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24.02.2026 | 04:30

Kursexplosion durch Internationalisierung!? Renk, CHAR Technologies und SFC Energy erschließen neue Märkte!

  • Rüstung
  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

Im laufenden Jahr dürfte CHAR Technologies der Durchbruch gelingen, operativ und an der Börse. Jetzt bringt man die HTP-Technologie für die Produktion von Biogas und Biokohle auch nach Europa. Die Auslizensierung reduziert Risiken und schont Kapital. In Kanada ist die erste industrielle Anlage bereits in Betrieb gegangen. Deren Ausbau ist genauso in Planung wie weitere Anlagen in Nordamerika. In den USA gibt auch Renk "Gas". Analysten haben kürzlich spekuliert, dass das US-Geschäft ab 2028 positiv überraschen könnte. Neue Aufträge bestätigen dies bereits. Und was macht SFC Energy? Nach der Prognoseanpassung im vergangenen Sommer sucht die Aktie nach neuer Dynamik. Vielleicht kommt diese durch die Internationalisierung? Analysten sind allerdings noch nicht überzeugt.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: CHAR Technologies Ltd. | CA15957L1040 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , SFC ENERGY AG | DE0007568578

Inhaltsverzeichnis:


    CHAR Technologies will Europa mit Partner erschließen

    Einen smarten Deal hat CHAR Technologies gemeldet. Der Anbieter von nachhaltigen Biomasse-Energielösungen hat eine Lizenz für seine innovative Technologie für den europäischen Markt vergeben. Damit erschließen die Kanadier einen riesigen Markt, ohne Vertrieb und Produktionsanlagen in Europa aufbauen zu müssen. Über beides verfügt der Lizenznehmer GazoTech SAS bereits. Der französische Energieentwickler wird die proprietäre Hochtemperatur-Pyrolyse-Technologie ("HTP") in Europa vermarkten und entwickelt bereits Projekte in Frankreich. Beispielsweise soll die CHAR Technologie eingesetzt werden, um Abfallbiomasse in Synthesegas umzuwandeln, um den industriellen Wärmebedarf zu decken. Gleichzeitig soll Biokohlenstoff für metallurgische Anwendungen produziert werden.

    GazoTech sieht für die HTP-Technologie von CHAR großes Potenzial in Europa. Bei dem HTP-Verfahren werden Holzabfälle in CO2-arme Biokohle und Synthesegas (Biogas) umgewandelt. Diese können dann in Anlagen genutzt werden, in denen bisher fossile Kohle bzw. Erdgas zur Energieerzeugung genutzt wurden. Große Investitionen sind für Kunden also nicht nötig, um die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten.

    In Kanada hat CHAR die erste HTP-Anlage im industriellen Maßstab bereits in Betrieb genommen. In Thorold ist kürzlich in Betrieb gegangen. In der ersten Phase sollen jährlich 5.000 Tonnen Biokohle produziert werden. Bereits im laufenden Jahr soll mit der Erweiterung begonnen werden, um künftig auch Biogas zu produzieren. Weitere Projekte in Kanada und den USA befinden sich in der Entwicklung. Bei der Skalierung hat man finanzkräftige Partner wie den Stahlgiganten ArcelorMittal und die kanadische BMI Group ins Boot geholt. Dies erhöht auch die Sicherheit für Anleger. Mit Blick auf das riesige Potenzial erscheint die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 35 Mio. CAD alles andere als teuer.

    https://youtu.be/NM6RiILMS-k?si=rApnE63U6xUIu7lu

    Hinweis: Wer mehr über die Aussichten von CHAR Technologies aus erster Hand erfahren möchte, sollte sich für das morgige International Investment Forum (ii-forum.com) (25. Februar 2026) anmelden. Dort wird auch CEO Andrew White präsentieren.

    SFC Energy: Internationalisierung überzeugt Analysten noch nicht

    Bei SFC Energy hat die fortschreitende Internationalisierung noch nicht die gewünschte Kursreaktion gebracht. Nach dem Absturz der Aktie, im Anschluss an die Anpassung der Jahresprognose am 1. August 2025, geht es seit November seitwärts zwischen 12 EUR und 13 EUR. Von Aufwärtsdynamik fehlt jede Spur.

    Dabei scheint der Hersteller von Brennstoffzellen in Polen operativ voranzukommen. So wird die Partnerschaft mit Linc Polska, einem der führenden Anbieter mobiler Überwachungs- und Sicherheitslösungen in Zentraleuropa, ausgebaut. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach mobilen, netzunabhängigen Überwachungslösungen wurde ein neuer Rahmenvertrag für das laufende Jahr mit einem Volumen von rund 1,5 Mio. EUR abgeschlossen. Der Rahmenvertrag für das Jahr 2025 wurde nach Unternehmensangaben übrigens deutlich übertroffen.

