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27.05.2026 | 04:30

BASF und Hensoldt VERKAUFEN? KAUFEMPFEHLUNG für Power Metallic Mines Aktie!

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Bildquelle: Helsing

Vorsicht bei Hensoldt. Analysten sehen bei der Aktie ein Rückschlagspotenzial von 30 %. Das Unternehmen würde mit einem Bewertungsaufschlag zu Branchenkollegen wie Rheinmetall und Renk gehandelt. Dabei sei das Wachstum langsamer. Die Kooperationen mit Helsing und Schwarz Digits seien zwar interessant, würden aber auf absehbare Zeit kaum zum Umsatz beitragen. Dagegen sehen Analysten bei Power Metallic Mines 100 % Kurspotenzial. Und zwar im Basisszenario. In diesem Sommer soll die erste Ressourcenschätzung erfolgen. Nach Einschätzung der Analysten könnte das Unternehmen damit früher als bislang erwartet von einer reinen Explorationsbewertung in eine ressourcenbasierte Bewertungsphase übergehen. Schwierige Zeiten sehen Analysten bei BASF kommen. Die strukturellen Probleme seien ungelöst und die Aktie ein "Verkauf". Der Chemiekonzern versucht mit Optimierung und KI gegenzusteuern.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Power Metallic Mines: 100 % Kurspotenzial und mehr!

    Seit Ende März befindet sich die Aktie von Power Metallic Mines im Rallymodus und ist seitdem von 0,65 EUR auf 0,94 EUR gestiegen. Aus Sicht von Analysten ist das Kurspotenzial noch längst nicht ausgeschöpft, denn das Unternehmen erschließt derzeit ein riesiges Rohstoffvorkommen in Kanada. Die Analysten von GBC Research bewerten den inneren Wert des Unternehmens mit rund 708 Mio. CAD und sehen insbesondere die Kombination aus hohen Gehalten, mehreren wertrelevanten Metallen und positiven metallurgischen Daten als starkes Fundament für die weitere Entwicklung des Projekts. Im jüngsten Update wurde die Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel von 2,85 CAD auf 3,00 CAD bzw. 1,88 EUR angehoben. Damit besteht aus ihrer Sicht 100 % Kurspotenzial.

    Ausschlaggebend für den Optimismus der Analysten sind vor allem die jüngsten Fortschritte auf dem Lion-Projekt sowie die Aussicht auf eine erste Ressourcenschätzung bereits in diesem Sommer. Nach Einschätzung der Analysten könnte das Unternehmen damit früher als bislang erwartet von einer reinen Explorationsbewertung in eine ressourcenbasierte Bewertungsphase übergehen. Das neue Kursziel verstehen die Experten ausdrücklich als Basisszenario und nicht als Obergrenze. Sollte sich die vom Management erwartete hochgradige Ressource von 10 bis 12 Mio. Tonnen mit Gehalten von über 5 % Kupferäquivalent bestätigen, halten die Analysten langfristig sogar eine Projektbewertung von mehr als 1 Mrd. CAD für möglich.

    Besonders positiv hebt GBC die außergewöhnlich hohe Wertdichte der Mineralisierung hervor. Im Bergbau gelten hohe Erzgehalte als entscheidender wirtschaftlicher Faktor, da dadurch geringere Materialmengen bewegt und verarbeitet werden müssen, um dieselbe Metallmenge zu gewinnen. Dies könne Transport-, Aufbereitungs- und Infrastrukturkosten deutlich reduzieren und die Wirtschaftlichkeit eines Projekts erheblich verbessern. Die jüngsten Bohrergebnisse würden diese Einschätzung zusätzlich untermauern. So meldete Power Metallic unter anderem 22 Meter mit 11,46 % CuEqRec, 17,45 Meter mit 9,47 % CuEqRec sowie 39 Meter mit 5,66 % CuEqRec. Aus Sicht der Analysten sprechen die hochgradigen Abschnitte dafür, dass sich Lion zu einem hochwertigen Kernprojekt innerhalb eines größeren mineralisierten Distrikts entwickeln könnte.

    Als weiteren wichtigen Werttreiber sehen die Analysten die polymetallische Struktur des Projekts. Lion sei nicht nur ein Kupferprojekt, sondern kombiniere Kupfer mit Palladium, Platin, Nickel, Gold und Silber. Dadurch könne der wirtschaftliche Wert pro Tonne Erz zusätzlich gesteigert werden. Gleichzeitig verweisen die Experten auf die bislang positiven metallurgischen Ergebnisse. Die frühen Flotationstests im geschlossenen Kreislauf deuteten auf hohe Ausbeuten und hochwertige Kupferkonzentrate hin. Damit sei eine zentrale Frage der Projektentwicklung – die wirtschaftliche Verarbeitbarkeit der Mineralisierung – bereits in einem frühen Stadium positiv adressiert worden

    https://youtu.be/jpf05nGtB3s?si=Jj_N3GsUUGIZHJws

    Hensoldt: Aktie zu teuer?

    Die Analysten von mwb research sehen die Bewertung von Hensoldt kritisch. Sie stufen die Aktie daher mit „Verkaufen“ ein und sehen den fairen Wert bei 62 EUR. Zwar verfüge das Unternehmen über ein qualitativ hochwertiges Produktportfolio, starke Kundenbeziehungen und einen hohen Auftragsbestand, doch nach Ansicht der Experten sei das aktuelle Bewertungsniveau nicht mehr gerechtfertigt. Hintergrund ist insbesondere die starke Kursentwicklung der vergangenen Wochen, während andere Rüstungswerte nach den jüngsten Aussagen von Rheinmetall unter Druck geraten waren. Die Hensoldt-Aktie hat im laufenden Jahr immerhin über 16 % zulegen können und notiert derzeit bei 89 EUR. Rheinmetall hat in 2026 über 22 % an Wert verloren und bei Renk sind es 8 %.

    mwb verweist darauf, dass Hensoldt weiterhin stark von politisch getriebenen Beschaffungszyklen bei Panzern und Schützenpanzern wie Puma, Leopard oder Luchs abhängig sei. Eine Abschwächung der Budgets in diesem Bereich könnte sich direkt auf das Wachstum auswirken.

