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08.07.2026 | 05:15

Paukenschlag und Kaufempfehlung! TKMS, SFC Energy, dynaCERT! Analystenschätzungen zu niedrig?

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Bildquelle: KI

Paukenschlag bei TKMS. Das Unternehmen hat einen Milliardenauftrag aus Kanada an Land gezogen. Die Aktie steigt weiter, während Rüstungsaktien insgesamt schwächeln. Erhöhen Analysten bald ihre Schätzungen? Bei dynaCERT erwarten Analysten den kommerziellen Durchbruch. Dann hat die Aktie Vervielfachungspotenzial. Im jüngsten Interview gibt sich der neue deutsche CEO zuversichtlich. In Schwellenländern will das Cleantech-Unternehmen den Durchbruch schaffen. Das Potenzial ist riesig. Während man bei dynaCERT noch auf den Ausbruch der Aktie spekulieren kann, läuft die Rally bei SFC Energy bereits. Im laufenden Jahr hat der Kurs um über 70 % zulegen können. Analysten bewerten die jüngste Übernahme positiv und sehen weiteres Kurspotenzial.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , SFC ENERGY AG | DE0007568578

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT: Vorstandsinterview mit Ausblick auf kommerziellen Durchbruch

    Die Aktie von dynaCERT könnte im zweiten Halbjahr 2026 zur Depotrakete werden. Das Cleantech-Unternehmen befindet sich nach Jahren der Technologieentwicklung in einer neuen Phase. Der Fokus des neuen CEO Kevin Unrath liegt auf der Industrialisierung, höheren Produktionsvolumina und der kommerziellen Marktdurchdringung. Dies bestätigte er im jüngsten Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF.

    Zuletzt wurden Produktion und Produktdesign weiterentwickelt sowie technisches Know-how in Bereichen wie Motoren-Thermodynamik, Zellchemie sowie Vibrations- und Schockanalyse aufgebaut. Damit will das Unternehmen seine Systeme robuster für den praktischen Einsatz in unterschiedlichen Anwendungen machen.

    Kern der Technologie sind On-Demand-Wasserstoffelektrolysegeräte, die an bestehende Verbrennungsmotoren nachgerüstet werden, um Emissionen und Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Der Wasserstoff wird direkt im Fahrzeug oder der Maschine erzeugt. Eine externe Wasserstoffinfrastruktur oder Speicherung ist nach Unternehmensangaben nicht erforderlich. Als Einsatzstoff wird im Wesentlichen destilliertes Wasser benötigt. dynaCERT positioniert die Technologie damit als kurzfristig verfügbare Brückenlösung für Branchen, in denen Dieselantriebe auf absehbare Zeit relevant bleiben, etwa im Schwerlastverkehr, Bergbau, bei Industrieanlagen und Generatoren.

    Bei den kleineren Systemen soll die Standardinstallation laut Unrath etwa zwei bis zweieinhalb Stunden dauern. Für größere Einheiten, die bei Motoren mit hohen Hubräumen eingesetzt werden, ist dagegen mehr Individualisierung notwendig. Der operative Schwerpunkt liegt darauf, die Systeme nicht nur technisch bereitzustellen, sondern auch ein belastbares Netzwerk für Einbau, Wartung und Service in den Zielmärkten aufzubauen.

    Regional setzt dynaCERT vor allem auf Schwellenländer. Vietnam dient dabei als Ausgangspunkt für Südostasien, mit Perspektiven in Thailand, Kambodscha, Indonesien und langfristig Indien. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen mit Partnern in Mexiko, Kolumbien und weiteren lateinamerikanischen Märkten. Dort sieht dynaCERT günstige Rahmenbedingungen durch große Bestände an Dieselaggregaten, teils ältere Fahrzeugflotten und Herausforderungen bei der Kraftstoffqualität. In den kommenden zwölf bis 16 Monaten soll sich der Erfolg daher vor allem an steigenden Stückzahlen, kontinuierlicher Produktion und einer erfolgreichen Markteinführung über lokale Partner messen lassen.

    Gelingt dies, könnte die dynaCERT-Aktie eine Vervielfachung aufs Parkett zaubern. Die Analysten von GBC Research trauen dem Wertpapier einen Kurs von 0,48 EUR zu. Derzeit notiert die Aktie bei 0,075 EUR.

    https://youtu.be/ITbZKvFGWms?si=_sZaVxKxqhW9N00d

    SFC Energy: 70 %-Aktie kauft zu

    Während man bei dynaCERT noch auf den Ausbruch der Aktie spekulieren kann, läuft die Rally bei SFC Energy bereits. Im laufenden Jahr hat der Kurs um über 70 % zulegen können. Inzwischen notiert die Aktie bei 21,50 EUR. Im Herbst 2025 waren es noch knapp über 10 EUR, als Auftragsverschiebungen gemeldet wurden. Davon spricht heute keiner mehr. So schnell kann es an der Börse gehen. SFC Energy entwickelt und produziert Brennstoffzellen- und Hybridstromlösungen für die netzferne Energieversorgung. Die Systeme kommen in militärischen und zivilen Bereichen zum Einsatz.

