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11.08.2026 | 04:30

Rheinmetall-Aktie verkaufen? Über 20 % Kursgewinn in einer Woche! OHB mit Kaufempfehlung! Bayer-Partner MustGrow startet Neubewertung!

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Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

Um über 20 % ist die Aktie von MustGrow Biologics in der vergangenen Woche geklettert. Damit könnte die Aktie endlich die Neubewertung eingeleitet haben. Analysten halten deutlich höhere Kurse für realistisch. In den kommenden Jahren soll sich der Umsatz vervielfachen und ein deutlicher Gewinn erzielt werden. Zudem könnte MustGrow von Meilensteinzahlungen des Partners Bayer profitieren. Die Gewinne daraus sind nicht in den Analystenschätzungen enthalten. Bei Rheinmetall reduzieren Analysten ihre Umsatzschätzung für 2028. Auch beim Cashflow und der Marge sehen die Experten Risiken. Daher stufen sie die Aktie des größten deutschen Rüstungskonzerns von "Halten" auf "Verkaufen" ab. Optimistisch sind Analysten dagegen bei OHB. Wichtig für die Investmentstory ist, dass die deutsche Weltraumhoffnung in den kommenden Monaten große Aufträge an Land zieht.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , OHB SE O.N. | DE0005936124 , MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Inhaltsverzeichnis:


    MustGrow startet Neubewertung

    Manchmal dauert es etwas länger, bis sich eine interessante Investmentstory an der Börse durchsetzt. Bei der Aktie von MustGrow Biologics könnte der Knoten in der vergangenen Woche endlich geplatzt sein. So explodierte der Kurs um über 20 %. Geht es nach den Analysten von GBC Research, gibt es gute Gründe, warum dies erst der Anfang gewesen sein könnte. Sie sehen den fairen Wert der MustGrow-Aktie bei 1,66 EUR. Derzeit notiert die Aktie bei 0,22 EUR.

    Grund für die mögliche Vervielfachung der Aktie ist das von den Analysten erwartete starke Wachstum von MustGrow. Für 2027 prognostizieren die GBC-Analysten eine Umsatzexplosion auf 14,05 Mio. CAD nach erwarteten 4,50 Mio. CAD im Jahr 2026. Das EBITDA soll sich dabei auf minus 1,08 Mio. CAD verbessern, beim Nettoergebnis werden noch minus 1,45 Mio. CAD beziehungsweise ein Verlust von 0,02 CAD je Aktie erwartet. 2028 soll dann auch beim Ergebnis der Durchbruch gelingen. GBC rechnet mit einem Umsatzsprung auf 31,56 Mio. CAD und einem positiven EBITDA von 8,46 Mio. CAD. Unter dem Strich wird ein Nettogewinn von 8,07 Mio. CAD beziehungsweise ein Ergebnis je Aktie von 0,11 CAD prognostiziert. Die Aktie notiert derzeit bei 0,38 CAD.

    Aber was macht MustGrow eigentlich? Das kanadische AgTech-Unternehmen entwickelt ökologische Wirkstoffe aus Senfkörnern für Anwendungen in Pflanzenschutz, Bodenfruchtbarkeit und regenerativer Landwirtschaft. Die Produkte werden als TerraMG™ und TerraSante™ vermarktet. TerraMG™ basiert auf senfbasierten bioaktiven Verbindungen und soll unter anderem gegen bodenbürtige Pilze sowie bei Nachernteanwendungen eingesetzt werden, während TerraSante™ die Bodenqualität und die Aktivität des Mikrobioms verbessern soll. MustGrow verfolgt dabei einen Asset-Light-Ansatz und verzichtet weitgehend auf den Aufbau eigener Produktions- und Vertriebsstrukturen. Ähnlich wie Chipdesigner wie Nvidia in der Halbleiterindustrie konzentriert sich MustGrow auf Technologie, Produktentwicklung und geistiges Eigentum, während die Herstellung über externe Partner organisiert wird.

    TerraSante™ ist bereits in mehreren US-Bundesstaaten zugelassen und wird kommerziell vermarktet. Ein wichtiger Baustein der Wachstumsstrategie von MustGrow Biologics ist die Partnerschaft mit Bayer für TerraMG™. Durch die Zusammenarbeit erhält MustGrow Zugang zu Märkten in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, ohne dort eigene Vertriebsstrukturen aufbauen zu müssen. Zudem übernimmt der deutsche Konzern Kosten bis zur Markteinführung, wie beispielsweise für die Zulassung. Aus der Kooperation mit Bayer können zudem Meilensteinzahlungen erfolgen.

    https://youtu.be/XFGCBf1w8mg?si=E1pvtix0buQcpoN7

    Rheinmetall-Aktie verkaufen?

    Die Analysten von mwb Research zeigen sich trotz starker operativer Halbjahreszahlen zunehmend skeptisch gegenüber Rheinmetall. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 69 % auf 3,29 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis legte um 115 % auf 562 Mio. EUR zu. Die operative Marge von 17,1 % lag ebenfalls über den Markterwartungen. Auch der Auftragsbestand bleibt mit 80,5 Mrd. EUR auf einem hohen Niveau und bietet aus Sicht der Analysten gute Visibilität für die kommenden Jahre. Dennoch reichten die starken Ergebniskennzahlen nicht aus, um mwb zu überzeugen. Besonders kritisch sehen die Experten den schwachen Cashflow. Im ersten Halbjahr lag der operative Free Cashflow bei minus 1,62 Mrd. EUR. Um die für 2026 angestrebte Cash Conversion Rate von mehr als 40 % noch zu erreichen, müsste Rheinmetall aus Sicht der Analysten im zweiten Halbjahr rund 2,7 Mrd. EUR operativen Free Cashflow erwirtschaften.

