22.05.2026 | 04:30
Paukenschlag bei Plug Power! Steyr Motors und HPQ Silicon vor kräftigem Wachstum!
Paukenschlag bei Plug Power. Der Wasserstoffspezialist kommt bei einem Großauftrag endlich voran. Nur über Aufträge wie diesen kann es wohl gelingen, endlich profitabel zu werden und die sportliche Bewertung zu rechtfertigen. Während Plug Power auf Elektrolyse setzt, will HPQ Silicon die Wasserstoffproduktion durch Hydrolyse revolutionieren. Und dies ist nicht der einzige Wachstumstreiber des Unternehmens. Auch bei Batterien will man durch neue Komponenten die Leistungsfähigkeit auf ein neues Level heben. Tests in Drohnen überzeugen bereits und Experten nennen es "die stille Batterie-Revolution". Überzeugt hat die Aktie von Steyr Motors im Abverkauf des Rüstungssektors mit relativer Stärke. Gestern sprang die Aktie dann um rund 7 % nach oben. Analysten sehen noch deutlich mehr Kurspotenzial für den Anbieter von Spezialmotoren.
Lesezeit: ca. 6 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , STEYR MOTORS AG | AT0000A3FW25 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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HPQ Silicon: "Die stille Batterie-Revolution" und mehr in einer Aktie!
Die Experten von researchanalyst.com beschreiben ihre Analyse von HPQ Silicon mit "Die stille Batterie-Revolution". Denn das Unternehmen ist noch ein Geheimtipp, obwohl es genau jene seltene Mischung aus technologischer Innovation, Skalierungspotenzial und strategischer Relevanz mitbringt, die an der Börse eigentlich gefragt ist. Und das Unternehmen hat noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Man verbindet die Bereiche pyrogene Kieselsäure, Silizium-Anodenmaterialien für Batterien und Wasserstofftechnologie zu einem integrierten Geschäftsmodell.
Im Interview mit Lyndsay Malchuk vom International Investment Forum erklärte CEO Bernard Tourillon, dass alle Projekte auf demselben Grundgedanken basieren – der Entwicklung umweltfreundlicherer Produktionsprozesse für industrielle Schlüsselmaterialien. Statt drei voneinander unabhängige Geschäftsbereiche aufzubauen, sieht Tourillon darin ein diversifiziertes Technologieportfolio mit gemeinsamen Synergien und einem Fokus auf kritische Zukunftsmärkte.
Besonders großes Potenzial sieht HPQ Silicon derzeit bei pyrogener Kieselsäure. Das Produkt ist eher unbekannt, aber dafür umso wichtiger. Pyrogene Kieselsäure wird in zahlreichen Industrieprodukten eingesetzt, um Materialien zu stabilisieren, zu verdicken oder widerstandsfähiger zu machen. Sie findet unter anderem Verwendung in Batterien, Farben, Klebstoffen, Kosmetik, Elektronik und Hightech-Materialien. Gemeinsam mit dem Technologiepartner PyroGenesis habe HPQ ein Verfahren entwickelt, das die Produktion direkt aus Quarz in nur einem Schritt ermögliche. Damit könnten zahlreiche energie- und kostenintensive Zwischenschritte der klassischen Industrieprozesse entfallen. Laut Tourillon hat das Unternehmen inzwischen nicht nur im Labormaßstab, sondern auch auf Pilotniveau bewiesen, dass sich kommerziell nutzbares Material herstellen lässt. Zudem hätten bereits einige der größten Akteure der Branche die Qualität validiert. Nach ersten Vorbestellungen und mehreren Absichtserklärungen befindet sich HPQ nun in Gesprächen über die nächste Skalierungsphase hin zur industriellen Produktion.
