftsjahr 2027/2028 auf 0,05 USD steigen. Bei einem aktuellen Kurs von 0,42 USD sinkt das KGV damit auf unter 10. Daher empfiehlt die GBC Research die Aktie von Zefiro Methane mit einem Kursziel von 1,50 USD zum Kauf.

Verbio: Analysten halten Abverkauf für übertrieben

Obwohl die Benzinpreise von Rekord zu Rekord marschieren, entwickelte sich die Verbio-Aktie in den vergangenen Monaten schwach. Seit Anfang Juni ist das Wertpapier von über 40 EUR auf knapp über 25 EUR abgerutscht. NuWays sieht darin eine Kaufchance. Die Analysten haben nach dem Kapitalmarkttag von Verbio ihre Einschätzung bekräftigt. Sie halten weiterhin einen Kurs von 41 EUR für fair. Das Management hat ein normalisiertes EBITDA-Potenzial von rund 300 Mio. EUR auf Basis der bestehenden Produktionsanlagen aufgezeigt. Bei besonders günstigen Marktbedingungen wären sogar bis zu 500 Mio. EUR möglich. Voraussetzung für das mittlere Szenario sind unter anderem eine höhere Auslastung der Anlagen und stabile Margen bei Biokraftstoffen. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch steuerliche Förderprogramme in den USA. Allein aus dem sogenannten 45Z-Programm könnten sich laut Management theoretische jährliche Steuergutschriften zwischen 13 Mio. USD und 130 Mio. USD ergeben. Diese sind im dargestellten EBITDA-Potenzial noch nicht berücksichtigt.

Weitere Wachstumsimpulse verspricht sich NuWays vom Einstieg in erneuerbare Chemikalien. Verbio hat bereits mehr als 130 Produktmuster für unterschiedliche industrielle Anwendungen ausgeliefert. In einzelnen Bereichen liegen die technischen Freigabequoten bei 90 %. Gleichzeitig dürfte der Abschluss einer intensiven Investitionsphase den freien Cashflow stärken. Die Investitionen sollen im laufenden Geschäftsjahr auf rund 55 Mio. EUR sinken. In 2022/2023 lagen sie noch bei 203 Mio. EUR. Zusätzliche Liquidität erwartet NuWays aus der Vermarktung angesammelter Treibhausgasquoten. Die Analysten haben ihre EBITDA-Prognosen für 2027/2028 und 2028/2029 um jeweils 10 Mio. EUR angehoben. Das Kursziel von 41 EUR bleibt dennoch unverändert.

Für die kommenden Geschäftsjahre erwarten die Analysten deutlich steigende Umsätze und Gewinne. Im laufenden Geschäftsjahr 2026/2027 soll der Umsatz von zuletzt 1,87 Mrd. EUR auf 1,90 Mrd. EUR wachsen. Das EBITDA dürfte von 193,9 Mio. EUR auf 230,7 Mio. EUR steigen. Im Geschäftsjahr 2027/2028 rechnen die Experten bereits mit einem Umsatz von 2,07 Mrd. EUR und einem EBITDA von 320,7 Mio. EUR. Für 2028/2029 prognostiziert NuWays einen weiteren Umsatzanstieg auf 2,15 Mrd. EUR und einem EBITDA von 333,9 Mio. EUR. Der Gewinn je Aktie von Verbio soll sich von 1,04 EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr bis 2028/2029 auf 2,79 EUR verbessern. Damit würde das Ergebnis je Aktie innerhalb von drei Jahren um rund 168 % steigen.

Nordex: Startet jetzt die Rally?

Während die Aktie von Zefiro auf den Durchbruch an der Börse wartet und sich Verbio im Abwärtstrend befindet, hat Nordex gestern ein Ausrufezeichen gesetzt. Der gemeldete Auftragseingang übertraf die Erwartungen. In einer ersten Reaktion hat beispielsweise Berenberg die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 58 EUR bekräftigt. Im frühen Handel am Montag legte die Aktie mehr als 4 % zu, konnte dieses Niveau im Tagesverlauf allerdings nicht halten.

Im dritten Quartal 2026 erhielt der Windkraftanlagenhersteller Bestellungen über insgesamt 2.810 MW. Dies entspricht einem Plus von 29,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten summierte sich der Auftragseingang auf 7.733 MW und lag damit 16,1 % über dem Vorjahreswert. Allein zwischen Juli und September bestellten Kunden 427 Windkraftanlagen für Projekte in zehn Ländern. Das Preisumfeld blieb nach Unternehmensangaben stabil. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im dritten Quartal bei 0,90 Mio. EUR je MW nach 0,93 Mio. EUR im Vorjahr. Auf Neunmonatssicht stieg er leicht von 0,92 Mio. EUR auf 0,93 Mio. EUR je MW.

Wachstumstreiber waren insbesondere die Türkei, Deutschland und die USA. Mit Aufträgen über mehr als 900 MW war die Türkei im dritten Quartal der wichtigste Einzelmarkt. In den USA konnte Nordex seit Jahresbeginn bereits Bestellungen über mehr als 1,3 GW verbuchen. CEO José Luis Blanco sieht darin eine zunehmende Internationalisierung des Geschäfts. Er erwartet, dass der Anteil internationaler Aufträge weiter zunimmt, wenn zusätzliche Projekte aus der bestehenden Pipeline in feste Bestellungen umgewandelt werden. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage in Europa und insbesondere in Deutschland auf einem hohen Niveau.

Fazit

Alle drei Aktien werden von Analysten zum Kauf empfohlen. Zefiro steht erst am Anfang und könnte in den kommenden Jahren zum Marktführer in einem Milliardenmarkt aufsteigen. GBC Research traut der Aktie mehr als 200 % zu. Die Perspektiven von Verbio sind insbesondere in den USA spannend. Allerdings befindet sich die Aktie in einem klaren Abwärtstrend. Bei Nordex könnte der überraschend hohe Auftragseingang für eine Rally sorgen. Allerdings ist es kein gutes Zeichen, dass die Aktie gestern nicht positiver reagiert hat.


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Der Autor

Fabian Lorenz

Fabian Lorenz

Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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