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25.09.2026 | 05:00

Hensoldt verkaufen? Kupfer auf Rekordniveau! Power Metallic Mines profitiert! Nordex mit Newsflow!

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Bildquelle: Nordex

Sorgen um das Angebot treffen auf einen wachsenden Bedarf durch Stromnetze, Elektrifizierung und den Ausbau der KI-Infrastruktur. Das treibt den Kupferpreis auf Rekordniveau. Ein Profiteur mit Nachholpotenzial ist Power Metallic Mines. Die Kanadier entwickeln ein Weltklasseprojekt mit großem Kupferanteil. Aus Sicht von Analysten und des CEOs notiert die Aktie zu niedrig. Die jüngste Ressourcenschätzung überzeugte und das Potenzial dürfte noch größer sein. Kein Kurspotenzial hat Hensoldt. Dieser Meinung sind jedenfalls Analysten. Sie zweifeln am langfristigen Wachstum und halten den Bewertungsaufschlag zu Renk und Rheinmetall für nicht gerechtfertigt. Als ambitioniert bewertet gilt auch Nordex. Doch die Norddeutschen sorgen durch kontinuierlichen Newsflow immer wieder für neue Kursimpulse.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    Power Metallic Mines: Wann startet die Aktie durch?

    Rund 23 % konnte die Aktie von Power Metallic Mines in den vergangenen sechs Monaten zulegen. Aus Sicht von Analysten und des CEOs gibt es noch viel mehr Potenzial. Ein Blick auf den Kupfermarkt bestärkt diese Einschätzungen. Power Metallic Mines entwickelt im kanadischen Québec eines der spannendsten polymetallischen Explorationsprojekte weltweit. Die hochgradigen Gebiete Nisk, Lion und Tiger verfügen unter anderem über Kupfer, Nickel sowie Platin- und Palladiummineralisierungen.

    Zuletzt wurde mit der Ressourcenschätzung für die Lion-Zone des Nisk-Projekts ein Meilenstein erreicht. Im Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF erläuterte CEO Terry Lynch, dass diese 4,75 Mio. Tonnen mit durchschnittlich rund 3,9 % Kupferäquivalent umfasst. Etwa 87 % sind als „angezeigt“ klassifiziert und damit geologisch vergleichsweise gut abgesichert. Rund 59 % der Ressource entfallen auf den für einen möglichen Tagebau abgegrenzten Bereich. Die oberflächennahe Lage und die hohen Metallgehalte könnten nach Einschätzung von Lynch einen kostengünstigen Einstieg in die Förderung ermöglichen.

    Deutliches Erweiterungspotenzial sieht der CEO durch die laufenden Bohrungen. Die Ressourcenschätzung berücksichtigt lediglich Ergebnisse bis zum 19. April und reicht bis etwa 610 Meter Tiefe. Inzwischen seien massive Sulfide in rund 900 Metern Tiefe getroffen worden; die zugehörigen Analyseergebnisse standen zum Interviewzeitpunkt noch aus. Bis Ende November sollen Bohrungen möglicherweise 1.200 Meter erreichen. Zusätzlich sollen bislang unzureichend erkundete Erzkörper gezielt untersucht werden. Lynch hält eine Vergrößerung auf etwa 10 Mio. Tonnen für gut möglich, muss dies aber durch weitere Exploration belegen. Für die wirtschaftliche Bewertung ist eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) im ersten Halbjahr 2027 vorgesehen.

    Für den Kupfermarkt zeichnet Lynch ein ausgesprochen positives Bild. Neben KI-Infrastruktur sieht er insbesondere die Robotik als bislang unterschätzten Treiber des künftigen Metallbedarfs. Jahrelang sei zu wenig Kapital in die Exploration geflossen, während neue Entdeckungen immer teurer geworden seien. Entsprechend dünn sei die Pipeline ausreichend fortgeschrittener Minenprojekte. Hinzu kämen langwierige Entwicklungsprozesse und Widerstände gegen neue Bergbauvorhaben, die selbst wirtschaftlich attraktive Lagerstätten über Jahre blockieren könnten. Daher könnte sich die Lücke zwischen Kupfernachfrage und verfügbarem Angebot ab 2027 deutlich vergrößern. Die Folge wären steigende Preise.

    Auch an der Börse hält Lynch den Rohstoffboom noch nicht für ausgereizt. Seiner Einschätzung nach haben bislang vor allem spezialisierte Bergbauinvestoren Positionen aufgebaut, während breiter aufgestellte Anleger erst allmählich auf den Sektor aufmerksam werden. Ein stärkerer Kapitalzufluss dieser Investoren könnte den Aktien zusätzlichen Auftrieb geben. Bei Power Metallic sieht er bereits auf Basis der bisherigen Entdeckungen eine deutlich höhere Bewertung als gerechtfertigt an. Diese Einschätzung teilen die Analysten von GBC Research. Ihr Kursziel für die Aktie von Power Metallic Mines liegt bei 3 CAD. Derzeit notiert das Wertpapier bei 1,25 CAD. Zum Kurstreiber könnte die geplante Nasdaq-Notierung werden. Diese soll den Zugang zu US-Investoren verbessern und die Finanzierung erleichtern.

    Das vollständige Interview:

    https://youtu.be/UROPYAq3umM?si=ttpVBn4yio__GTWb

    Nordex: Newsflow gibt Rückenwind

    Die Aktie von Nordex hat von ihrem Jahreshoch fast 20 % an Wert verloren. Dennoch notiert sie 39 % höher als zum Jahresbeginn. Die Kursschwäche der vergangenen Wochen sollte daher nicht überbewertet werden, auch wenn beispielsweise die Analysten von mwb Research die hohe Bewertung kritisieren. Nach ihrer Meinung braucht es ein überraschend starkes US-Geschäft, um für weitere Kurssteigerungen zu sorgen.

