Menü schließen




02.07.2026 | 05:30

BMW sorgt für Furore! Nordex feiert Erfolg! HPQ Silicon auf dem Sprung!

  • Energie
  • Wasserstoff
  • Batterietechnologie
  • Automobilindustrie
Bildquelle: KI

BMW kann gute Presse nach der Gewinnwarnung gut gebrauchen. Und das erste Feedback zur Vorstellung des neuen X5 fiel positiv aus. Die Münchner überraschten nicht nur mit einem Wasserstoffantrieb, sondern auch mit einer riesigen Batterie. Entsprechend groß soll die Reichweite sein. Ist das Unternehmen damit zukunftsfähig? Bei Nordex sorgt das prall gefüllte Auftragsbuch für Kauflaune. Selbst in den USA, wo die Trump-Regierung der Windkraft eigentlich den Krieg erklärt hat, wurde wieder eine Order an Land gezogen. Analysten halten eine Prognoseanhebung für möglich. Die Kursfantasie bei HPQ Silicon basiert auf dem Sprung in die Kommerzialisierung. Dies soll mit drei Zukunftstechnologien erfolgen. Unter anderem könnte sich das Technologieunternehmen in der nordamerikanischen Batterie-Wertschöpfungskette positionieren. Ein Drohnenhersteller hat bereits bei HPQ geordert.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BAY.MOTOREN WERKE VZO | DE0005190037 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003

Inhaltsverzeichnis:


    HPQ Silicon: Mit drei Technologien auf dem Sprung in die Kommerzialisierung

    HPQ Silicon steht vor einer entscheidenden Phase. Nach rund zehn Jahren Forschung und Entwicklung will das kanadische Technologieunternehmen nun mehrere Projekte parallel in die kommerzielle Umsetzung führen. Dabei handelt es sich um Silizium-Anodenmaterial für Batterien, pyrogene Kieselsäure und dezentrale Wasserstoffproduktion. Damit adressiert HPQ nicht nur den Batterieboom, sondern auch industrielle Spezialchemie sowie Anwendungen in abgelegenen Regionen, im Bergbau und im Verteidigungsbereich. Die breite Aufstellung kann das Risiko einzelner Entwicklungsprojekte reduzieren und eröffnet mehrere potenzielle Umsatzquellen.

    Im Fokus steht zunächst das Gen4-Silizium-Anodenmaterial. HPQ hat bereits vollständige 18650- und 21700-Batteriezellen gefertigt und die Leistungsfähigkeit nach eigenen Angaben mit hochwertigen Graphit-Lösungen verglichen. Das Gen4-Material erreichte dabei mehr als 7.000 mAh pro Gramm. Zusätzlich meldete das Unternehmen für ein Drohnen-Batteriepack eine Energiedichte von 395 Wh/kg. Entscheidend ist, dass das Material als Beimischung in bestehende Graphit-Anoden integriert werden kann. Für Graphithersteller könnte dies eine attraktive Möglichkeit sein, ihre Produkte technologisch aufzuwerten, ohne die gesamte Zellchemie neu entwickeln zu müssen. Mehrere Vertraulichkeitsvereinbarungen mit potenziellen Partnern und Endkunden deuten darauf hin, dass das Interesse an der Technologie zunimmt.

    Auch beim Hochlauf der Produktion nimmt HPQ Silicon Fahrt auf. Mit einer staatlichen Förderung von 3 Mio. CAD soll zunächst eine kontinuierliche Produktionslinie mit einer Kapazität von zwei Tonnen Silizium-Anodenmaterial aufgebaut werden. In einem nächsten Schritt plant das Unternehmen eine Skalierung auf 50 Tonnen pro Jahr. Nach Angaben von HPQ würde diese Menge ausreichen, um Material für rund 40 Mio. Batteriezellen pro Jahr bereitzustellen. Zudem wurde bereits eine erste Bestellung für ein Gen4-Batteriepack von einem Drohnenhersteller vermeldet. Denn bei Tests überzeugte das HPQ-Produkt im Vergleich zu herkömmlichen Drohnenbatterien durch eine Leistungssteigerung von 23 % bis 36 %. Damit könnte sich HPQ in einem strategisch wichtigen Segment der nordamerikanischen Batterie-Wertschöpfungskette positionieren.

    Neben Batterien besetzt HPQ mit pyrogener Kieselsäure und autonomer Wasserstoffproduktion zwei weitere Zukunftsmärkte. Gemeinsam mit PyroGenesis entwickelt das Unternehmen ein plasmabasiertes Verfahren, das Quarz direkt in hochreine Kieselsäure überführen soll. Laut HPQ könnte dies die Kosten gegenüber konventionellen Verfahren drastisch senken und ohne problematische Chlor-Nebenprodukte auskommen. Mit dem deutschen Evonik-Konzern besteht bereits eine Absichtserklärung.

