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12.08.2026 | 04:30

Paukenschlag bei PNE! MP Materials Aktie zieht an! Wann startet Strategic Resources die Rally?

  • Stahl
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Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Paukenschlag bei PNE. Die Angebote interessierter Investoren liegen unter dem aktuellen Börsenkurs. Aufgrund dieser Meldung stürzte die Aktie des Projektierers und Betreibers von Windkraftwerken in den vergangenen Tagen ab. Dabei scheinen die Projekte durchaus interessant zu sein. Immerhin hat man kürzlich einen Verkauf gemeldet. Reif für eine Rally scheint die Aktie von Strategic Resources zu sein. Das Unternehmen baut eine Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zur Stahlindustrie und Batteriefertigung auf. Im Fokus steht insbesondere grüner Stahl. Konzerne wie ArcelorMittal, Salzgitter, thyssenkrupp und SSAB investieren massiv und benötigen hochreine Eisenerzpellets. Diese will Strategic Resources liefern. Nach über 50 % Kursverlust sendet die Aktie von MP Materials ein Lebenszeichen. Das Update zum zweiten Quartal hat Anleger überzeugt. Allerdings schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: STRATEGIC RESOURCES INC | CA86277X4093 | TSXV: SR , PNE AG NA O.N. | DE000A0JBPG2 , MP MATERIALS CORP | US5533681012 | NYSE: MP

Inhaltsverzeichnis:


    Strategic Resources will an die Stahlkonzerne liefern

    Konzerne wie ArcelorMittal, Salzgitter, thyssenkrupp und SSAB investieren in Elektrolichtbogenöfen und Direktreduktionsanlagen, um die CO₂-Emissionen der Stahlproduktion zu senken. Dafür werden besonders hochwertige Eisenerzpellets benötigt. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur erfordert die wasserstoffbasierte Direktreduktion Eisenerz mit einem Eisengehalt von rund 67 %. Hochgradige Pellets machen bislang allerdings nur einen kleinen Teil des weltweit gehandelten Eisenerzes aus.

    Auch die jüngsten Projekte großer Stahlkonzerne zeigen den Bedarf. ArcelorMittal will beispielsweise die Kapazität für seinen CO₂-reduzierten XCarb-Stahl im spanischen Sestao bis Ende 2026 auf 1,6 Mio. Tonnen pro Jahr ausbauen. Je mehr Stahlwerke auf DRI- und EAF-Verfahren umstellen, desto wichtiger dürfte die Versorgung mit geeignetem hochgradigem Eisenerz werden.

    Strategic Resources sieht dies als Chance. Das Unternehmen plant in Port Saguenay im kanadischen Québec eine Anlage mit einer Kapazität von zunächst 4 Mio. Tonnen hochreiner Eisenerzpellets pro Jahr und könnte damit vom Strukturwandel der Stahlriesen profitieren. Durch den Zugang zum St.-Lorenz-Seeweg kann man Nordamerika und Europa beliefern. Frühere Machbarkeitsstudien sehen den Projektwert bei bis zu 2 Mrd. CAD. Derzeit bringt das Unternehmen weniger als 20 Mio. CAD auf die Börsenwaage.

    Neben Kanada ist Strategic Resources auch in Europa aktiv. Im Norden Finnlands verfügt man über das Vanadium-Titan-Magnetit-Projekt Mustavaara. Von dort wird Strategic Resources vanadiumreiches Magnetit-Konzentrat an das Forschungsprojekt FutSteel der Universität Oulu liefern. Es forscht an der Transformation der Stahlproduktion und will unter anderem die Chancen der wasserstoffbasierten Eisenerzeugung prüfen. Für Finnland ist grüner Stahl von besonderer Bedeutung, da die Stahlindustrie zu den größten Emissionsquellen des Landes zählt.

    https://youtu.be/ha8A2-FPIwk?si=a2oFSk-vcijGTP1m

    MP Materials: Neue Impulse nach 50 % Kursverlust

    Bei MP Materials hat der Bericht über die Entwicklung im zweiten Quartal 2026 für einen Kurssprung gesorgt. Damit ist die Performance der Aktie in 2026 immerhin ausgeglichen. Im vergangenen Herbst hatte der Einstieg der Trump-Regierung bei dem heimischen Produzenten von Seltenen Erden für Furore gesorgt. Damals schoss die Aktie bis auf 100 USD. Derzeit liegt der Kurs bei rund 50 USD und die Marktkapitalisierung bei stolzen 9,7 Mrd. USD.

