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13.10.2022 | 06:00

Euer Crash, unsere Chance: Vonovia, Aspermont, Deutsche Bank

  • Anlagechancen
Bildquelle: pixabay.com

Die UBS warnt vor zu hohen Immobilienpreisen in Frankfurt a.M. und München. Auch andernorts sehen Brancheninsider harte Bremsspuren am Immobilienmarkt. Immobilien galten lange als die sichere Anlageklasse für Reiche und Wohlhabende. Der Trend zeigte viele Jahre nach oben. Nirgendwo sonst konnte man so einfach Kapital parken und Erträge generieren. Doch jetzt kommt alles anders. Aktien, wie die der Immobilien-Gesellschaft Vonovia, sind schon zurückgekommen. Wir beleuchten die Branche und zeigen Alternativen auf.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1 , ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008

Inhaltsverzeichnis:


    Vonovia: Diese Suppe wird heißer gekocht, als gegessen

    Noch im ersten Halbjahr sah fast alles rosig aus bei Vonovia. Die Übernahme von Deutsche Wohnen wirkte sich positiv auf den Umsatz aus Vermietung aus: Ganze 1,18 Mrd. EUR erzielte Vonovia im ersten Quartal des Geschäftsjahres. Der Nettovermögenswert (EPRA-Standard) je Aktie lag bei 63,55 EUR und damit deutlich über dem Kurs von vor einigen Monaten. Inzwischen hat der Kurs weiter korrigiert, was zeigt, dass der Markt Aktien wie Vonovia lediglich mit einem deutlichen Abschlag zum Nettovermögenswert bewertet – inzwischen handelt die Aktie sogar unter 20 EUR. Allein im vergangenen Monat ging es für die Aktie um rund 21% nach unten.

    Anleger machen den Crash am Immobilienmarkt für den Kurseinbruch verantwortlich. Tatsächlich dürfte das Umfeld für große Immobilien-Transaktionen aktuell nicht allzu positiv sein. Doch Vonovia agiert im unteren Preissegment und dürfte angesichts der kritischen Lage vieler Menschen angesichts der Krise auch in Zukunft kein Problem mit Leerstand haben. Auch überzeugt die Dividende mit einer Rendite von aktuell annähernd 9%. Selbst wenn Immobilien einen Dämpfer erhalten, so bleibt das Geschäftsmodell von Vonovia intakt. Als Aktionär muss man sich am Unternehmen aktuell aber eher nicht beteiligen.

    Aspermont: Unternehmensbeteiligungen als Wachstums-Chance

    Während bei Vonovia die Sorge vor Mietrückständen und versäumten Abschlagszahlungen umgehen dürfte, hat das australische Medienhaus und Fintech Aspermont derartige Sorgen nicht – in erster Linie arbeitet man mit Unternehmen zusammen. Aspermont verlegt renommierte Branchenzeitschriften, wie etwa das Mining Magazine und bietet auch zahlreiche digitale Produkte von Newslettern bis hin zu digitalen Schulungen an. Über die Jahre sammelten sich in den Karteien von Aspermont Millionen wertvoller Geschäftskontakte aus Industrie, Agrar und Bergbau. Vor einiger Zeit startete Aspermont mit Blu Horseshoe eine Plattform, auf der sich Investoren an Wachstumsunternehmen beteiligen können. Derartige Beteiligungen waren lange Zeit nur qualifizierten Anlegern vorbehalten und mit einiger Bürokratie verbunden. Aspermont hat diese Prozesse weitgehend digitalisiert und eröffnet so für Wachstumsunternehmen und Investoren gleichermaßen einen vielversprechenden Markt.

    Zwar hat sich das Investitionsklima in letzter Zeit abgekühlt, doch vermeldet man noch immer fast wöchentlich neue Projekte auf Blu Horseshoe. In Zeiten, in denen Immobilien keine sichere Bank mehr sind, könnten sich Anleger auf Bereiche stürzen, die einerseits Wachstum und andererseits Deep Value versprechen. Junge Unternehmen aus dem Rohstoffsektor verfügen über handfeste Werte im Boden und bieten zugleich starke Wachstumschancen, wenn diese Werte auf kreative Weise gehoben werden. Gerade wohlhabende Investoren können Vermögen über mehrere Projekte streuen und sind daher prädestiniert für diese Form der Geldanlage. Da sich Plattformen wie Blu Horseshoe perfekt skalieren lassen, sollten Anleger die Aktie von Aspermont auf dem Schirm haben.

    Deutsche Bank: Schlechte Rahmenbedingungen

    Das Geschäft, das heute Fintechs wie Aspermont machen, könnte eigentlich auch großen Playern wie der Deutschen Bank gut zu Gesicht stehen. Doch als „ First Mover" haben sich die großen Institute in den vergangenen Jahren nicht gerade hervorgetan. Die Branche ist kurzfristig durch die Probleme bei der Credit Suisse in Sippenhaft genommen worden. Zwar drohen deutschen Instituten, wie der Deutschen Bank, keine existenziellen Sorgen, doch sind die Rahmenbedingungen denkbar schlecht. Die großen Deals, auf die sich das Investmentbanking gerne stürzt, sind rar. Lediglich kleinere Unternehmen suchen Anschlussfinanzierungen. Diesen Bereich haben die Großen der Branche allerdings lange vernachlässigt. Zwar sorgt die Zinswende für eine Wiederbelebung des Brot-und-Butter-Geschäfts, doch bleibt der Markt herausfordernd. Die Aktie der Deutschen Bank ist angeschlagen.


    In einem Marktumfeld, in dem vieles nicht optimal läuft, sollten Anleger auf Bereiche setzen, in denen eine Sonderkonjunktur herrscht. Der Immobilien-Crash, der anderswo, wie etwa in Großbritannien oder den USA, noch viel dramatischer abläuft als hierzulande, sorgt bei vielen Investoren für Anlage-Notstand. Große Banken können kaum in die Bresche springen – zu wenig gab man sich in den vergangenen Jahren mit kleinen Wachstumsunternehmen ab. Fintechs wie Aspermont besetzen diese Nische, punkten mit geringen Kosten und bringen dank des lange etablierten Medien-Geschäfts in genau diesem Bereich auch die nötigen Kontakte mit. Die Aktie ist ein Pennystock, doch das Geschäft ist solide. Wer bei Aspermont selbst recherchiert, findet einen konservativen Wachstumswert.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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