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04.02.2026 | 05:30

ENTTÄUSCHUNG bei Puma! Renk "Top-Pick" oder halten? RE Royalties Aktie erwacht!

  • Rüstung
  • Energie
  • Konsum
Bildquelle: Orsted

Wir hatten mehrfach auf RE Royalties als KI-Profiteur und Dividenden-Perle hingewiesen. Seit einigen Wochen zieht die Aktie endlich an. Dennoch liegt die Dividendenrendite bei über 10 % und man will bei Strom und Energiespeichern für den KI-Boom weiter Gas geben. Dies spricht für weiter steigende Kurse. Der Kurs von Puma hat dagegen enttäuscht. Der neue Großaktionär hat 35 EUR je Aktie bezahlt, aber an der Börse liegt der Preis unter 24 EUR. Analysten sehen derzeit keine Kursfantasie. Eine Übernahme könnte frühstens in 15 Monaten erfolgen. Damit stehen die operativen Probleme von Puma weiter im Fokus. Bei Renk sind sich Analysten nicht einig. Für die einen ist der Konzern der "Top-Pick" im Rüstungssektor. Für die anderen nur eine Halteposition.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , PUMA SE | DE0006969603

Inhaltsverzeichnis:


    RE Royalties: KI-Profiteur und Dividenden-Perle

    Sie haben den KI-Energie-Boom mit Aktien wie Siemens Energy, Nordex oder GE Vernova verpasst? Ein Nachzügler in dem Bereich ist KI-Profiteur und Dividenden-Perle RE Royalties. Es ist nicht wirklich nachvollziehbar, warum die Aktie der Kanadier keine größere Aufmerksamkeit bekommt. Denn mit Fokus auf erneuerbare Energie und Speichersysteme sowie Aktivitäten direkt in den USA ist man ein klarer Profiteur des Energiehungers der KI-Datenzentren. Darauf wies Peter Leighton, COO von RE Royalties, im jüngsten Interview mit Lyndsay Malchuk vom International Investment Forum erneut hin.

    Zunächst skizzierte er das im Energiebereich vielleicht einzigartige Royalty-Modell des Unternehmens. Dabei setzt man konsequent auf Clean Energy – und zwar nicht als „passives“ Abkassieren, sondern als skalierbare Wachstumsplattform. Projektentwickler erhalten von RE Royalties Kapital, ohne Anteile abzugeben. Dafür erhält RE Royalties Zinsen für die Kredite und einen kleinen Anteil an den künftigen Erlösen. Dabei investiere RE Royalties ausschließlich in Solar, Wind und Batteriespeicher. Batteriespeicher machten inzwischen etwa die Hälfte des Geschäfts aus. Insgesamt liege der Hebel des Geschäftsmodells in der Laufzeit und im strukturellen Rückenwind steigender Stromnachfrage – insbesondere durch Rechenzentren und KI. Viele Projekte seien zwar über 20 Jahre kontrahiert, RE Royalties partizipiere jedoch über die Royalties am gesamten Projektleben. Strom sei dabei besonders: global unverzichtbar, aber regional reguliert und nicht beliebig transportierbar. Dadurch entstünden eher planbare, wiederkehrende Erlöse mit geringerer Preisschock-Anfälligkeit als bei klassischen Rohstoff-Royalties. Größte Hürde sei aktuell weniger die Projektpipeline als der Zugang zu Kapital, weil Investoren oft dem „heißen Thema“ hinterherlaufen. Genau hier sieht Leighton aber auch die Chance für neue Investments. RE Royalties verfüge über operative Hebel und wolle nun größere Kapitalquellen erschließen, um „größere Fische“ zu bedienen. Für die nähere Zukunft nennt er eine Pipeline von rund 50 Mio. USD an Projekten mit bestehenden und neuen Partnern. Dies sollte das Wachstum antreiben.

    Übrigens ist RE Royalties auch noch eine Dividenden-Perle. In 2025 wurden 0,04 CAD Dividende ausgeschüttet. Im laufenden Jahr können Anleger auf eine ähnliche Summe spekulieren. Die Aktie notiert bei 0,34 CAD. Die Dividendenrendite liegt also trotz des jüngsten Kurssprungs bei über 10 %.

    https://youtu.be/n_aO2Hv12p4?si=V9cCrsDcQF_UCflT

    Renk: "Top-Pick" oder halten?

    Während die Aktie von RE Royalties angesprungen ist, tendierte das Wertpapier von Renk in den vergangenen Tagen schwächer und notiert mit 53 EUR auf dem Niveau von Mai 2025.

