04.09.2026 | 04:30
Elon Musk schlägt Energiealarm! Und greift GE Vernova sowie Siemens Energy an! Peter Thiel steigt bei Vestra ein. RE Royalties ist Übernahmekandidat.
Musk schlägt Energiealarm. Er warnt vor einer regelrechten Energiekrise beim Ausbau von Rechenzentren. Schon im nächsten Jahr könnte die Leistung fehlen, mit der man die Niederlande versorgen könnte. Typisch Musk: Er geht die Herausforderungen aktiv an und greift in die Domäne von Siemens Energy und GE Vernova ein. Er will den mobilen Kraftwerksbetreiber APR Energy übernehmen und kritische Gasturbinenkomponenten selbst herstellen. Ein Übernahmekandidat ist auch RE Royalties. Das kanadische Unternehmen finanziert Entwickler von Solar-, Wind-, Batteriespeicher- und anderen Erneuerbare-Energien-Projekten und sichert sich dafür langfristige Royalties. Mit Solaris Energy soll das US-Geschäft kräftig ausgebaut werden. Auch prominente Investoren setzen inzwischen auf den Stromhunger der KI-Industrie. Peter Thiel und Ray Dalio sind bei Vistra eingestiegen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , GE VERNOVA INC | US36828A1016 | NYSE: GEV , VISTRA CORP. DL-_01 | US92840M1027
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Musk schlägt Energiealarm
Musk schlägt Energiealarm. Dem KI-Boom droht der Strom auszugehen. Elon Musk warnt vor einer regelrechten Energiekrise beim Ausbau von Rechenzentren. Die Produktion leistungsfähiger KI-Chips wächst seiner Einschätzung nach wesentlich schneller als die dafür notwendige Stromversorgung. Bereits 2027 könnten mindestens 15 Gigawatt Leistung fehlen, um die zusätzlich produzierten KI-Chips überhaupt betreiben zu können. Dies übertrifft den jährlichen Stromverbrauch der Niederlande. Damit entwickelt sich Energie zunehmend zum Flaschenhals der KI-Revolution. Milliardeninvestitionen in neue Rechenzentren allein reichen längst nicht mehr.
Ohne zusätzliche Kraftwerke, Netze, Transformatoren und Turbinen droht der Ausbau ins Stocken zu geraten. Musk geht die Herausforderungen aktiv an und greift in die Domäne von Siemens Energy und GE Vernova ein. So will er den mobilen Kraftwerksbetreiber APR Energy übernehmen. Außerdem will SpaceX in die Produktion kritischer Gasturbinenkomponenten einsteigen. In Texas soll eine eigene Gießerei für Turbinenschaufeln und Leitschaufeln von Gasturbinen betrieben werden. Musk zufolge könnte die Eigenfertigung die Bereitstellung neuer Gasturbinen um bis zu 18 Monate beschleunigen.
Noch dürfte es vor allem darum gehen, die eigenen Rechenzentren schneller mit Strom zu versorgen. Doch der Vorstoß zeigt, wie wertvoll Gasturbinen und deren Komponenten inzwischen geworden sind und erklärt, warum Siemens Energy und GE Vernova derzeit Rekordaufträge verbuchen.
Erneuerbare Energien auch in den USA gefragt
Während in der öffentlichen Wahrnehmung Gaskraftwerke derzeit die erste Wahl der Hyperscaler sind, steigen auch die Kapazitäten an erneuerbaren Energien und Batteriespeichern. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA sollen 2026 insgesamt 86 GW neue Kraftwerkskapazität ans Netz gehen, so viel wie nie zuvor. Davon entfallen 43,4 GW auf Solarenergie, 24 GW auf Batteriespeicher und 11,8 GW auf Windkraft. Neue Gaskraftwerke kommen lediglich auf rund 6,3 GW. Besonders dynamisch entwickelt sich Solar. Ende Juni 2026 verfügten die USA bereits über rund 227 GW installierte Solarkapazität, rund 35 GW mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig lag die Solarstromproduktion im ersten Halbjahr 2026 fast 20 % über dem Vorjahresniveau. Auch Batteriespeicher werden rasant ausgebaut und sollen helfen, die stark schwankende Erzeugung aus Solar- und Windkraft besser in das Stromsystem zu integrieren.
