02.03.2026 | 04:30
ALLZEITHOCH bei First Majestic Silver! Bald auch bei Silver Viper Minerals? Widerstand bei Bayer!
Die Silber-Rally ist noch lange nicht beendet. Der Preis für das Edelmetall hat sich bei 90 USD je Unze auf hohem Niveau stabilisiert und ermöglicht der Branche hohe Einnahmen. Dies zeigt First Majestic eindrucksvoll. Anleger feierten die Rekordzahlen und trieben die Aktie in der vergangenen Woche auf ein neues Allzeithoch. Klare Wachstumsziele und Übernahmefantasie bietet Silver Viper Minerals. Der CEO hat in der vergangenen Woche auf einer Investorenkonferenz überzeugt. Für das Jahr 2026 gilt bei den Kanadiern „drill, drill, drill“. Die Ressource soll „dramatisch“ ausgebaut werden und dann ist da noch Übernahmefantasie. Bei Bayer drehen sich die News wieder um Glyphosat. Nachdem die Aussicht auf ein Ende der tragischen Geschichte die Aktie angetrieben hat, gibt es jetzt den ersten Widerstand.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283344098 , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Silver Viper Minerals: „Drill, drill, drill“ und Übernahmefantasie
Silver Viper Minerals hat auf der Investorenkonferenz IIF in der vergangenen Woche einen klaren Wachstumskurs skizziert. Und CEO Stephen Cope lieferte gleich mehrere kurzfristige Katalysatoren. Zum einen ist da der Coneto-Deal. Dieser soll nach Verzögerungen durch die Aktualisierung des NI 43-101-Berichts nun „in den nächsten ein bis zwei Wochen“ abgeschlossen werden. Nach Closing soll Coneto mit zwei Bohrgeräten aggressiv vorangetrieben werden. Cope deutete zudem an, dass man als aktiver Explorer in Mexiko weiter wachsen wolle und zusätzliche Akquisitionen eine Option seien. Parallel dazu wird beim Flaggschiffprojekt La Virginia schon gebohrt. Umfangreiche historische und aktuelle Bohrdaten haben hier bereits eine belastbare Ressourcengrundlage mit Recovery-Raten von 90 % bis 95 % geschaffen.
Fundamental positioniert sich Silver Viper mit zwei Ressourcensäulen und einem attraktiven Gold-Silber-Mix. La Virginia kommt aktuell auf rund 700.000 Goldäquivalent-Unzen (ca. 60 % Gold / 40 % Silber) und bietet aus Sicht des Managements „viel Raum“ für den Sprung Richtung Multi-Millionen-Unzen-Projekt. Coneto steht bei rund 535.000 Goldäquivalent-Unzen (etwa 50/50 Gold/Silber). Auch dort hat man den Anspruch, die Größenordnung perspektivisch ebenfalls deutlich zu steigern. Dazu passt das strategische Umfeld. Gute Infrastruktur und Unterstützung der lokalen Gemeinden sollen Risiken reduzieren, während die Geologie reichlich Potenzial liefert.
Auch die Kapitalmarktpositionierung wirkt rund. Cope betonte eine saubere („neat and tidy“) Aktionärsstruktur, starke institutionelle Unterstützung durch bekannte Rohstoffinvestoren/Fonds und einen klaren Fokus auf Werttreiber. „Drill, drill, drill“ sei die klare Strategie. Selbst bei engeren Kapitalmärkten sei Bohren die nicht verhandelbare Priorität, um Ressourcen in 12 bis 18 Monaten „dramatisch“ auszubauen. Damit dürfte man auch zum Übernahmekandidaten werden.
https://youtu.be/8XvydXs-waA?si=5sFPh1MgZSGE7m2u
First Majestic Silver feiert Rekorde
Während die Aktie von Silver Viper noch ein gutes Stück von ihrem Januarhoch bei 2,57 CAD entfernt ist und beim aktuellen Kurs von 1,55 CAD zum Einstieg lockt, ist First Majestic Silver am Freitag auf ein neues Allzeithoch geschossen. Bei einem Kurs von 43,64 CAD bringt der Silber-Konzern inzwischen über 21 Mrd. CAD auf die Börsenwaage. Zur Einordnung: Vor 12 Monaten notierte die Aktie unter 8 CAD.
Angetrieben wurde die Aktie in der vergangenen Woche von starken Zahlen. So berichtete First Majestic über das vierte Quartal 2025. In diesem hat das Unternehmen die Silberproduktion um 77 % auf 4,2 Mio. Unzen gesteigert und damit einen neuen Rekord erzielt.
Noch stärker ging es beim Umsatz nach oben. Dieser kletterte im Jahresvergleich um 169 % auf 463,9 Mio. USD. Davon blieben 105,2 Mio. USD bzw. 0,17 USD je Aktie als Nettogewinn übrig. Im Vorjahresquartal musste noch ein Nettoverlust von 13,5 Mio. USD gemeldet werden. Der operative Cashflow schoss im letzten Quartal des Jahres 2025 auf 301,0 Mio. USD bzw. 0,61 USD je Aktie. Im Vorjahresquartal waren es nur 62,4 Mio. USD bzw. 0,21 USD je Aktie. Aufgrund der Rekordzahlen soll eine Quartalsdividende von 0,0083 USD je Aktie ausgeschüttet werden.
Bayer: Glyphosat-Prozesse doch nicht am Ende?
Von Mitte November 2025 bis Mitte Februar 2026 kletterte die Bayer-Aktie von rund 27 EUR auf rund 50 EUR. Anleger feierten unter anderem die Aussicht, dass die Glyphosat-Saga durch eine Entscheidung des obersten US-Gerichts beigelegt werden kann. Dafür sollte ein 7,25 Mrd. USD schwerer Vergleich geschlossen werden.
Doch so einfach scheint es für die Leverkusener doch nicht zu werden. Denn es regt sich Widerstand. Per gerichtlichem Antrag im US-Bundesstaat Missouri fordern Anwälte die Verschiebung der Entscheidung um mindestens 60 Tage. Sie vertreten immerhin 20.000 Kläger. Insgesamt laufen in den USA rund um Glyphosat rund 65.000 Klagen.
Bei der Ankündigung des Vergleichs am 17. Februar 2026 hatte Bayer-CEO Bill Anderson betont, dass die "überwältigende Mehrheit" der Kläger teilnehmen müsse. Falls nicht, kann Bayer vom Vergleich zurücktreten.
Die Bayer-Aktie hat in den vergangenen Tagen etwas Dampf abgelassen. In den vergangenen zwei Wochen hat sie rund 15 % an Wert verloren und notierte am Freitag bei 42 EUR. Auf Sicht der vergangenen 12 Monate liegt das Kursplus jedoch weiterhin bei stolzen 84 %.
Fazit
Die Silber-Rally ist noch lange nicht zu Ende. Der Preis hat sich auf hohem Niveau stabilisiert und gibt der Branche Rückenwind. First Majestic bleibt ein Basisinvestment in den Sektor. Silver Viper Minerals dürfte im laufenden Jahr für die eine oder andere Überraschung gut sein. Und dann ist da natürlich noch die Übernahmefantasie. Die Bayer-Aktie ist in den vergangenen Monaten schon sehr gut gelaufen. Eine längere Konsolidierung wäre keine Überraschung.
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