06.10.2026 | 04:30
Minenaktien jetzt kaufen? Goldexperte rät zum Einstieg! Barrick Mining, B2Gold und Desert Gold im Fokus.
Jetzt Goldminenaktien kaufen? Der Goldexperte Markus Bußler sieht im jüngsten Rücksetzer eine attraktive Gelegenheit zum Einstieg. Nach einer Rally von rund 50 % hatte der Minen-ETF GDX etwa 18 % von seinem Hoch abgegeben. Damit ist er in die charttechnische Kaufzone zwischen rund 84 und 88 USD zurückgekehrt. Für den Experten spricht das Chance-Risiko-Verhältnis auf diesem Niveau wieder für Käufe. Bereits im Juli hatte ihn eine ähnliche technische Konstellation zu einer positiven Einschätzung veranlasst. Anschließend legten die Kurse kräftig zu. Die derzeit schlechte Stimmung schreckt ihn deshalb nicht ab. Davon könnten Aktien wie Barrick Mining, B2Gold und Desert Gold profitieren.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Desert Gold: Startet morgen die Kursrally?
Morgen wird es für Goldminenanleger spannend. Jared Scharf, CEO von Desert Gold, präsentiert auf der virtuellen Investorenkonferenz IIF (hier zur kostenlosen Anmeldung). Anleger dürften vor allem auf Aussagen zum geplanten Produktionsstart warten. Das Unternehmen vollzieht im Westen von Mali derzeit den Schritt vom Explorer zum Goldproduzenten. Ein Update dazu könnte für neue Impulse bei der Aktie sorgen. Das Kursziel der Analysten von GBC Research liegt bei 0,93 CAD. Die Aktie von Desert Gold notiert derzeit bei 0,13 CAD.
Im kürzlich veröffentlichten Interview hat Jared Scharf bereits berichtet, dass die Anlage zur Schwerkraftaufbereitung mit einer Kapazität von 200 Tonnen pro Tag inzwischen am Standort Barani eingetroffen ist. Das Team musste zuvor unter anderem Transportverzögerungen und Treibstoffengpässe bewältigen. Auch die Regenzeit erschwerte die Arbeiten. Barani ist ein Teilbereich des SMSZ-Projekts mit einer aktuellen Ressource von rund 1,2 Mio. Unzen Gold. Die Inbetriebnahme der kompakten Anlage ist im Laufe des Oktobers vorgesehen.
Der erste Abbaubereich soll praktische Erkenntnisse liefern, die sich aus Bohrungen und Modellen allein nicht gewinnen lassen. Dazu gehören die räumliche Beschaffenheit des Erzkörpers und die Frage, ob die Goldausbeute im Betrieb die Laborergebnisse bestätigt. Diese Daten sollen helfen, das größere Szenario mit einer Verarbeitungskapazität von 1.200 Tonnen täglich zu beurteilen. Es kombiniert Schwerkraftaufbereitung mit einem Carbon-in-Leach-Verfahren (CIL) und ist Gegenstand der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie vom November 2025.
Die erste Projektphase finanziert Desert Gold aus eigenen Mitteln, ohne Schulden, Förderabgaben an Finanzierungspartner oder Streaming-Vereinbarungen. Mit Barani verbindet Scharf eine Perspektive, die über den ersten Tagebau hinausgeht. Eine zentrale Aufbereitungsanlage soll künftig Gold aus mehreren Lagerstätten des SMSZ-Projekts gewinnen. Damit müsste Desert Gold nicht für jedes Vorkommen eine eigene Anlage errichten. Der Produktionsstart in Barani könnte so den Weg ebnen, weitere Teile des vollständig unternehmenseigenen Projekts wirtschaftlich zu erschließen.
Zum vollständigen Interview:
https://youtu.be/C02KuigThho?si=YXCdhuRR26XeE7Px
Barrick Mining: IPO später?
Barrick Mining ist noch nicht angesprungen. Die Aktie des Anlegerlieblings ist von fast 42 EUR Ende August auf derzeit 36 EUR gefallen. Dieser kurzfristige Abwärtstrend ist intakt. Ein Kurstreiber könnte der IPO der nordamerikanischen Goldaktivitäten werden. Doch bis zum Sprung aufs Parkett könnte es noch etwas länger dauern. Barrick-CEO Mark Hill stellte auf dem Mining Forum Americas im US-Bundesstaat Colorado eine Verschiebung auf Januar 2027 in Aussicht. Zwar strebt der Konzern weiterhin einen Abschluss bis Ende 2026 an, noch ausstehende Formalitäten könnten den Zeitplan jedoch verzögern. Eine längere Verschiebung erwartet Hill nicht.