Tesla und SpaceX setzen ebenfalls stark auf erneuerbare Energien, vor allem auf Solarstrom und Batteriespeicher. Musk hat angekündigt, die Solarkapazitäten massiv auszubauen, während Tesla mit seinen Megapack-Großspeichern schon heute eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung von Stromnetzen und der Versorgung energieintensiver Anwendungen spielt.
RE Royalties expandiert in den USA und ist Übernahmekandidat
Vom explodierenden Strombedarf in den USA will auch RE Royalties profitieren. Das kanadische Unternehmen betreibt keine eigenen Kraftwerke, sondern finanziert Entwickler von Solar-, Wind-, Batteriespeicher- und anderen Erneuerbare-Energien-Projekten und sichert sich dafür langfristige, umsatzabhängige Royalties.
Zuletzt wurde über den Ausbau der Zusammenarbeit mit Solaris Energy berichtet. RE Royalties investiert weitere 1 Mio. USD in Royalties auf ein Portfolio von 16 dezentralen Solarprojekten in den USA mit insgesamt rund 15,24 MW. Damit steigt das bisherige Investment in das Solaris-Portfolio auf 4,8 Mio. USD. Gleichzeitig haben beide Unternehmen eine unverbindliche Absichtserklärung über eine mögliche Ausweitung der Finanzierungspartnerschaft auf insgesamt bis zu 67,5 Mio. USD unterzeichnet. Darin enthalten sind neben den bereits investierten 4,8 Mio. USD weitere 13,7 Mio. USD für 13 Solarprojekte mit rund 48 MW sowie potenziell 49 Mio. USD für 83 Entwicklungsprojekte mit zusammen rund 142 MW. Die Konditionen der Solaris-Royalties werden bei jeder Finanzierungsrunde so angepasst, dass RE Royalties über zunächst 25 Jahre eine vereinbarte Mindestrendite erzielt. Anschließend laufen die Zahlungen über die verbleibende Betriebsdauer der Projekte weiter.
Gleichzeitig bestätigte RE Royalties Fortschritte beim im März gestarteten strategischen Review. Gemeinsam mit PwC prüft das Board unter anderem einen möglichen Verkauf des gesamten Unternehmens, strategische Partnerschaften, Co-Investments sowie neue Eigen- oder Fremdfinanzierungen. Nach Unternehmensangaben wurden bereits Gespräche mit verschiedenen interessierten Parteien geführt und fortgesetzt, ohne dass bislang ein Abschluss garantiert werden kann.
Die Aktie läuft seit April dieses Jahres seitwärts. Dies dürfte nicht lange so bleiben. Die Marktkapitalisierung liegt unter 20 Mio. CAD.
https://youtu.be/5dQvcZkFR7E?si=jx0IeY-Wu7Cfqgm6
Peter Thiel und Ray Dalio setzen auf Vistra
Auch prominente Investoren setzen inzwischen auf den Stromhunger der KI-Industrie. In den vergangenen Monaten stand dabei Vistra im Fokus. Peter Thiels Investmentgesellschaft Thiel Macro meldete zum 30. Juni 2026 rund 373.000 Vistra-Aktien im Wert von gut 59 Mio. USD. Damit machte die Position rund 14 % des offengelegten US-Aktienportfolios aus. Bemerkenswert ist, dass Thiel zugleich bei mehreren weiteren US-Energieversorgern wie American Electric Power, DTE Energy und FirstEnergy eingestiegen ist. Auch Bridgewater Associates von Starinvestor Ray Dalio hielt Ende Juni rund 752.000 Vistra-Aktien im Wert von knapp 120 Mio. USD. Die Positionierungen zeigen, dass nicht nur Technologieaktien beim KI-Boom im Fokus stehen.
Fazit
Der KI-Boom wird immer mehr zum Energieboom. Siemens Energy und GE Vernova profitieren von der Nachfrage nach Turbinen, Netzen und Kraftwerkstechnik. Elon Musk zeigt, dass die Knappheit aber auch zum Bumerang für die Großen werden kann. Die Positionierungen von Investoren wie Peter Thiel und Ray Dalio bei Stromproduzenten wie Vistra sind interessant. RE Royalties bietet wiederum einen indirekten Hebel auf den Ausbau erneuerbarer Energien und zusätzlich Übernahmefantasie. Klar ist: Wer den KI-Boom spielen will, sollte längst nicht mehr nur auf Chips und Rechenzentren schauen.
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