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24.04.2023 | 06:00

Nachzügler-Chancen: Rheinmetall, BYD, Almonty Industries

  • Wolfram
  • Energiewende
  • E-Auto
Bildquelle: pixabay.com

Die Aktie von Rheinmetall hat seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine eine Achterbahnfahrt hingelegt. Zuletzt ging es aber deutlich nach oben. Wir erklären die weitere Perspektive, nennen Alternativen und beleuchten darüber hinaus einen möglichen Geheimtipp. So viel vorab: Die Chancen abseits bekannter Werte sind groß. Anleger müssen aber einige Details beachten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall: Wie reagiert der Markt auf die neuen Aufträge?

    Zuletzt unterschrieben Rheinmetall und Lockheed Martin eine Absichtserklärung mit dem Ziel, ein gemeinsames Raketen-Artillerie-System zu etablieren. Zugleich gaben Dänemark und die Niederlande 14 Leopard-2-Panzer für die Ukraine bei Rheinmetall in Auftrag und die Bundeswehr investiert rund 770 Mio. EUR in Schützenpanzer des Modells Puma, die modernisiert werden sollen. Noch vor etwas mehr als einem Jahr wären die Nachrichtenmeldungen der vergangenen Woche Stoff für gleich mehrere Monate gewesen. Doch heute brummt das Geschäft von Waffen-Schmieden, wie Rheinmetall. Trotzdem mehren sich kritische Stimmen: Das Recherche-Portal researchanalyst.com warnte vor einigen Wochen vor einer schärferen Korrektur und sah eine nachlassende Kursdynamik.

    „Die Rheinmetall AG hat sich seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges als Partner der westlichen Streitkräfte etabliert und dürfte auch weiterhin von steigenden Aufträgen durch die Deutsche Bundeswehr und seinen Nato-Partnern profitieren. Nach einem Kursanstieg von knapp 190 % zeigen sich jedoch erste Risse im Chartbild des DAX-Neulings, so dass eine stärkere Korrektur nicht ausgeschlossen ist", so der Beitrag vom 6. April. Für Anleger ist jetzt spannend zu sehen, wie der Markt auf neuerliche Aufträge reagiert. Bleibt die Stimmung rund um die Aktie verhalten, liegt auch weiter eine Korrektur in der Luft. Bildet die Aktie ein neues Verlaufshoch aus, kann Rheinmetall auch noch die Marke von 300 EUR überspringen. Die Luft wird aber zunehmend dünner.

    BYD: Chancen, aber auch Risiken

    Dass Aktien auch trotz eines guten Geschäfts korrigieren können, zeigt der Kursverlauf von BYD. Der Akku-Spezialist und Autohersteller ist inzwischen auch in Europa vertreten und dominiert insbesondere den vielversprechenden chinesischen Automarkt. Schon vor vielen Monaten trennte sich aber Großaktionär Warren Buffet von Anteilen und beendete den Höhenflug von BYD. Auf Sicht von einem Jahr ist die Aktie aktuell knapp 5 % hinten. Da BYD zudem perspektivisch auch vor der Herausforderung steht, seine E-Autos auch möglichst nachhaltig zu produzieren, ist die Aktie mit Vorsicht zu genießen.

    Almonty Industries: Hier entsteht ein Wolfram-Gigant

    Wenn es darum geht, moderne Technologie umzusetzen und zugleich dafür benötigte Roh- und Grundstoffe nachhaltig zu fördern und zu produzieren, kommen Unternehmen wie Almonty Industries ins Spiel. Almonty fördert seit Jahren Wolfram und verfügt unter anderem in Portugal und Spanien über Projekte. Wolfram gilt unter Bergleuten als herausforderndes Element. Es zu identifizieren und profitabel abzubauen, erfordert in der Regel ein erfahrenes Team. Almonty rollt seine Expertise jetzt im großen Stil aus und baut in diesen Wochen seine Ssangdong-Mine in Südkorea. Das Projekt ist so groß, dass es das Potenzial hat, zur größten Wolfram-Mine außerhalb Chinas zu werden – mit positiven ESG-Eckdaten und im stabilen südkoreanischen Rechtsrahmen.

    „Wir werden für etwa 30 % des Wolfram-Angebots außerhalb Chinas stehen. Daß China aktuell sogar Wolfram importiert zeigt, welch wichtige Rolle wir auf diesem Markt einnehmen können. Und es gibt noch mehr gute Argumente für Almonty, abseits dieser einen Zahl: Wir stehen für zu 100 % transparente Lieferketten, verfolgen ein aggressives ESG-Konzept, das etwa vorsieht, dass Ssangdong zu 100 % auf regenerative Energie setzt. Auch planen wir, komplett klimaneutral zu sein und elektrische Fahrzeuge einzusetzen. Das macht Almonty zu einem einzigartigen Unternehmen mit einer herausragenden Marktstellung bei Wolfram", so Almonty-CEO Lewis Black vor einigen Monaten in einem Interview. Da Wolfram sowohl im Bereich Rüstung, als auch bei Batterien und der Energiewende dringend benötigt wird, ist das Projekt überaus interessant. Am 10. Mai präsentiert Lewis Black um 10.00 Uhr beim International Investment Forum (IIF). Interessierte Anleger können im Rahmen der Präsentation auch Fragen stellen.


    Wer bisher Aktien wie Rheinmetall oder BYD im Depot oder auf der Watchlist hatte, der könnte langsam auf die Idee kommen, umzuschichten – zu groß ist die Fallhöhe inzwischen bei Rheinmetall, zu unsicher die Perspektive für BYD inmitten der angespannten geopolitischen Gemengelage. Titel wie Almonty können zur Depotbeimischung eine Alternative sein. Zwar birgt der Bau einer Rohstoff-Mine ebenfalls Risiken, doch scheint Almonty mit Partnern, wie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der österreichischen Plansee-Gruppe, gut aufgestellt zu sein. Es kann sich daher lohnen, den vielversprechenden Smallcap näher zu analysieren. Das IIF am 10.5. bietet dafür die Möglichkeit.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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