    Aus Sicht der Analysten von mwb research wird der Spezialist für Getriebe von militärischen Fahrzeugen damit fair bewertet. Nach der Korrektur haben die Analysten ihre Empfehlung von "Verkaufen" auf "Halten" angepasst. Mit einem EV/EBITDA von 18,7x für 2026 sei die Aktie nicht günstig, aber gegenüber dem DCF-basierten Kursziel von 53,00 EUR nicht mehr überbewertet. Das Erreichen der Prognose für das bereinigte EBIT von 210 bis 235 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2025 sei weiterhin realistisch. Belasten würden die schwächere industrielle Nachfrage, Wechselkurse und Zollstreitigkeiten. Die deutschen Beschränkungen für Rüstungsexporte nach Israel würden Renk spürbar beeinflussen. Im laufenden Jahr rechnen die Analysten bei Renk übrigens mit einem Umsatzwachstum von 1,3 Mrd. EUR auf 1,5 Mrd. EUR.

    Als möglichen Treiber für die Aktie sehen die Analysten eine Eskalation im Nahen Osten. Darauf deute die umfassendere Verstärkung der US-Präsenz hin. So würden neben dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln auch Luftstreitkräfte sowie zusätzliche Luft- und Raketenabwehrsysteme in die Region verlegt werden. Dies sei für Renk von Bedeutung, da das Unternehmen in Israel engagiert ist, das von einer weiteren Eskalation im Nahen Osten „profitieren” würde.

    Im Börsengang der Czechoslovak Group (CSG) sehen die Analysten keine direkten Risiken für Renk. CSG konzentriere sich überwiegend auf Radfahrzeuge. Diese Kategorie gehört nicht zum Kernmarkt von Renk.

    Etwas optimistischer hatte sich zuletzt Jefferies zu Renk geäußert. Im Rahmen einer Branchenstudie ist Renk ein "Top-Pick" im Rüstungssektor. Die Analysten empfehlen die Aktie mit einem Kursziel von 75 EUR zum Kauf.

    Puma: An den kurzfristigen Problemen ändert sich nichts

    Bei Puma ist das erwartete Kursfeuerwerk nach dem Einstieg von Anta ausgeblieben. Der chinesische Konzern hatte für seine Beteiligung von knapp unter 30 % am deutschen Sportartikelkonzern 35 EUR je Puma-Aktie bezahlt. An der Börse wird derzeit weniger als 24 EUR bezahlt. Analysten zeigten sich weiterhin zurückhaltend zu den Perspektiven von Puma und der Aktie.

    Für mwb research ist die Puma-Aktie weiterhin nur eine Halteposition. Nach mehreren Monaten der Spekulationen würde Anta jetzt zum größten Aktionär bei Puma aufsteigen, mehr aber eben auch nicht. Die Bedingungen des Aktienkaufvertrags würden vorsehen, dass erst in 15 Monaten ein Übernahmegebot für den Kauf weiterer Aktien erfolgen könnte. Daher habe die Beteiligung trotz zusätzlicher langfristiger Optionen keinen Einfluss auf die kurzfristigen Fundamentaldaten von Puma.

    So bleibe die operative Entwicklung des Konzerns bis auf weiteres der Treiber für die Aktie. Und die Perspektiven seien eben wenig positiv. Puma befinde sich inmitten einer umfassenden operativen und strukturellen Neuausrichtung. Während die strategische Ausrichtung klar formuliert wurde, sei die Umsetzung noch nicht abgeschlossen. Dies belastet die kurzfristige Sichtbarkeit. Die Analysten rechnen damit, dass der Umsatz von Puma im laufenden Jahr von 7,4 Mrd. EUR auf 7,0 Mrd. EUR sinken wird. Immerhin soll das EBIT von -200 Mio. EUR in 2025 mit 118 Mio. EUR wieder positiv sein. Daher sehen die Analysten die Puma-Aktie derzeit mit 21 EUR fair bewertet.


    Fazit

    Energie wird in den kommenden Jahren heiß begehrt bleiben. Es braucht neue riesige Kapazitäten, um den KI-Boom zu ermöglichen. Davon profitiert RE Royalties und schüttet gleichzeitig auch noch eine attraktive Dividende aus. Dagegen ist bei Puma Ernüchterung eingekehrt. Aus der erhofften Übernahme ist vorerst nichts geworden und die operativen Probleme stehen wieder im Fokus. Nach unten ist die Aktie wahrscheinlich abgesichert, aber die kurzfristige Kursfantasie ist weg. Renk bleibt ein Basisinvestment im Rüstungssektor, doch es braucht im laufenden Jahr weitere Großaufträge.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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