    MP Materials hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und operative Kennzahlen deutlich gesteigert. Die NdPr-Produktion erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 41 % auf 840 Tonnen, während die Verkäufe um 127 % auf 1.006 Tonnen zulegten. Der Konzernumsatz stieg um 89 % auf 108,5 Mio. USD. Zusätzlich verbuchte das Unternehmen 17,6 Mio. USD aus einer Preisabsicherungsvereinbarung. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich von minus 12,5 Mio. USD im Vorjahr auf plus 28,5 Mio. USD. Unter dem Strich blieb MP Materials mit einem Nettoverlust von 20,3 Mio. USD jedoch in den roten Zahlen. Immerhin wurde der Verlust im Vergleich zu den 30,9 Mio. USD im Vorjahresquartal reduziert.

    Operativ treibt MP Materials gleichzeitig den Ausbau seiner vertikalen Integration voran. Das Unternehmen schloss einen langfristigen Abnahmevertrag mit einem neuen US-Kunden aus der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie für separiertes Gadolinium und erweitert damit sein Geschäft mit schweren Seltenen Erden. Zudem wurde mit „Project Swarm“ eine Initiative gestartet, die Nachfrage aus der Drohnenindustrie bündeln und Produktspezifikationen standardisieren soll. Parallel dazu schreiten die Qualifizierung von Magneten am Standort Independence sowie der Bau der geplanten 10X-Anlage voran.

    PNE: Zu teuer?

    Um über 20 % ist die Aktie von PNE in den vergangenen beiden Handelstagen abgerutscht. Anleger reagieren damit auf die Meldung, dass man im laufenden Prozess für die Übernahme des kompletten Unternehmens bisher Angebote erhalten hat, die unter dem aktuellen Börsenkurs liegen. Da stand die Aktie noch über 10 EUR. Derzeit sind es rund 8 EUR. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 618 Mio. EUR.

    Doch zumindest die Windparks des Unternehmens scheinen gefragt zu sein. So hat PNE in der vergangenen Woche den Verkauf der beiden Windparkprojekte „Wulfsdorf A“ in Schleswig-Holstein und „Kuhstedt III“ in Niedersachsen an eine Gruppe privater Investoren gemeldet. Beide Projekte sind Repowering-Vorhaben, bei denen ältere Windenergieanlagen durch leistungsstärkere Modelle ersetzt werden. „Wulfsdorf A“ kommt mit vier Vestas-Anlagen auf eine Gesamtleistung von 24,4 MW und soll im Dezember 2026 in Betrieb gehen. „Kuhstedt III“ umfasst drei Nordex-Anlagen mit zusammen 20,6 MW. Die Inbetriebnahme ist zum Jahreswechsel 2026/27 vorgesehen. Zusammen verfügen die beiden Windparks damit über 45 MW Leistung und sollen rechnerisch Strom für rund 31.000 Drei-Personen-Haushalte pro Jahr erzeugen.

    Trotz des Verkaufs bleibt PNE über die Tochtergesellschaft energy consult GmbH mit den Projekten verbunden, die das Betriebsmanagement übernehmen wird. Die Transaktion reiht sich in mehrere Projektverkäufe des laufenden Jahres ein. Dazu gehören unter anderem der französische Windpark „Romescamps“ mit 10,8 MW, der deutsche Windpark „Bokel“ mit 25,2 MW sowie Wind- und Photovoltaikprojekte in Polen mit geplanten Leistungen von 72 MW beziehungsweise rund 40 MW.


    Fazit

    Strategic Resources erscheint alles andere als teuer bewertet. Der Druck in der Stahlindustrie zur Reduzierung von CO₂-Emissionen ist groß. Strategic Resources kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten. MP Materials erscheint auch auf dem aktuellen Kursniveau sehr teuer, auch wenn das Unternehmen für die USA von strategischer Bedeutung ist. Weniger wert als gedacht ist wohl auch PNE. Aufgrund der Unsicherheit rund um den geplanten Unternehmensverkauf ist die Aktie wohl nur etwas für Zocker.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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