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21.05.2026 | 04:30

Nordex Aktie verkaufen? Analysten bullish bei SFC Energy und dynaCERT!

  • Energie
  • cleantech
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  • Windenergie
Bildquelle: KI

Der Konflikt in der Straße von Hormus setzt die Energiemärkte unter Stress. Nicht nur in Europa wird nach alternativen Energien und Einsparungsmöglichkeiten gesucht, sondern auch in Asien. Dies ist der Treiber für die Aktie von dynaCERT. Analysten halten eine Vervielfachung der Aktie im Rahmen einer Neubewertung für möglich. Wie eine Neubewertung ablaufen kann, hat Nordex in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt. Vom Pleitekandidaten ging es rauf auf eine Bewertung von über 10 Mrd. EUR. Doch langsam wird die Luft dünner. Analysten empfehlen den Verkauf. Das Unternehmen stemmt sich mit neuen Aufträgen gegen das Ende des Aufwärtstrends. Ein Großauftrag sorgt bei SFC Energy für eine Prognoseerhöhung. Die Aktie ist im Rallymodus und Analysten sehen weiter Luft nach oben.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , SFC ENERGY AG | DE0007568578

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT: CleanTech-Aktie vor Durchbruch?

    Steht die Aktie von dynaCERT am Anfang einer Neubewertung? Dies hält GBC Research für möglich. Die Analysten verweisen dabei auf Fortschritte in Asien, Mexiko und Europa, wo die Technologie bereits in verschiedenen Anwendungen getestet beziehungsweise eingesetzt wird. Die Aktie des kanadischen Unternehmens mit deutschem Top-Management ist im laufenden Jahr angesprungen und von 0,06 EUR auf 0,089 EUR gestiegen. Aus Sicht von GBC Research ist allerdings noch deutlich mehr Rendite möglich. Sie trauen der dynaCERT-Aktie einen Anstieg auf 0,48 EUR.

    Hintergrund sind Fortschritte bei der internationalen Vermarktung der HydraGEN-Technologie, mit der bestehende Dieselmotoren effizienter und emissionsärmer betrieben werden können. Gerade in Ländern wie Vietnam oder Thailand wächst der Bedarf an Lösungen zur Senkung des Dieselverbrauchs. Denn beide Länder leiden, aufgrund der Schließung der Straße von Hormus, massiv unter steigenden Energiekosten und einer angespannten Stromversorgung. Dort könnte die dynaCERT-Technologie innerhalb weniger Monate für Entlastung sorgen.

    Denn die HydraGEN-Technologie basiert auf nachrüstbaren Modulen, die mittels Elektrolyse aus Wasser kleine Mengen Wasserstoff und Sauerstoff erzeugen und dem Verbrennungsprozess von Dieselmotoren zuführen. Dadurch soll die Verbrennung optimiert und gleichzeitig der Verbrauch sowie der CO₂-Ausstoß reduziert werden. Eingesetzt werden kann die Lösung unter anderem im Schwerlastverkehr, im Bergbau, in der Bauindustrie sowie bei stationären Stromaggregaten. Nach Jahren mit erfolgreichen Pilotprojekten, aber begrenztem kommerziellen Erfolg, setzt das Unternehmen nun verstärkt auf Skalierung und Vertrieb. Das neue deutsche Management um CEO Kevin Unrath und President Bernd Krüper bringt umfangreiche Industrieerfahrung aus Unternehmen wie MAN Truck & Bus und Rolls-Royce Power Systems mit und treibt die internationale Expansion voran.

    Besonders in Vietnam scheint dynaCERT inzwischen wichtige Fortschritte zu erzielen. Das Unternehmen meldete zuletzt Kooperationen mit staatlichen Stellen, Universitäten und Industriepartnern sowie laufende Pilotprojekte in wichtigen Logistikzentren. Damit könnte sich Vietnam zu einem strategischen Brückenkopf für die Expansion in Südostasien entwickeln.

    SFC Energy: Rally geht nach Prognoseerhöhung weiter

    Stark hat sich im laufenden Jahr SFC Energy entwickelt. Die Aktie des Brennstoffzellenspezialisten hat im bisherigen Jahresverlauf rund 70 % zugelegt. Allein in den vergangenen vier Wochen ging es über 30 % hoch. Dabei gehörte die Aktie 2025 noch zu den Enttäuschungen.

