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23.10.2026 | 05:38

Starke News und Kaufempfehlung: Vonovia, Evotec und Lahontan Gold Aktie

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Bildquelle: Pixabay

Starke News von Lahontan Gold. Der Explorer hat eine positive vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) für sein Gold-Silber-Projekt Santa Fe im US-Bundesstaat Nevada veröffentlicht. Der Kapitalwert nach Steuern liegt bei rund 820 Mio. USD und damit deutlich über der aktuellen Marktkapitalisierung. Zudem arbeitet das Unternehmen daran, die Ressource zu erweitern. Während sich Aktionäre von Lahontan auf den näher rückenden Start der Goldproduktion freuen können, blicken Anteilseigner von Vonovia unsicher in die Zukunft. Das Enteignungsszenario belastet. Daran ändert auch die Einschätzung von JPMorgan nichts, wonach die Sorgen übertrieben seien. Im Zweifel würde die Bundesregierung eingreifen. Und was macht Evotec? Die Aktie konnte in den vergangenen Handelstagen immerhin über 10 % zulegen. Es besteht die Hoffnung, dass eine personelle Verstärkung von Novo Nordisk für frischen Wind sorgt.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: Lahontan Gold Corp | CA50732M1014 , VONOVIA SE NA | DE000A1ML7J1 , EVOTEC SE INH | DE0005664809

Inhaltsverzeichnis:


    Lahontan Gold: PEA ergibt einen Kapitalwert nach Steuern von rund 820 Mio. USD.

    Starke News von Lahontan Gold. Der Explorer hat eine positive vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) für sein Gold-Silber-Projekt Santa Fe im US-Bundesstaat Nevada veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen das wirtschaftliche Potenzial des Projekts. Bei einem angenommenen Goldpreis von 3.600 USD und einem Silberpreis von 49 USD je Unze ergibt sich ein Kapitalwert nach Steuern (NPV5) von rund 820 Mio. USD. Gegenüber der PEA aus dem Jahr 2024 entspricht dies einer Steigerung um mehr als das 14-Fache. Die interne Verzinsung (IRR) liegt bei 40,1 %. 

    Die geplante Mine soll über einen Zeitraum von elf Jahren durchschnittlich rund 91.900 Unzen Goldäquivalent pro Jahr produzieren. Ab dem vierten Produktionsjahr soll die Förderung deutlich steigen und in einzelnen Jahren 120.000 Unzen überschreiten. Über die gesamte Laufzeit erwartet Lahontan einen Umsatz von rund 3,68 Mrd. USD und einen kumulierten Netto-Cashflow nach Steuern von 1,32 Mrd. USD. Die anfänglichen Investitionen werden auf 172 Mio. USD geschätzt. Die Amortisationszeit beträgt rund 3,7 Jahre. Die nachhaltigen Gesamtkosten (AISC) sollen bei 2.250 USD je Unze Gold liegen. Der geplante Abbau erfolgt im Tagebau. Für die Gold- und Silbergewinnung ist ein konventionelles Haufenlaugungsverfahren vorgesehen.

    Mit den Ergebnissen der PEA sieht sich Lahontan auf dem Weg zum Gold- und Silberproduzenten bestätigt. Die Studie bildet eine wesentliche Grundlage für den endgültigen Minenplan, der bei der zuständigen US-Behörde eingereicht werden soll. Die erforderlichen Umweltuntersuchungen sind bereits abgeschlossen. Das Unternehmen rechnet damit, die Genehmigungen für den Minenbau im Jahr 2027 zu erhalten. Dann soll auch die Mine gebaut werden. 

    Zusätzliches Potenzial sieht Lahontan in der Erweiterung bestehender Ressourcen durch weitere Explorationsarbeiten sowie in der Untersuchung historischer Laugungshalden. Im jüngsten Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF hatte Lahontan-CEO Kimberly Ann auf die um 22 % erhöhte Ressourcenschätzung hingewiesen. Sie umfasst inzwischen rund 1,2 Mio. Unzen Gold in der Kategorie „indicated“ sowie weitere rund 1,2 Mio. Unzen „inferred“. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Ergebnisse für rund 125 Bohrungen noch ausstehen.

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    Vonovia: Dies ist der Stand bei der möglichen Enteignung

    Während sich Aktionäre von Lahontan auf den näher kommenden Start der Goldproduktion freuen können, blicken Anteilseigner von Vonovia unsicher in die Zukunft. Die mögliche Enteignung in Berlin belastet die Aktie seit Monaten. Wie ist der Stand? 

    Die mögliche Enteignung großer Wohnungskonzerne in Berlin nimmt konkretere Formen an. Linke, Grüne und SPD haben sich am 17. Oktober 2026 bei ihren Sondierungsgesprächen auf einen gemeinsamen Fahrplan zur Vergesellschaftung großer Immobilienbestände verständigt. Demnach sollen private Wohnungskonzerne künftig maximal 10.000 Wohnungen in Berlin behalten dürfen. Darüber hinausgehende Bestände könnten gegen Entschädigung in öffentliches Eigentum überführt werden. Nach Angaben der Linken wären rund 160.000 Wohnungen von fünf großen Konzernen betroffen, darunter Vonovia. Die Entschädigungen sollen insgesamt auf 16 Mrd. EUR begrenzt werden. Neubauten, die nach dem 1. Januar 2021 entstanden sind, sollen ebenso ausgenommen werden wie Bestände von Genossenschaften. Ein entsprechendes Gesetz soll bis Mitte 2028 vorgelegt werden. SPD und Grüne haben inzwischen grünes Licht für Koalitionsverhandlungen gegeben. Die Linke will am 31. Oktober darüber entscheiden.

