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07.01.2026 | 05:30

+23 % Kursplus in wenigen Tagen! DroneShield, BioNTech, WashTec Aktie!

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Bildquelle: pixabay.com

Über 23 % hat die Aktie von DroneShield in den ersten Handelstagen des Jahres bereits zulegen können. Rückenwind erhält der Spezialist für Drohnenabwehr durch zwei Aufträge kurz vor dem Jahreswechsel. Geht es jetzt in Richtung des Allzeithochs? Stark entwickelt sich auch die Aktie von WashTec. Während deutsche Aktien insgesamt schwächeln, steht das WashTec-Wertpapier so hoch seit Langem nicht mehr. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial. Bei BioNTech stehen in 2026 wichtige Studiendaten an. Doch zuvor wird die Übernahme von CureVac abgeschlossen. Damit endet eine Börsenstory, die nur kurz für Euphorie sorgte.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: WASHTEC AG O.N. | DE0007507501 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

Inhaltsverzeichnis:


    WashTec: Management gibt spannende Einblicke

    Während deutsche Aktien in der zweiten Jahreshälfte 2025 eher geschwächelt haben, ging bei WashTec die Rally los. Seit Mitte Oktober ging es für die Aktie des weltweit führenden Anbieters von Lösungen für die professionelle Fahrzeugwäsche von 37,50 EUR auf 48 EUR nach oben. Damit notiert das Wertpapier so hoch wie seit 2022 nicht mehr. Es gibt gute Gründe, warum die Rally in 2026 weiter gehen sollte. Denn WashTec hat eine spannende Transformation eingeleitet, schüttet Dividende aus und kauft eigene Aktien zurück. Die Analysten von mwb research sehen den fairen Wert der Aktie bei 55 EUR.

    Im Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF haben CEO Michael Drolshagen und CFO Andreas Pabst die Zukunftsperspektiven von WashTec interessant dargestellt. Demnach positioniert man sich klar als Lösungsanbieter statt reiner Anlagenbauer. Der Anspruch: Nicht nur mit Verkauf der Waschanlage Geld verdienen, sondern über die gesamte Customer Journey hinweg. Dafür will das Unternehmen Hard- und Software enger verzahnen und Betreibern datenbasierte Steuerung bieten, etwa über KPI-getriebene Dashboards. Andreas Pabst betont, dass die bereits vorhandenen digitalen Lösungen konsequent weiterentwickelt werden sollen – mit dem Ziel, auch an der Profitabilität der Betreiber stärker zu partizipieren, da das Geschäft als vergleichsweise resilient eingeschätzt wird.

    Im Produkt- und Innovationsportfolio sieht das Management keinen einzelnen „Gamechanger“, sondern eine Wirkungskette: Neue Systeme und Chemie sollen Waschzeiten verkürzen, Wartezeiten für Endkunden reduzieren und damit die Auslastung der Betreiber erhöhen – bei gleichbleibendem oder besserem Ergebnis. Hervorgehoben wird „Magic Care“, eine Schutzchemie, die einen langanhaltenden Abperleffekt erzeugen soll und für sichtbare Mehrwerte im Alltag steht. Aus finanzieller Sicht verknüpft Pabst diese Innovationen mit konkreten Zielgrößen: WashTec peilt im Rahmen des erweiterten Angebots im Mittel rund 5 % jährliches Umsatzwachstum an und will die Profitabilität schrittweise steigern – inklusive eines Plans, die Marge bis 2027 deutlich zu verbessern.

    Der dritte Baustein ist operative Effizienz, die laut Management ohne Qualitäts- oder Serviceeinbußen realisiert werden soll. Pabst verweist auf den Vorteil vollständig digital vernetzter Maschinen. Die Wartung kann proaktiver und teils remote erfolgen, zudem lassen sich Wasser- und Chemieverbrauch je Programm transparent machen und optimieren – mit Kosten- und Nachhaltigkeitseffekt für Betreiber. Drolshagen ergänzt, dass WashTec für 2026 ein Bündel aus Kosten- und Innovationsprogrammen priorisiert hat und künstliche Intelligenz als Beschleuniger für interne Prozesse sieht. Beispielhaft nennt er einen „Scope Configurator“, der Vertrieb, Produktbündelung und Supply-Chain-Übergaben standardisieren soll. Damit will das Unternehmen den Durchlauf in der Erstellung kundenspezifischer Lösungen in den nächsten zwei bis drei Jahren um 20 % bis 30 % verkürzen. Flankiert wird das durch ein Geschäftsmodell, das laut CEO über stabile Key-Account-Beziehungen (rund 40 %) und langfristige Verträge sowie eine abgestufte Produktpalette vom Einstiegssystem bis zur High-End-Lösung zusätzliche Robustheit erhält.

