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13.04.2026 | 04:30

Ölpreis gibt CleanTech-Aktien Rückenwind! Nordex, Plug Power, dynaCERT!

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Bildquelle: Nordex

CleanTech-Aktien sind derzeit gefragt wie lange nicht mehr. So hat die Nordex-Aktie seit dem Beginn des Angriffs der USA auf den Iran über 30 % zulegen können. Ein Newsfeuerwerk und positive Analystenkommentare sorgen weiter für Rückenwind. Bei dynaCERT hat der deutsche Manager Kevin Unrath als COO bereits für neuen Schwung gesorgt. Jetzt soll er als CEO die Kommerzialisierung vorantreiben. Gelingt dies, könnte sich die CleanTech-Aktie vervielfachen. Dies glauben auch Analysten. Bei Plug Power haben Analysten das Kursziel deutlich angehoben. Allerdings ist die Aktie in den vergangenen Wochen auch sehr gut gelaufen. Kann es weiter bei der einstigen Wasserstoff-Hoffnung weiter nach oben gehen?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , DYNACERT INC | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT-Aktie: Sorgt neuer CEO für Vervielfachung?

    Im aktuellen Umfeld suchen Unternehmen dringend nach Möglichkeiten, ihren Spritverbrauch zu reduzieren. Dafür bietet dynaCERT ihnen eine kurzfristig zur Verfügung stehende Lösung. Mit der HydraGEN-Technologie des Unternehmens lassen sich Emissionen und Kraftstoffverbrauch bei bestehenden Verbrennungsmotoren – insbesondere im Dieselbereich – reduzieren. Im Vertriebsfokus stehen dabei Schwerlast-Straßentransporte, der Offroad-Bergbau, das Bauwesen, die Öl- und Gas-Branche sowie die stationäre Stromerzeugung. All diese Bereiche sind von hohem Dieselverbrauch geprägt.

    Derzeit treibt dynaCERT die kommerziellen Aktivitäten voran. So sollen Pilotprojekte in Großaufträge umgewandelt werden. Der Durchbruch bei der Kommerzialisierung würde voraussichtlich zu einer Neubewertung der Aktie führen. Die Analysten von GBC Research trauen dem Wertpapier von dynaCERT dann einen Kurs von 0,48 EUR zu. Derzeit steht die Aktie bei 0,067 EUR.

    Die Weiterentwicklung von der Forschungs- und Pilotphase in die Kommerzialisierung soll von einem neuen CEO geführt werden. Der deutsche Manager Kevin Unrath wurde kürzlich zum dynaCERT-CEO berufen. Er bringt unter anderem Führungserfahrung bei Hatz Motorenfabrik und MAN Truck & Bus mit. Unrath ist seit Ende 2024 als COO bei dynaCERT an Bord und hat bereits Produktionsprozesse, Implementierungsstrategien und die Ausrichtung der Technologie des Unternehmens auf Kundenanforderungen vorangetrieben.

    Unrath äußerte sich bei seiner Beförderung optimistisch: "Dies ist kein Neuanfang, sondern eine Beschleunigung. Im vergangenen Jahr haben wir daran gearbeitet, unser Fundament zu stärken - von der Produktion über die Bereitstellung bis hin zur Ausrichtung unserer Technologie auf die tatsächlichen Kundenanforderungen. Unser Fokus ist klar und wir sind davon überzeugt, dass wir nun in der Lage sind, entschlossen voranzuschreiten."

    Die Börse scheint an die Chancen des Unternehmens mit dem neuen CEO zu glauben. In den vergangenen Tagen ist die Aktie spürbar angesprungen.

    Nordex: Aktie nicht zu stoppen?

    Während die dynaCERT-Aktie erst angesprungen ist, ist Nordex bei einer Marktkapitalisierung von über 10 Mrd. EUR angelangt und kein Schnäppchen mehr. Dies hindert Anleger allerdings nicht, beim Windturbinenhersteller weiter zuzugreifen. Allein seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten ist die Aktie um über 30 % gestiegen. Im bisherigen Jahresverlauf summiert sich das Kursplus bereits auf knapp über 50 %.

