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07.07.2026 | 04:30

Nordex versorgt Continental! Vonovia mit 5,5 % Dividendenrendite! Bei RE Royalties sind es sogar über 10 %!

  • Energie
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Bildquelle: KI

Überraschung bei Nordex. Das Unternehmen errichtet einen Windpark für Continental. Der Automobilzulieferer will damit etwa zwei Drittel des Strombedarfs seines Reifenwerks im rund acht Kilometer entfernten Korbach abdecken. Damit steigen die Erwartungen an die kommenden Quartalszahlen weiter. Bei RE Royalties warten Anleger weiterhin auf den Ausbruch der Aktie. Denn diese erscheint bei einer Dividendenrendite von über 10 % viel zu günstig. Vonovia kommt derzeit auf eine Dividendenrendite von immerhin 5,5 %. Doch die Aktie hat im laufenden Jahr bereits über 6 % an Wert verloren. Analysten sehen das Unternehmen durchaus positiv, aber das wieder steigende Zinsniveau drückt auf die Stimmung bei Aktionären des Wohnungskonzerns.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , CONTINENTAL AG O.N. | DE0005439004

Inhaltsverzeichnis:


    RE Royalties: 10 % Dividendenrendite und Kursfantasie

    Im vergangenen Jahr hat RE Royalties 0,04 CAD je Aktie ausgeschüttet. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass es weniger wird. Die Aktie notiert derzeit bei 0,38 CAD. Damit liegt die Dividendenrendite über 10 %. RE Royalties hat ein Finanzierungsmodell aus dem Rohstoffsektor erfolgreich auf die Energiewende übertragen. Das Unternehmen stellt Entwicklern von Solar-, Wind-, Speicher-, Wasserkraft- und Biogasprojekten Kapital zur Verfügung und erhält im Gegenzug langfristige, umsatzabhängige Einnahmen.

    Das Portfolio ist über Technologien, Regionen und Projektphasen diversifiziert und umfasst Engagements in Nordamerika, Mexiko, Chile, Südasien und Puerto Rico. Nach Angaben des Unternehmens liegt die unverschuldete interne Rendite der bislang getätigten Investitionen bei mehr als 19 %. Zudem stammen rund 41 % des Geschäfts von bestehenden Kunden. Das spricht dafür, dass die Finanzierungspartner den flexiblen Ansatz nicht nur punktuell nutzen, sondern RE Royalties als dauerhaften Kapitalpartner einbinden.

    Besonders attraktiv ist die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Wiederkehrende Royalty-Einnahmen können für neue Investments eingesetzt werden, während die Kostenbasis vergleichsweise stabil bleibt. Nach Angaben von COO Peter Leighton könnte RE Royalties den Umsatz deutlich steigern, ohne die allgemeinen Verwaltungskosten proportional ausweiten zu müssen.

    Zusätzliche Kursfantasie bietet der im März eingeleitete strategische Review. Der Vorstand prüft verschiedene Optionen, um den langfristigen Wert für Aktionäre zu erhöhen. Dazu zählen ein möglicher Unternehmensverkauf, strategische oder Co-Investment-Partnerschaften sowie Anpassungen der Kapitalstruktur durch Eigen- oder Fremdkapital. Unterstützt wird der Prozess von PwC.

    Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem RE Royalties eine wachsende Deal-Pipeline vorweisen kann. Nach Unternehmensangaben bestehen Absichtserklärungen für Investitionen von rund 20 Mio. CAD in kurzfristig realisierbare Projekte aus den Bereichen Solar, Wind, Energiespeicher und dezentrale Energieversorgung. Weitere potenzielle Investments von etwa 200 Mio. CAD befinden sich in Prüfung.

    https://youtu.be/5dQvcZkFR7E?si=jx0IeY-Wu7Cfqgm6

    Nordex: Aktie marschiert weiter

    Aufgrund der Dividende kauft man die Aktie von Nordex sicher nicht. Die Analysten von mwb erwarten im laufenden Jahr eine Ausschüttung von 0,21 EUR je Aktie. Im Jahr 2028 sollen es dann 0,26 EUR sein. Bei einem aktuellen Aktienkurs von rund 43 EUR liegt die Dividendenrendite damit deutlich unter 1 %. Dafür hat die Aktie des Windkraftanlagenbauers im laufenden Jahr bereits über 40 % zugelegt. Anfang 2025 notierte das Wertpapier bei gerade mal 12 EUR.

