14.05.2026 | 04:30
100 %-Kursgewinn nicht genug? Nordex, Plug Power, Dividenden-Perle RE Royalties!
Unternehmen aus den Bereichen Energie-Produktion und -Infrastruktur werden immer mehr zu den eigentlichen Gewinnern des KI-Booms. Die Aktie von Bloom Energy hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verzehnfacht. Selbst die operativ seit Jahren schwache Plug Power geht durch die Decke. Wer dort den Einstieg verpasst hat, könnte bei RE Royalties eine Chance bekommen. Das Royalty-Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien glänzt mit einer Dividendenrendite von rund 10 % und einer vollen Auftragspipeline. Kommende Woche könnte die Neubewertung starten. Bei Plug Power scheint Anlegern 100 % Kursgewinn seit Ende Februar noch nicht genug zu sein. Sie treiben die Aktie nach den Quartalszahlen weiter nach oben. Bei Nordex wird das Kursziel verdoppelt und gleichzeitig die Kaufempfehlung einkassiert.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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RE Royalties: Startet kommende Woche die Rally?
Während die Aktien von Unternehmen wie Plug Power, Bloom Energy und sogar Nel ASA durch die Decke gehen, könnte die Neubewertung bei RE Royalties in den kommenden Wochen anstehen. Denn auch die Kanadier profitieren vom explosionsartig steigenden Strombedarf durch KI. Unternehmen aus dem Bereich Energie-Produktion und -Infrastruktur werden immer mehr zu den eigentlichen Gewinnern des KI-Booms. Genau hier positioniert sich RE Royalties. Die Aktie zeigte sich in den vergangenen Tagen bereits freundlich – möglicherweise erst der Anfang einer größeren Aufholbewegung. Denn gemessen am Geschäftsmodell, der Dividende von 0,04 CAD pro Jahr (aktueller Kurs 0,40 CAD) und den Wachstumsperspektiven wirkt die Bewertung weiterhin attraktiv.
Die aktuelle Kurssteigerung könnte ein Indiz dafür sein, dass Anleger in der kommenden Woche spannende News erwarten. Denn am 20. Mai 2026 wird Peter Leighton, COO von RE Royalties, an der virtuellen Investorenkonferenz IIF teilnehmen. Das Management hat bereits seine Unzufriedenheit mit dem Aktienkurs mitgeteilt. Um dies zu ändern werden derzeit verschiedene Optionen geprüft. Diese reichen von Partnerschaften über neue Finanzierungsstrukturen bis hin zum Verkauf des gesamten Unternehmens. Kommende Woche dürfte es dazu ein Update geben.
RE Royalties verfolgt ein in Europa noch wenig bekanntes, aber äußerst spannendes Modell. Das Unternehmen finanziert Projekte im Bereich Erneuerbare Energien und erhält im Gegenzug langfristige Umsatzbeteiligungen. Dadurch entsteht ein skalierbares Geschäftsmodell mit wiederkehrenden Cashflows. Anders als klassische Projektentwickler trägt RE Royalties dabei oft geringere operative Risiken und profitiert dennoch vom weltweiten Ausbau sauberer Energiequellen. Gerade im Zeitalter künstlicher Intelligenz könnte diese Positionierung besonders wertvoll werden. Denn der Stromverbrauch von Rechenzentren und KI-Anwendungen steigt massiv an – und damit auch der Bedarf an grüner, verlässlicher Energieversorgung.
Das Portfolio des Unternehmens kann sich bereits sehen lassen. Insgesamt ist RE Royalties an Projekten mit einer Kapazität von 492 MW beteiligt. Darunter befinden sich 77 Solarprojekte, 17 Windkraftanlagen, 22 Speicherlösungen, zwei Wasserkraftprojekte, zwei Effizienzprojekte sowie eine Biogasanlage. Die Anlagen liefern genug Strom, um rund 152.194 Haushalte zu versorgen. Gleichzeitig werden jährlich mehr als 488.813 Tonnen CO2 eingespart.
Und in den kommenden Jahren könnte RE Royalties weiter kräftig wachsen. So verfügt man über eine Projektpipeline von bis zu 200 Mio. USD. Zur Einordnung: Die Marktkapitalisierung von RE Royalties liegt unter 20 Mio. CAD.