    Allerdings könnte die Bundesregierung den Plänen einen Strich durch die Rechnung machen. Bereits Anfang Juli hatten sich CDU/CSU und SPD darauf verständigt, die Vergesellschaftung privater Mietwohnungsbestände durch die Bundesländer gesetzlich zu verhindern. Bundesbauministerin Verena Hubertz bekräftigte diese Absicht zuletzt. Einen konkreten Gesetzentwurf gibt es allerdings noch nicht. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte am 19. Oktober, dass die Bundesregierung zunächst die politische Entwicklung in Berlin beobachten werde. 

    Vonovia hält die Berliner Pläne für rechtlich nicht umsetzbar. Gegenüber der Nachrichtenagentur "dpa" erklärte der Immobilienkonzern am 19. Oktober: „Wir sind überzeugt, dass eine Vergesellschaftung in der vorgelegten und geplanten Art und Weise verfassungswidrig ist und einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten würde.“ Für die Bekämpfung des Wohnungsmangels seien erhebliche private Investitionen erforderlich. Dafür brauche es Rechtssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Für Aktionäre bleibt die politische Unsicherheit dennoch ein Belastungsfaktor. Selbst wenn das Berliner Vergesellschaftungsgesetz tatsächlich beschlossen werden sollte, wäre mit langwierigen juristischen Auseinandersetzungen zu rechnen. Wann und ob überhaupt Wohnungen in öffentliches Eigentum überführt werden könnten, ist daher weiterhin offen.

    Die Vonovia-Aktie hat auf die jüngsten Nachrichten moderat reagiert. Zwar fiel der Kurs kurzzeitig unter 16 EUR, doch davon hat er sich schnell erholt und tendiert wieder in Richtung 17 EUR. JPMorgan hat am Montag die Empfehlung "Overweight" bekräftigt. Aus Sicht der Analysten ist das Risiko einer Enteignung gering. Im Zweifel werde die Bundesregierung eingreifen. Daher sehen die Analysten den fairen Wert der Vonovia-Aktie bei 26 EUR. 

    Evotec verstärkt sich personell

    Immerhin 10 % hat die Aktie von Evotec in den vergangenen Handelstagen zulegen können. Vielleicht liegt es an der personellen Verstärkung. So hat Evotec gemeldet, dass Dr. Joanna Holbrook mit Wirkung zum 1. November 2026 zur Chief Scientific Officer (CSO) ernannt wurde. In dieser Funktion wird sie die globale wissenschaftliche Strategie des Hamburger Biotechunternehmens verantworten und insbesondere die Weiterentwicklung der Wirkstoffforschung, der Technologieplattformen und firmeneigener Innovationen vorantreiben. Holbrook verfügt über mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung in der Pharma- und Biotechindustrie sowie in der akademischen Forschung. Ihre Schwerpunkte liegen unter anderem in der Nutzung von Künstlicher Intelligenz, Datenwissenschaften und Präzisionsmedizin zur Entwicklung neuer Medikamente. Evotec-CEO Christian Wojczewski sieht in ihrer Expertise eine wichtige Grundlage, um die Wettbewerbsposition des Unternehmens als Partner für die Wirkstoffforschung und -entwicklung zu stärken.

    Zuletzt war Holbrook beim Pharmakonzern Novo Nordisk tätig. Dort verantwortete sie Forschungsbereiche für Herz-Kreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen sowie Plattformen für die frühe Wirkstoffforschung. Zuvor hatte sie Führungspositionen bei den britischen Biotechnologieunternehmen Biomodal und BenevolentAI inne. Weitere Stationen ihrer Karriere waren unter anderem GSK sowie Forschungseinrichtungen und Universitäten in Großbritannien und Singapur. Neben ihrer wissenschaftlichen Expertise bringt Holbrook Erfahrung in der Kommerzialisierung neuer Technologien und dem Aufbau strategischer Partnerschaften mit. Bei Evotec will sie die bestehenden Kompetenzen stärker miteinander verzahnen und neue technologische Möglichkeiten erschließen. Ziel ist es, die Entwicklung innovativer Medikamente zu beschleunigen und die Erfolgschancen von Forschungsprogrammen zu verbessern.

    Die Meinungen der Analysten gehen weiterhin weit auseinander. Für Berenberg ist die Evotec-Aktie nur eine Halteposition. Das Kursziel der Analysten liegt bei 3,60 EUR. Deutlich optimistischer ist die RBC. Deren Analysten sehen den fairen Wert der Aktie des deutschen Biotechunternehmens bei 10 EUR. Derzeit notiert die Aktie knapp unter 3 EUR. 

    ****

    Fazit

    Lahontan hat mit der PEA den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Goldproduktion gemacht. Die Ergebnisse sind vielversprechend und gleichzeitig arbeitet man an der Erweiterung der Ressource. Dagegen herrscht bei Vonovia weiterhin große Unsicherheit, auch wenn es voraussichtlich nicht zur Enteignung kommen wird. Die Aktie von Evotec befindet sich weiterhin im Abwärtstrend. Auf die neue Vorständin wartet viel Arbeit. 


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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