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05.02.2026 | 04:30

Paukenschlag und Enttäuschung bei DROHNEN-Plays: Rheinmetall, DroneShield, NEO Battery Materials!

  • Rüstung
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  • Drohnen
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Bildquelle: Rheinmetall AG

Drohnen gehört die Zukunft. Im militärischen und zivilen Bereich. Daran will auch Rheinmetall teilhaben. Doch der für seine schweren Militärgeräte bekannte größte deutsche Rüstungskonzern musste zuletzt eine Enttäuschung wegstecken. Dagegen könnte NEO Battery Materials jetzt endlich durchstarten. In den vergangenen Monaten hatte man mit Aufträgen für seine revolutionären Batterien für Anwendungen bei Drohnen, Robotik und Elektromobilität für Aufsehen gesorgt. Jetzt hat man zwei namhafte Konzerne ins Boot geholt. Und was macht DroneShield? Um den Highflyer aus 2025 ist es etwas ruhiger geworden. Doch es gibt Chancen auf Aufträge im Heimatland.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , NEO BATTERY MATERIALS LTD | CA62908A1003

Inhaltsverzeichnis:


    NEO Battery Materials: Batterie-Player für den Westen

    Platzt bei der Aktie von NEO Battery Materials jetzt endlich der Knoten? Das Unternehmen wird noch mit unter 100 Mio. CAD bewertet. Dabei verfügt man nicht nur über eine revolutionäre Batterietechnologie, die in Sachen Leistungsfähigkeit, Ladegeschwindigkeit und Preis Maßstäbe setzt. Man verfügt bereits über Aufträge aus den Bereichen Drohnen, Robotik sowie Elektromobilität und hat im laufenden Jahr mit der Produktion in einer Fabrik in Südkorea begonnen. Ab dem laufenden Jahr wird also Umsatz generiert. Zudem arbeitet NEO mit dem Korea Institute for Defense Industry (KOIDI), einer vom südkoreanischen Verteidigungsministerium autorisierten Organisation zur Stärkung des nationalen Verteidigungssektors, zusammen. Damit rückt NEO in das Verteidigungsindustrie-Ökosystem des Landes auf – ein Umfeld aus Militär, Industrie, Forschung und staatlichen Stellen.

    Und gestern dann der nächste Paukenschlag: Eine Partnerschaft mit dem Zinkgiganten Korea Zinc und dem Technologieunternehmen Taesung. Gemeinsam will man fortschrittliche Batterietechnologie für Drohnen, Robotik und Mikromobilität kommerzialisieren.

    Die Technologiepartnerschaft konzentriert sich auf die Optimierung kritischer Leistungsparameter von Lithium-Ionen-Batterien, die speziell für Drohnen, Robotik und Mikromobilität relevant sind. Kupferfolie ist ein integraler Teil von Lithium-Ionen-Batterien. Mit Verbundkupferfolien und Siliziumanodenmaterialien will man Gewicht und Kosten reduzieren. Gleichzeitig sollen die Sicherheit und die Lebensdauer der Batterien verbessert werden. NEO Battery Materials sieht in der Innovation eine direkte Ergänzung zu seiner revolutionären Siliziumanoden. Ein Sprecher von Korea Zinc nannte das Ziel, bereits Ende 2026 marktreife Drohnen- und Mikromobilitätsbatterien zu präsentieren.

    Es braucht wettbewerbsfähige Batteriehersteller außerhalb Chinas. Selbst die eher nüchternen Forscher von Fraunhofer hatten zuletzt Alarm geschlagen, dass China beginne, wie bei Rohstoffen auch bei Batteriezellen und deren Produktionskette Handelsbeschränkungen einzuführen. NEO scheint mit seinen Partnern in Südkorea einen starken Batterie-Player für den Westen zu formen. Davon sollte die Aktie profitieren.

    https://youtu.be/PLNIP9FtK58?si=DP6xDr4a7ECKHOmq

    Rheinmetall: Geht bei Kamikazedrohnen für die Bundeswehr leer aus

    Rheinmetall ist bereits der größte deutsche Rüstungskonzern und spielt auch in Europa ganz vorne mit. Allerdings ist man eher für "schweres Gerät" wie Panzer und Haubitzen bekannt. Bei Zukunftstechnologien wie Drohnen denkt man nicht sofort an die Düsseldorfer. Dies will Rheinmetall ändern. Auf diesem Weg hat man zuletzt eher für negative Schlagzeilen gesorgt. So haben verschiedene Medien wie "Bloomberg" und "Handelsblatt" zuletzt berichtet, dass Rheinmetall beim jüngsten Drohnenprojekt der Bundeswehr leer ausgeht.

