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22.03.2021 | 05:00

BYD, Blackrock Silver, First Majestic Silver: Je grüner die Welt, desto besser für Silber

  • Nachhaltigkeit
Bildquelle: pixabay.com

Dass die Autoindustrie auf Elektromobilität setzt, war lange nicht eindeutig. Zu lange brachten vor allem deutsche Hersteller auch weiterhin große, schwere und leistungsstarke Verbrenner auf den Markt. Doch inzwischen haben Volkswagen, Daimler und Co. umgedacht und setzen voll auf Elektromobilität. Die Folgen davon sind vielfältig: Neben steigenden Kursen bei Aktien, wie etwa VW, klettern auch die Kurse potenzieller Zulieferer. Soviel ist klar: Für die Mobilitätswende braucht es vor allem eines: mehr Rohstoffe.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA09261Q1072 , CNE100000296 , CA32076V1031

Inhaltsverzeichnis:


    BYD: Diese Aktie hat nur einen Haken

    Den steigenden Bedarf an Rohstoffen spüren selbst Hersteller wie der chinesische Elektro-Pionier BYD. Das Unternehmen begann vor vielen Jahren als Batterieproduzent und legte nach und nach Ideen für Kleinfahrzeuge und Busse vor. Inzwischen deckt BYD das gesamte Angebot an Elektrofahrzeugen ab. BYD hat auch weiterhin seine eigene Batterieproduktion und bietet damit viele Lösungen aus einer Hand. Langfristig ist sogar angedacht, die Batterieproduktion gesondert an die Börse zu bringen und auch anderen Herstellern verstärkt Akkuzellen zu liefern. Der positive Nebeneffekt für BYD: die Stückkosten sinken. BYD hat eine Technologie entwickelt, die es erlaubt, leistungsfähige Akkus so in Autos zu verbauen, dass der Raum bestmöglich genutzt wird. Wer technologisch derart auf der Überholspur ist, bekommt natürlich Anfragen potenzieller Beifahrer: Erst kürzlich meldete BYD die Lieferung von fünf Doppeldecker-Busse nach Großbritannien.

    Der Auftrag ist zwar nicht riesengroß, doch unterstreicht er, dass BYD längst einer der ersten Ansprechpartner ist, wenn Kommunen oder Unternehmen Elektrofahrzeuge bestellen möchten. Die Aktie korrigiert seit Januar, was nach dem rasanten Jahr 2020 aber kein Wunder ist. BYD ist international gut positioniert und profitiert im Reich der Mitte zudem von den zahlreichen Rohstoff-Quellen. Mittelfristig dürften vor allem westliche Kunden aber auch Wert darauf legen, dass die gesamte Lieferkette rund um Elektroautos nachhaltig ist. Hier haben die Chinesen wohl das einzige ernstzunehmende Defizit.

    Blackrock Silver: Neuer Name, bewährte Qualität

    Während sich die Diskussion um Rohstoffe für die Elektromobilität in erster Linie um Lithium oder auch Kupfer dreht, vergessen viele Anleger die Eigenschaft von Silber als Industriemetall. Silber steckt seit jeher in allen Autos. In Elektroautos ist aber noch mehr von dem Edelmetall verbaut. Auch Solarzellen kommen oftmals nicht ohne Silber aus. Das Unternehmen Blackrock Silver ist im US-Bundesstaat Nevada auf der Suche nach hochgradigen Vorkommen von Silber und auch Gold. Das Unternehmen fokussiert sich auf sein Flaggschiff-Projekt Tonopah West , das in der Vergangenheit mit vielversprechenden Entdeckungen von Gold und Silber auf sich aufmerksam machte. 2021 will Blackrock Silver weitere 40.000 Meter bohren und das Projekt weiter voranbringen. Da das Hauptaugenmerk des Unternehmens inzwischen auf Silber liegt, änderte man seinen Namen und trägt „Silver" nun statt „Gold" als Namenszusatz.

    Neben Tonopah West hat das Unternehmen mit Silver Cloud ein weiteres Projekt im Angebot, auf dem das Unternehmen zuletzt gebohrt hat. Hier stehen noch weitere Ergebnisse aus. Je nachdem, wie vielversprechend das Projekt ist, könnte sich Blackrock Silver auch vorstellen, es in eine eigene Gesellschaft auszugliedern. Statt Silver Cloud als Neben-Projekt stiefmütterlich zu behandeln, könnte dieses Vorgehen für Aktionäre Werte heben, glaubt man bei Blackrock. Die Aktie von Blackrock Silver handelt seit Monaten seitwärts und hält sich in Deutschland stabil über 50 Cent. Während des letzten Edelmetall-Rausches handelte der Wert jenseits von einem Euro. Wer die Silber-Fantasie im Depot abbilden will und auch mit dem Nebenprodukt Gold gut leben kann, sollte über die Aktie nachdenken.

    First Majestic Silver ist fast schon langweilig

    Wie groß der Wertzuwachs sein kann, wenn ein Unternehmen neue Projekte rund um Silber an den Markt bringt oder weiterentwickelt, zeigt die Entwicklung der Aktie von First Majestic Silver. Das Unternehmen schaffte auf Sicht von einem Jahr eine Rendite von 194%. Erst zuletzt erneuerte das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm und will rund 4,5% der ausgegebenen und ausstehenden Aktien zurückkaufen. Allein diese Maßnahme ist geeignet, den Kurs weiter zu treiben. Doch wie weit kann der Wert noch steigen?

    First Majestic Silver betreibt drei Silberminen in Mexiko und generiert rund 70% der Umsätze mit dem Edelmetall. Der Rest entfällt auf Gold. Weitere kleinere Projekte befinden sich im Entwicklungsstadium. Mit der Marktkapitalisierung von rund 3,2 Mrd. EUR ist die Aktie aber bereits ein mittelgroßer Produzent. Anleger, die im Zuge der Elektroautofantasie, dem Solar-Boom und dem allgemein gesteigerten Interesse an Edelmetallen in Aktien mit Hebel investieren möchten, schauen sich besser Blackrock Silver mit seinem aussichtsreichen Projekt in Nevada an.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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