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25.05.2026 | 05:30

D-Wave-Aktie explodiert! Wann American Atomics? Siemens Energy bald über 200 EUR?

  • Energie
  • Uran
  • Quantencomputing
Bildquelle: KI

So schnell kann es manchmal gehen. Es sah so aus, als würden die Quanten-Aktien im Schatten den KI-Hypes stehen. Am Donnerstag ist dann der Knoten geplatzt. Beispielsweise ist D-Wave innerhalb von zwei Handelstagen um 36 % explodiert. Damit scheint die Konsolidierung beendet zu sein. Eine explosive Aufwärtsbewegung ist eigentlich auch im Uran-Sektor überfällig. Weltweit wird in neue Atomkraftwerke investiert. Das US-Energieministerium will beispielsweise die heimische Uranproduktion bis 2033 von derzeit rund 2 Mio. auf 20 Mio. Pfund jährlich steigern. Davon müsste American Atomics profitieren. Der Gründer zeigt in einem Interview die Chancen der Branche auf. Das Unternehmen verfügt über spannende Projekte in den USA. Der KI-Boom in den USA ist auch der Treiber für Siemens Energy. Analysten haben ihr Kursziel weiter nach oben geschraubt und sehen kein Ende des Booms.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099 , AMERICAN ATOMICS INC | CA0240301089 | CSE: NUKE , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

Inhaltsverzeichnis:


    American Atomics: Wann explodiert die Aktie?

    Nicht immer ist die Börse rational. Dies lässt sich derzeit sehr gut am Uranmarkt verdeutlichen. Während der KI-Energie-Boom zu einer Renaissance der Atomkraft führt, stehen Uranaktien eher im Abseits. Ergibt sich hier eine riesige Chance für Anleger? Denn allein in den USA wird der Uranbedarf eher steigen als sinken und schon jetzt ist das Land ganz überwiegend auf Importe angewiesen. So lag beispielsweise im Jahr 2024 die Importquote für Yellowcake (Uranoxid) bei rund 81 %.

    American Atomics will dazu beitragen, dass sich dies ändert. Im Gespräch mit Lyndsay Malchuk vom IIF erklärte Unternehmensgründer Conor Lynch, dass geopolitische Spannungen und Störungen wichtiger Handelsrouten wie der Straße von Hormus die Verwundbarkeit der weltweiten Energieversorgung offengelegt haben. Nicht nur die USA, sondern auch Länder wie Japan, Frankreich oder China setzen stark auf Kernenergie. Nach Einschätzung von Lynch könnte dies die weltweite Nachfrage nach Uran in den kommenden Jahren deutlich antreiben.

    Besonders optimistisch zeigt sich American Atomics mit Blick auf die Entwicklung des US-amerikanischen Uranmarktes. Das US-Energieministerium strebe an, die heimische Uranproduktion bis 2033 von derzeit rund 2 Mio. auf 20 Mio. Pfund jährlich zu steigern. Selbst dieses Ziel würde laut Lynch den Bedarf der Vereinigten Staaten noch nicht vollständig decken. Dadurch entstünden große Chancen für neue Produzenten und Explorationsunternehmen. American Atomics sieht sich dabei als potenziell wichtiger Bestandteil einer künftigen nationalen Uranversorgung.

    Im Mittelpunkt der Strategie steht das sogenannte Big-Indian-Projekt in Utah. Das Management verweist auf historische geologische Daten und frühere Bohrungen, die auf umfangreiche Uranvorkommen hindeuten könnten. Nach Einschätzung des Unternehmens könnte sich dort ein sogenanntes „Mirror Deposit“ befinden, das in seiner Größenordnung an historische Förderstätten der Region heranreichen könnte. Erste Bohrprogramme sollen noch in diesem Jahr starten. Sollten sich die Erwartungen bestätigen, könnte Big Indian zu den größten unerschlossenen Uranlagerstätten der Vereinigten Staaten zählen.

    Ein weiterer Grund für steigende Kurse bei American Atomics ist die jüngste Übernahme. Im April wurde die vollständige Übernahme eines Uranprojekts im US-Bundesstaat Colorado gemeldet. Das Unternehmen hat die zweite Optionsvereinbarung erfolgreich ausgeübt und hält nun 100 % an der Projektgesellschaft NUV2C, LLC. Die Transaktion unterstreicht die ambitionierten Wachstumspläne des Unternehmens im US-Uransektor. CEO David Mitchell bezeichnete den Erwerb als strategisch wichtigen Schritt, der gemeinsam mit dem Big-Indian-Projekt die Grundlage für weiteres Wachstum schaffen soll. Insgesamt positioniert sich American Atomics mit seinen aussichtsreichen Uranprojekten zunehmend als potenzieller Profiteur der anlaufenden Renaissance der Kernenergie in Nordamerika.

    https://youtu.be/hV9aODV4TbU?si=_PxhJH_dmcR7FH_R

    Siemens Energy: Bald über 200 EUR?

