26.10.2026 | 05:44
Chartalarm und Kaufempfehlung! SMA Solar, Nordex, RE Royalties Aktie
Chartalarm und Kaufempfehlung bei SMA Solar. Die Aktie droht aus der Seitwärtsbewegung nach unten auszubrechen. Dabei sehen Analysten höhere Kurse für gerechtfertigt. Bringen die Quartalszahlen die Wende? Positive News gab es zuletzt bei RE Royalties. Der Royalty-Spezialist im Bereich der erneuerbaren Energien hat neue Projekte an Land gezogen und eine größere Rückzahlung erhalten. Außerdem prüft man weiter die strategischen Optionen, die in einer Übernahme enden könnten. Operativen Rückenwind hat weiterhin Nordex. Nach positiven vorläufigen Zahlen und Kaufempfehlungen von Analysten hat der Windkraftanlagenbauer mit einem Auftrag aus einem neuen Land nachgelegt. Die Aktie schwächelt allerdings weiter.
Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RE Royalties Ltd | CA75527Q1081 , NORDEX SE | DE000A0D6554 , DE000A0DJ6J9
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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RE Royalties: Springt die Aktie nach positivem Update an?
Starkes Update bei RE Royalties. Das kanadische Unternehmen finanziert Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien und sichert sich im Gegenzug langfristige Umsatzbeteiligungen, sogenannte Royalties. Die Aktie hat auf die News noch nicht reagiert, dabei war der Inhalt positiv.
RE Royalties baut sein internationales Portfolio aus und investiert 1,5 Mio. USD in eine Umsatzbeteiligung (Royalty) an neun bereits betriebenen Dachsolaranlagen auf den Philippinen. Die Anlagen mit einer Gesamtleistung von 14,2 MW befinden sich auf Einkaufszentren und verfügen über langfristige Stromabnahmeverträge. RE Royalties erhält über die gesamte Betriebsdauer vierteljährliche Zahlungen auf Basis der Bruttoumsätze. Mit der Transaktion erschließt sich das kanadische Unternehmen den südostasiatischen Markt und gewinnt einen neuen Entwicklungspartner. Dieser verfügt über Projekte mit rund 138 MW in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium sowie eine weitere Projektpipeline von mehr als 700 MW. Daraus könnten sich zusätzliche Investitionsmöglichkeiten ergeben.
Auch in den USA, gemeinsam mit Kanada der wichtigste Markt für RE, tut sich etwas. Outagamie Clean Energy Partners (OCEP) hat ein besichertes Darlehen über 4,6 Mio. USD vollständig an RE Royalties zurückgezahlt. Die letzte Tilgungsrate belief sich auf rund 938.000 USD. Gleichzeitig ist bereits die erste Royalty-Zahlung aus dem Projekt eingegangen. RE Royalties erhält in den kommenden zehn Jahren eine feste jährliche Vergütung von 4 % des ursprünglich investierten Kapitals. Dies entspricht 184.000 USD pro Jahr beziehungsweise insgesamt 1,84 Mio. USD. Das finanzierte Projekt im US-Bundesstaat Wisconsin produziert aus landwirtschaftlichen Abfällen erneuerbares Erdgas. An dem Projekt lässt sich die Stärke des Geschäftsmodells sehr gut erkennen. Das ursprünglich eingesetzte Kapital steht wieder für neue Investitionen zur Verfügung, während die vereinbarten Royalty-Einnahmen weiterfließen.
Außerdem informierte RE Royalties über den Stand der im März 2026 eingeleiteten strategischen Überprüfung. Ziel dieser Überprüfung ist es, Möglichkeiten zur Steigerung des Unternehmenswerts zu identifizieren und zusätzliche Finanzierungsoptionen für die wachsende Investitionspipeline zu prüfen. Nach Unternehmensangaben haben bereits Gespräche mit verschiedenen interessierten Parteien stattgefunden, die weiterhin andauern. Konkrete Ergebnisse wurden bislang nicht bekannt gegeben. Die strategischen Optionen reichen bis zur möglichen Übernahme von RE Royalties.
