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23.02.2026 | 05:45

IPO- und Übernahmefantasie bei Steyr Motors, TeamViewer, Pure One! Aktie vor Kursexplosion?!

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Bildquelle: pixabay.com

IPO- und Übernahmefantasie sind wichtige Kurstreiber. Bei Pure One spricht etwas für einen kurzfristigen Kurssprung. Nämlich der Börsengang der Tochter Eastern Gas. Das Gas-Explorationsunternehmen verfügt über Förderrechte in Australien und dort gibt es derzeit Probleme mit der Gasversorgung. Da wundert es nicht, dass der IPO auf großes Interesse trifft. Und auch das Kerngeschäft von Pure One ist interessant. Als interessanter Übernahmekandidat galt lange TeamViewer. Doch um dieses Thema ist es ruhig geworden. Stattdessen gilt das Softwareunternehmen als großer KI-Verlierer. Zu Recht? Eine fulminante Neubewertung hat Steyr Motors in 2025 aufs Parkett gelegt. Die Erwartungen der Börse an Umsatz- und Ertragswachstum sind groß. Um diese zu erfüllen, legt der Anbieter von Spezialmotoren ein neues Fundament.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: STEYR MOTORS AG | AT0000A3FW25 , PURE ONE CORPORATION LIMITED | AU0000442865 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Inhaltsverzeichnis:


    Pure One: Kursexplosion durch IPO der Tochter

    Steht bei Pure One kurzfristig eine Kursexplosion bevor? Die Chancen dafür stehen gut, denn schon in dieser Woche könnte der Börsengang des Tochterunternehmens Eastern Gas an der Australian Securities Exchange erfolgen. In diesem Rahmen wurden auch neue Aktien ausgegeben. Das Interesse war groß und das Angebot überzeichnet. Dies verwundert nicht, denn an der Ostküste Australiens herrscht Gasknappheit und die Themen Versorgungssicherheit, Industriepreise und die Stabilität der Gaslieferketten werden in Politik und Medien heiß diskutiert. Damit erfolgt der Börsengang von Eastern Gas genau zur richtigen Zeit. Das Unternehmen ist ein fokussierter „Pure-Play“ für die Erschließung und Weiterentwicklung von Erdgasprojekten in Australien. Vielversprechende Förderrechte für Onshore-Projekte liegen bereits vor. Durch das frische Kapital können die vorhandenen Assets weiterentwickelt, Bohrungen und Tests vorangetrieben werden.

    Außerdem wird mit dem IPO der Wert von Eastern Gas sichtbarer – auch für Aktionäre von Pure One. Denn Pure One wird weiterhin Mehrheitsaktionär von Eastern Gas sein. Gleichzeitig kann man sich stärker auf das eigene Kerngeschäft konzentrieren. Denn dazu hat die Gas-Exploration einfach nicht richtig gepasst.

    Auch das Kerngeschäft von Pure One spricht für einen Kauf der Aktie. Dort dreht sich alles um Lösungen für saubere Energie. Die Australier bieten Fahrzeuge mit Brennstoffzellen oder Batterie, Wechselakkus und Betankungsinfrastruktur an. Spannend sind auch Generatoren, um mit Wasserstoff dezentral Gebäude zu versorgen. Letztere eignen sich als Backup-Lösung oder auch als Hauptstromlieferant beispielsweise für KI-Rechenzentren. Dieser Markt boomt bekanntlich in den USA und Pure One ist seit dem vergangenen Jahr in den USA aktiv. Insgesamt will das Unternehmen im laufenden Jahr rund 42 Mio. AUD umsetzen. Schon damit erscheint die aktuelle Marktkapitalisierung von unter 25 Mio. AUD alles andere als teuer zu sein. Und dann ist da ja noch die Tochter Eastern Gas. Deren IPO sollte zu einer Kursexplosion führen – die Uhr tickt.

    Steyr Motors: Neue Struktur für Wachstum und Übernahmen

    Wie explosiv eine Neubewertung – wie sie bei Pure One bevorstehen könnte – vollzogen werden kann, hat Steyr Motors im vergangenen Jahr gezeigt. Wer zur richtigen Zeit verkauft hat, konnte seinen Einsatz mehr als verzehnfachen. Doch auch auf Sicht von 12 Monaten liegt das Kursplus noch bei ordentlich 140 %. In den vergangenen Monaten ist die Aktie eher seitwärts gelaufen. Damit könnte es bald vorbei sein. So sehen die Analysten von NuWays den fairen Wert der Steyr-Aktie bei 59 EUR (aktueller Kurs: 44 EUR). Die Experten sehen erhebliches Wachstumspotenzial.

