06.11.2026 | 05:36
TeamViewer nach dem Schock! Aixtron nicht gut genug? NU E POWER will monetarisieren!
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power Corp.
Der KI-Boom elektrisiert weiterhin die Börse. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer. Energie- und Netzkapazitäten dürften weiterhin entscheidend für die Branche bleiben. Davon will NU E Power profitieren. Auf einer Investorenkonferenz kündigte der CEO eine stärkere Fokussierung auf die wirtschaftliche Bewertung und Monetarisierung der eigenen Energieprojekte an. Bei TeamViewer sah es zuletzt so aus, als könnte das Softwareunternehmen KI positiv nutzen. Doch in dieser Woche schockte man die Börse mit einer Gewinnwarnung. Analysten sehen erst einmal wenig Wachstumspotenzial. Und was macht Aixtron? Innerhalb weniger Monate hat sich die Aktie halbiert. Dann hatte eine Unternehmensmeldung für positive Impulse gesorgt. Die Dynamik lässt allerdings wieder nach.
Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NU E Power Corp | CA6699882065 , AIXTRON SE NA | DE000A0WMPJ6 , TEAMVIEWER AG INH | DE000A2YN900
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
Tag-Cloud
Aktien-Cloud
NU E Power: CEO kündigt Fokus auf Monetarisierung an
NU E Power will vom steigenden Strombedarf profitieren. Auf dem International Investment Forum (IIF) erläuterte CEO Broderick Gunning das Geschäftsmodell des kanadischen Energieentwicklers. Das Unternehmen sichert sich frühzeitig Grundstücke in Regionen mit hohem künftigem Energiebedarf und entwickelt diese durch Genehmigungsverfahren bis zur Baureife. Im Fokus stehen dezentrale Energielösungen für Rechenzentren und andere Großverbraucher. Dabei setzt das Unternehmen insbesondere auf eine Kombination aus Erdgas, Solarenergie und Batteriespeichern.
Innerhalb von zwei bis drei Jahren sollen die Projekte so weit fortgeschritten sein, dass sie Strom liefern können. Anschließend können sie vollständig an Infrastrukturinvestoren verkauft oder schrittweise durch die Abgabe von Beteiligungen monetarisiert werden. Bei ausgewählten Projekten will NU E Power langfristig Anteile von 5 % bis 15 % behalten. Bei einer Betriebsdauer von 15 bis 25 Jahren und regelmäßigen Cashflows könnte sich das Unternehmen so eine gut planbare Umsatzbasis neben dem Projektgeschäft aufbauen.
Das Projektportfolio von NU E Power umfasst derzeit 613,94 MW. Besonders weit fortgeschritten sind die Aktivitäten in der kanadischen Provinz Alberta. Dort betreibt das Unternehmen seit Dezember 2024 die Solaranlage Lethbridge One mit 8,75 MW Leistung. Weitere 503,5 MW befinden sich in der Entwicklung. Dazu gehören Lethbridge Two mit 12,5 MW, Lethbridge Three mit 155 MW und Hanna Solar mit 336 MW. An diesen Projekten hält NU E Power wirtschaftlich einen Anteil von 50 %. Die beiden Lethbridge-Projekte haben bereits die behördliche Genehmigung erhalten. Inzwischen führt das Unternehmen Gespräche mit potenziellen Stromabnehmern, darunter Betreiber von KI-Rechenzentren und große Industriekunden. Angeboten werden langfristige Stromlieferverträge für Solarenergie sowie hybride Versorgungslösungen mit Erdgas und Batteriespeichern. Konkrete Vertragsabschlüsse stehen allerdings noch aus. Ein weiteres interessantes Projekt entwickelt NU E Power in Regina, Saskatchewan. Dort hat sich das Unternehmen ein Grundstück unmittelbar neben einem geplanten Rechenzentrum von Bell Canada gesichert beziehungsweise dessen Erwerb vorbereitet.
Finanziell hat NU E Power im laufenden Jahr zwei Kapitalerhöhungen über insgesamt rund 5,66 Mio. CAD abgeschlossen. Die Marktkapitalisierung bezifferte Gunning zum Zeitpunkt der Präsentation auf lediglich rund 12,8 Mio. CAD bei 91,1 Mio. ausstehenden Aktien. Der CEO verwies auf wesentlich höher bewertete Wettbewerber in den USA. Für die kommenden zwölf Monate kündigte er eine stärkere Fokussierung auf die wirtschaftliche Bewertung und Monetarisierung der Projekte an. Bereits Ende November soll ein detaillierter Entwicklungsplan veröffentlicht werden. Dieser soll erstmals konkrete Bewertungen der einzelnen Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien sowie mögliche künftige Umsätze enthalten. Damit will das Management auch institutionellen Investoren eine fundiertere Grundlage für Investitionsentscheidungen bieten.
Zur Präsentation:
Aixtron: Zahlen werden nur kurz gefeiert
Die Aktie von Aixtron hat seit dem Sommer kräftig verloren. Bis Ende Oktober hatte sich der Kurs auf unter 30 EUR mehr als halbiert. Dann hatte eine Unternehmensmeldung für positive Impulse gesorgt. Die Dynamik lässt allerdings wieder nach.