    Das gesamte Interview:

    https://youtu.be/F4OZjcjaC8U?si=HU_tpm2q5Sok4Ece

    BioNTech beendet CureVac-Börsenstory

    Im laufenden Monat endet die Börsengeschichte von CureVac. BioNTech hat kurz vor Weihnachten den Abschluss der Übernahme des mRNA-Wettbewerbers bekannt gegeben. Inzwischen hält man rund 86,75 % der CureVac-Aktien. Die Mainzer erwarten, dass der obligatorische Erwerb der verbleibenden CureVac-Aktien im Januar 2026 im Rahmen der zuvor angekündigten Nach-Angebots-Reorganisation abgeschlossen wird. Anschließend sollen CureVac-Aktien nicht mehr zum Handel zugelassen sein.

    Strategisch begründet BioNTech die Transaktion mit einer Stärkung und Ergänzung der eigenen mRNA-Plattform, insbesondere in den Bereichen mRNA-Design, Verabreichungsformulierungen und mRNA-Herstellung. Gleichzeitig ordnet das Unternehmen den Zukauf in seine Onkologie-Strategie ein, die auf zwei pan-tumorale Schwerpunkte setzt. Die mRNA-basierten Krebsimmuntherapie-Kandidaten sowie Pumitamig, einen bispezifischen Antikörperkandidaten gegen PD-L1 und VEGF-A, der gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelt wird. Operativ soll CureVac zunächst entlang bestehender Prozesse weiterarbeiten, während BioNTech die strategischen, operativen und wissenschaftlichen Analysen zur künftigen Organisations- und Portfolio-Struktur abschließt.

    DroneShield: Starker Jahresstart

    Die Aktie von DroneShield ist stark in das neue Jahr gestartet. Das Kursplus 2026 liegt bereits bei über 23 %. Rückenwind geben zwei neue Auftragseingänge aus dem Militärumfeld kurz vor dem Jahreswechsel, auch wenn es sich im Konzernmaßstab eher um kleinere Orders handelte. Am 24. Dezember 2025 meldete das Unternehmen einen Einzelauftrag über 6,2 Mio. USD für einen militärischen Endkunden im asiatisch-pazifischen Raum. Geliefert werden sollen Lösungen, die auch ausgewählte Drittanbieter-Hardware umfassen, jedoch mit der Command-and-Control-Softwareplattform DroneSentry-C2 interoperabel sind. Auslieferung und Zahlung erwartet DroneShield im laufenden Jahr.

    Nur sechs Tage später folgte ein weiterer Vertragsabschluss. Über einen lokalen Reseller hat ein westlicher militärischer Endkunde für 8,2 Mio. USD bestellt. Gegenstand sind laut Mitteilung tragbare Drohnenabwehrsysteme inklusive Zubehör, Ersatzkits sowie Software-Updates. Die Hardware sei bereits im Lager. Damit könnten Auslieferung und Zahlungseingang in Q1 2026 erfolgen. Interessant für Anleger: DroneShield betont die wiederkehrenden Geschäftsbeziehungen über die jeweiligen Reseller-Strukturen.

    Die Meldungen unterstreichen, dass DroneShield immer mehr Kombinationen aus Hardware, Software und Services bei Kunden durchsetzen kann. Strategisch scheinen sich die Australier weltweit als Anbieter KI-basierter Plattformen zum Schutz vor Drohnen und autonomen Systemen durchzusetzen.

    Fazit

    DroneShield scheint schnell zu alter Stärke zurückzufinden. Anleger haben die Probleme des vierten Quartals wohl bereits abgehakt. Solide nach oben läuft die WashTec-Aktie. Operativ ist von dem Unternehmen in der Zukunft einiges zu erwarten. Außerdem locken eine attraktive Dividende und der laufende Aktienrückkauf. Die Übernahme von CureVac ist bei BioNTech nur ein Randthema. Wichtig für die Entwicklung der Aktie werden die Fortschritte bei der Entwicklung neuer Medikamente sein.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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