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18.06.2021 | 05:00

Adler Modemärkte, Steinhoff, Osino Resources: Welche Pennystocks haben Substanz?

  • Pennystocks
Bildquelle: Osino Resources Corp.

Pennystocks haben oft etwas Anrüchiges an sich – zumindest in Deutschland. Sobald eine Aktie unter einem Euro notiert, gilt sie in Deutschland als insolvenzgefährdet. Das liegt daran, dass der Mindest-Nennwert deutscher Aktiengesellschaften bei einem Euro liegt. Im Ausland ist das dagegen ganz anders: In Australien ist es nicht unüblich, dass Aktien sogar unter einem Cent gehandelt werden. Für Anleger, die das gewohnt sind, ist das alles andere als anrüchig. Konkret kommt es sowieso auf die Unternehmen selbst an. Wir portraitieren drei Unternehmen, die entweder Pennystocks sind oder noch vor kurzem waren.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
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Inhaltsverzeichnis:


    Adler Modemärkte: Klappt der Neustart?

    Die Aktie von Adler Modemärkte wurde in den vergangenen Wochen mächtig gehypt. Das hatte auch einen Grund: Das Unternehmen schlitterte im Zuge der Lockdowns in die Planinsolvenz. Zuletzt gab es gute Gründe, dass die Modekette ihr Geschäft wird fortführen können. Das Unternehmen erhielt einen Notkredit über 10 Mio. EUR und lieferte wieder Waren in die Filialen. Bis Mitte Juni will Adler einen Investor finden und dann mit der Sanierung des Unternehmens beginnen. Das könnte von Erfolg gekrönt sein. Adler Modemärkte hatte sowieso immer eher ältere Kunden. Der Boom des Onlinehandels könnte dem Unternehmen daher auch nach der Krise weniger anhaben, als das bei jungen Modeketten der Fall ist , so optimistische Marktteilnehmer.

    Andererseits könnte eine erfolglose Suche nach einem Investor die Zukunftsangst von Beschäftigten und Anlegern noch einmal verschärfen. Zuletzt kam die Aktie deutlich zurück und testete sogar die 1-EUR-Marke. Die Aktie ist weiterhin nicht mehr als ein heißer Zock. Nach den jüngsten Kursverlusten könnte allerdings schon bald wieder ein Anstieg bevorstehen. Wie nachhaltig dieser sein wird, hängt aber von der Sanierung der Adler Modemärkte ab.

    Steinhoff: Was wird aus dem Liebling der Zocker?

    Sogar noch etwas komplizierter als die Lage von Adler ist die Situation beim Möbelhersteller Steinhoff. Zwar ist Steinhoff nicht im Insolvenzverfahren, doch hängt der Erfolg der Aktie von einem komplexen juristischen Prozess ab. Nachdem Steinhoff in einen Bilanzskandal verwickelt war, fordern Aktionäre Geld vom Unternehmen. Der Rechtsstreit läuft seit Jahren, die Aktie stürzte im Zuge der drohenden Überschuldung nach einem möglichen Urteil ab. Die Hoffnungen vieler Zocker ruhen auf einem möglichen Vergleich zwischen den Klägern und Steinhoff.

    In den vergangenen Monaten sorgten Zwischenergebnisse und andere Wasserstandsmeldungen rund um den schwebenden Vergleich immer wieder für Zuckungen der Aktie. Da das Papier von Steinhoff aktuell bei 0,11 EUR notiert, sind für Anleger schnell 10 oder 20% drin. In gleicher Weise kann der Kurs aber auch abstürzen. Seit Wochen tut sich bei der Aktie nichts mehr. Die Spekulation dürfte für viele Privatanleger im Sande verlaufen sein. Ein neuerliches Investment bietet sich indes nicht an: Wer will schon in einen Rechtsstreit investieren?

    Osino Resources: Vielversprechendes Gold-Projekt statt 'Prinzip Hoffnung'

    Anders, als Adler Modemärkte und Steinhoff, hat das kanadische Unternehmen Osino Resources keine Probleme – eher im Gegenteil. Das Unternehmen sucht in Namibia nach Gold und ist dort im bekannten Damara-Mineralgürtel tätig. In der Nachbarschaft befinden sich bereits produzierende Gold-Minen. Eine dieser Minen, die Otjikoto-Mine von B2Gold, hat das Team rund um Osino-CEO Heye Daun selbst entdeckt und letztlich an den Bergbau-Giganten verkauft. Osino Resources agiert also in einem bekannten Gebiet und hat bereits unter Beweis gestellt, wie man Rohstoff-Liegenschaften exploriert und weiterentwickelt, bis man diese entweder in Produktion führen oder aber verkaufen kann.

    Die Aktie von Osino Resources war noch vor wenigen Wochen in Deutschland ein Pennystock. Inzwischen hat sich das aber geändert. Osino-CEO Daun betont, dass sein Twin-Hills-Projekt schnelle Fortschritte machen kann und die geologischen Parallelen zwischen dem Explorationsprojekt von Osino Resources und der Geologie der bereits in Produktion befindlichen Otjikoto-Mine frappierend sind. (Lesen Sie dazu auch das Interview mit CEO Heye Daun.) Diese Sicht setzt sich auch am Markt immer mehr durch. Anders als bei vielen Pennystocks gibt es bei Osino Resources eine klare Strategie, ein vielversprechendes Projekt und überzeugte Investoren, wie etwa Bergbau-Legende Ross Beaty.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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