Aixtron teilte mit, dass man zunehmend vom weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur profitiert. Der Halbleiter-Anlagenbauer verzeichnete im dritten Quartal 2026 einen Anstieg des Auftragseingangs um 122 % auf 274,9 Mio. EUR. Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage nach Anlagen zur Herstellung optischer Komponenten, die für die Hochgeschwindigkeitskommunikation in KI-Rechenzentren benötigt werden. Die Optoelektronik machte rund 68 % des Anlagenauftragseingangs aus. Auch in der Leistungselektronik zeichnet sich eine Erholung ab. Erste Aufträge für Kapazitätserweiterungen bei GaN- und SiC-Anwendungen deuten auf eine wieder steigende Investitionsbereitschaft der Kunden hin. Insgesamt erhöhte sich der Anlagenauftragsbestand auf 549,4 Mio. EUR und lag damit 92 % über dem Vorjahreswert. Die Aufträge sichern die Auslastung bis weit in das Jahr 2027 hinein.
Auch bei Umsatz und Ergebnis überzeugte Aixtron im dritten Quartal. Die Erlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 54 % auf 183,6 Mio. EUR. Noch deutlicher fiel die Verbesserung der Profitabilität aus. Aufgrund eines vorteilhaften Produkt- und Regionalmixes sowie der besseren Auslastung erhöhte sich die Bruttomarge von 39 % auf 48 %. Das operative Ergebnis (EBIT) sprang von 15,4 Mio. EUR auf 56,7 Mio. EUR. Damit erreichte die EBIT-Marge 31 % nach 13 % im Vorjahresquartal. Unter dem Strich verdiente Aixtron 35,4 Mio. EUR und damit 172 % mehr als ein Jahr zuvor.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Aixtron seine Prognose. Erwartet werden weiterhin Umsatzerlöse von 560 Mio. EUR mit einer Bandbreite von jeweils 30 Mio. EUR sowie eine EBIT-Marge zwischen 17 % und 20 %. Damit müsste das Unternehmen im Schlussquartal einen Umsatz zwischen 171,9 Mio. EUR und 231,9 Mio. EUR erzielen. Die Produktion wurde im Jahresverlauf bereits kontinuierlich hochgefahren und soll bis zum Jahresende weiter zulegen. Auch der Aufbau des neuen Produktionsstandorts im malaysischen Penang verläuft planmäßig. Für 2027 zeigt sich das Management ausgesprochen optimistisch. CEO Felix Grawert erwartet ein starkes Wachstumsjahr, das vor allem von der Optoelektronik getragen werden soll. Zusätzliche Impulse könnten aus der Leistungselektronik kommen. Auf Basis der aktuellen Vertriebspipeline rechnet Aixtron damit, den Auftragseingang in den kommenden Quartalen auf dem hohen Niveau zu halten oder sogar weiter zu steigern.
TeamViewer nach dem Schock
In den vergangenen Monaten sah es so aus, als könnte sich TeamViewer zu einem KI-Gewinner entwickeln. Doch diese Hoffnung wurde in dieser Woche erst einmal zerstört. So hat die Aktie des Softwareunternehmens nach einer Gewinnwarnung mehr als 25 % an Wert verloren. mwb research hat die Aktie im Anschluss von „Kaufen“ auf „Halten“ abgestuft und das Kursziel von 8,90 auf 7,00 EUR gesenkt. Die Analysten sehen die Wachstumsperspektiven zunehmend kritisch. Insbesondere der steigende Wettbewerbsdruck durch KI-basierte Anwendungen könnte das Geschäftsmodell belasten. Gleichzeitig gelingt es TeamViewer bislang nicht, seine höherwertigen Softwarelösungen schnell genug bei den Kunden zu etablieren. Damit wachsen die Zweifel, ob das Unternehmen kurzfristig wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zurückkehren kann.
Positiv beurteilt mwb research weiterhin die hohe Profitabilität und den starken Cashflow von TeamViewer. Auch die Fortschritte bei der neuen Plattform TeamViewer ONE geben Anlass zur Hoffnung. Allerdings sehen die Analysten erhebliche Risiken bei der Vermarktung neuer, höherwertiger Lösungen. Kunden zeigen bislang nur eine begrenzte Bereitschaft, entsprechende Angebote zu nutzen.
Für die kommenden beiden Jahre rechnen die Analysten bei TeamViewer lediglich mit einem moderaten Umsatzwachstum. Nach einem erwarteten Rückgang um 1,1 % auf 739 Mio. EUR im laufenden Jahr sollen die Erlöse 2027 um 1,6 % auf 750 Mio. EUR und 2028 um weitere 1,5 % auf 762 Mio. EUR steigen. Bei der Profitabilität zeichnet sich dagegen eine rückläufige Entwicklung ab. Das EBITDA soll von 313 Mio. EUR im Jahr 2026 auf 307 Mio. EUR im Jahr 2027 und 301 Mio. EUR im Jahr 2028 sinken. Der Nettogewinn dürfte sich von 124 Mio. EUR im laufenden Jahr auf 130 Mio. EUR im Jahr 2027 verbessern und 2028 auf diesem Niveau stagnieren. Damit rechnen die Analysten vorerst weder mit einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung noch mit einer nachhaltigen Verbesserung der operativen Profitabilität.
Fazit
NU E Power steht noch am Anfang einer interessanten Entwicklung. Das Thema Energie wird für den Erfolg von KI jedenfalls weiterhin von großer Relevanz sein. Bei TeamViewer ist erst einmal wieder Ernüchterung eingekehrt. Ein Kauf der Aktie drängt sich nicht auf. Aixtron ist nach dem Kursrutsch wieder interessant.
Interessenskonflikt
Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.
Risikohinweis
Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.
Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.
Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.