    Für zusätzliche Ernüchterung sorgt die angepasste Prognose. Aufgrund der Stornierung des F126-Fregattenprojekts reduzierte Rheinmetall die Umsatzprognose für 2026 um 300 Mio. EUR auf 13,7 bis 14,2 Mrd. EUR. Noch entscheidender für mwb ist jedoch die deutliche Kürzung der geplanten Investitionen. Statt der beim Kapitalmarkttag genannten 16 % des Umsatzes sollen die Investitionen nur noch 8 % bis 9 % erreichen. Nach Einschätzung der Analysten macht erst diese Halbierung das Cashflow-Ziel überhaupt erreichbar. Gleichzeitig wurde das für Ende 2026 angestrebte Auftragsvolumen von rund 135 Mrd. EUR auf mehr als 100 Mrd. EUR zurückgenommen. Enttäuscht zeigt sich mwb zudem darüber, dass Rheinmetall trotz des Wegfalls des margenschwächeren F126-Projekts die Margenprognose nicht angehoben hat.

    Damit wackelt aus Sicht der Analysten zunehmend die ambitionierte langfristige Wachstumsstory. Die Umsetzung des bestehenden Auftragsbestands funktioniere zwar gut und die kommenden Jahre seien vergleichsweise gut abgesichert. Die geringeren Investitionen könnten jedoch lediglich in die Folgejahre verschoben worden sein. mwb erhöht deshalb die Capex-Annahmen für 2027 und 2028 und reduziert zugleich die langfristigen Umsatzschätzungen aufgrund veränderter Beschaffungsprioritäten Deutschlands. Für 2028 erwarten sie, dass Rheinmetall 23,965 Mrd. EUR umsetzen wird. Damit werde insbesondere das ambitionierte Wachstumsszenario bis 2030 schwieriger zu erreichen sein. Das Kursziel nehmen die Experten von 1.150 EUR auf 1.050 EUR zurück. Gleichzeitig stufen die Analysten die Rheinmetall-Aktie von „Halten“ auf „Verkaufen“ herab.

    OHB: Analysten sehen Potenzial für steigende Kurse

    Nach einem Kursfeuerwerk von Januar bis Mai dieses Jahres hat die OHB-Aktie zuletzt stark korrigiert. Von rund 670 EUR ging es für das Wertpapier bis auf 229 EUR in den Keller. Damit liegt die Jahresperformance allerdings weiterhin bei ordentlichen 89 %. NuWays hat zuletzt Hoffnung auf wieder steigende Kurse gemacht. Aus Sicht der Analysten ist die deutsche Weltraumhoffnung nach dem zweiten Quartal operativ auf Kurs und zugleich gut für eine anstehende Welle größerer Aufträge positioniert. Der Umsatz wuchs im Q2 zwar nur noch um 9 % nach 15 % im ersten Quartal, für das Gesamtjahr wurde die Prognose jedoch bestätigt. Damit müsste sich das Wachstum im zweiten Halbjahr wieder beschleunigen.

    Entscheidend für die Investmentstory ist laut NuWays nun der bevorstehende Auftragszyklus. Besonders wichtig ist IRIS, bei dem OHB als zentraler Industriepartner für den MEO-Teil der europäischen Satellitenkonstellation vorgesehen ist. Ein Vertragsabschluss im zweiten Halbjahr würde langfristige Visibilität bis in Richtung 2030 schaffen. Hinzu kommen mögliche ESA-Aufträge für Sentinel, Clearspace-1 und OpSTAR. Ab 2027 dürfte sich das Potenzial durch die deutlich steigenden europäischen und deutschen Raumfahrt- und Verteidigungsbudgets nochmals erhöhen. Hervorgehoben wird SATCOMBw4 mit einem Volumen von rund 10 Mrd. EUR. NuWays schätzt dort den OHB-Anteil auf 30 % bis 50 %. Die Analysten bestätigen daher ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 340 EUR.

    Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnen die Analysten bei OHB mit einer Gesamtleistung von 1,44 Mrd. EUR und einem bereinigten EBITDA von 158,1 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie soll bei 2,73 EUR liegen. Für 2028 prognostizieren sie eine Gesamtleistung von 2,41 Mrd. EUR. Das bereinigte EBITDA soll bei 307,7 Mio. EUR und das Ergebnis je Aktie bei 7,50 EUR liegen.


    Fazit

    Es gibt gute Gründe dafür, dass die Kursexplosion bei MustGrow erst der Anfang einer größeren Neubewertung der Aktie war. Analysten erwarten in den kommenden Jahren jedenfalls eine starke Umsatz- und Ertragsentwicklung. Vor diesem Hintergrund erscheint die Aktie günstig. Bei Rheinmetall sehen Analysten große Fragezeichen in Bezug auf die längerfristige Umsatz- und Ertragsentwicklung. Allerdings raten deutlich mehr Analysten zum Kauf der Aktie. Wer auf ein PurePlay im europäischen Weltraumsektor setzen will, kommt an OHB kaum vorbei. Allerdings ist die Aktie alles andere als günstig.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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