    Demnach hat die Bundeswehr die beiden Start-ups Helsing und Stark Defence mit der Produktion von Kamikazedrohnen beauftragt. Bei der sogenannten Loitering-Munition handelt es sich um KI-gesteuerte Drohnen, die ein Zielgebiet über längere Zeit „abkreisen“ können. Erst wenn ein Ziel gefunden und identifiziert wurde, wird angegriffen. Damit werden die Eigenschaften von Drohne (Aufklärung/Überwachung) und Lenkwaffe (präziser Wirkschuss) kombiniert. Die Drohnen von Helsing und Stark Defence sind bereits in der Ukraine im Einsatz.

    Insgesamt hat die Bundeswehr wohl ein Budget von 900 Mio. EUR für Kamikazedrohnen. Helsing und Stark sollen Orders über jeweils rund 300 Mio. EUR erhalten haben. Rheinmetall könnte also später noch zum Zuge kommen.

    DroneShield: Aktie bleibt volatil

    Wenn es um Drohnen geht, muss man natürlich auch über deren Abschuss sprechen. Und auf dem Gebiet kommt man als Investor kaum an DroneShield vorbei. Die Aktie des australischen Spezialisten für Produkte für die Abwehr von Drohnen gehörte im Vorjahr zu den Highflyern an der Börse. Von unter einem AUD Anfang 2025 ging es bis Oktober auf über 6 AUD. Wer schnell steigt, kann auch schnell fallen. So geschah es bei DroneShield und innerhalb weniger Wochen ging es aufgrund doppelt gemeldeter Aufträge und Insiderverkäufen auf unter 2 AUD in den Keller. Inzwischen notiert die DroneShield-Aktie wieder über 3 AUD, bleibt aber volatil.

    Seit den Kapriolen im Herbst ist man in der Kommunikation auffällig zurückhaltender. Zuletzt wurde über eine Zusammenarbeit mit dem australischen Verteidigungsministerium berichtet. Demnach wurde DroneShield als Lieferant für Projekt LAND 156 – Line of Effort 3 ausgewählt. Konkret geht es um die Abwehr von Bedrohungen durch kleine Drohnen im Inland. Als Anbieter der Kategorie 2 kann DroneShield künftig Hardware, Software und Dienstleistungen liefern. Allerdings gibt es auch Partnerschaften mit anderen Anbietern.

    Wichtig für Anleger: Die Aufnahme in das Panel ist kein Auftrag und garantiert keine Umsätze. Einzelne Einsatzorte werden erst noch bewertet und dann jeweils separat ausgeschrieben. Erst daraus können konkrete Bestellungen entstehen. DroneShield betont dennoch, dass das Potenzial „materiell“ sein dürfte, weil die Nachfrage nach Lösungen zur Drohnenabwehr steigt und politischer Rückenwind bestehe. Demnach will die australische Regierung in den kommenden 10 Jahren rund 1,3 Mrd. AUD in die landesweite Drohnenabwehr investieren.


    Fazit

    Die Batterietechnologie von NEO Battery Materials ist mehr als wettbewerbsfähig, Aufträge sind vorhanden und die Produktion ist angelaufen. Dies zeigt, dass man mehr als ein Start-up ist. Die neuen Partner sollten für zusätzliches Vertrauen sorgen und die Bekanntheit von NEO bei Kunden und Investoren erhöhen. Für Anleger mit etwas Geduld könnte hier etwas Großes entstehen. Für Rheinmetall ist die Nichtberücksichtigung beim Drohnenauftrag der Bundeswehr zwar kein Beinbruch, aber durchaus ein Weckruf. Die Diversifikation in Zukunftstechnologien ist sicher richtig, aber auch kein Selbstläufer. Bei der Drohnenabwehr kommt man als Investor kaum an DroneShield vorbei – mit allen Chancen und Risiken.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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