    Die Wasserstofftechnologie wiederum soll aus recyceltem Aluminium vor Ort Druckwasserstoff erzeugen und damit Dieselgeneratoren in Minencamps, abgelegenen Gemeinden oder militärischen Anwendungen ersetzen.

    https://youtu.be/V6FO2uPdQLI?si=krfrV3gpZFo5xt5e

    BMW: Bringt der X5 neue Impulse?

    Die Neuentwicklungen bei BMW werden derzeit ganz besonders kritisch unter die Lupe genommen. Denn nach der jüngsten Gewinnwarnung gibt es Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der Münchner.

    Für die Kursfantasie der BMW-Aktie ist die Nachfrage nach dem X5 wichtig. Es ist eines der Topmodelle der Münchner. Die neue Generation wurde kürzlich vorgestellt. Dabei steht der neue BMW X5 ganz im Zeichen der Technologieoffenheit. Der Premiumhersteller bringt die fünfte Generation seines SUVs nicht nur mit Benzin- und Dieselmotoren sowie als Plug-in-Hybrid, sondern erstmals auch als vollelektrischen iX5 auf den Markt. Später soll zudem der iX5 Hydrogen folgen. Damit bietet BMW innerhalb einer Baureihe fünf unterschiedliche Antriebsarten an. Der Wasserstoff-X5 soll ab 2028 in Serie gehen und mit einer gemeinsam mit Toyota entwickelten Brennstoffzelle sowie neuartigen Flachtanks ausgestattet werden. BMW stellt bis zu 750 Kilometer Reichweite und Tankzeiten von unter fünf Minuten in Aussicht.

    Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgt jedoch der iX5 60 xDrive. Das Elektro-SUV erhält eine Batterie mit brutto 144 kWh, womit BMW den größten Akku seiner Geschichte verbaut. Die 800-Volt-Architektur soll Ladeleistungen von bis zu 460 kW ermöglichen und damit Langstreckenfahrten deutlich erleichtern. BMW kombiniert den großen Energiespeicher mit zwei Elektromotoren und einer Systemleistung von rund 570 PS. Der X5 zeigt damit, dass BMW nicht auf eine einzelne Lösung setzt. Batterieelektrische Antriebe sollen den Kern der Elektromobilität bilden, während Wasserstoff für Kunden mit hohem Reichweitenbedarf und Zugang zur entsprechenden Infrastruktur eine zusätzliche Option werden könnte. Bisher konnten sich Wasserstofffahrzeuge allerdings nicht im Ansatz durchsetzen.

    Nordex: Wird die Prognose bald angehoben?

    Eigentlich hat die Trump-Regierung der Windenergiebranche in den USA den Krieg erklärt. Jüngstes Beispiel ist die Vereinbarung des US-Innenministeriums mit TotalEnergies. So hat man sich auf die Aufgabe von Offshore-Windrechten im Wert von rund 1 Mrd. USD geeinigt. Im Gegenzug sollen Investitionen in US-Öl, Gas und LNG erfolgen. Im Juni folgte eine Vereinbarung mit Invenergy über die Beendigung von vier weiteren Offshore-Wind-Leases vor New York, Kalifornien und Maine. Die Regierung zahlt dafür laut Reuters bis zu 765 Mio. USD und will die Mittel in Gas- und Geothermieprojekte umlenken. Gleichzeitig erlitt Washington vor Gericht einen Rückschlag. Mitte Juni zog die Regierung ihre Berufung gegen ein Urteil zurück, das den generellen Stopp neuer Wind-Genehmigungen und Leasingverfahren aufgehoben hatte. Damit gibt es kein pauschales Verbot für neue Windprojekte. Der Markt bleibt dennoch unter Druck, weil bestehende Offshore-Rechte gezielt über Vergleichsvereinbarungen beendet und Genehmigungen verzögert werden. Bei Onshore-Windparks ist ein ähnliches Vorgehen allerdings deutlich schwieriger, da die Flächen häufig privaten Eigentümern, Bundesstaaten oder lokalen Behörden unterstehen und die Bundesregierung deshalb weniger direkten Zugriff auf Leasing und Genehmigungen hat.

    Letzteres erklärt wohl, warum Nordex derzeit in den USA so erfolgreich ist. So hat der deutsche Windturbinenspezialist seine Position in den USA durch einen Auftrag über 325 MW gestärkt. Für ein nicht näher benanntes Projekt liefern die Norddeutschen 55 Anlagen des Typs N163/5.X aus der Delta4000-Serie. Nordex verweist dabei auf die lokale Wertschöpfung. Die für den US-Markt bestimmten Turbinen werden in Iowa gefertigt. Der Auftrag unterstreicht die anhaltend starke Nachfrage nach leistungsfähigen Windenergieanlagen für große Projekte in Nordamerika. Denn zuvor hatte Nordex bereits drei neue Aufträge mit einer Gesamtleistung von 484 MW aus den USA gemeldet.