    Bei Energie-Aktien, die von dem KI-Boom profitieren, darf Siemens Energy natürlich nicht fehlen. Im laufenden Jahr hat die Aktie bereits wieder über 40 % zulegen können. Der aktuelle Kurs von rund 175 EUR liegt über 2.300 % über dem Niveau vom Oktober 2023. Damals galt das Unternehmen als Pleitekandidat. Heute sorgen die Gasturbinen der Münchner dafür, dass den KI-Rechenzentren in den USA nicht der Saft ausgeht.

    Und Analysten erwarten weiter steigende Kurse. Die Kursziele liegen zwar nicht massiv über dem aktuellen Niveau, aber dies hat bei Siemens Energy Tradition. Vergangene Woche hat Jefferies das Kursziel für die Aktie von Siemens Energy von 164 EUR auf 215 EUR nach oben geschraubt. Die Analysten lobten die Fortschritte bei der seit Jahren schwächelnden Windtochter Gamesa. Zudem ziehe das Unternehmen mehr Aufträge an Land als erwartet. Daher empfehlen die Experten die Aktie weiterhin zum Kauf.

    Zudem hat Siemens Energy vergangene Woche gemeldet, dass man die langfristige Liefervereinbarung mit der österreichischen ASTA Gruppe vorzeitig bis Ende 2032 verlängert hat. Im Rahmen der Partnerschaft wird ASTA weiterhin sämtliche europäischen Transformatorenwerke von Siemens Energy mit sogenannten Continuous Transposed Conductors (CTCs) sowie weiteren Kupferkomponenten für Hochspannungsanwendungen beliefern. Beide Unternehmen betonten die Bedeutung der Kooperation für Planungssicherheit, Versorgungssicherheit und den Ausbau der Energieinfrastruktur.

    Die Zusammenarbeit umfasst zudem Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten. ASTA errichtet derzeit einen neuen Standort in Bosnien und Herzegowina mit einer Fläche von mehr als 40.000 Quadratmetern, um die steigende Nachfrage der europäischen Transformatorenindustrie zu bedienen. Die Kupferkomponenten von ASTA werden laut Unternehmen in verschiedenen internationalen Energieinfrastrukturprojekten eingesetzt, darunter HVDC-Offshore-Netzanschlüsse und Phasenschieberanlagen in Europa und Nordamerika. Ergänzend zur operativen Partnerschaft hatte sich Siemens Energy bereits Anfang des Jahres als Ankerinvestor am Börsengang der ASTA Gruppe beteiligt.

    D-Wave: Aktie explodiert

    So schnell kann es manchmal gehen. Es sah so aus, als würden die Quanten-Aktien im Schatten des KI-Hypes stehen. Doch seit Donnerstag ist dies vorbei. Denn da meldete das US-Handelsministerium die Absicht, der Quanten-Branche mit 2 Mrd. USD unter die Arme zu greifen. Grund sei unter anderem, dass Quantencomputing weitreichende Auswirkungen auf die nationale Verteidigung habe.

    Passend dazu meldete D-Wave Quantum, dass man im Rahmen des US-amerikanischen CHIPS and Science Act eine Absichtserklärung über eine mögliche Förderung in Höhe von 100 Mio. USD unterzeichnet hat. Die Förderung soll vom US-Handelsministerium bereitgestellt werden. Im Gegenzug würde D-Wave Aktien im entsprechenden Gegenwert an das Ministerium ausgeben. Die finale Auszahlung steht noch unter dem Vorbehalt verbindlicher Vertragsdokumente. Mit den Mitteln will D-Wave die Entwicklung und Skalierung seiner Quantencomputer-Technologien beschleunigen. Geplant sind Investitionen in die Forschung und Produktion an Standorten in Florida, Connecticut und Kanada. Das Unternehmen arbeitet sowohl an Annealing- als auch an Gate-Model-Quantencomputern und strebt unter anderem die Entwicklung eines 100.000-Qubit-Annealing-Systems sowie eines Gate-Model-Systems mit 10.000 physischen Qubits an.

    Die Meldung reichte aus, dass die D-Wave-Aktie innerhalb von zwei Handelstagen von 19 USD auf 26 USD explodiert ist. Dies ist das höchste Kursniveau seit Januar 2026. Damit scheint die Konsolidierung beendet zu sein.


    Fazit

    Siemens Energy bleibt das deutsche Basisinvestment im KI-Energie-Boom. Allerdings darf man sich keinen operativen Fehltritt leisten. Warum Uran von der Börse derzeit kaum beachtet wird, ist unverständlich. Doch eigentlich kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis Aktien wie American Atomics explodieren. Wie schnell es manchmal gehen kann, hat D-Wave in der vergangenen Woche gezeigt.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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