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22.09.2026 | 05:00

Analysten sehen Vervielfachungspotenzial! Nordex, Evotec, Aspermont Aktie

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Bildquelle: Pixabay

Für Analysten hat die Aktie von Aspermont Vervielfachungspotenzial. Die Australier seien beim Wandel vom Fachverlag zum skalierbaren Anbieter von Daten und Analysen für die globale Rohstoffbranche auf einem guten Weg. Die Aktie ist noch nicht angesprungen. Das KGV für 2028 liegt bei unter 10. Nicht mehr günstig ist Nordex. Analysten sehen weitere Wachstumschancen, aber viel hat die Aktie schon vorweggenommen. Dennoch raten die Analysten zum Kauf. Das US-Geschäft wird immer wichtiger. Der Kauf der Evotec-Aktie drängt sich derzeit nicht auf. Die Aktie ist unter 3 EUR gerutscht. Positive Unternehmensmeldungen werden ignoriert. Ist dies vielleicht eine Chance?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ASPERMONT LTD. | AU000000ASP3 | ASX: ASP , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont: Analysten sehen Vervielfachungspotenzial

    Kaufempfehlung für Aspermont. GBC Research sieht das Technologieunternehmen beim Wandel vom Fachverlag zum skalierbaren Anbieter von Daten und Analysen für die globale Rohstoffbranche auf einem guten Weg. Im dritten Quartal 2025/26 stieg der Umsatz der Australier um 25 % auf den Quartalsrekord von 4,50 Mio. AUD. Gleichzeitig erreichte das bereinigte EBITDA die Gewinnschwelle, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 0,60 Mio. AUD angefallen war. Neben dem stabilen Abonnementgeschäft trugen Werbung, Nexus-Projekte und Veranstaltungen zum Wachstum bei. Allerdings profitierte das Quartal auch von der zeitlichen Vorverlegung einer Veranstaltung. Nach neun Monaten lag der Umsatz mit 11,90 Mio. AUD um 18 % über dem Vorjahreswert.

    Als wesentlichen Wachstumstreiber betrachten die Analysten die Plattform Mining IQ. Ein Projekt mit Rio Tinto im Volumen von 0,55 Mio. AUD unterstreicht aus ihrer Sicht das Potenzial, aus einzelnen Datenaufträgen langfristige Kundenbeziehungen mit wiederkehrenden Erlösen zu entwickeln. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze von Aspermont haben inzwischen die Marke von 11 Mio. AUD überschritten. Zusätzliche Großkundenverträge deuten auf weiteres Wachstum hin.

    Bis zum Geschäftsjahr 2027/28 erwartet GBC deutlich steigende Umsätze und eine nachhaltige Verbesserung der Ertragslage. Für 2025/26 erwarten die Analysten noch ein verhaltenes Umsatzwachstum von 15,41 Mio. AUD auf 16,10 Mio. AUD. Das EBITDA dürfte mit -0,69 Mio. AUD noch negativ bleiben, während das Nettoergebnis mit 0,30 Mio. AUD bereits positiv sein sollte. Ab dem kommenden Jahr sollen Umsatz und Gewinn dann deutlicher zulegen. Für 2026/27 prognostiziert GBC einen Umsatz von 19,00 Mio. AUD, ein EBITDA von 1,77 Mio. AUD und einen Nettogewinn von 0,71 Mio. AUD. Im Geschäftsjahr 2027/28 sollen die Erlöse auf 21,30 Mio. AUD, das EBITDA auf 2,93 Mio. AUD und der Nettogewinn auf 1,82 Mio. AUD steigen. Grundlage dieser Erwartungen sind zusätzliche Unternehmenskunden, wachsende Daten- und Analyseerlöse sowie Skaleneffekte auf der bestehenden Plattform.

    Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung. Das Kursziel liegt bei 5,20 AUD beziehungsweise 3,15 EUR. Derzeit notiert die Aspermont-Aktie bei 0,675 EUR.

    Nordex: US-Geschäft wird immer wichtiger

    Nach einem positiven Eindruck auf der Future of Energy Conference hat mwb Research die Kaufempfehlung für Nordex bestätigt. Bei einem Kursziel von 44 EUR ist das Potenzial allerdings überschaubar, da die Nordex-Aktie derzeit bei 40 EUR notiert.