    Für diese starke Entwicklung gibt es gute operative Gründe. So meldet Nordex in diesem Jahr einen Auftrag nach dem anderen. Allein im April wurden bereits Orders aus Deutschland, der Türkei und Spanien gemeldet. Die aktuellste Erfolgsmeldung kam am vergangenen Freitag aus Spanien. Für einen dort geplanten Windpark wird Nordex 13 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 80 MW liefern. Zudem wurde ein Service-Vertrag über 20 Jahre abgeschlossen. Das Auftragsvolumen könnte sogar um 50 % auf 120 MW aufgestockt werden. Die Errichtung der Windkraftanlagen soll im Frühjahr 2027 beginnen. Ende 2027 soll die Stromproduktion beginnen. Zuvor wurden bereits Aufträge mit einer Leistung von 120 MW aus der Türkei und 75 MW aus Deutschland gemeldet – alles in den vergangenen zwei Wochen. Entsprechend hoch dürften die Erwartungen an die Zahlen für das erste Quartal 2026 und den Ausblick sein. Diese wird Nordex am 27. April 2026 veröffentlichen.

    Bei dem Newsfeuerwerk ist es wenig überraschend, dass auch Analystenkommentare positiv ausfallen und der Aktie zusätzlichen Rückenwind geben. Am vergangenen Freitag hat die Deutsche Bank Research ihre Kaufempfehlung für die Nordex-Aktie erneuert. Erneuerbare Energien dürften von den Ereignissen im Nahen Osten und den steigenden Energiepreisen profitieren. Mit Blick auf die kommenden Quartalszahlen sollten Anleger nicht überrascht sein, wenn der Auftragseingang etwas niedriger ausfällt. Den fairen Wert der Nordex-Aktie sehen die Analysten bei 58 EUR und damit fast 30 % über dem aktuellen Niveau von 45 EUR.

    Ähnlich positiv ist Jefferies für die Nordex-Aktie. Deren Analysten haben ihr Kursziel für die Aktie des Windturbinenbauers von 50 EUR auf 54 EUR erhöht. Von den Quartalszahlen erwarten sie eine verbesserte Profitabilität.

    Plug Power: Aktie legte deutlich zu

    Mit der Aktie Plug Power ging es in den vergangenen zwei Wochen kräftig nach oben. Notierte die Aktie am 30. März noch bei 2,14 USD, waren es am vergangenen Freitag bereits 2,74 USD. Allein in der vergangenen Woche ging es um rund 13 % nach oben. Ob der Grund für den Kursanstieg in der Roadshow des Managements mit der RBC in Kanada liegt, ist nicht bekannt. Doch zumindest scheint Plug-CFO Paul Middleton bei seinen Gesprächen am 7. und 8. April keinen schlechten Eindruck hinterlassen zu haben.

    Auch die RBC selbst zeigt sich gegenüber der Aktie von Plug Power optimistischer. So haben die Analysten ihr Kursziel für das Wertpapier des Wasserstoffspezialisten von 1,50 USD auf 2,75 USD angehoben. Nach Gesprächen mit dem Plug-Management sehen die Experten Fortschritte bei Wachstumstreibern wie Elektrolyseuren und Intralogistik hindeuten. Sie verweisen auch auf die gut gefüllte Auftragspipeline. Auf dieser Basis könnten die mittelfristigen Umsatzziele erreicht werden. Problem bleibe die fehlende Profitabilität. Daran werde sich kurzfristig nichts ändern lassen.

    Insgesamt erwarten Analysten, dass Plug Power im laufenden Jahr 803 Mio. USD umsetzen wird. Das Nettoergebnis wird im Durchschnitt auf -357 Mio. USD geschätzt. Für 2027 liegt der Konsens dann bei einem Umsatz von 934 Mio. USD und einem Nettoergebnis von -245 Mio. USD (Quelle: Refinitiv/LSEG). Von Gewinnen fehlt also bis auf Weiteres jede Spur und Aktionäre müssen mit einer größeren Verwässerung durch die eine oder andere Kapitalerhöhung rechnen. Derzeit bringt Plug Power übrigens 3,8 Mrd. USD auf die Börsenwaage.


    Fazit

    Plug Power scheint nach dem Kurssprung wieder fair bewertet zu sein. Für weitere Anstiege braucht es positive Unternehmensnews oder einen Short Squeeze. Dagegen scheint bei der dynaCERT-Aktie noch viel Luft nach oben zu sein. Wenn die Kommerzialisierung gelingt, könnte sich die Aktie vervielfachen. Nordex ist teuer, aber das Momentum spricht für einen weiter steigenden Kurs.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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