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25.05.2026 | 04:30

Bis zu 1.400 % mit Bloom Energy und Nordex! Zefiro Methane viel zu günstig?

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Bildquelle: KI

Mit Energieaktien ließen sich zuletzt Traumrenditen verdienen. Bei Bloom Energy ging es in einem Jahr um über 1.400 % nach oben. Und die neueste Kooperation wird von Anlegern ebenfalls gefeiert. Dagegen erscheint die Aktie von Zefiro Methane noch viel zu günstig zu sein. Denn mit der Beseitigung von Altlasten der Energieproduktion lassen sich ebenfalls Milliarden verdienen. Allein in den USA gibt es 2,2 Mio. stillgelegte Bohrlöcher. Das oft austretende Methan belastet die Umwelt und gefährdet Menschenleben. Zefiro hilft und wächst kräftig. Die Aktie steht vor einer Neubewertung. Eine Neubewertung hat Nordex in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt. Und man scheint weiter wachsen zu wollen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | NEO: ZEFI , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , BLOOM ENERGY A DL-_0001 | US0937121079

Inhaltsverzeichnis:


    Zefiro: Viel zu günstig?

    Zefiro Methane entwickelt sich vom Geheimtipp zur Cashmaschine. Und dies mit einem leicht verständlichen Geschäftsmodell. Das Unternehmen überwacht und verschließt stillgelegte Öl- und Gasbohrlöcher. Selbst in Deutschland belastet austretendes Methan Natur und Mensch. Doch in den USA wird es immer mehr zum riesigen Problem und aufgrund von Social Media kann die Politik nicht mehr klein reden. Die US-Regierung und einzelne Bundesstaaten haben Milliarden für die Stilllegung sogenannter „orphaned wells“ reserviert. Für Zefiro Methane bedeutet dies, dass das Wachstum für die kommenden Jahre gesichert ist.

    Dass das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 68 Mio. CAD alles andere als teuer ist, zeigen die jüngsten Zahlen. Demnach hat Zefiro in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 (endet am 30.06.) einen Rekordumsatz von rund 33,2 Mio. USD gemeldet. Dies sind immerhin 36 % über dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig reduzierte Zefiro die Betriebsausgaben um mehr als 14 %. Damit konnte ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 4,25 Mio. USD erzielt werden.

    In den kommenden Quartalen dürfte man weiter wachsen. Denn man hat die Ausrüstung von Viking Well Service für 4,3 Mio. USD übernommen. Durch die Transaktion erweitert Zefiro seine Präsenz auf insgesamt 13 US-Bundesstaaten und erwartet daraus zusätzliche Jahresumsätze von rund 10 Mio. USD. Auch die Tochtergesellschaft Plants & Goodwin konnte wichtige Fortschritte erzielen. So wurde ein Infrastrukturprojekt in Louisiana mit einem Volumen von mehr als 5 Mio. USD sogar drei Wochen früher als geplant abgeschlossen. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen aktuell an mehreren größeren Sanierungsprojekten stillgelegter Bohrlöcher in Ohio und konnte in West Virginia bereits Methanmessungen an 849 Bohrlöchern erfolgreich durchführen.

    Zefiro erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von mehr als 40 Mio. USD. Wachstumstreiber sollen insbesondere die Integration der Viking-Ausrüstung, zusätzliche langfristige Aufträge sowie neue staatliche Förderprogramme zur Sanierung stillgelegter Öl- und Gasbohrlöcher sein. Gleichzeitig berichtet das Unternehmen von einer hohen Nachfrage in bestehenden und neuen Märkten.

    Dies ist plausibel, denn allein in den USA gibt es 2,2 Mio. stillgelegte Bohrlöcher. Über 1 Mio. davon müssten überwacht werden. Die geschätzten Kosten für die Überwachung und Verschließung liegen zwischen 400 und 600 Mrd. USD. Wie gesagt, Zefiro wird derzeit mit 68 Mio. CAD bewertet.

    https://youtu.be/nNodjcqNJMM?si=Cl3i7z6q1iSSRmW_

    Nordex: Neues Werk

    Während Zefiro mit der Überwachung und der Schließung alter Öl- und Gasbohrlöcher gerade beginnt, eine Milliardennische aufzurollen, ist Nordex in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen und hat bereits eine Neubewertung vollzogen.