    Der positive Newsflow hält bei Nordex jedenfalls an. Zuletzt hat der Windkraftanlagenhersteller eine neue Großturbine vorgestellt. Demnach hat man die Delta4000-Serie um die Windenergieanlage N193/7.X für Standorte mit niedrigen bis mittleren Windgeschwindigkeiten erweitert. Die Turbine verfügt über eine Leistung von 7,3 MW und einen Rotordurchmesser von 193 Metern. Nach Unternehmensangaben ermöglicht sie an typischen Schwach- bis Mittelwindstandorten einen bis zu 14 % höheren Energieertrag als die N175/6.X. In Deutschland wird sie zunächst mit maximal 6,6 MW angeboten, um die Wirtschaftlichkeit der Projekte mit den Anforderungen an Genehmigungen und Netzanschlüsse abzustimmen. Die Serienproduktion soll 2029 starten.

    Bei der Entwicklung setzt Nordex auf zentrale Komponenten der bestehenden Plattform, darunter Maschinenhaus, Steuerung und elektrische Architektur. Dies soll eine zügige Markteinführung ermöglichen und bewährte Produktions- und Installationsabläufe nutzbar machen. Unterschiedliche Betriebsmodi, Turmvarianten und Nabenhöhen erlauben Anpassungen an lokale Vorgaben und Betreiberziele, etwa bei Schallemissionen, Energieausbeute und Lebensdauer.

    Zudem hat Nordex von TEUT Energieprojekte einen Auftrag über 91 MW sowie einen Servicevertrag über 20 Jahre erhalten. Für den Windpark Schönermark-Passow nahe Schwedt/Oder in Brandenburg liefert das Unternehmen 13 Anlagen des Typs N163/6.X mit einer Nabenhöhe von 164 Metern. Bau, Lieferung und Errichtung sollen im September 2027 starten, die erste Turbine soll im Januar 2028 in Betrieb gehen. TEUT realisiert den Windpark gemeinsam mit dem österreichischen Energieversorger Salzburg AG. Es ist bereits das zehnte gemeinsame Projekt des Entwicklers mit Nordex.

    Hensoldt: Weiteres Rückschlagspotenzial?

    Im laufenden Jahr konnten Anleger mit der Aktie von Hensoldt nur mit dem Trading Geld verdienen. Das Wertpapier notiert derzeit bei 77 EUR und damit auf dem Niveau von Anfang 2026. Geht es nach den Analysten von mwb research, ist dies ein gutes Stück zu viel. Sie sehen den fairen Wert der Hensoldt-Aktie bei 62 EUR und empfehlen sie zum Verkauf.

    Die Analysten stellen insbesondere den Bewertungsaufschlag gegenüber stärker mit gepanzerten Fahrzeugen verbundenen Rüstungsunternehmen wie Renk infrage. Nach ihrer Auswertung steigt der Anteil fahrzeugbezogener Bestellungen am Auftragseingang von mehr als rund 12 % im Jahr 2023 auf über 25 % im Jahr 2025 und voraussichtlich mehr als rund 32 % im Jahr 2026. Davon profitiert vor allem das Optronikgeschäft. Da sich etwa die Hälfte der Bestellungen nicht eindeutig zuordnen lasse, könnten diese Werte die tatsächliche Verteilung noch unterschätzen.

    Bis 2028 traut mwb Hensoldt dennoch ein kräftiges Wachstum zu. Der Umsatz soll von 2,82 Mrd. EUR im laufenden Jahr auf 3,22 Mrd. EUR in 2027 und 3,77 Mrd. EUR in 2028 steigen. Für das EBITDA prognostizieren die Analysten in diesen drei Jahren einen Anstieg von 546 Mio. EUR bis auf 764 Mio. EUR. Der Nettogewinn soll von 209 Mio. EUR in 2026 auf 257 Mio. EUR in 2027 und 344 Mio. EUR in 2028 klettern. Damit würden die Ergebnisse deutlich schneller wachsen als die Erlöse.

    Die Skepsis betrifft vor allem die Zeit nach dem gegenwärtigen Beschaffungsboom. mwb sieht Hinweise auf eine Verschiebung der deutschen Rüstungsausgaben ab 2029 und modelliert nach einem Umsatzhoch Anfang der 2030er-Jahre einen Rückgang. Auch die leistungsfähigen Radarsysteme böten nach ihrer Auslieferung zu wenig wiederkehrende Erlöse, um das hohe Niveau dauerhaft abzusichern. Beim Aufbau eines digital vernetzten Gefechtsfelds räumen die Analysten Hensoldt zwar gute Chancen ein. Das geschätzte Potenzial wiederkehrender Softwareerlöse von 500 Mio. EUR jährlich reicht in ihrem Modell jedoch nicht aus, um den erwarteten Rückgang aufzufangen.

    Fazit

    Dass ein CEO bei der Aktie seines Unternehmens Kurspotenzial sieht, ist natürlich nicht ungewöhnlich. Doch bei Power Metallic Mines spricht noch mehr für eine aktuelle Unterbewertung und damit Kaufchance. Die Ressourcenschätzung überzeugte und das Projekt gibt noch einiges mehr her. Zudem befindet sich der Kupferpreis im Rallymodus und die Treiber sollten weiter bestehen bleiben. Der Kauf der Hensoldt-Aktie drängt sich derzeit nicht auf. Der gesamte Sektor tut sich schwer. Nordex ist sicher nicht günstig bewertet, aber der Newsflow ist positiv.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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