Auch im Batteriebereich sieht sich das Unternehmen gut positioniert. Silizium gilt seit Jahren als Hoffnungsträger für leistungsfähigere Batterien, allerdings erschwerte bislang das starke Quellen des Materials den kommerziellen Einsatz. Tourillon erklärte, dass HPQ Silicon durch seine Erfahrung mit Silizium-Nanomaterialien eine Lösung für dieses Problem entwickelt habe. Nach Angaben des Unternehmens wurden bereits kommerzielle Zellformate wie 21700- und 18650-Batterien erfolgreich getestet. Damit könnte HPQ von der steigenden Nachfrage nach leistungsfähigeren Energiespeichern profitieren, insbesondere im Umfeld von Elektromobilität und stationären Batteriesystemen. Aus diesem Bereich gab es zuletzt auch den meisten Newsflow. So hat HPQ Silicon mit seinem GEN4-Silizium-Anodenmaterial starke Testergebnisse erzielt. Ein neuer Semi-Solid-Drohnenakku erreichte eine Energiedichte von 395 Wh/kg auf Pack-Ebene und übertraf damit laut Unternehmen herkömmliche Lithium-Polymer- sowie viele moderne Lithium-Ionen-Drohnenbatterien deutlich. Der getestete 8S-Batteriepack kam auf 15.900 mAh Kapazität und 457 Wh Gesamtenergie bei einem Gewicht von nur 1,16 Kilogramm. Im Vergleich zu bekannten Referenzsystemen entspricht dies laut HPQ einer Leistungssteigerung von rund 23 % bis 36 %. Bereits zuvor hatte das Unternehmen erfolgreiche Tests mit 21.700er-Rundzellen mit mehr als 7.000 mAh durchgeführt.
Die vorkommerzielle Produktion in branchenüblichen Formaten läuft bereits und HPQ befindet sich in intensiven Gesprächen mit potenziellen Industriepartnern.
Als dritte Säule treibt HPQ Silicon die Entwicklung einer Wasserstofftechnologie voran, die auf Hydrolyse statt Elektrolyse setzt. Dabei wird Wasserstoff durch eine chemische Reaktion mit recyceltem Aluminium erzeugt. Laut Tourillon ermöglicht dieses Verfahren die bedarfsgerechte Produktion von Wasserstoff ohne aufwendige Infrastruktur.
https://youtu.be/uHzaP_jOUXw?si=FSGCRPEOuiZIfv2h
Plug Power: Endlich Fortschritte bei Großauftrag
Dass HPQ Silicon die Wasserstoffproduktion durch den Wechsel von Elektrolyse auf Hydrolyse revolutionieren will, dürfte auch Plug Power interessieren. Wobei der US-Wasserstoffspezialist derzeit wieder ein Anlegerliebling ist. Seit Anfang März ist die Aktie von 1,80 USD in der Spitze auf über 4 USD geschossen. Derzeit konsolidiert man bei über 3 USD.
Operativ gibt es endlich wieder etwas über ein Großprojekt zu berichten. So macht Plug Power offenbar Fortschritte bei seinem Großprojekt im britischen Barrow-in-Furness. Das 30-Megawatt-Projekt zur Produktion von grünem Wasserstoff hat nun die finale Investitionsentscheidung (FID) erhalten. Entwickelt wird die Anlage von dem Joint Venture GHECO, hinter dem Schroders Greencoat und Carlton Power stehen. Plug Power liefert für das Projekt sechs PEM-Elektrolyseure mit jeweils 5 MW Leistung aus der GenEco-Serie. Die Anlage soll künftig rund 100 GWh grünen Wasserstoff pro Jahr erzeugen.
Der produzierte Wasserstoff ist für ein Werk des US-Konsumgüterkonzern Kimberly-Clark in Barrow vorgesehen. Dort werden unter anderem Produkte der Marken Andrex und Kleenex produziert. Laut den Projektpartnern könnte der Standort dadurch seinen Erdgasverbrauch um bis zu 50 % senken. Gleichzeitig wird eine jährliche CO₂-Reduktion von rund 18.300 Tonnen erwartet. Das Vorhaben wird zudem durch das britische Förderprogramm „Hydrogen Allocation Round 1“ unterstützt.
Mit dem FID ist Barrow das erste von insgesamt drei britischen Wasserstoffprojekten, die Plug Power gemeinsam mit GHECO umsetzt und die nun in die konkrete Bauphase übergehen. Die weiteren Projekte Trafford und Langage befinden sich weiterhin in der Entwicklungsphase. Plug Power sieht Europa weiterhin als einen der wichtigsten Wachstumsmärkte für seine Elektrolyse-Technologie. Nach Angaben des Unternehmens umfasst die europäische Projektpipeline inzwischen Vorhaben im Wert von mehr als 2 Mrd. USD, darunter Projekte in Großbritannien und Spanien.
