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31.10.2026 | 05:38

Bei Bayer und MustGrow wird es konkreter. Bei CTS Eventim wird es spannend!

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Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp. Steht CTS Eventim vor unruhigen Zeiten? Ein aktivistischer US-Investor macht Druck. Dies dürfte Gründer und Großaktionär Klaus-Peter Schulenberg nicht gefallen. Der Unternehmer gilt als eigenwillig und wenig kompromissbereit. Der Aktie könnte es auf die Sprünge helfen. Vor einem Kurssprung könnte auch MustGrow stehen. Analysten sehen jedenfalls großes Kurspotenzial. Das Unternehmen profitiert von einer Partnerschaft mit Bayer. Gemeinsam hat man zuletzt sogar einen Webcast gemacht. Auch bei Bayer selbst gab es zuletzt positive News. Unter anderem haben die Leverkusener in China eine wichtige Zulassung erhalten.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: MustGrow Biologics Corp | CA62822A1030 , BAYER AG NA | DE000BAY0017 , CTS EVENTIM KGAA | DE0005470306

Inhaltsverzeichnis:


    MustGrow und Bayer berichten

    Die Zusammenarbeit zwischen Bayer und MustGrow Biologics nimmt Fahrt auf. Nachdem der kanadische Spezialist für biologischen Pflanzenschutz im August 2026 die erste Meilensteinzahlung des deutschen Agrarchemiekonzerns erhalten hatte, fand in dieser Woche erstmals ein gemeinsamer Webcast statt. MustGrow-COO Colin Bletsky und Bayer-Manager Ralf Glaubitz diskutierten über die weltweiten Marktchancen biologischer Pflanzenschutzmittel, regulatorische Rahmenbedingungen und die Perspektiven ihrer Partnerschaft. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit Dezember 2023 zusammen. Bayer besitzt die exklusiven Vermarktungsrechte für MustGrows senfbasierte Biocontrol-Technologie für Bodenanwendungen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Die erste Meilensteinzahlung war an technische Entwicklungsfortschritte geknüpft. Weitere Zahlungen könnten bei Erreichen zusätzlicher Entwicklungsziele folgen. Insgesamt schätzt MustGrow den Wert der Vereinbarung einschließlich der von Bayer finanzierten Entwicklungsarbeiten auf 35 bis 40 Mio. USD über einen Zeitraum von fünf bis sieben Jahren. Bei erfolgreicher Kommerzialisierung würde MustGrow zusätzlich von Lizenzgebühren und Umsätzen aus der Wirkstoffproduktion profitieren.

    Bayer und MustGrow sind vom Potenzial biologischer Pflanzenschutzmittel überzeugt. MustGrow-COO Colin Bletsky erwartet, dass der Weltmarkt für biologische Agrarprodukte in den kommenden fünf bis acht Jahren mit jährlich rund 15 % wachsen wird. Derzeit liegt das Marktvolumen bei etwa 20 Mrd. USD, während der gesamte Markt für Pflanzenschutzmittel und Düngemittel rund 380 Mrd. USD umfasst. Bayer-Manager Ralf Glaubitz sieht insbesondere in Europa große Chancen, da strengere Vorschriften den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zunehmend einschränken. Besonders interessant sei MustGrows Technologie TerraMG zur Bekämpfung von Nematoden und bodenbürtigen Krankheiten bei hochwertigen Obst- und Gemüsekulturen. Glaubitz bestätigte, dass Bayer bei Feldversuchen die Wirksamkeit von TerraMG unter realen Anbaubedingungen nachgewiesen hat. Zudem lasse sich das Produkt problemlos mit herkömmlichen landwirtschaftlichen Geräten ausbringen. Diese Ergebnisse waren ausschlaggebend für die erste Meilensteinzahlung im August. Bereits vor Abschluss der Partnerschaft hatte Bayer die Technologie fast zwei Jahre lang umfassend geprüft, darunter ihre Wirksamkeit, die Zulassungsperspektiven in der EU und die Patentsituation. Bletsky betonte, dass MustGrow ohne die wissenschaftliche und regulatorische Expertise von Bayer deutlich länger für die Erschließung des europäischen Marktes benötigen würde.

    Springt die MustGrow-Aktie jetzt an? Bei einem Aktienkurs von 0,38 CAD wird das Unternehmen mit rund 30 Millionen CAD bewertet. GBC Research hält dies für zu günstig. Analysten sehen das Kursziel für MustGrow-Aktien bei 2,51 CAD (1,54 EUR) und stufen die Aktie mit „Kaufen“ ein. Neben der Entwicklung von TerraMG™ gemeinsam mit dem Partner Bayer vermarktet MustGrow bereits das Biofertilitätsprodukt TerraSante™ in den USA, wo es in 12 Bundesstaaten zum Verkauf zugelassen ist. Die Nachfrage übersteigt derzeit das Angebot. Daher wird die Produktion bei Auftragsfertigern derzeit hochgefahren.