    Außerdem haben die Analysten die zunehmende Fokussierung von Hensoldt auf das Thema „Software-Defined Defence“ (SDD) unter die Lupe genommen. Projekte wie die Kooperation mit Helsing, das BattleLab oder die Zusammenarbeit mit Schwarz Digits würden zwar strategisch Sinn ergeben und die Positionierung im Bereich Digitalisierung und vernetzte Verteidigung stärken. Dennoch sehen die Analysten darin bislang keinen ausreichenden Grund für einen deutlichen Bewertungsaufschlag zur Peergroup. Nach Einschätzung von mwb dürfte SDD selbst bis 2030 weniger als 10 % des Konzernumsatzes ausmachen. Damit bleibe Hensoldt aus Sicht der Experten vor allem ein klassischer Rüstungskonzern mit zyklischem Beschaffungsprofil und nicht ein Tech-Unternehmen mit strukturellem Wachstumscharakter.

    Positiv bewerten die Analysten dagegen die Marktstellung des Unternehmens. Hensoldt profitiere von steigenden NATO-Ausgaben, wachsender Nachfrage nach Radarsystemen, Elektroniklösungen und Drohnenabwehr sowie zusätzlichen Chancen im Bereich Luftfahrt und Flugsicherung. Auch die Übernahme von ESG stärke die Position im Bereich Digitalisierung moderner Gefechtsfelder. Gleichzeitig verweisen die Experten jedoch auf Risiken durch Exportbeschränkungen, regulatorische Vorgaben und die starke Abhängigkeit von staatlichen Verteidigungsbudgets. Zudem könnten Wettbewerber wie Lockheed Martin technologisch überlegen sein.

    Für die kommenden Jahre rechnet mwb dennoch mit weiterem Wachstum bei Hensoldt. Nach einem Umsatz von 2,46 Mrd. EUR im Jahr 2025 sollen die Erlöse bis 2028 auf rund 3,76 Mrd. EUR steigen. Beim EBITDA prognostiziert mwb einen Anstieg von 402 Mio. EUR im Jahr 2025 auf 773 Mio. EUR bis 2028. Das Nettoergebnis soll sich im gleichen Zeitraum von 88 Mio. EUR auf 343 Mio. EUR mehr als verdreifachen. Trotz dieser positiven operativen Entwicklung halten die Analysten die aktuelle Bewertung von immerhin 10 Mrd. EUR im Branchenvergleich für zu hoch. Während Rheinmetall bei deutlich höheren Wachstumsraten günstiger bewertet sei, werde bei Hensoldt aus Sicht von mwb das Risiko eines möglichen Abschwungs im Beschaffungszyklus bislang unterschätzt.

    BASF: 20 % Rückschlagspotenzial

    Kaufempfehlung für Power Metallic, Verkaufsempfehlung für Hensoldt und wie sieht es bei BASF aus? Wenn es nach J.P. Morgan geht, besteht bei der Chemieaktie ein Rückschlagspotenzial von guten 20 %. Die Analysten haben zwar das Kursziel von 36 EUR auf 40 EUR erhöht, aber die Aktie steht derzeit eben bei über 50 EUR. Daher stufen sie sie mit "Underweight" ein. Insgesamt sehen die Analysten die europäische Chemiebranche vor schwierigen Zeiten. Die strukturellen Probleme mit großen Überkapazitäten und starkem Wettbewerb aus Asien seien ungelöst.

    Zuletzt hatte BASF gemeldet, dass man die Transformations-Strategie „Winning Ways“ für das Kerngeschäft vorantreibe. Nach der weitgehend abgeschlossenen Herauslösung eigenständig operierender Geschäfte soll das Programm „CoreShift“ nun bis 2029 die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft im Vergleich zu 2024 um bis zu 20 % senken. Im Fokus stehen dabei die Vereinfachung von Prozessen und Organisationen, weltweit harmonisierte Geschäftsabläufe, standardisierte IT-Systeme sowie ein stärkerer Einsatz von Künstlicher Intelligenz. BASF sieht in ihren Kerngeschäften Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care mit zusammen rund 40 Mrd. EUR Umsatz weiterhin großes Wachstumspotenzial und will durch höhere Wettbewerbsfähigkeit und stärkere Synergien die Profitabilität steigern.

    J.P. Morgan gehört damit klar zu den BASF-Bären. Laut marketscreener.com empfehlen 10 von 21 Analysten die Chemie-Aktie zu kaufen. Sechs raten zum "Halten" und fünf zum "Verkaufen". Die Kursziele reichen von 65 EUR bis 40 EUR.

    Fazit

    Die Aktie von BASF notiert auf dem Niveau von 2007. Dies verdeutlicht die strukturellen Probleme und spricht dafür, der Empfehlung von J.P. Morgan zu folgen. Bei Power Metallic Mines könnte sich ein Kauf der Aktie vor Veröffentlichung der Ressourcenschätzung lohnen. Aufgrund der Bohrergebnisse sollte diese stark ausfallen und das Unternehmen endgültig als einen der spannendsten Rohstoffexplorer der Welt positionieren. Hensoldt hat sich im Abverkauf der Rüstungsaktien in den vergangenen Monaten gut gehalten. Aber das Wachstum passt weiterhin nicht zur Bewertung.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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