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11.11.2022 | 06:00

Jim Cramer warnt, Rally in den Startlöchern: Amazon, Commerzbank, Tocvan Ventures

  • Anlagechancen
Bildquelle: pixabay.com

Wie der Handelsverband Deutschland meldet, könnte das hiesige Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr 2022 unter der schlechten Konsumstimmung leiden. Schuld ist – wer hätte es gedacht – die Inflation. Dass der Kampf gegen die Teuerung alles andere als ein Selbstläufer ist und wie Anleger aus der aktuellen Gemengelage möglicherweise einen großen Profit schlagen können, erklären wir am Beispiel von drei Aktien.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , TOCVAN VENTURES C | CA88900N1050 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067

Inhaltsverzeichnis:


    Jim Cramer: Amazon pfui, Commerzbank hui?

    Nachdem Amazon Ende Oktober seine Quartalszahlen verkündete, geriet die Aktie ins Taumeln. Der Grund: Die Umsätze blieben hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Das nährte die Sorge, wonach die Teuerung den Konsum hart treffen könnte. Was hierzulande der Handelsverband Deutschland mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft fürchtet, ist in den USA bereits Realität. Da Aktien wie Amazon seit jeher ein großes Wachstum vorweggenommen haben, verzeiht der Markt selbst kleine Abweichungen in der Geschäftsentwicklung nicht. Obwohl das Geschäftsmodell langfristig tragfähig ist, geraten Aktien, wie die von Amazon, unter Druck. Zuletzt betonte US-Aktienguru Jim Cramer, FAANG-Aktien, zu denen auch Amazon zählt, seien schlichtweg zu groß geworden.

    Als aussichtsreicher bezeichnet Cramer im jetzigen Marktumfeld Finanzwerte. Diese hätten das Potenzial, wieder führend zu werden, da höhere Zinsen das klassische Banken-Geschäft wiederbeleben. Dass das jedoch nur eine Seite der Medaille ist, zeigte vor einigen Wochen ein Interview der Wirtschaftswoche mit Commerzbank-CEO Manfred Knof, in dem der Chef-Banker erklärte, andere Probleme würden die neu gewonnenen Chancen durch höhere Zinsen wieder nivellieren.

    Krise auf Krise: Banken bleiben anfällig

    Am Markt sieht es für Banken-Titel trotzdem nicht schlecht aus: Auf Sicht von einem Jahr konnte die Aktie der Commerzbank immerhin um rund 10% zulegen. Amazon verlor im gleichen Zeitraum satte 43% und dürfte einige Anleger erschüttert zurücklassen. Dennoch sollten Anleger aus der Outperformance von Aktien wie der Commerzbank kein weiteres Potenzial schließen. Die Nervosität um Probleme bei der Credit Suisse sowie die Verwerfungen im britischen Finanzsystem nach der inzwischen wieder zurückgenommenen Steuerreform vor einigen Wochen sprechen Bände: Nur wenige Ereignisse reichen aus, um eine gesamte Branche in Sippenhaft zu nehmen. Nach den Kursgewinnen in diesem Jahr könnte die Fallhöhe für Bank-Aktien sogar noch höher sein. Wie also investieren?

    Gold vor Comeback? Tocvan Ventures mit Deep Value

    In einem Interview mit dem International Investment Forum (IIF) im Rahmen der Edelmetallmesse in München erklärt Gold-Kenner und Geologe Brodie Sutherland, er erwarte in den kommenden Monaten eine freundliche Entwicklung von Gold. Tatsächlich verteuerte sich das Edelmetall zuletzt dynamisch. Erste Experten sehen das Edelmetall auch charttechnisch an der Schwelle zu einem neuen Rally-Signal. Im Falle steigender Gold-Notierungen noch größere Chancen bieten Aktien von Unternehmen, die Gold-Projekte entwickeln. Der Vorteil hier: Noch nicht ausreichend quantifizierte Goldvorkommen werden mit einem Bruchteil ihres eigentlichen Wertes bewertet. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes sind die Abschläge sogar noch größer als sonst. Unternehmen, wie der kanadische Edelmetallwert Tocvan Ventures, verfügen also über eine gehörige Portion „Deep Value".

    Bei Tocvan Ventures kommt noch hinzu, dass das Unternehmen in Mexiko unweit der US-Grenze im Bundessstaat Sonora agiert. Der Vorteil dort: Äußerst niedrige Kosten sowie das weit verbreitete Haufenlaugungsverfahren, das es erlaubt, selbst kleinere Projekte zügig in Produktion zu bringen. Erst kürzlich veröffentlichte Tocvan, das über die Projekte Picacho und Pilar verfügt, neue geologische Daten zum El-Picacho-Projekt, die einen neuen 500m langen Trend hochgradiger Goldvorkommen mit Namen Jabali zeigen.

    Tocvan Ventures: Gesteinsproben machen Lust auf mehr

    "Jabali ist mehr als 2km von unserem vorrangigen Bohrgebiet San Ramon entfernt und zeichnet sich durch eine Reihe von handwerklichen Schächten und Gräben entlang eines anscheinend flach einfallenden Quarz-Karbonat-Adersystems aus. Jabali ist bereits für Bohrungen genehmigt und die Oberflächenarbeiten sind derzeit im Gange, um das Grundstück in einen bohrbereiten Zustand zu versetzen. Noch spannender ist, dass diese Schürfstellen nur einen Bruchteil unserer Zielgebiete ausmachen, zu denen Murcielago, Tortuga, Virgen Maria, Cornea und Puerto gehören", so Tocvan-CEO-Sutherland. Historische Gesteinsproben des neuen Trends zeigen hohe Grade, etwa beinhalten 21% von 80 Gesteinsproben Gehalte von mehr als 5 g/t Gold. Im Mittel kommt diese Gruppe auf 12,8 g/t Gold. 49% der Gesteinsproben enthalten mehr als 0,2 g/t Gold. Im Durchschnitt beinhaltet diese 39 Proben umfassende Stichprobe Gehalte von 6,4 g/t Gold.


    Die Aktie von Tocvan Ventures bietet angesichts der Kursflaute der vergangenen Monate eine interessante Chance. Erstens setzt Gold zum Comeback an und zweitens hat Tocvan auf seinen Projekten unbeachtet vom Markt Potenziale gehoben, die dafür sprechen könnten, dass in der Aktie „Deep Value" schlummert.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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