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04.09.2026 | 05:30

Alarm bei DroneShield! Delivery Hero ausgebremst! Goldrally abgesagt? Desert Gold vor Kursexplosion?

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Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Alarm bei DroneShield! Während Drohnen und deren Abwehr die Schlagzeilen beherrschen, gehört die Aktie zu den Enttäuschungen 2026. Im laufenden Jahr hat das Wertpapier fast 50 % an Wert verloren und der Abwärtstrend nimmt kein Ende. Zuletzt wurden Halbjahreszahlen veröffentlicht. Leider steigt nicht nur der Umsatz, sondern auch der Verlust. Trotzdem kaufen? Bei Gold und Goldminenaktien raten Experten zum Einstieg. Die Rally sei nicht vorbei, sondern mache eine gesunde Pause. Schon länger seitwärts läuft die Aktie von Desert Gold. Doch dies sollte bald vorbei sein. Anleger warten auf die Lieferung der Schwerkraftanlage, um mit der Goldproduktion starten zu können. Analysten erwarten eine Vervielfachung der Aktie. Mehr als verdoppelt hat sich zuletzt die Aktie von Delivery Hero. Dies lag weniger an einer starken operativen Entwicklung, sondern an dem Übernahmeangebot von Uber. Muss der Kaufpreis nach starken Zahlen vielleicht erhöht werden?

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , DELIVERY HERO SE NA O.N. | DE000A2E4K43

Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold: Analystenbewertung 244,8 Mio. USD und Marktkapitalisierung 40 Mio. CAD.

    Der Goldpreis rutschte am Mittwoch kurzzeitig unter 4.400 USD je Feinunze. Ist damit das Comeback des Edelmetalls schon wieder vorbei? Goldexperte Markus Bußler wertet die aktuelle Korrektur bei Gold, Silber und Minenaktien als gesund und erwartet. Nach der starken Rally sei eine Verschnaufpause nötig gewesen. Die Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh und die dadurch wieder aufgeflammte Diskussion über mögliche Zinserhöhungen hätten lediglich den Auslöser geliefert. Aus charttechnischer Sicht sieht Bußler bislang keine Anzeichen für einen nachhaltigen Trendbruch und hält tiefere Tiefs für eher unwahrscheinlich. Beim Gold nennt er den Bereich um 4.300 USD als mögliches Korrekturziel. Bei Silber seien 60 bis 63 USD interessant. Anlegern, die die Sommertiefs verpasst haben, rät er, die aktuelle Schwächephase zum Einstieg oder zum Ausbau von Positionen zu nutzen.

    Auch bei den Minen sieht Bußler bislang keinen Grund zur Sorge. Die jüngsten Rücksetzer seien nach den zuvor starken Kursanstiegen normal und würden Kaufgelegenheiten eröffnen. Er rechnet zudem damit, dass die Nachrichtenlage nach dem Labour Day wieder anzieht, wenn in Nordamerika traditionell Übernahmen, Finanzierungen und Unternehmensmeldungen zunehmen.

    Als Hebel auf den Goldpreis gelten bekanntermaßen Exploreraktien. Die spannendste Phase eines Explorers ist wahrscheinlich der Schritt zum Produzenten. Denn dann kann das weitere Wachstum durch den eigenen Cashflow finanziert werden. Große Kapitalerhöhungen, die bestehende Aktionäre verwässern und den Aktienkurs immer wieder unter Druck setzen, sind dann nicht mehr nötig. Genau diesen Schritt macht derzeit Desert Gold.