    Um dieses Potenzial zu nutzen, hat der Anbieter von Spezialmotoren für militärische und zivile Anwendungen zuletzt mitgeteilt, dass die Konzernstruktur angepasst wird. Demnach wird das operative Geschäft künftig innerhalb einer 100-%-igen Tochtergesellschaft erfolgen. Die börsennotierte Steyr Motors AG wird als strategische Holding fungieren. Durch die klare Trennung von strategischer Steuerung und operativer Tätigkeit sollen zum einen die Transparenz und die Effizienz in der Unternehmensführung gestärkt werden. Außerdem soll die finanzielle sowie rechtliche Flexibilität des Konzerns verbessert werden.

    So betont das Unternehmen, dass durch die Holding-Struktur auch die Transaktionsfähigkeit verbessert wird. Akquisitionen, Beteiligungen oder Joint Ventures könnten flexibel auf Ebene einzelner Tochtergesellschaften strukturiert und finanziert werden. Insgesamt ist man überzeugt, durch die Neustrukturierung eine robuste Plattform für organisches und anorganisches Wachstum zu schaffen und die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells zu verbessern.

    Steyr-CEO Julian Cassutti: "Wir bereiten den Konzern gezielt auf geplante Akquisitionen vor und schaffen die Flexibilität, neue Geschäftsfelder und technologische Kompetenzen effizient in die Gruppe zu integrieren." Das Jahr 2026 dürfte bei Steyr jedenfalls spannend werden.

    TeamViewer: Übernahmekandidat, aber...

    Ein Unternehmen, das regelmäßig als Übernahmekandidat gehandelt wird, ist TeamViewer. Doch trotz des Kurssturzes von über 45 % und dem Abtauchen auf ein Allzeittief unter 5 EUR liest man derzeit nichts über solche Spekulationen. Stattdessen wird das Softwareunternehmen als einer der großen Verlierer des KI-Booms gesehen. Dieser würde das Geschäft von TeamViewer massiv bedrohen.

    Doch mit Blick auf die nackten Zahlen, könnte sich eine Übernahme durchaus lohnen. TeamViewer verfügt über wiederkehrende Softwareumsätze, hohe operative Marge und ein Produkt, das in der IT-Realität vieler Unternehmen fest verankert ist. Im laufenden Jahr will man zwar nur um bis zu 3 % wachsen, dabei aber weiterhin eine Adjusted-EBITDA-Marge von rund 43 % erzielen. Am plausibelsten wäre wohl ein Kauf durch Private Equity. Ein Finanzinvestor könnte auf Effizienzhebel, Portfolio-Bündelung und einen späteren IPO mit neuer Positionierung setzen. Auch zu strategischen Investoren könnte TeamViewer passen. In größeren Plattformen wie bei ServiceNow, Salesforce oder Microsoft könnte die Integration des TeamViewer-Supports einen Mehrwert bringen.

    Dass TeamViewer mit Blick auf die Zahlen nicht teuer ist, zeigen auch Analystenkommentare. Bernstein sieht den fairen Wert beispielsweise über 100 % über dem aktuellen Niveau. Dennoch raten die Analysten nicht zum Kauf. Der Grund: TeamViewer könnte innerhalb der Softwareunternehmen einer der großen KI-Verlierer sein.


    Fazit

    Pure One ist eine heiße Spekulation auf eine kurzfristig anlaufende Neubewertung der Aktie – und mehr. Denn gleichzeitig bringt das Kerngeschäft auch viel langfristiges Potenzial mit. Dagegen drängt sich bei TeamViewer derzeit kein "Griff ins fallende Messer" auf. Die Aktie tendierte auch schon vor dem möglichen KI-Schock schwächer und befindet sich im Abwärtstrend. Die Erwartungen an das Wachstum von Umsatz und Ertrag sind bei Steyr Motors hoch. Aus Sicht von NuWays beinhaltet die Unternehmensprognose auch Übernahmen. Steyr muss im laufenden Jahr also anfangen, operativ zu liefern.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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