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08.07.2026 | 04:30

Aktie vor VERVIELFACHUNG!? Rheinmetall, OHB, MustGrow im Analysten-Check!

  • Rüstung
  • Agrar
  • Raumfahrt
Bildquelle: KI

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

Ist das Fregatten-Desaster bei Rheinmetall nur halb so schlimm? Analysten senken zwar ihre Umsatzschätzungen, aber die Auswirkungen bleiben insgesamt überschaubar. Sie raten zum Kauf. Bei der Aktie von MustGrow sehen Analysten sogar Vervielfachungspotenzial. Mit seinen senfbasierten Produkten wollen die Kanadier die Landwirtschaft revolutionieren. Der Vertrieb ist angelaufen. Umsatz und Ergebnis sollen in den kommenden Jahren kräftig steigen. Eine Partnerschaft mit Bayer bietet Upside-Potenzial. Heute endet die Kapitalerhöhung bei OHB. Die Aktie der deutschen Weltraumhoffnung ist zuletzt deutlich unter die Räder gekommen. Analysten raten zum Kauf. Das Kurspotenzial ist allerdings überschaubar und die Bewertung alles andere als günstig.

Lesezeit: ca. 7 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , OHB SE O.N. | DE0005936124

Inhaltsverzeichnis:


    MustGrow: Eine Aktie mit Multi-Bagger-Potenzial

    MustGrow Biologics entwickelt sich zu einem vielversprechenden Akteur im Bereich der Agrarbiotechnologie. Die GBC AG hat erstmals einen Aktienanalysebericht veröffentlicht, in dem das Wachstumspotenzial des Unternehmens quantifiziert wird. Die Analysten nehmen die Berichterstattung mit einer „Kauf“-Empfehlung und einem Kursziel von 1,66 EUR auf, was ausgehend vom aktuellen Aktienkurs von rund 0,225 EUR ein Multi-Bagger-Aufwärtspotenzial impliziert.

    MustGrow verfolgt ein hybrides Geschäftsmodell, das die Vermarktung seiner firmeneigenen biologischen Pflanzenprodukte mit der Lizenzierung seiner auf Senf basierenden Technologien an führende Partner in der Agrarbranche kombiniert. Kurzfristig liegt der Fokus des Unternehmens auf TerraSante™, einem kommerziell zugelassenen Biofertilitätsprodukt, das nützliche Bodenmikroorganismen mit pflanzlichen Proteinen und Kohlenhydraten versorgen soll, um so die Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern und höhere Ernteerträge zu fördern. Die erste Vermarktung zielt auf hochwertige Kulturen wie Obst, Gemüse, Trauben, Baumnüsse und Kartoffeln in den Vereinigten Staaten ab. Langfristig stellt TerraMG™ eine zusätzliche Wachstumschance dar. Das vorregistrierte, aus Senf gewonnene Biokontrollprodukt wird als Bodenbehandlung vor der Aussaat zur Bekämpfung von bodenbürtigen Krankheiten und pflanzenparasitären Nematoden entwickelt, befindet sich jedoch noch in der Phase der behördlichen Zulassung und kommerziellen Entwicklung. International konzentriert sich die Wachstumsstrategie von TerraMG auf Partnerschaften mit führenden Agrarunternehmen. Mit Bayer wurde eine Kommerzialisierungs- und Lizenzvereinbarung für Europa, den Nahen Osten und Afrika geschlossen, die dem deutschen Unternehmen exklusive Vermarktungs- und Entwicklungsrechte einräumt, während MustGrow durch Vorabzahlungen, potenzielle Meilensteinzahlungen, Lizenzgebühren und mögliche Einnahmen aus der Produktlieferung partizipiert. Dies ermöglicht MustGrow den Eintritt in internationale Märkte, ohne eine eigene kapitalintensive Infrastruktur für Zulassungsverfahren und Vertrieb aufbauen zu müssen.

    Laut GBC Research wächst der Markt für biologische Lösungen in der Landwirtschaft dynamisch. Treibende Faktoren sind der regulatorische Druck auf chemische Produkte, die Ausweitung ökologischer und regenerativer Anbaumethoden sowie die Nachfrage nach nachhaltigeren Lösungen für Ertrag und Pflanzengesundheit. Branchenprognosen zufolge soll der weltweite Markt für Biodünger von 1,55 Mrd. USD im Jahr 2025 auf 5,33 Mrd. USD im Jahr 2035 wachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 13,1 % entspricht. Für Biopestizide und biologische Pflanzenschutzmittel wird im Zeitraum von 2025 bis 2033 ein Anstieg von 8,4 Mrd. USD auf 26,1 Mrd. USD erwartet, was einer jährlichen Wachstumsrate von 15,3 % entspricht. Besonders gefragt sind Lösungen, die Böden stärken, die Nährstoffeffizienz verbessern und Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Salzstress und Krankheiten machen. Nordamerika und Europa bleiben wichtige Absatzmärkte, während China und Indien im asiatisch-pazifischen Raum zunehmend an Bedeutung gewinnen.