    Da verwundert es nicht, dass die Nordex-Aktie die scharfe Korrektur inzwischen wieder beendet hat. Nachdem es zwischen Anfang Mai und Anfang Juni von 51 EUR bis auf 38 EUR in den Keller ging, notiert das Wertpapier inzwischen wieder bei rund 47 EUR. Die Analysten der Deutschen Bank trauen der Nordex-Aktie sogar 61 EUR zu. Sie erwarten, dass Nordex mit seinen Quartalszahlen am 29. Juli positiv überraschen wird. Es könnte sogar eine Anhebung der Prognose erfolgen.


    Fazit

    Bei Nordex läuft es derzeit einfach rund. Ein neues Mehrjahreshoch ist wahrscheinlich. Die HPQ-Aktie läuft seit März seitwärts. Feiert das Unternehmen weitere Erfolge auf dem Weg zur Kommerzialisierung, stehen die Chancen auf eine Kursrally gut. Bei BMW reicht ein neues Modell nicht aus, um die Aktie nachhaltig anzutreiben. Dafür sind die Herausforderungen zu groß.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 10.07.2026 | 05:30

    Übernahme! Großauftrag! Comeback! Deutz, Renk und Rock Tech Lithium Aktie im Check.

    • Rüstung
    • Lithium
    • Batterietechnologie
    • Elektromobilität

    Paukenschlag bei Deutz. Der Motorenhersteller baut seine Defence-Aktivitäten durch eine Milliardenübernahme deutlich aus. Man erwartet Umsatz- und Kostensynergien sowie eine positive Wirkung auf die EBIT-Marge. Die Ziele für 2030 sollen früher erreicht werden. Die Deutz-Aktie hat gestern positiv reagiert. Erstaunlich schwach entwickeln sich im Jahr 2026 Lithiumaktien. Dabei boomt die E-Auto-Nachfrage, wie die jüngsten Neuzulassungen in Deutschland zeigen. Auch der Lithiumpreis legt zu. Eine Comeback-Story bietet derzeit Rock Tech Lithium. In Kanada arbeitet man mit Vollgas an einer integrierten Lithium-Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Batteriematerial. Dies scheint die Aktie noch nicht einzupreisen. Die Renk-Aktie ist gestern um über 5 % gefallen. Dabei wurde der Rahmenvertrag mit Rheinmetall erweitert. Auch die zuletzt gemeldete Übernahme passt zum Unternehmen. Doch Anleger lässt dies kalt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 10.07.2026 | 04:30

    Comeback bei Plug Power? Nordex wird gefeiert! A.H.T. Syngas Aktie viel zu günstig?!

    • Energie
    • Wasserstoff
    • biomasse
    • Windenergie

    Die Erwartungen an den Auftragseingang bei Nordex waren hoch. Das Unternehmen hat sie übertroffen. Entsprechend wurde die Aktie von Anlegern und Analysten gestern gefeiert. Das Unternehmen zeigt sich selbstbewusst und die Aktie scheint weiter Luft nach oben zu haben. Viel Luft nach oben hat auch die Aktie von A.H.T. Syngas. Das Kursziel von Analysten liegt jedenfalls deutlich über dem aktuellen Niveau. Die Produkte des Cleantech-Unternehmens passen in die Zeit. Eine Kursrally scheint eigentlich nur eine Frage der Zeit zu sein. Bei Plug Power stellen sich Aktionäre eher die Frage, wann der Abverkauf gestoppt wird. Seit Anfang Juni hat die Aktie deutlich an Wert verloren. Kann ein Auftrag aus Australien für ein Comeback an der Börse sorgen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 09.07.2026 | 04:30

    Neue und alte KI-Profiteure! Nach 1.000 % mit Siemens Energy ist 2G Energy gestartet! Als nächstes die Zefiro Methane Aktie?!

    • KI
    • Technologie
    • Energie

    Der KI-Hype hat Gewinner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu den deutschen Highflyern gehört Siemens Energy. Noch vor wenigen Jahren gab es Insolvenzgerüchte. Seitdem hat die Aktie mehr als 1.000 % zulegen können. Analysten sehen weiteres Wachstum, aber die Bewertung erlaubt keine operativen Fehler. Noch ein Geheimtipp unter den KI-Gewinnern ist Zefiro Methane. Die Kanadier sind darauf spezialisiert, alte Öl- und Gasbohrlöcher zu identifizieren, zu sanieren und dauerhaft zu verschließen. Der Markt in den USA ist auch ohne KI-Boom riesig. Und die Flächen für den Bau von Rechenzentren und Energieinfrastruktur befeuern die Nachfrage zusätzlich. Wie schnell eine Aktie durch den KI-Hype explodieren kann, hat 2G Energy gezeigt. In wenigen Monaten hat sich der Kurs verdoppelt. Die Bewertung ist inzwischen nicht mehr niedrig. Zefiro ist deutlich günstiger.

    Zum Kommentar