Die langfristige Planungssicherheit für die Goldmine North Mara hat Barrick zuletzt gemeldet. Die Regierung Tansanias hat die speziellen Bergbaulizenzen um weitere 15 Jahre verlängert. Damit kann der Konzern weiter in den Standort investieren. Betrieben wird North Mara ebenso wie die Mine Bulyanhulu über die 2019 gegründete Partnerschaft Twiga Minerals. Der Staat hält jeweils 16 % an den beiden Minen. Die wirtschaftlichen Vorteile teilen sich Barrick und Tansania zu gleichen Teilen.
Nach Unternehmensangaben sind seit 2019 rund 5,3 Mrd. USD durch Steuern, Abgaben und weitere Zahlungen sowie lokale Beschaffung in die tansanische Wirtschaft geflossen, davon 1,2 Mrd. USD im Jahr 2025. Von den rund 3.000 Beschäftigten im Land sind 96 % tansanische Staatsbürger; 47 % stammen aus den Gemeinden im Umfeld der Minen. Mehr als 90 % der Beschaffung erfolgt bei in Tansania registrierten Unternehmen. Über lokale Entwicklungsausschüsse können die Gemeinden zudem mitentscheiden, welche Infrastrukturprojekte vorrangig unterstützt werden.

B2Gold: Aufholjagd gestartet?
Während die Aktie von Barrick Mining im laufenden Jahr leicht verloren hat, konnte das Wertpapier von B2Gold um fast 20 % zulegen. Damit holt B2Gold allerdings nur einen Teil der Unterperformance der vergangenen Jahre auf.
Zuletzt hat der Goldproduzent berichtet, dass man bei der Behebung der Brandschäden an der Goose-Goldmine im kanadischen Nunavut vorankommt. Seit Mitte August erreichen die mobilen Brechanlagen einen durchschnittlichen Durchsatz von mehr als 3.000 Tonnen Erz täglich. Die stationäre Anlage soll nach Reparaturen und einer ersten Modernisierung ab Mitte Oktober auf 3.200 Tonnen pro Tag kommen. Der Konzern bestätigt deshalb seine Produktionsprognose von 170.000 bis 200.000 Unzen Gold für 2026. Das Schlussquartal soll dank höherer Verarbeitungsmengen und guter Goldgehalte das stärkste des Jahres werden.
Im ersten Halbjahr 2027 will B2Gold die stationäre Brechkapazität auf 4.000 Tonnen täglich ausbauen. Für die Arbeiten ist ein Stillstand von bis zu zehn Wochen vorgesehen. Erzvorräte und die mobile Anlage sollen währenddessen die Versorgung der Mühle sicherstellen. Die für rund 16 Mio. USD angeschaffte mobile Brechanlage samt Zusatzausrüstung bleibt auch nach Abschluss der Erweiterung am Standort. Sie soll zusätzliche Kapazität bieten und den Betrieb bei künftigen Unterbrechungen flexibler machen.
Die Exploration im Back-River-Goldbezirk liefert unterdessen Ansatzpunkte für eine längere Minenlaufzeit. Bei Llama wurden unter anderem 19,12 Gramm Gold je Tonne über eine Bohrkernlänge von 21,23 Metern nachgewiesen. Westlich der Nuvuyak-Struktur entdeckte B2Gold die neue Zone Tattuk mit 10,94 Gramm je Tonne über 9,95 Meter. Auch das George-Projekt lieferte hohe Gehalte, darunter 26,49 Gramm je Tonne über 9,40 Meter. Die Ergebnisse sollen helfen, bestehende Ressourcen besser abzusichern und weitere Bohrziele zu erschließen. Für das Explorationsprogramm 2026 stehen 51 Mio. USD bereit.
Fazit
Vor dem Hintergrund des Beginns der Goldproduktion hat sich die Aktie von Desert Gold im laufenden Jahr deutlich besser entwickelt als die Wertpapiere von Barrick Mining und B2Gold. Die Chancen auf eine neue Rally mit dem tatsächlichen Produktionsstart stehen gut. Analysten sehen noch viel Luft nach oben. Bei Barrick Mining scheinen sich immer mehr Anleger die Frage zu stellen, ob es eine Gold- oder Kupfer-Aktie ist. Die Equity Story ist jedenfalls alles andere als klar. Nach einer längeren Unterperformance scheint B2Gold wieder zu den Anlegerlieblingen im Goldsektor zu gehören.
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