Steyr Motors: Analysten optimistisch
Während Energieaktien wie Plug Power und HPQ Silicon aufgrund des Konflikts im Mittleren Osten und den damit verbundenen Problemen an den Energiemärkten im Fokus von Anlegern stehen, stehen Rüstungsaktien derzeit eher im Abseits. Durch die Konsolidierung im Sektor ist die Aktie von Steyr Motors eigentlich gut durchgekommen. Das Wertpapier liegt in diesem Jahr mit rund 3 % im Plus. Beim deutschen Branchenprimus Rheinmetall liegt die Performance im laufenden Jahr bei -23 %.
Die Analysten von NuWays haben der Aktie des Anbieters von Spezialmotoren für den militärischen und zivilen Bereich gestern Rückenwind gegeben. So sprang die Steyr-Aktie zwischenzeitlich um 7 % auf 38,54 EUR. NuWays sieht den fairen Wert der Aktie bei 60 EUR und empfiehlt sie zum Kauf.
Die Analysten sehen die eher schwachen Quartalszahlen nicht als Belastung für die mittelfristige Investmentstory. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 2 % auf 11,7 Mio. EUR, während das bereinigte EBIT aufgrund von Vorleistungen für Personal- und Kapazitätsaufbau sowie verschobener margenstarker Projekte auf 0,9 Mio. EUR zurückging. Hintergrund seien vor allem Verzögerungen bei Aufträgen aus Indien und dem Nahen Osten infolge geopolitischer Spannungen rund um den Iran. Dennoch bestätigte das Unternehmen die Jahresprognose von 75 bis 95 Mio. EUR Umsatz bei einer EBIT-Marge von mindestens 15 %. Grund für den Optimismus der Analysten ist der hohe Auftragsbestand von 308 Mio. EUR sowie rechtlich bindende Bestellungen im Volumen von rund 200 Mio. EUR.
Als wichtigen Wachstumstreiber hebt NuWays die starke Positionierung von Steyr Motors im Marine- und Verteidigungsbereich hervor. So profitiere der Motorenspezialist vom Ausbau unbemannter Marinesysteme und neuen Beschaffungsprogrammen der US Navy. Man sei beispielsweise ein etablierter Motorenlieferant für sieben Meter lange RIB-Boote der US Navy. Darüber hinaus soll die Übernahme von BUKH das Produktportfolio erweitern und die Marktstellung im Marinebereich stärken. Auch die Ernennung von Björn Krausmann zum neuen CFO wird positiv bewertet, da seine Erfahrung bei Internationalisierung, Finanzierung und M&A den nächsten Wachstumsschritt begleiten soll. Laut NuWays bleibt das Geschäft aufgrund hoher technischer Anforderungen, langer Produktlebenszyklen und hoher Wechselbarrieren strukturell attraktiv.
Für die kommenden Jahre erwartet NuWays eine massive Beschleunigung bei Umsatz und Profitabilität. Nach Erlösen von 48,5 Mio. EUR im Jahr 2025 sollen die Umsätze 2026 auf 78 Mio. EUR steigen. In 2028 sollen dann sogar 156 Mio. EUR umgesetzt werden. Parallel dazu soll das EBITDA von 6,8 Mio. EUR im Jahr 2025 auf 13,8 Mio. EUR im laufenden Jahr sowie auf 35,8 Mio. EUR in 2028 klettern. Die EBITDA-Marge würde damit von 14,0 % auf 22,9 % steigen.
Fazit
Bei HPQ Silicon könnte das Timing genau richtig sein. Weltweit wird in Energieunabhängigkeit und neue Lieferketten investiert. Genau in diesem Umfeld sieht HPQ Silicon derzeit die Chance, mehrere Technologien gleichzeitig in Richtung Kommerzialisierung zu führen. Die Aktie erscheint nicht teuer zu sein. Teuer ist Plug Power mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,6 Mrd. USD in jedem Fall. Die Frage ist, ob es jetzt endlich gelingt, schwarze Zahlen zu schreiben. Dies ist dem Unternehmen bisher noch nie gelungen. Steyr Motors scheint tatsächlich in einer spannenden Nische vor einem kräftigen Wachstumsschub zu stehen.
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