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14.10.2025 | 05:30

Alternative zu BioNTec, Evotec und Co.: BioNxt Solutions überzeugt auf Investorenkonferenz und weckt Übernahmefantasie

  • Biotech
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Bildquelle: pixabay.com

Während die Aktien von BioNTech und Evotec auf der Stelle treten, befindet sich BioNxt Solutions im Aufwärtstrend. Denn das Unternehmen mischt gerade Big Pharma auf. Die Ankündigung, die Abnehmspritze Ozempic durch einen oralen Schmelzfilm zu ersetzen, weckte Übernahmefantasie. Auch bei Multiple Sklerose – ebenfalls ein Milliardenmarkt – will man für Furore sorgen und die Einnahme eines Blockbusters für Patienten spürbar erleichtern. Auf der Investorenkonferenz IIF hat der Vorstand in der vergangenen Woche überzeugend präsentiert. Es wurden Partnerschaften und Lizenzen in Aussicht gestellt. Falls es zuvor nicht zur Übernahme kommt. Lohnen könnte es sich für einen Pharmakonzern und Aktionäre.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , Bionxt Solutions Inc. | CA0909741062

Inhaltsverzeichnis:


    Skalierbares Geschäftsmodell

    Die Präsentation von BioNxt Solutions auf der Investorenkonferenz IIF am 8. Oktober 2025 überzeugte. Das Geschäftsmodell wurde klar dargestellt: Statt der Erfindung neuer Wirkstoffe, fokussiert man sich auf die intelligente Reformulierung bereits zugelassener Medikamente. Der Fokus liegt dabei auf neurologischen und Autoimmun-Erkrankungen sowie der Onkologie. CEO Hugh Rogers und Dr. Wolfgang Wagner (Head of R&D) stellten die oral disintegrating films (ODF) ins Zentrum: Dünne, unter der Zunge lösliche Filme, die eine präzise Dosierung erlauben, die First-Pass-Metabolisierung umgehen und damit Bioverfügbarkeit, Verträglichkeit und Adhärenz verbessern. Dies verspricht schnellere Forschung, niedrigere Entwicklungskosten, geringeres regulatorisches Risiko – also ein skalierbares Modell, das auch für ein Small Cap Unternehmen realistisch ist.

    https://youtu.be/vbmx2gVmYoc?si=u1m_hhM-vxjudpbW

    Leitprojekt adressiert Milliardenmarkt

    Als Leitprojekt präsentierte das Team BNT23001, eine Cladribin-ODF für Multiple Sklerose. Damit wird ein Markt adressiert, der mit der Tablettenreferenz bereits über 1 Mrd. USD groß ist. BioNxt verfolgt dabei einen „Generic-Plus“-Ansatz: bekannter Wirkstoff, aber vorteilhafte Darreichungsform (sublingual), potenziell geringerer API-Einsatz bei gleicher Wirkung und komfortablere Einnahme ohne Wasser. Weil Dosierungen auf dem Film sehr fein justierbar sind, soll das Konzept auf verwandte Indikationen wie Myasthenia gravis und weitere immunologische Anwendungen übertragbar sein. Präklinisch meldete BioNxt positive Kleintierdaten; als Risikoreduktion startet nun eine größere Schweinestudie, um die Bioäquivalenz-Dosis für Menschen zu präzisieren, bevor man in die Klinik geht.

    Mit BNT23001 adressiert BioNxt einen Milliardenmarkt Quelle: BioNxt Solutions

    Tragende Säule ist die IP-Strategie: Neben Plattformpatenten für ODF und weitere Darreichungen (inkl. transdermale Patches) setzt BioNxt auf produkt-spezifische Schutzrechte. Für die Cladribin-ODF befinde man sich in Europa kurz vor der Patenterteilung und nutzt Fast-Track-Verfahren; Anmeldungen laufen u. a. in Kanada, Australien und Eurasien. Der IP-Schutz soll Nachahmer abhalten und Lizenzierbarkeit erhöhen – ein wichtiges Element, da BioNxt die Herstellung und Vermarktung eher Partnern überlassen will.

    Parallel treibt das Unternehmen die Pipeline breiter: frühe sublinguale Formulierungen weiterer Wirkstoffe – darunter ein Langlebigkeits/Anti-Aging-API – sowie ein Onkologie-Projekt in Nordamerika (LOI unterschrieben). Dessen Konzept: Zytostatika lokal im Tumormilieu „einsperren“ und außerhalb deaktivieren – ein eleganter Drug-Delivery-Mechanismus, der die ODF-Expertise ergänzt. Wissenschaftlich profitiert BioNxt von einem deutsch-kanadischen Netzwerk.

    Partnerschaften und Lizenzen in den nächsten 12 bis 24 Monaten

    Strategisch fokussiert sich BioNxt auf Partnerschaften und Lizenzen in den nächsten 12 bis 24 Monaten. Der zentrale Investment-Case bleibt das asymmetrische Risiko-Profil: Weil BioNxt keine Wirksamkeit neuer Moleküle beweisen muss, sondern zugelassene APIs in bessere Trägerformen überführt, ist die binäre Biotech-Wette entschärft. Sollte ein Kandidat nicht zum ODF-Profil passen, steht eine breite Auswahl alternativer Wirkstoffe bereit – die Skalierung kommt aus der Plattform.

    BioNxt verfügt über eine starke Pipeline Quelle: BioNxt Solutions

    Fazit: Chance auf wertschaffende Lizenzdeals und Übernahme

    Die IIF-Präsentation skizzierte die Chance auf Partnerschaften und Lizenzen. Gelingt der Bioäquivalenz-Nachweis und die Absicherung der Patente, steigt die Chance auf wertschaffende Lizenzdeals – falls vorher nicht eine Übernahme kommt.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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