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18.01.2023 | 06:00

E-Autos? Hier kommt das nächste große Ding! Mercedes-Benz, Almonty Industries, Varta

  • Wolfram
  • Batterietechnologie
  • E-Auto
Bildquelle: pixabay.com

Mit dem E-Auto in den Urlaub? Für Traditionalisten ein Unding – schließlich gilt es möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Eine neue Technologie will Akkus jetzt in 5 Minuten auf über 90% laden. Einmal Austreten und ein Snickers kaufen dauert länger! Ist das für Akkus der Zukunft der Durchbruch? Wir erklären Hintergründe, denken um die Ecke und spüren Aktien auf, die profitieren können!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

Inhaltsverzeichnis:


    Mercedes-Benz: Batterien brauchen Innovationen

    Dass es sich lohnt, die Anode ins Visier von Innovationen zu nehmen, zeigt der Prototyp Mercedes EQXX. Das 1-Liter-E-Auto der nächsten Generation soll 1.000 km mit nur einer Akkuladung fahren können. Statt wie bisher Graphit, soll dazu in der Anode Silizium zum Einsatz kommen. Weitere Vorteile: Der Akku schafft je Gewichtseinheit mehr Leistung und wiegt nur rund 495kg. Sind es bei gängigen Modellen von Mercedes-Benz rund 160 Wh/kg, steigt die Leistung beim EQXX auf rund 210 Wh/kg. Hinzu kommt, dass das genutzte Silizium noch mehr Lithium-Ionen speichern kann, als bei bisherigen Graphit-Lösungen.

    Doch Silizium ist nicht das Ende der Akku-Entwicklung. Ein neuer Ansatz nimmt vor allem die Ladegeschwindigkeit ins Visier. Das britische Unternehmen Nyobolt setzt auf Wolfram , genauer genommen Niobwolframoxid. Auf diese Weise sollen E-Autos rund zehnmal schnell geladen werden können. Nyobolt geht davon aus, einen binnen fünf Minuten um 90 Prozentpunkte laden zu können. Die Innovation aus Großbritannien zeigt, dass der Markt für Batterietechnologie im Fluss ist. Was heute noch angesagt ist, kann schon morgen nicht mehr gefragt sein. Auch Kombinationen aus verschiedenen Akkus oder Technologien sind perspektivisch denkbar – etwa um eine hohe Leistungsdichte und Komfort beim Laden zugleich zu ermöglichen. Unternehmen wie Mercedes-Benz haben längst erkannt, dass der Schlüssel zu zufriedenen Kunden in moderner Technologie liegt. Die Aktie hat im vergangenen Monat ordentlich zugelegt, könnte aber kurzfristig wieder stärker unter Druck kommen.

    Almonty: Wolfram als das nächste große Ding?

    Ordentlich Luft nach oben scheint auf den ersten Blick dagegen die Aktie von Almonty Industries zu haben. Das kanadische Unternehmen gehört zu den wenigen börsennotierten Wolfram-Produzenten. Aktuell fördert man etwa in Portugal und hält so oftmals über Generationen weitergegebenes Wissen aufrecht. Die Förderung von Wolfram gilt als besonders herausfordernd. Viel bedeutsamer für den Kurs von Almonty ist allerdings die Entwicklung der Ssangdong-Mine in Südkorea. Dieses Projekt steht kurz vor dem Abschluss – die Mine ist im Bau und nach und nach trudeln Genehmigungen ein. Kapitalgeber der Mine ist unter anderem die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). In den kommenden Monaten soll das Projekt Fahrt aufnehmen und dem Weltmarkt letztlich rund 30% des außerhalb Chinas produzierten Wolframs zur Verfügung stellen. Neben der KfW ist auch die österreichische Plansee-Gruppe involviert und hat eine Abnahmevereinbarung unterzeichnet.

    Nach Monaten des Darbens ist nun auch die Aktie von Almonty wieder angesprungen. Der Markt scheint zu erkennen, dass Wolfram für die Automobilindustrie ein wichtiger Rohstoff sein kann. Weitere Einsatzgebiete sind der Bergbau, die Energiewirtschaft sowie die Luft- und Raumfahrt. Angesichts der großen Skepsis, die der Markt Wachstumsunternehmen noch vor wenigen Wochen entgegengebracht hat, besteht bei Almonty Industries auch weiter Potenzial. Einer Marktkapitalisierung von rund 126 Mio. EUR stehen Cashkosten von 110 USD je Tonne und eine Minenlaufzeit von bis zu 90 Jahren gegenüber. Der Preis für Wolfram notiert aktuell um 320 USD/t. Nicht nur wegen der Neuerungen rund um die Akkutechnologie sollten Anleger die Aktie von Almonty Industries auf dem Schirm haben – hier geht es nicht um innovative Konzepte, die weltweit um die Gunst der Industrie konkurrieren, sondern um handfeste Rohstoffe, ohne die Innovationen unmöglich sind.

    "Mercedes setzt bei E-Autos auf Innovationen" (Quelle: Mercedes-Benz AG)

    Varta: Hier ist Geduld gefragt

    Teil der neuesten Innovationen wäre auch gerne Varta. Der deutsche Batterie-Spezialist hat in den vergangenen Jahren das Vertrauen von Apple und Co. gewonnen. Auch viele Nutzer von Hörgeräten vertrauen auf die leistungsstarken Knopfzellen. Grund für Gänsehaut unter Anlegern sind diese Eckdaten allerdings nicht. Über Jahre warteten Investoren auf Neuigkeiten rund um Batterien für E-Autos. Im vergangenen Jahr ließ Varta die Katze aus dem Sack – leistungsstarke Zusatzbatterien für Sportwagen sollen neue Umsätze bringen – am Markt kam das aber nicht so gut an. Die Aktie hat zuletzt zwar wieder ordentlich zugelegt, bleibt aber dennoch ein Schatten vergangener Tage. Eine Schwalbe macht hier noch keinen Frühling – Anleger sollten zunächst einmal fundamentale Entwicklungen abwarten. Erst wenn die Zahlen bei Varta wieder stimmen und Fantasie dazukommt, kann Potenzial entstehen.


    Wer rund um innovative Technologie investieren will, hat es nicht leicht: Manche Unternehmen sind nicht an Börsen notiert. Andere bieten keine echte Innovation oder liefern nichts außer leere Versprechungen. Ehrlicher sind dagegen Rohstoff-Projekte, die in direkten Zusammenhang mit Innovationen der Batterietechnologie stehen, wie das Ssangdong-Projekt in Südkorea. Da der Wolfram-Preis beständig steigt und der Markt zudem von China dominiert ist, ist das Projekt und auch die zugehörige Aktie von Almonty Industries nicht uninteressant.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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