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06.09.2023 | 04:30

Insider-Bericht schockt Anleger: Volkswagen, Mercedes-Benz, Altech Advanced Materials

  • Batterietechnologie
  • E-Auto
Bildquelle: pixabay.com

Dass deutsche Autohersteller international an Boden verlieren, ist medial ein Dauerbrenner. Tatsächlich könnten die Folgen für Unternehmen und ganz Deutschland fatal sein. Jetzt zeigt ein Insider-Bericht aus der deutschen Autobranche, wo die größten Probleme liegen und in welchen Bereichen die chinesische Konkurrenz Volkswagen, Mercedes-Benz und Co. bereits den Rang abgelaufen hat. Außerdem: Worauf es bei einer Aufholjagd der deutschen Autoindustrie ankommt.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: Altech Advanced Materials AG | DE000A31C3Y4 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

Inhaltsverzeichnis:


    Chinas Automarkt: Zugang gegen Wissen

    Ippen.Media hat im Zuge der aktuellen Berichterstattung über die deutsche Autoindustrie einen Insider-Bericht des „China.Table Professional Briefing" von März erneut veröffentlicht. Darin schildert ein hochrangiger Insider bei Mercedes-Benz, wo die größten Probleme auf dem chinesischen Markt liegen. Demnach hätten die lange Jahre obligatorischen Joint-Ventures zwischen deutschen Autobauern und chinesischen Unternehmen vor Ort für einen massiven Wissenstransfer in Richtung der Volksrepublik gesorgt. Dieses Wissen würden chinesische Unternehmen inzwischen nutzen, um konkurrenzfähig zu sein und deutsche Hersteller in einzelnen Bereichen sogar zu übertrumpfen. Vor allem bei Software, also auch bei Assistenten, autonomes Fahren und Konnektivität, haben Autos aus China inzwischen die Nase vorn. Während Mercedes im Januar dieses Jahres als erster Hersteller eine Zertifizierung für autonomes Fahren nach Level 3 für den US-amerikanischen Markt erhalten hat, drehen chinesische Hersteller in Shenzhen längst auf Level 5 testweise ihre Runden.

    VW und Mercedes bleiben selbstbewusst

    Auch bei Gimmicks, wie der sogenannten Sleeper-Funktion, bei der chinesischen Kunden im Auto auf Knopfdruck ein angenehmes Ambiente für einen Mittagsschlaf geschaffen wird, kommen laut des Insider-Berichts deutsche Hersteller nicht mit. Während die chinesische Konkurrenz umsetzt, was möglich ist, wägen deutsche Ingenieure Vor- und Nachteile langwierig ab. Am Ende hat das Auto von BYD eine Sleeper-Funktion, das eines deutschen Herstellers jedoch nicht. Mit der Kritik konfrontiert, zeigen sich Vertreter der deutschen Autoindustrie entspannt und verweisen darauf, dass der chinesische Markt in der Oberklasse sein Potenzial erst noch entfalte. Deutsche Hersteller sind überzeugt davon, bei zentralen Eigenschaften von Autos noch immer führend zu sein.

    Altech Advanced Materials will bei Akkus punkten

    Um diesen Vorsprung ins Zeitalter der Elektromobilität retten zu können, müssen Autobauer wie Volkswagen, Mercedes-Benz und Co. allerdings in Software und Vernetzung ebenso investieren, wie in den eigentlichen Antrieb. Gerade im Bereich der Akkutechnologie gibt es Möglichkeiten zu punkten. Beispielsweise haben deutsche Hersteller den Verbrauch als Alleinstellungsmerkmal entdeckt. Kommende Modelle deutscher Hersteller punkten allesamt in diesem Bereich. BMW will gar Spar-Weltmeister werden und sowohl Tesla als auch die Chinesen von BYD abhängen. Das Heidelberger Unternehmen Altech Advanced Materials etwa beschichtet das Anodenmaterial von E-Auto-Batterien hauchdünn mit Aluminiumoxid und erhöht so Sicherheit, Lebensdauer und Batterieleistung.

    Altech arbeitet gerade daran, derart beschichtete Anoden industriell herzustellen. Aktuell baut das Unternehmen in Schwarze Pumpe, Sachsen, eine Pilotanlage. In diesem Werk soll es neben der Batterietechnologie für Elektroautos auch um riesige Stromspeicher gehen, die etwa als Puffer für Windkraftanlagen oder Solarparks dienen können. Das Besondere an der Technologie, die Altech Advanced Materials gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut vorantreibt: Sie ist nicht brennbar und kommt ohne kritische Rohstoffe aus. Damit die deutsche Autoindustrie auch weiterhin als technisch ambitioniert wahrgenommen wird, kommt es entscheidend auf Innovationen an. Innovationen, wie sie Altech im Portfolio hat. Vor allem Themen wie Leistung, Reichweite, aber auch Sparsamkeit, eignen sich als Alleinstellungsmerkmale für Premium-Hersteller.


    Während 2023 für Aktionäre von Volkswagen aber auch Mercedes-Benz eher nicht erfreulich war, haben Altech-Aktionäre auf Sicht von sechs Monaten eine Rendite von mehr als 100 % eingefahren. Auch bei den Zukunftsperspektiven gleichen die Unternehmen zwei schweren Tankern gegenüber einem Schnellboot. Während deutsche Autohersteller noch über den besten Weg für die Zukunft diskutieren, bietet Altech Advanced Materials mit innovativer Batterie-Technologie Lösungen für morgen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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