    Zuletzt hat SFC den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte gemeldet. Im Rahmen einer Initiative der Bundesregierung wird man Brennstoffzellen- und Hybrid-Energieversorgungssysteme in die Ukraine liefern. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 42,7 Mio. EUR und soll im Geschäftsjahr 2026 vollständig umsatz- und ergebniswirksam werden. Zum Einsatz kommen netzunabhängige, bereits unter realen Einsatzbedingungen erprobte Hybridlösungen aus Brennstoffzellen und Batterien, die sowohl militärische als auch zivile Anwendungen unterstützen sollen. Die Systeme dienen unter anderem der mobilen Energieversorgung von Kommunikations-, Aufklärungs- und Navigationssystemen sowie der Batterieladung unbemannter Systeme wie Drohnen.

    Aufgrund des Großauftrags hat SFC Energy die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. Der Vorstand erwartet nun einen Konzernumsatz zwischen 163 Mio. EUR und 175 Mio. EUR. Zuvor lag die Prognose bei 150 Mio. EUR bis 160 Mio. EUR. Beim bereinigten EBITDA rechnet das Unternehmen nicht mehr mit 20 Mio. EUR bis 24 Mio. EUR, sondern mit 29 Mio. EUR bis 34 Mio. EUR.

    Analysten reagierten mit Kurszielerhöhungen auf die positive Entwicklung bei SFC. Bei Warburg Research stieg der faire Wert der Aktie von 20 EUR auf 28 EUR. Berenberg erhöhte das Kursziel von 18 EUR auf 24 EUR. Die Analysten der Hamburger Privatbank halten die neue Prognose für zu konservativ. Besonders bullish ist First Berlin. Die Analysten trauen der Aktie von SFC jetzt einen Anstieg auf 31 EUR zu.

    Gestern notierte die Aktie über 22 EUR. Damit hat sie fast wieder das Niveau vom Juli 2025 erreicht, als man den Markt mit einer Gewinnwarnung schockte.

    Nordex: Ende des Aufwärtstrends?

    Während dynaCERT vor einer möglichen Neubewertung steht, hat Nordex diese in den vergangenen Jahren eindrucksvoll vollzogen. Doch zumindest charttechnisch wird es beim Windkraftturbinenhersteller langsam brenzlich. Seit Februar 2025 geht es mit der Aktie steil nach oben. Damals notierte die Aktie bei 11 EUR. Anfang Mai 2026 wurde dann kurzzeitig die Marke von 50 EUR überschritten. Derzeit notiert die Nordex-Aktie bei 44 EUR. Damit droht der seit Dezember 2025 gebildete Aufwärtstrend beendet zu werden. Öl ins Feuer hat die RBC mit ihrer Verkaufsempfehlung gegossen. Aus Sicht der Analysten ist das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 10,4 Mrd. EUR zu hoch bewertet. Sie sehen den fairen Wert der Aktie bei 38 EUR.

    Für einen Abgesang ist es allerdings noch zu früh. Denn mit Auftragsmeldungen stemmt sich Nordex gegen eine mögliche Abwärtsspirale. Anfang dieser Woche hat die Westfälisch-Niedersächsische Energie GmbH & Co. KG zwölf Windenergieanlagen des Typs N175/6.X bestellt. Die Turbinen mit einer Nabenhöhe von 179 Metern sollen in drei Windparkprojekten in Nordrhein-Westfalen installiert werden. Die Gesamtleistung der Anlagen liegt bei 82 MW. Neben der Lieferung und Errichtung umfasst der Auftrag auch einen Premium-Servicevertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Die Anlagen verteilen sich auf die Projekte Dringenberg mit sieben Turbinen, Gehrden Ost mit drei Anlagen sowie das Erweiterungsprojekt Gehrden Fölsen mit zwei Turbinen. Der Bau soll Mitte 2027 starten.


    Fazit

    CleanTech-Aktien feiern ein fulminantes Comeback. Die dynaCERT-Aktie ist im laufenden Jahr angesprungen. Jetzt braucht es Großaufträge. Dann könnte sich das Wertpapier vervielfachen. Der Großauftrag aus der Ukraine war bei SFC Energy ein echter Paukenschlag. Allerdings sollten Aktionäre nicht vergessen, dass das Unternehmen bei der operativen Umsetzung in der Vergangenheit enttäuscht hat. Nordex hatte einen fantastischen Lauf. Der Wettbewerb ist allerdings groß und die Branche zyklisch. Dies sollte nicht vergessen werden.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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