    Daher traut GBC Research der Aktie von Desert Gold eine Kursvervielfachung auf 0,93 CAD zu. Der Kurs läuft seit Monaten seitwärts und liegt derzeit bei 0,11 CAD. Anleger warten auf die Nachricht, dass die Schwerkraftanlage geliefert wurde. Dann kann die Goldproduktion auf dem SMSZ-Projekt mit einer aktuellen Ressource von rund 1,2 Mio. Unzen Gold im Westen von Mali starten. Der Start soll mit einer vergleichsweise kompakten Produktion im Bereich Barani East beginnen. Damit kann Desert Gold den Schritt vom reinen Explorer in Richtung Produzent vollziehen, ohne sofort hohe Summen in eine große Mine investieren zu müssen. Außerdem kann die Produktion wichtige operative Erfahrungen liefern und Cashflows generieren, die für weitere Bohrungen und die Erweiterung der Ressourcen genutzt werden können. GBC hält bis Jahresende einen Durchsatz von rund 1.200 Tonnen pro Tag für möglich und kalkuliert für 2027 bei Produktionskosten von etwa 1.110 USD je Unze sowie einem Goldpreis von 2.850 USD mit rund 33 Mio. USD Umsatz und mehr als 20 Mio. USD EBITDA. Wie gesagt, handelt es sich dabei nur um einen kleinen Teil des SMSZ-Projekts und auf der anderen Seite bringt Desert Gold derzeit nur rund 40 Mio. CAD auf die Börsenwaage.

    Ein laufendes Reverse-Circulation-Bohrprogramm über rund 4.250 Meter soll fünf priorisierte Zielgebiete untersuchen und insbesondere die Mineralisierung rund um Barani East weiter abgrenzen. Die bestehende Ressource von rund 1,2 Mio. Unzen Gold sollte daher nach Ansicht des Managements nur ein Zwischenstand sein. Zudem baut sich Desert Gold ein zweites Standbein auf. Mit dem Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste verfügt das Unternehmen über rund 297 km² Explorationsfläche mit historischen Goldfunden und mehreren bislang kaum untersuchten Goldanomalien. Insgesamt sehen die Analysten die Sum-of-the-Parts-Bewertung von Desert Gold bei 244,8 Mio. USD.

    DroneShield: Enttäuschung des Jahres

    Die Börse gibt manchmal Rätsel auf. Während Drohnen und deren Abwehr die Schlagzeilen beherrschen, gehört die Aktie von DroneShield zu den Enttäuschungen 2026. Im laufenden Jahr hat das Wertpapier fast 50 % an Wert verloren. Derzeit notiert die Aktie des australischen Spezialisten für Drohnenabwehr bei 1,03 EUR und bringt 1,54 Mrd. AUD auf die Börsenwaage. Das 52-Wochen-Hoch lag im Oktober bei 3,78 EUR. Der zuletzt veröffentlichte Halbjahresbericht hat keine positiven Impulse gebracht.

    DroneShield hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 74 % auf 125,8 Mio. AUD gesteigert. Besonders dynamisch entwickelte sich das wiederkehrende Geschäft mit einem Wachstum von 229 % auf 11,5 Mio. AUD. Treiber waren mehr softwarefähige Systeme im Feld – inzwischen über 4.000 Einheiten – sowie ein stärkerer Fokus auf langfristige Software-, Service- und Upgrade-Erlöse. Regional meldete das Unternehmen vor allem in Europa, Großbritannien und den USA wiederkehrende und größere Bestellungen von Militär- und Regierungskunden.

    Das starke Wachstum ging allerdings zulasten der Profitabilität. Die Bruttomarge sank von 65,3 % auf 60,0 %, unter anderem wegen eines veränderten Produktmixes, Währungseffekten sowie Abschreibungen auf Rohmaterialien im Zusammenhang mit dem Umzug in die neue Produktionsstätte und der Einführung eines neuen ERP-Systems. Gleichzeitig erhöhte DroneShield die Mitarbeiterzahl deutlich von 363 auf 535 und investierte kräftig in Forschung, Entwicklung, Produktion und Verwaltung. Dadurch fiel ein bereinigter EBITDA-Verlust von 12,4 Mio. AUD an, nach einem Gewinn von 8,0 Mio. AUD im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich stand ein Verlust von 32,2 Mio. AUD. Leisten kann sich DroneShield den Verlust. Die liquiden Mittel und Termingelder beliefen sich Ende Juni dennoch auf solide 180 Mio. AUD.

