02.10.2026 | 04:30
BioNTech mit Armutszeugnis oder Befreiungsschlag? Micron, Volatus Aerospace überzeugen mit positiven Newsflow!
Antizyklische Anleger aufgepasst! Bei Volatus Aerospace könnte sich derzeit eine spannende Chance ergeben. Drohnenaktien tun sich an der Börse weiterhin schwer. An den nachhaltig positiven Zukunftsperspektiven der Branche im militärischen wie im zivilen Bereich dürfte es allerdings keine Zweifel geben. Während auch die Volatus-Aktie derzeit konsolidiert, hält der positive Newsflow mit neuen Aufträgen und technologischen Fortschritten an. Starke News hat auch Micron Technology gebracht. Die Rekordzahlen für 2026 haben die Schätzungen übertroffen. Der Ausblick ist ebenfalls positiv. Kann damit die Skepsis der Anleger, was die Nachhaltigkeit von Wachstum und Margen angeht, ausgeräumt werden? Armutszeugnis oder Befreiungsschlag? Diese Frage stellt sich bei BioNTech mit Blick auf die endgültige Schließung von drei Standorten. Das Medienecho ist eher kritisch. Es gibt jedoch auch positive Kommentare.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF , MICRON TECHN. INC. DL-_10 | US5951121038 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Volatus Aerospace: Antizyklische Kaufchancen!?
Drohnenaktien tun sich an der Börse derzeit weiterhin schwer. An den nachhaltig positiven Zukunftsperspektiven der Branche dürften sich jedoch keine Zweifel ergeben. Der Einsatz unbemannter Systeme im militärischen wie im zivilen Bereich steht immer noch erst am Anfang. Damit könnten sich antizyklische Kaufchancen ergeben. Ein Beispiel ist Volatus Aerospace. Während die Aktie derzeit konsolidiert, hält der positive Newsflow mit neuen Aufträgen und technologischen Fortschritten an.
Zuletzt hat Volatus einen wichtigen Entwicklungsschritt bei seiner Autonomieplattform V-Cortex erreicht. Bei ersten Flugtests konnte eine Drohne auch ohne GNSS-Signal und ohne zusätzliche externe Sensoren navigieren und stabil fliegen. Dabei griff das System ausschließlich auf die serienmäßig an Bord vorhandene Sensorik zurück. Die Technologie soll damit insbesondere für Einsätze in Umgebungen geeignet sein, in denen GPS gestört, blockiert oder nicht verfügbar ist. Dies ist nicht nur in militärischen Konfliktzonen wichtig, sondern beispielsweise auch in dicht bebauten Städten oder abgelegenen Regionen wie der Arktis oder Grönland.
Volatus hat V-Cortex als plattformunabhängige, modulare Autonomiesoftware für unterschiedliche unbemannte Systeme konzipiert. Dies soll eine schnelle Integration in unterschiedlichste Fluggeräte und Missionsfunktionen ermöglichen. Die vollständig in Kanada entwickelte Plattform kombiniert Flugsteuerung mit KI-basierten Autonomiefunktionen und wird unter anderem durch das kanadische NRC-IRAP-Programm unterstützt. Weitere Flugtests und Demonstrationen sind im Verlauf des Jahres 2026 vorgesehen, bevor V-Cortex schrittweise in operative Anwendungen überführt werden soll.
Als weiteren operativen Erfolg meldete Volatus Aerospace im September einen Fünfjahresvertrag mit der kanadischen Regierung zur Lieferung taktischer ISR-Drohnensysteme an die kanadischen Streitkräfte. Die Erstbestellung umfasst 100 Systeme. Die Auslieferung soll bereits im laufenden Quartal beginnen. Zusätzlich kann Kanada nach eigenem Ermessen bis zu 4.900 weitere Einheiten abrufen. Damit eröffnet sich ein Beschaffungspfad für insgesamt bis zu 5.000 Systeme. Der staatliche Rahmen sieht einen Höchstpreis von 5.000 CAD je System und ein maximales Beschaffungsvolumen von 25 Mio. CAD vor. Zur Einordnung: Volatus hat im Jahr 2025 insgesamt 34,2 Mio. CAD umgesetzt.
Hinweis: Volatus präsentiert am 7. Oktober 2026 auf der virtuellen Investorenkonferenz IIF: Zur kostenlosen Anmeldung.
Neben den Drohnen selbst soll Volatus unter anderem Nutzlasten, Bodenstationen, Datenverbindungen, Schulungen, Ersatzteile sowie Software-Support bereitstellen. Strategisch wichtig ist zudem, dass Volatus für alle fünf Bereiche der kanadischen Defence Drone Initiative qualifiziert ist und damit auch bei künftigen Ausschreibungen zu unbemannten Systemen, Kommunikation, Integration, Tests und Training antreten kann.
https://youtu.be/F4ajDCojMRo?si=XNXoEHVhjc9cyVRW
BioNTech: Armutszeugnis oder Befreiungsschlag?