Nordex: Kursziel fast verdoppelt, aber Aktie zu teuer
Fantastische 75 % hat die Nordex-Aktie in nur 6 Monaten zulegen können. Auf Sicht von 52 Wochen sind es sogar 156 %. Damit ist aber erstmal das Ende der Fahnenstange erreicht. Dies glaubt jedenfalls Montega. In einer aktuellen Studie wurde das Kursziel für die Nordex-Aktie von 22,50 EUR auf 44 EUR erhöht und damit praktisch verdoppelt. Allerdings notiert das Wertpapier derzeit bei über 46 EUR. Daher erfolgte eine Abstufung von „Kaufen“ auf „Halten“. Als Begründung nennen die Analysten die starke Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate sowie mögliche Abschwächungen im deutschen Markt. Gleichzeitig bleibe der Wettbewerbsdruck hoch, insbesondere durch chinesische Turbinenhersteller, die international zunehmend Marktanteile gewinnen. Insgesamt wird Nordex dennoch als operativ deutlich widerstandsfähiger eingeschätzt als noch vor wenigen Jahren.
Die Analysten erwarten, dass Nordex den Umsatz im laufenden Jahr um 13 % auf 8,54 Mrd. EUR steigern wird. Dabei soll der Gewinn überproportional zulegen. Das EBITDA soll um 34,9 % auf 851,3 Mio. EUR klettern und der Nettogewinn sogar um 61,6 % auf 443,6 Mio. EUR. In den kommenden Jahren erwarten die Montega-Analysten bei Nordex ein einstelliges Umsatzwachstum auf 9,39 Mrd. EUR in 2027 und 10,14 Mrd. EUR in 2028. Der Nettogewinn soll 2027 bei 625,6 Mio. EUR liegen und 2028 sogar leicht auf 622,7 Mio. EUR sinken. Das Wachstum kann sich also auf allen Ebenen sehen lassen, wenn da eben nicht die Bewertung von inzwischen rund 11 Mrd. EUR wäre.
Plug Power: 100-%-Kursgewinn nicht genug?
100 % Kursgewinn seit Ende Februar scheinen Anlegern noch nicht genug zu sein. Sie treiben die Aktie von Plug Power weiter nach oben. In der Hoffnung, dass der Brennstoffzellenspezialist vom Energieboom durch KI profitiert, werden sogar die Quartalszahlen gefeiert und die Marktkapitalisierung auf 5 Mrd. USD getrieben.
Im ersten Quartal 2026 hat Plug Power den Umsatz deutlich gesteigert und Fortschritte auf dem Weg zur Profitabilität erzielt. Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um 22 % auf 163,5 Mio. USD. Wachstumstreiber waren insbesondere die Bereiche Material Handling und Elektrolyseure. Gleichzeitig verbesserte sich die Bruttomarge spürbar, blieb allerdings negativ. Nach minus 55 % im Vorjahresquartal lag sie nun bei minus 13 %. Das Unternehmen führt die Entwicklung auf höhere Verkaufsvolumina, Kostensenkungen, effizientere Serviceprozesse sowie günstigere Wasserstoff-Beschaffungskosten zurück. Damit übertraf Plug Power nach eigenen Angaben die internen Ziele bei Umsatz, Margen und Ergebnis je Aktie.
Der Nettoverlust blieb zwar hoch, fiel immerhin geringer aus als im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich von minus 0,17 USD auf minus 0,08 USD. Belastet wurde das Quartalsergebnis allerdings durch nicht zahlungswirksame Effekte von rund 140 Mio. USD im Zusammenhang mit Wandelanleihen und Optionsscheinen. CEO Jose Luis Crespo sieht den Wasserstoff-Spezialisten dennoch auf Kurs, im vierten Quartal 2026 auf EBITDAS-Basis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und aktienbasierter Vergütung) profitabel zu werden. Plug Power wolle dabei weiter auf Margenverbesserungen, disziplinierte Investitionen und den Ausbau seines integrierten Wasserstoff-Ökosystems setzen.
Zum Ende des ersten Quartals 2026 verfügte Plug Power über liquide Mittel in Höhe von insgesamt 802 Mio. USD. Darin enthalten waren allerdings lediglich 223 Mio. USD frei verfügbare Barmittel, während rund 579 Mio. USD als eingeschränkte Liquidität („restricted cash“) ausgewiesen wurden. Ob die Liquidität reicht, bis Plug Power auch nach Steuern profitabel ist, darf zumindest bezweifelt werden.
Fazit
Die Rally rund um KI scheint noch lange nicht zu Ende zu sein. Allerdings sind einige Aktien wirklich heiß gelaufen. Dagegen erscheint RE Royalties einfach zu günstig. Schaltet die Aktie in den Rallymodus, sollten deutlich höhere Kurse möglich sein. Und die hohe Dividende sichert den Kurs nach unten ab. Plug Power und Nordex haben klares Momentum, aber die Aktien sind halt auch schon sehr gut gelaufen.
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