    Im Wochentakt meldet Nordex neue Aufträge und feuert damit die eigene Aktie an. Analysten erwarten einen starken Auftragseingang im Rahmen der Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen. Nachdem es im Juni positive Meldungen aus den USA gab, war zuletzt wieder Deutschland an der Reihe.

    So hat Nordex einen Auftrag für den Windpark Twistenberg in Nordhessen erhalten. Das Unternehmen soll drei Anlagen des Typs N175/6.X errichten und über 20 Jahre warten. Der Windpark mit einer Leistung von 20 MW soll jährlich rund 55 GWh Strom erzeugen und zusammen mit bestehenden Photovoltaikanlagen etwa zwei Drittel des Strombedarfs des Continental-Reifenwerks im rund acht Kilometer entfernten Korbach abdecken.

    Eigentümer und Betreiber des Projekts wird Continental, das damit seine direkte Versorgung mit erneuerbarer Energie ausbaut und die Planbarkeit der Stromversorgung am Standort verbessern will. Die Errichtung soll noch 2026 beginnen. Die Inbetriebnahme ist etwa anderthalb Jahre später vorgesehen.

    Vonovia: Kurs schwach, aber Analysten optimistisch

    Ein Sorgenkind am deutschen Aktienmarkt ist Vonovia. Zwar wurde auf der vergangenen Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 1,25 EUR beschlossen, aber die wieder steigenden Zinsen drücken auf den Kurs. Die Aktie des Wohnungskonzerns hat im laufenden Jahr rund 6 % an Wert verloren und notierte gestern bei 22,50 EUR.

    Dabei ist Vonovia mit einem starken operativen Ergebnis in das Jahr 2026 gestartet und bestätigt die Jahresprognose. Das gesamte Adjusted EBITDA erreichte im ersten Quartal 2026 711,6 Mio. EUR und lag damit 1,6 % über dem Vorjahreswert. Damit sieht sich Vonovia auf Kurs, das Ziel für 2026 von 2,95 bis 3,05 Mrd. EUR beim Adjusted EBITDA zu erreichen. Das Adjusted EBITDA im Kerngeschäft Vermietung stieg trotz eines kleineren Portfolios um 6,3 % auf 629,7 Mio. EUR. Getragen wurde die Entwicklung von einem organischen Mietwachstum von 4,0 % und einer Vermietungsquote von 97,7 %. Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment Value-add. Vor allem wegen der Handwerkerorganisation VTS und des Energiegeschäfts legte das Adjusted EBITDA in dem kleinen Segment um mehr als 30 % auf 50,1 Mio. EUR zu.

    Der Operating Free Cashflow ging wegen höherer Investitionen, eines Portfolioerwerbs und geringerer Wohnungsverkäufe auf 363,9 Mio. EUR zurück. Im ersten Quartal flossen insgesamt 442 Mio. EUR in Instandhaltung, Modernisierung und Neubau, darunter 266 Mio. EUR für den eigenen Bestand. Im Verkaufsgeschäft lag die Bruttomarge mit gut 42 % deutlich über dem Vorjahresniveau, während das Volumen mit 350 Einheiten erwartungsgemäß niedriger ausfiel. Für 2026 strebt Vonovia höhere Verkaufszahlen an und will das jährliche Privatisierungsvolumen mittelfristig auf 3.000 bis 3.500 Wohnungen erhöhen. Im Neubausegment erwartet der Konzern im Jahresverlauf zusätzliches Wachstum durch Projekt- und Grundstücksverkäufe.

    Die Reaktionen der Analysten auf die Zahlen fielen durchaus positiv aus. J.P. Morgan stuft die Vonovia-Aktie weiterhin mit "Overweight" ein. Das Kursziel liegt bei 34,50 EUR. Die Deutsche Bank traut dem Wertpapier immerhin einen Anstieg auf 26 EUR zu und empfiehlt es zum Kauf. Im Wohnimmobilienmarkt zählt Vonovia zu den Favoriten der Analysten.


    Fazit

    Die Aktie von RE Royalties erscheint zu günstig. Allerdings dauert die Neubewertung länger als angenommen. Bis der Kurs anzieht, entschädigt die attraktive Dividende. Bei Vonovia drängt sich mit Blick auf das Zinsniveau derzeit kein Kauf auf. Nordex meldet einen Auftrag nach dem anderen. Damit steigen auch die Erwartungen an die Quartalszahlen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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