    Die Analysten erwarten, dass MustGrow in diesem positiven Marktumfeld in den kommenden Jahren stark wachsen wird. Nach 4,50 Millionen CAD im Geschäftsjahr 2026 soll der Umsatz im Jahr 2027 auf 14,05 Millionen CAD steigen. Im Jahr 2028 werden dann voraussichtlich sogar 31,56 Millionen CAD erwirtschaftet. Als Treiber werden eine zunehmende Marktdurchdringung von TerraSante™, Folgeaufträge, eine wachsende Akzeptanz bei den Händlern und zusätzliche Anbauflächen erwartet. Die Analysten sehen besonders attraktive Absatzmärkte bei Erdbeeren in Kalifornien und bei Kartoffeln im pazifischen Nordwesten der USA. Parallel dazu dürfte sich die Bruttomarge von 23 % im Jahr 2026 auf 35 % im Jahr 2027 und 48 % im Jahr 2028 verbessern. Grund dafür sind der steigende Anteil an Eigenprodukten, bessere Produktionsbedingungen und zunehmende Skaleneffekte.

    Auch auf der Ertragsseite zeichnet sich laut GBC eine deutliche Verbesserung ab. Aufgrund von Anlaufkosten wird erwartet, dass das Ergebnis in den Jahren 2026 und 2027 negativ bleibt. Für 2028 wird dann ein EBITDA von 8,46 Mio. CAD und ein Ergebnis je Aktie von 0,11 CAD erwartet. Die Aktie notiert derzeit bei rund 0,40 CAD. Die erwartete operative Trendwende beruht vor allem auf TerraSante™, während TerraMG™ und die Partnerschaft mit Bayer zusätzliches langfristiges Potenzial eröffnen. Die Zusammenarbeit mit Bayer ist im Basisszenario der Analysten noch nicht berücksichtigt und bietet somit weiteres Aufwärtspotenzial.

    https://youtu.be/XFGCBf1w8mg?si=E1pvtix0buQcpoN7

    OHB: Aktie jetzt kaufen?

    Heute endet die Kapitalerhöhung bei OHB. Im Rahmen der Privatplatzierung sind dem Unternehmen bereits brutto etwa 482 Mio. EUR zugeflossen. Zudem hat Großaktionär KKR Kasse gemacht und rund 418 Mio. EUR erlöst. Mit dem Bezugsrechtsangebot für die bestehenden Minderheitsaktionäre endet dann morgen die gesamte Transaktion. Die Maßnahme hatte den Kurs zuletzt stark belastet. Mitte Mai notierte das Wertpapier der deutschen Weltraumhoffnung noch über 600 EUR. Dann folgte der Abverkauf bis unter 300 EUR. Bietet sich jetzt eine Chance zum Kauf?

    Die Analysten von NuWays haben zuletzt jedenfalls ihre Kaufempfehlung bestätigt. Das Kursziel wurde von 320 EUR auf 340 EUR angehoben. OHB sieht sich nach der Kapitalerhöhung und der Präsentation neuer Mittelfristziele laut Analysten gut aufgestellt, um vom wachsenden europäischen Raumfahrt- und Verteidigungsmarkt zu profitieren. Als unabhängiger deutscher Space Prime verfüge das Unternehmen über eine starke Position bei souveränitätsrelevanten Programmen wie militärischer Satellitenkommunikation, Weltraumüberwachung und weltraumgestützter Frühwarnung. Rückenwind komme von steigenden Budgets der ESA, der EU sowie nationaler Verteidigungsetats.

    Die Kapitalerhöhung soll OHB finanziell robuster machen und Mittel für Industrialisierung, Kapazitätsausbau sowie mögliche Zukäufe bereitstellen. Bruttoerlöse von rund 482 Mio. EUR seien bereits gesichert, bei vollständiger Platzierung könnten es bis zu 511 Mio. EUR werden. Gleichzeitig steigt der Streubesitz deutlich, was die Liquidität der Aktie und eine potenzielle Indexfähigkeit verbessern dürfte. Belastend wirken kurzfristig Transaktionskosten, die das EBIT 2026 laut Studie um rund 5 Mio. EUR mindern könnten. Kursfantasie sehen die Analysten in Rocket Factory Augsburg. Ein erfolgreicher Erstflug der Trägerrakete RFA ONE im Sommer 2026 könnte den Wert der Beteiligung sichtbarer machen.