Nordex legt nach
Während die Aktie von Nordex weiter schwächelt, hält der positive operative Newsflow an. Nach positiven vorläufigen Zahlen und Kaufempfehlungen von Analysten hat der Windkraftanlagenbauer nachgelegt. So erschließt Nordex einen neuen Markt. Das Unternehmen hat erstmals einen Auftrag aus Neuseeland erhalten. Der Energieversorger Mercury hat 40 Windenergieanlagen des Typs N133/4.8 mit einer Gesamtleistung von 192 MW bestellt. Die Turbinen sind für den Windpark Puke Kapo Hau in der Region Otago auf der Südinsel Neuseelands vorgesehen. Zusätzlich haben beide Unternehmen einen umfassenden Servicevertrag über 30 Jahre abgeschlossen. Damit sichert sich Nordex langfristige, wiederkehrende Einnahmen aus der Wartung der Anlagen. Die Installation der ersten Turbinen soll Anfang 2028 beginnen. Für Mitte 2028 ist die erste Inbetriebnahme geplant.
Mit dem Auftrag erweitert Nordex seine internationale Präsenz und erschließt sich einen weiteren Markt mit attraktiven Wachstumsperspektiven. Neuseeland bietet aufgrund seiner guten Windverhältnisse und des geplanten Ausbaus erneuerbarer Energien interessante Perspektiven. Mercury zählt zu den führenden Energieversorgern des Landes und hat fünf der sechs Windparks realisiert, die in den vergangenen fünf Jahren in Neuseeland errichtet wurden. Nordex will den Auftrag nutzen, um eigene Strukturen vor Ort aufzubauen und mit lokalen Dienstleistern zusammenzuarbeiten. Dadurch könnten die Norddeutschen ihre Position im neuseeländischen Windenergiemarkt langfristig ausbauen und weitere Aufträge an Land ziehen.
SMA Solar: Chartalarm und Kaufempfehlung
Vorsicht bei SMA Solar. Die Aktie notiert knapp unter 48 EUR und droht aus der Seitwärtsbewegung nach unten auszubrechen. Positive Quartalszahlen könnten dies verhindern. Die Veröffentlichung ist für den 12. November geplant. Nach Einschätzung der Deutschen Bank sollten sich Umsatz und Gewinn des Wechselrichter-Herstellers positiv entwickeln. Aufgrund des starken Auftragsbestands seien auch die Perspektiven von SMA Solar positiv. Die Analysten bekräftigen ihre Kaufempfehlung und heben ihr Kursziel leicht von 77 EUR auf 78 EUR an.
Dass das Unternehmen weiter wachsen will, zeigt die jüngste Meldung. So hat SMA Solar seine neue Gigawatt Factory in Niestetal bei Kassel eröffnet. Dort werden künftig Zentralwechselrichter, Batteriespeicherlösungen und Energiemanagementsysteme für Großprojekte produziert. Die Technologien kommen unter anderem in Solarparks, Energiespeichern, Wasserstoffprojekten und Rechenzentren zum Einsatz. Bei voller Auslastung bietet die Fabrik nach Unternehmensangaben Platz für eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 60 GW. SMA hat rund 80 Mio. EUR in den Standort investiert. Davon entfallen etwa 50 Mio. EUR auf Leasingverpflichtungen über 20 Jahre und rund 30 Mio. EUR auf einmalige Investitionen in Produktionsanlagen und Infrastruktur.
Mit der neuen Fabrik will SMA vom weltweit steigenden Bedarf an leistungsfähiger Energieinfrastruktur profitieren. Durch die zunehmende Elektrifizierung der Industrie und den Ausbau von Rechenzentren wächst die Nachfrage nach Technologien zur Integration erneuerbarer Energien und zur Stabilisierung der Stromnetze. SMA hat deshalb in den vergangenen zwei Jahren seinen strategischen Fokus stärker auf das Geschäft mit großen Energieprojekten ausgerichtet.
Fazit
Trotz der jüngsten Kursschwäche hat die Aktie von SMA Solar im laufenden Jahr immerhin 32 % zulegen können. Charttechnisch ist es derzeit allerdings kritisch. Eine Kaufchance könnte derzeit RE Royalties bieten. Das Unternehmensupdate hat gezeigt, dass sich bei dem innovativen Royalty-Unternehmen etwas tut. Die Aktie hat noch nicht reagiert. Nordex hat weiterhin operativen Rückenwind, auch wenn die Aktie derzeit schwächelt.
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