    Nach der operativen Wende stehen bei dem Windkraftanlagenhersteller inzwischen profitables Wachstum und steigende Mittelzuflüsse im Vordergrund. Im ersten Halbjahr 2026 erhöhte sich der Umsatz um 15 %, während die EBITDA-Marge auf 9,4 % kletterte und im zweiten Quartal bereits 10,3 % erreichte. Zusätzliche Perspektiven eröffnet das US-Geschäft. Seit dem Wiedereinstieg hat Nordex dort Aufträge über rund 1,3 GW gewonnen und damit seine internationale Umsatzbasis verbreitert.

    Für die kommenden Jahre erwarten die Analysten bei Nordex ein kontinuierliches Wachstum von Umsatz und Gewinn. Die Erlöse sollen von 8,80 Mrd. EUR im Jahr 2026 über 9,86 Mrd. EUR 2027 auf 10,84 Mrd. EUR 2028 steigen. Beim EBITDA prognostizieren sie im selben Zeitraum einen Anstieg von 889 Mio. EUR über 995 Mio. EUR auf 1,12 Mrd. EUR. Zusätzliche Aufträge aus den USA, höhere Produktionsmengen und Effizienzsteigerungen sollen diese Entwicklung unterstützen. Auch das margenstarke Servicegeschäft dürfte zunehmend zum Ergebnis beitragen. Entscheidend für weiteres Wachstum über den aktuellen europäischen Marktzyklus hinaus wird aus Sicht der Analysten insbesondere der Ausbau des US-Geschäfts sein.

    Bei einer Nettoliquidität von rund 1,9 Mrd. EUR zur Jahresmitte will Nordex ab 2027 jährlich mindestens 50 Mio. EUR über Dividenden oder Aktienrückkäufe zurückgeben. Dass das Kurspotenzial aus Sicht der Analysten dennoch überschaubar ist, liegt daran, dass viele operative Erfolge bereits im Kurs berücksichtigt sind. Weil sich der europäische Markt einem zyklischen Höhepunkt nähern könnte, gewinnt die Entwicklung in den USA an Bedeutung. Für deutlich höhere Kurse müsste Nordex dort nach Einschätzung von mwb-Analysten weitere substanzielle Geschäftserfolge erzielen.

    Evotec: Börse ignoriert positive Meldung

    Analysten halten sich derzeit bei Evotec zurück. Gleiches gilt für Anleger. Die Aktie des deutschen Biotechunternehmens hat sich im laufenden Jahr fast halbiert. In den vergangenen Tagen ist sie sogar unter die Marke von 3 EUR gerutscht. Ende 2024 notierte die Aktie noch über 10 EUR.

    Nach zahlreichen Enttäuschungen ignoriert die Börse Unternehmensmeldungen derzeit komplett. Zuletzt hat Evotecs Tochtergesellschaft Just – Evotec Biologics den Antikörpercocktail JST-018 in die erste klinische Erprobung am Menschen gebracht. Der im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums entwickelte Kandidat soll vorbeugend vor Orthopoxviren schützen, zu denen die Erreger von Pocken und Mpox gehören. Im Mittelpunkt steht der mögliche Schutz von Streitkräften mit erhöhtem Risiko durch biologische Bedrohungen. Just – Evotec Biologics übernahm sämtliche Entwicklungsschritte von der Auswahl der Antikörper über die präklinischen Arbeiten bis zur regulatorischen Einreichung und Herstellung des Prüfmaterials am Standort Redmond.

    Mit dem Start der Phase-I-Studie erreicht das Unternehmen einen wesentlichen Meilenstein des 2023 erteilten Auftrags. Zugleich demonstriert das Projekt laut Evotec die Möglichkeiten seiner integrierten Entwicklungs- und Produktionsplattform, Antikörperkandidaten mithilfe kontinuierlicher Herstellungsverfahren zügig in die klinische Prüfung zu überführen. Es handelt sich bereits um das zweite Projekt im Antikörperprogramm des US-Verteidigungsministeriums. Seit 2022 unterstützt die Tochtergesellschaft auch die Entwicklung von Antikörpern gegen die Pest. Beide Verträge haben zusammen ein potenzielles Gesamtvolumen von bis zu 123,9 Mio. USD.


    Fazit

    Aspermont ist ein Big-Data-Anbieter in einer sehr spannenden Nische. Das Unternehmen wird derzeit mit rund 15 Mio. AUD bewertet. Mit Blick auf die Gewinnprognosen von GBC für das kommende Jahr von 0,7 Mio. AUD und für 2027/2028 von 1,8 Mio. AUD erscheint dies alles andere als teuer zu sein. Bei Evotec scheint schon viel Negatives im Kurs enthalten zu sein. Langsam könnte ein Kauf interessant werden. Nordex ist bereits sehr gut gelaufen und die Branche ist zyklisch.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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