    Zuletzt hat das Unternehmen sein Brennstoffzellenportfolio durch den Erwerb wesentlicher Vermögenswerte der insolventen Siqens GmbH ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen die patentierte Methanol-Reformer-Brennstoffzellentechnologie, weitere Patente, Markenrechte, Know-how und bestehende Kundenbeziehungen. Mit der Transaktion schließt SFC die bisherige Leistungslücke zwischen Direkt-Methanol-Brennstoffzellen unter 1 kW und Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen mit mehr als 5 kW.

    Die übernommene Technologie richtet sich auf Anwendungen im Leistungsbereich von 1 bis 5 kW. Sie soll vor allem bei netzfernen oder schwer zugänglichen Einsatzorten zum Zug kommen. Methanol als flüssiger Energieträger kann dabei Vorteile bei Transport, Lagerung und Versorgung bieten, insbesondere wenn gasförmiger Wasserstoff aus logistischen, regulatorischen oder infrastrukturellen Gründen nicht praktikabel ist. SFC sieht zusätzliche Absatzchancen in den Bereichen Verteidigung, öffentliche Sicherheit, kritische Infrastruktur, Telekommunikation, Verkehrstechnik sowie Öl und Gas.

    Im Anschluss an die Meldung hat Warburg Research die Kaufempfehlung für die SFC-Aktie bekräftigt. Das Kursziel wurde leicht von 28 EUR auf 29 EUR angehoben. Durch die Übernahme schließe man schnell und kostengünstig eine Lücke im Produktportfolio.

    TKMS: Der nächste Paukenschlag

    Für TKMS läuft es derzeit rund. Während Rüstungsaktien mehrheitlich unter Druck stehen, hat die TKMS-Aktie im laufenden Jahr bereits fast 40 % zugelegt. In den vergangenen Wochen profitierte das Unternehmen zunächst vom Fregatten-Debakel rund um Rheinmetall, nun sorgt Kanadas milliardenschweres U-Boot-Programm für den nächsten Kursschub.

    TKMS ist von der kanadischen Regierung als bevorzugter Lieferant für das Canadian Patrol Submarine Project ausgewählt worden. Im Rahmen des Programms könnten bis zu zwölf U-Boote der Klasse 212CD geliefert werden. Die Entscheidung ist noch kein endgültiger Vertragsabschluss, eröffnet TKMS aber die Aussicht auf den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte und würde den bestehenden Auftragsbestand laut Unternehmen um mehr als 50 % erhöhen. Die erste Auslieferung ist für 2033 vorgesehen.

    Das 212CD-Programm soll Kanada gemeinsam mit Deutschland und Norwegen eine stärker abgestimmte U-Boot-Fähigkeit innerhalb der NATO verschaffen. Die Boote sind laut TKMS für Einsätze im Nordatlantik, in der Arktis und im Pazifik ausgelegt. Neben der Beschaffung soll ein zwischenstaatlicher Rahmenvertrag den Aufbau eigener kanadischer Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten, Know-how-Transfer sowie die Ausbildung von Personal ermöglichen.

    Für Kanada stellt das Projekt zugleich ein großes Industrieprogramm dar. TKMS erwartet, dass kanadische Unternehmen stärker in Lieferketten und das internationale Verteidigungsökosystem eingebunden werden. Nach Unternehmensangaben könnte das Programm über seine Laufzeit wirtschaftliche Aktivitäten von 167 Mrd. CAD, wirtschaftliche Effekte von mehr als 86 Mrd. CAD und über 650.000 Arbeitsjahre in Kanada auslösen.


    Fazit

    Mit deutschem Management scheint dynaCERT endlich bei der Kommerzialisierung voranzukommen. Werden im weiteren Jahresverlauf weitere Aufträge bzw. Kunden gewonnen, sollte sich die Aktie in Richtung des Kursziels der Analysten bewegen. Wie schnell eine Rally starten kann, zeigt SFC. Nachdem die Aktie Ende 2025 noch enttäuscht hatte, geht es im laufenden Jahr nachhaltig nach oben. TKMS schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Nach dem jüngsten Großauftrag werden Analysten voraussichtlich ihre Schätzungen erhöhen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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