    Für 2026 erwarten die Analysten einen Anstieg der Gesamtleistung auf 1,44 Mrd. EUR nach 1,25 Mrd. EUR im Jahr 2025. Bis 2028 soll sie auf 2,41 Mrd. EUR klettern. Das Wachstum soll insbesondere von der zunehmenden Umsetzung größerer Satelliten- und Verteidigungsprogramme getragen werden. Das bereinigte EBITDA soll von 159,1 Mio. EUR im Jahr 2026 auf 223,5 Mio. EUR 2027 und 307,7 Mio. EUR 2028 zulegen. Beim Ergebnis je Aktie rechnen die Analysten mit einem Anstieg von 3,20 EUR über 5,20 EUR auf 7,50 EUR. Damit liegt das KGV für 2027 bei sportlichen 57,7 und für 2028 immer noch bei 40. Die Prognosen unterstellen dabei, dass OHB die erwarteten Großaufträge gewinnt, die Projekte planmäßig hochfährt und Skaleneffekte zunehmend in bessere Margen übersetzt.

    Rheinmetall: Fregatten-Desaster nur halb so schlimm?

    Das endgültige Aus für das Fregattenprogramm F126 hat die Aktie von Rheinmetall zwischenzeitlich unter die Marke von 1.000 EUR gedrückt und für ein Beben in der gesamten deutschen Rüstungsindustrie gesorgt. Doch die Analysten von mwb Research geben Aktionären Hoffnung auf steigende Kurse. Die Tochtergesellschaft Naval Vessels Lürssen (NVL) war als möglicher Problemlöser für das Milliardenprogramm positioniert. Damit entfällt für Rheinmetall ein potenzieller Milliardenbeitrag zum geplanten Wachstum des Marinegeschäfts bis 2030.

    mwb reduziert daher die langfristige Umsatzannahme für das Naval-Segment von bislang 5 Mrd. EUR auf 3 Mrd. EUR. Auch die bislang in Aussicht gestellte EBIT-Marge von 15 % im Marinesegment wird kritisch gesehen. Wegen möglicher Unterauslastung der Werften und der Integration von NVL rechnen die Analysten eher mit einer Marge von 10 % bis 12 %. Risiken sehen sie zudem in einer möglichen Verschiebung der Verteidigungsausgaben hin zu Luftverteidigung, Drohnen und Präzisionsmunition, während klassische Systeme wie Panzer, Artillerie oder 155-mm-Munition an Dynamik verlieren könnten.

    Für den Gesamtkonzern bleibt mwb Research trotz der niedrigeren Erwartungen für das Marinegeschäft grundsätzlich positiv. Der F126-Ausfall sei für die Ziele bis 2030 relevant, mache die übergeordnete Aufrüstungsstory aber nicht hinfällig, da das Marinesegment weniger als 10 % des Konzernumsatzes ausmache.

    Für 2026 erwartet mwb Research einen Umsatzanstieg von 9,94 Mrd. EUR auf 14,08 Mrd. EUR. Im kommenden Jahr sollen es dann 19,15 Mrd. EUR sein. Für 2028 wird Rheinmetall dann ein Umsatzwachstum auf 24,60 Mrd. EUR zugetraut. Das EBITDA soll von 3,13 Mrd. EUR im Jahr 2026 über 4,37 Mrd. EUR 2027 auf 6,03 Mrd. EUR 2028 klettern. Beim Ergebnis je Aktie rechnen die Analysten mit einem Anstieg von 34,31 EUR in 2026 auf 49,32 EUR und in 2028 schließlich 66,86 EUR. Die Prognosen spiegeln weiterhin ein starkes Wachstum im Kerngeschäft mit Verteidigungsgütern wider, auch wenn die Beiträge aus dem Marinebereich nun vorsichtiger angesetzt werden.

    Das Kursziel wird von 1.450 EUR auf 1.400 EUR reduziert. Die Kaufempfehlung bleibt bestehen. Den scharfen Kursrückgang halten die Analysten angesichts des begrenzten Anteils des betroffenen Segments für überzogen. Entscheidend werde nun sein, wie transparent Rheinmetall die neue Planung für das Marinegeschäft kommuniziert.


    Fazit

    Die finanziellen Auswirkungen des Fregatten-Desasters scheinen bei Rheinmetall überschaubar zu sein. Allerdings darf der Imageschaden nicht außer Acht gelassen werden. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment im europäischen Rüstungssektor. Der Sektor selbst steht derzeit allerdings nicht im Anlegerfokus. MustGrow ist eine interessante Wachstumsstory. Kann das Wachstum wie geplant umgesetzt werden, dürfte die Aktie bald anspringen. Zumal die Kooperation mit Bayer Upside-Potenzial bietet. OHB wurde vom SpaceX-Hype angetrieben. Dieser ist inzwischen vorbei. Mit Blick auf die Gewinnentwicklung in den kommenden Jahren ist die Aktie kein Schnäppchen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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