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    Bayer mit guten Nachrichten

    Und wie läuft es bei MustGrow-Partner Bayer selbst? Die Aktie der Leverkusener scheint ihre Schwächephase von Anfang Oktober überwunden zu haben. In den vergangenen Tagen ging es spürbar nach oben und der Blick richtet sich auf das Jahreshoch bei 54 EUR. Für Kauflaune bei Anlegern sorgten in dieser Woche gleich zwei positive Nachrichten aus dem Pharmageschäft.

    Am Wochenende präsentierte der Konzern überzeugende Studiendaten zu seinem Prostatakrebsmedikament Nubeqa. In einer Phase-III-Studie mit Patienten, die ein hohes Rückfallrisiko aufweisen, konnte die Kombination von Nubeqa mit einer Hormonentzugs- und Strahlentherapie das Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber der Vergleichsgruppe um 58 % reduzieren. Nach vier Jahren waren 95 % der mit Nubeqa behandelten Patienten ohne Metastasen, gegenüber 88 % in der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse könnten den Einsatzbereich des bereits zugelassenen Medikaments erweitern und damit zusätzliches Umsatzpotenzial erschließen. 

    Lob von Analysten gab es für die Meldung am Montag, dass Bayer in China die Zulassung für seinen neuen Gerinnungshemmer Asundexian erhalten hat. Unter dem Markennamen Sunharbo soll das Medikament das Risiko erneuter Schlaganfälle bei bestimmten Hochrisikopatienten reduzieren. Es handelt sich um die weltweit erste Zulassung eines sogenannten Faktor-XIa-Hemmers. In einer groß angelegten Phase-III-Studie mit mehr als 12.000 Teilnehmern hatte Asundexian das Risiko eines erneuten ischämischen Schlaganfalls um 26 % reduziert, ohne dass die Häufigkeit von Blutungen insgesamt zunahm. Analysten trauen dem Medikament langfristig Milliardenumsätze zu. Damit könnte Asundexian einen Teil der Umsatzverluste beim bisherigen Kassenschlager Xarelto ausgleichen. Zulassungsanträge in weiteren wichtigen Märkten werden derzeit geprüft. 

    CTS Eventim: Es wird spannend!

    Vor dem Kapitalmarkttag wird es bei CTS Eventim spannend. Denn ein aktivistischer US-Investor macht Druck. Ananym Capital hat sich an dem deutschen Ticketvermarkter und Konzertveranstalter beteiligt und sieht erhebliches Kurspotenzial. Fondsmitgründer Charlie Penner sieht CTS Eventim gegenüber dem US-Konkurrenten Live Nation unterbewertet. Er hält einen Kursanstieg von bis zu 100 % für möglich. Um diese Bewertungslücke zu schließen, fordert Ananym unter anderem umfangreichere Aktienrückkäufe, mehr Transparenz gegenüber Investoren und eine stabilere Führungsstruktur. Zuletzt hatte CTS Eventim innerhalb von sechs Jahren bereits zum dritten Mal seinen Finanzvorstand ausgetauscht. Auch die verhaltene Prognose für 2026 hat das Vertrauen der Anleger belastet. Die Aktie hatte sich zwischenzeitlich gegenüber ihrem Rekordhoch vom Mai 2025 nahezu halbiert. Am 20. November veranstaltet CTS Eventim erstmals einen Kapitalmarkttag. Dieser könnte nach Ansicht von Penner eine Gelegenheit bieten, internationale Investoren von den Perspektiven des Unternehmens zu überzeugen. Interessant dürfte die Reaktion von Gründer und Großaktionär Klaus-Peter Schulenberg werden. Der Unternehmer gilt als eigenwillig und wenig kompromissbereit. Dass er sich von einem aktivistischen Investor aus den USA ohne Weiteres Vorgaben machen lässt, erscheint fraglich. Damit könnte sich bei CTS Eventim ein spannender Machtkampf entwickeln.

    Ananym Capital ist kein unbeschriebenes Blatt. Der 2024 von Charlie Penner und Alex Silver gegründete US-Investor ist bereits bei mehreren börsennotierten Unternehmen als aktivistischer Aktionär aufgetreten. In Deutschland sorgte Ananym Ende 2025 für Schlagzeilen, als der Fonds bei Siemens Energy einstieg und eine Abspaltung der Windkrafttochter Siemens Gamesa forderte. Der Investor sah darin erhebliches Potenzial für den Aktienkurs. Auch beim US-Industriekonzern Baker Hughes setzte sich Ananym für eine Aufspaltung des Geschäfts ein. Dabei verfolgt Ananym eher einen kooperativen Ansatz und sucht den Dialog mit dem Management. Das Engagement bei CTS Eventim bezeichnete Penner ausdrücklich als freundlich. 

    Fazit

    Die Aktien von CTS Eventim haben sich von ihren Jahrestiefstständen erholt, liegen im Jahr 2026 jedoch weiterhin um rund 18 % im Minus. Ein aktivistischer Investor könnte Veränderungen im Unternehmen bewirken. MustGrow könnte von der zusätzlichen Aufmerksamkeit profitieren, die durch seine Partnerschaft mit Bayer entsteht, sowie von weiteren Meilensteinzahlungen. Diese könnten die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens übersteigen. Auch Bayer selbst macht Fortschritte.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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