    Linc nutzt die SFC-Brennstoffzellen unter anderem in mobilen CCTV-Überwachungseinheiten. Die Brennstoffzellen gewährleisten eine zuverlässige, autonome und emissionsfreie Energieversorgung für die Überwachung sicherheitskritischer Infrastrukturen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie geräuscharm sind.

    Zuvor hatte SFC bereits einen Auftrag aus Kanada an Land gezogen. Demnach wird ein Anbieter mobiler Sicherheits- und Fernüberwachungslösungen (CCTV) die Brennstoffzellen von SFC in die neueste Generation seiner mobilen Überwachungstürme integrieren. Diese Türme werden in der Regel in Umgebungen ohne Stromanschluss, wie beispielsweise Hoch- und Tiefbau, Bergbau oder Pipelinebau, eingesetzt. Das Auftragsvolumen liegt bei 1,3 Mio. CAD.

    Für die Deutsche Bank reichen die Aufträge jedoch nicht aus, um die Aktie von SFC Energy zum Kauf zu empfehlen. Stattdessen wurde zuletzt das Kursziel von 20 EUR auf 16,40 EUR reduziert und die Haltempfehlung bestätigt. Nach dem enttäuschenden Jahr 2025 sehen die Analysten bisher keine Trendumkehr.

    Renk: Impulse in den USA

    Wird das US-Geschäft bei Renk bald zur wichtigen Säule? JPMorgan hatte vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass das Wachstum des deutschen Spezialisten für Panzergetriebe in den USA ab 2028 positiv überraschen könnte. In der vergangenen Woche gab es dann eine weitere Auftragsmeldung aus dem größten Rüstungsmarkt der Welt. Das Volumen ist zwar überschaubar, aber es ist nicht der erste in diesem Jahr und zeigt mindestens, dass Renk auf einem guten Weg ist, die Analystenerwartungen zu erfüllen.

    So hat Renk in den vergangenen Wochen in den USA Support- und Ersatzteilverträge im Wert von insgesamt mehr als 50 Mio. USD abgeschlossen. So erhält man beispielsweise 25 Mio. USD, um die Instandhaltung und Modernisierung wichtiger Plattformen im Ausland zu unterstützen. Dabei handelt es sich insbesondere um die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft und die Verlängerung der Nutzungsdauer wichtiger alliierter Fahrzeugflotten. Zudem wurden für 18 Mio. USD Ersatzteile von AVDS-Panzertriebwerken bestellt. Außerdem erhält Renk 9 Mio. USD für den Field Service Support für HMPT-Systeme und internationale Ersatzteile.

    Im Januar hatte Renk bereits den Zuschlag für einen Auftrag der U.S. Army gemeldet. Im Rahmen eines Kosten-plus-Festhonorar-Vertrags wird die US-Tochter des deutschen Konzerns technische Systemunterstützung für hydromechanische Getriebe leisten und damit mehrere kritische Plattformen der U.S. Army wie den Schützenpanzer Bradley, das Multiple Launch Rocket System und die Panzerhaubitze Paladin unterstützen. Dafür erhält Renk in den kommenden 5 Jahren bis zu 75,5 Mio. USD.

    Mit Blick auf die Aufträge überrascht es nicht, dass Renk bis 2030 150 Mio. USD in seine Aktivitäten im US-Bundestaat Michigan investieren will. Dadurch sollen bis zu 270 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Insgesamt verfügt der Konzern über Standorte in Michigan, Indiana, Ohio und South Carolina und beschäftigt dort mehr als 700 Fachkräfte, um „Made in USA“ zu ermöglichen.

    Fazit

    CHAR Technologies ist auf einem guten Weg, den Durchbruch zu schaffen. Die Auslizensierung der Technologie für Europa zeigt, dass die Marktreife vorhanden ist. Von der im laufenden Jahr beginnenden Kommerzialisierung sollte auch die Aktie spürbar profitieren. Das Marktpotenzial erscheint jedenfalls riesig zu sein. Riesig ist auch das Potenzial für Renk. Allerdings waren echte Großaufträge in den vergangenen Monaten eher die Ausnahme. Die Orders in den USA sind erfreulich, aber natürlich zu klein, um die Aktie anzutreiben. SFC Energy arbeitet an der Rückgewinnung von Vertrauen. Dies scheint allerdings noch mehr Zeit zu brauchen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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