    Für das Gesamtjahr bleibt der Ausblick positiv. Die Umsatzprognose für 2026 von 250 bis 270 Mio. AUD wurde bestätigt. Zum 21. August 2026 verfügte DroneShield über bereits fest zugesagte Umsätze von 240 Mio. AUD. Für 2027 und die Folgejahre liegen weitere zugesagte Umsätze von 43 Mio. AUD vor. Im zweiten Halbjahr will DroneShield die Bruttomarge verbessern, erste RfRecon-Systeme ausliefern und den Anteil wiederkehrender Software- und Serviceumsätze weiter erhöhen.

    Delivery Hero: Übernahmeangebot zu niedrig?

    Ein Comeback hat die Aktie von Delivery Hero im Mai gefeiert. Die Aktie explodierte von 20 EUR auf 40 EUR. Grund war allerdings nicht eine operative Entwicklung, sondern ein Übernahmeangebot. Uber will den Essenslieferanten übernehmen und bietet 41,50 EUR je Aktie. Das Management von Delivery Hero hat das Angebot gestern als "fair" bezeichnet und der Großaktionär Prosus hat seine Anteile zugesagt. Doch wenn man sich die jüngsten Zahlen ansieht, wäre eine Preisanhebung möglich.

    Delivery Hero hat im zweiten Quartal 2026 deutlich an Dynamik gewonnen und die Markterwartungen übertroffen. Das Bruttowarenvolumen (GMV) stieg auf vergleichbarer Basis um 11,3 % auf 13,2 Mrd. EUR und lag damit 3,4 % über dem Konsens. Der Umsatz legte um 17,7 % auf 4,0 Mrd. EUR zu. Besonders stark entwickelten sich die Americas mit einem GMV-Wachstum von 29,1 % sowie die Integrated Verticals mit 32,3 %. Auch Asien setzte seine Erholung fort. Das GMV-Wachstum beschleunigte sich im dritten Quartal in Folge auf 6,4 %.

    Aus Sicht von mwb research entwickeln sich bei Delivery Hero Profitabilität und Cashflow positiv. Das bereinigte EBITDA erreichte im ersten Halbjahr 427 Mio. EUR und lag damit rund 8 % über den Erwartungen der Analysten. Stark entwickelte sich der Free Cashflow vor Sondereffekten. Er stieg von minus 8 Mio. EUR im Vorjahr auf 348 Mio. EUR. Delivery Hero profitierte dabei insbesondere von Verbesserungen beim Working Capital und niedrigeren Investitionen.

    Aufgrund der starken Entwicklung hat Delivery Hero die Prognose für 2026 angehoben. Erwartet werden nun ein GMV-Wachstum von 9 % bis 11 %, ein Umsatzplus von 17 % bis 19 % sowie ein bereinigtes EBITDA von 960 Mio. bis 1,0 Mrd. EUR. Der Free Cashflow vor Sondereffekten soll mehr als 250 Mio. EUR erreichen.

    Aufgrund der operativen Verbesserungen wäre eine Kaufempfehlung plausibel. mwb bleibt allerdings bei „Sell“ und einem Kursziel von 41,50 EUR. Ausschlaggebend ist das Übernahmeangebot von Uber zu 41,50 EUR je Aktie. Solange es nicht angehoben wird, gibt es keinen Grund für einen steigenden Kurs.


    Fazit

    Bei Desert Gold deutet vieles auf einen Ausbruch aus dem Seitwärtstrend hin. Wird die Schwerkraftanlage geliefert, könnte auf eine Kursexplosion spekuliert werden. DroneShield hat derzeit einfach kein Momentum. Es braucht wahrscheinlich einen Großauftrag, um Aktionäre wieder zu begeistern. Delivery Hero hat die guten Zahlen wohl zu spät geliefert. Eine Kaufpreiserhöhung erscheint unwahrscheinlich.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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