    Während die Aktie des Windturbinenherstellers derzeit eine Verschnaufpause einlegt, scheint es operativ weiterhin rund zu laufen. So treibt man den internationalen Ausbau weiter voran. Im laufenden Monat wurde eine neue Rotorblattfertigung im türkischen Menemen bei Izmir in Betrieb genommen. Der Standort verfügt über eine Gesamtfläche von rund 130.000 Quadratmetern, davon entfallen etwa 90.000 Quadratmeter auf die Produktionshallen. Nach Angaben des Unternehmens können dort bei voller Auslastung bis zu 1.200 Rotorblätter pro Jahr gefertigt werden. Produziert werden Rotorblätter für die Turbinenmodelle N163 und N175, die vor allem für mittlere bis starke Windstandorte ausgelegt sind. Zunächst soll das Werk Projekte aus den türkischen YEKA-Ausschreibungen beliefern, perspektivisch sind jedoch auch Exporte nach Europa vorgesehen. Nordex beschäftigt an dem Standort rund 1.200 Mitarbeitende.

    Mit dem Ausbau der lokalen Fertigungskapazitäten will Nordex nach eigenen Angaben die wachsende Nachfrage nach Onshore-Windenergieanlagen in der Türkei bedienen und zugleich die Anforderungen an lokale Wertschöpfung erfüllen. Das Unternehmen ist seit 2009 im türkischen Markt aktiv und sieht sich dort mit einem Marktanteil von rund 34 % als Marktführer.

    Parallel dazu rückte Nordex auch politisch stärker in den Fokus der europäischen Energiepolitik. Teresa Ribera, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, besuchte die Hamburger Konzernzentrale. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektrifizierung der Wirtschaft und die Rolle der Windenergie für Europas Energiesicherheit. Ribera betonte dabei die Bedeutung heimischer erneuerbarer Energiequellen zur Verringerung geopolitischer Abhängigkeiten. Nordex verwies im Zuge des Besuchs auf seine Bedeutung als europäischer Hersteller von Onshore-Windenergieanlagen und hob die Rolle seiner weltweiten Technical Academies für Ausbildung, Qualitätssicherung und Betrieb hervor. Von den weltweit rund 11.100 Beschäftigten arbeiten laut Unternehmen etwa 8.200 in Europa.

    Bloom Energy: 1.400 % nicht genug?

    Einer der Überflieger im KI-Energie-Hype ist eindeutig Bloom Energy. Die Aktie des Brennstoffzellen-Spezialisten hat in den vergangenen 52 Wochen unglaubliche 1.400 % zugelegt. Allein in den vergangenen vier Wochen ging es um rund 31 % nach oben. Damit bringt das Unternehmen aktuell 86 Mrd. USD auf die Börsenwaage. Sicher nicht wenig für ein Unternehmen, das im laufenden Jahr 3,4 USD bis 3,8 Mrd. USD umsetzen will. Der Gewinn je Aktie soll bei 1,85 USD bis 2,25 USD liegen. Die Aktie notiert derzeit bei 302 USD.

    Doch Anleger stören sich derzeit nicht an hohen Bewertungen, sondern feiern jede Meldung. Zuletzt hat Bloom Energy eine langfristige Partnerschaft mit dem KI-Cloud-Anbieter Nebius geschlossen, um den Ausbau von KI-Infrastruktur in den USA zu unterstützen. Im Rahmen der Kooperation sollen Brennstoffzellensysteme von Bloom Energy künftig die Stromversorgung neuer Rechenzentrums-Kapazitäten von Nebius übernehmen. Die erste Installation mit einer geplanten Leistung von 328 MW soll noch im laufenden Jahr in Betrieb gehen. Nach Angaben der Unternehmen ersetzt die Technologie ursprünglich vorgesehene gasbasierte Stromerzeugung und soll eine schnellere Bereitstellung von Energie für KI-Anwendungen ermöglichen. Dabei setzen die Partner auf sogenannte „behind-the-meter“-Lösungen, bei denen die Stromversorgung direkt am Standort erfolgt und weniger abhängig vom Ausbau öffentlicher Netzinfrastruktur ist.

    Bloom Energy verweist zudem auf die vergleichsweise niedrigen Emissionen und den geringen Wasserverbrauch seiner Festoxid-Brennstoffzellen. Nebius sieht in der Technologie eine Möglichkeit, den steigenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren mit kürzeren Vorlaufzeiten und geringerer Umweltbelastung abzudecken. Die Kooperation ist zunächst auf den Ausbau der US-Infrastruktur von Nebius ausgerichtet, könnte laut Unternehmen jedoch später auch international ausgeweitet werden. Nebius baut derzeit eine globale Plattform für KI-Entwicklung und -Deployment auf und erweitert seine Rechenzentrums-Kapazitäten in den USA sowie in der EMEA-Region.


    Das Fazit

    Die Aktien von Bloom Energy und Nordex haben sich in den vergangenen Monaten stark entwickelt. Beide sind sicher kein Schnäppchen mehr, aber das Momentum stimmt. Dagegen erscheint Zefiro ein echtes Schnäppchen zu sein. Der Markt ist riesig und wenn sich das Unternehmen nur 1 % davon sichern würde, würden Aktionäre voraussichtlich glänzend verdienen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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