Ist die angekündigte Schließung der BioNTech-Standorte in Marburg, Idar-Oberstein und Tübingen ein Armutszeugnis oder ein Befreiungsschlag? Das Medienecho ist überwiegend kritisch. Die "WirtschaftsWoche" spricht von einem Rückschlag für den Standort Deutschland. Neben den rund 1.800 Arbeitsplätzen könnten womöglich auch wichtiges mRNA-Know-how und strategisch relevante Produktionskapazitäten verloren gehen. Gleichzeitig wird hinterfragt, ob BioNTech die Milliarden aus dem Corona-Boom schneller in neue kommerziell erfolgreiche Produkte hätte überführen können.
Auch das "Handelsblatt" sieht die Entwicklung skeptisch. Besonders die Schließung des Standorts Tübingen sorgt für Kritik, da BioNTech CureVac erst 2025 übernommen hatte. CureVac-Gründer Ingmar Hoerr kritisiert den Schritt und verweist auf die zuvor geflossenen staatlichen Fördermittel. Der Betriebsrat in Idar-Oberstein spricht von einem Vertrauensverlust und bemängelt die aus seiner Sicht unzureichende Suche nach Alternativen.
Eine deutlich positivere Perspektive nimmt die "ZEIT" ein. Sie hebt hervor, dass BioNTech mit dem Rückbau seine Kostenbasis deutlich senken will. Ab 2029 sollen jährlich rund 500 Mio. EUR eingespart werden. Diese Mittel sollen in Forschung, Entwicklung und die Markteinführung neuer Krebsmedikamente fließen. Die Standortschließungen wären damit Teil einer konsequenten strategischen Neuausrichtung weg vom Corona-Geschäft und hin zur Onkologie.
An der Börse sorgte die Meldung bislang für keine spürbare Reaktion. Die BioNTech-Aktie läuft seit vier Wochen seitwärts und notiert bei rund 86 EUR. Auch Kaufempfehlungen wurden zuletzt von Anlegern ignoriert. Jefferies, Berenberg und UBS haben zuletzt zum Einstieg geraten. Die Kursziele reichen von 135 USD bis 140 USD.
Micron: Einfach stark
Die Rally der Micron-Aktie ist zuletzt ins Stocken geraten. Nach den kräftigen Kursgewinnen bis Juni zweifeln Anleger zunehmend daran, ob das außergewöhnlich starke Wachstum bei Umsatz, Gewinn und Margen dauerhaft durchzuhalten ist. Mit den aktuellen Zahlen und dem Ausblick will der Speicherchiphersteller die Skepsis entkräften.
Micron Technology hat das Geschäftsjahr 2026 mit Rekordzahlen abgeschlossen und die hohen Erwartungen der Wall Street nochmals übertroffen. Im vierten Quartal sprang der Umsatz auf 54,23 Mrd. USD nach 11,32 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 33,42 USD. Im Gesamtjahr 2026 stieg der Umsatz von Micron von 37,38 Mrd. USD auf 133,19 Mrd. USD, während sich der Nettogewinn von 8,54 Mrd. USD auf 84,97 Mrd. USD nahezu verzehnfachte. Wachstumstreiber war das Geschäft mit Rechenzentren und Cloud-Anwendungen, das vom anhaltenden Ausbau der KI-Infrastruktur profitiert. Auch der Ausblick überzeugte. Für das erste Quartal 2027 erwartet Micron einen Umsatz von 61,5 Mrd. USD sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 38,15 USD. Damit liegt die Prognose deutlich über den bisherigen Markterwartungen.
Entsprechend positiv fallen die ersten Analystenreaktionen aus. Cantor Fitzgerald verweist insbesondere auf die weiterhin niedrige Bewertung und hält die Aktie angesichts der von ihm erwarteten Gewinne für günstig. Raymond James sieht in den anhaltenden Lieferengpässen bei Speicherchips ein positives Signal. Damit könnte sich der traditionell stark zyklische Speichermarkt strukturell stabilisieren. Nach Berechnungen von D.A. Davidson summieren sich die noch nicht realisierten vertraglichen Verpflichtungen inzwischen auf mindestens 150 Mrd. USD.
Ganz ohne Fragezeichen kommen die Zahlen allerdings nicht aus. Die Deutsche Bank hält zwar an der Kaufempfehlung und einem Kursziel von 1.550 USD fest, verweist aber auf Kostenbelastungen und eine etwas schwächere Margendynamik. Zudem bleibt die zentrale Frage, wie nachhaltig das derzeit außergewöhnlich hohe Preis- und Margenniveau bei DRAM- und NAND-Speichern ist.
Fazit
Volatus Aerospace überzeugt durch die klare Fokussierung auf den militärischen und zivilen Drohnenmarkt. Dessen langfristige Chancen sind unbestritten. Der positive Newsflow setzt sich fort. Die Zahlen bei Micron sind einfach stark. Es wird sich zeigen, ob sich die Skeptiker davon überzeugen lassen und die Aktie wieder durchstartet. BioNTech stand zuletzt klar im Schatten von Wettbewerber Moderna. Dies kann sich wohl nur durch überzeugende Forschungsergebnisse ändern.
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