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24.07.2026 | 05:25

Energie-Aktien im KI-Boom! Kursziele steigen! SMA Solar, Bloom Energy, RE Royalties!

  • Nachhaltigkeit
  • Energie
  • solarenergie
Bildquelle: KI

Die Aktie von Bloom Energy ist nichts für schwache Nerven. Nach Ansicht von Analysten könnte die Korrektur beendet sein. Die Experten haben ihr Kursziel erhöht. Auch bei SMA Solar sind Analysten optimistisch. Der Wechselrichterspezialist sorgt mit Batteriespeichern für Kursfantasie. Die Jahresprognose wurde mit den Zahlen für das zweite Quartal erhöht. Auch RE Royalties profitiert vom KI-Boom in den USA. Mit einem innovativen Geschäftsmodell ist man auf Wachstumskurs. Die Dividendenrendite liegt bei über 10 %. Doch das Management ist mit der Performance der Aktie unzufrieden. Kommt jetzt die Aufholjagd?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: SMA SOLAR TECHNOL.AG | DE000A0DJ6J9 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , BLOOM ENERGY A DL-_0001 | US0937121079

Inhaltsverzeichnis:


    RE Royalties: Management unzufrieden mit Aktien-Performance

    RE Royalties positioniert sich in einem stark wachsenden Markt mit einem ungewöhnlichen Geschäftsmodell. Das kanadische Unternehmen hat als einer der ersten Anbieter das aus dem Rohstoffsektor bekannte Royalty-Modell auf erneuerbare Energien übertragen. In den vergangenen Jahren wurde in 135 Projekte investiert – darunter Solar- und Windparks, Batteriespeicher und Wasserkraft. Mehr als 80 % des Portfolios befinden sich in Nordamerika.

    Das Potenzial liegt in einer Finanzierungslücke, die klassische Banken häufig nicht bedienen. Große Institute konzentrieren sich vor allem auf Projekte im dreistelligen Millionen- oder Milliardenbereich, während kleinere und mittelgroße Projektentwickler etwa 10 bis 30 Mio. CAD benötigen. Genau hier setzt RE Royalties mit flexiblen Finanzierungslösungen an. Das Unternehmen kombiniert langfristige Royalty-Strukturen mit kurzfristigeren Krediten und kann dadurch sowohl laufende Zinserträge als auch langfristige Beteiligungen an den Projekterlösen erzielen.

    Rückenwind liefert der weltweit steigende Kapitalbedarf für neue Stromerzeugung. Insbesondere KI-Rechenzentren, die Elektrifizierung der Industrie und der Wunsch nach größerer Energiesicherheit treiben die Nachfrage. Gleichzeitig gewinnt dezentrale Energieerzeugung an Bedeutung, weil Netzausbau und neue Übertragungsleitungen vielerorts nur langsam vorankommen. Für RE Royalties ist dies ein attraktives Umfeld.

    Ein weiterer Hebel liegt in der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Nach Darstellung des Managements könnten die Erlöse deutlich steigen, ohne dass die Verwaltungskosten im gleichen Maß wachsen müssten. Neue Royalty-Einnahmen würden damit überproportional auf das Ergebnis durchschlagen.

    Die Aktie ist Anfang des Jahres angesprungen und läuft seit Mitte Februar seitwärts. Aktuell notiert sie bei 0,375 CAD. Damit ist das Management nicht zufrieden und prüft daher verschiedene Optionen, um den Wert für Aktionäre zu erhöhen. Strategische oder Co-Investment-Partnerschaften gehören ebenso zu den Optionen wie die Anpassung der Kapitalstruktur durch Eigen- oder Fremdkapital sowie der komplette Unternehmensverkauf. Bis die Aktie wieder anspringt, können sich Aktionäre auf eine Dividende von 0,04 CAD je Aktie freuen. Dieser Betrag wurde im vergangenen Jahr ausgeschüttet. Damit liegt die Dividendenrendite bei über 10 %.

    https://youtu.be/5dQvcZkFR7E?si=jx0IeY-Wu7Cfqgm6

    SMA Solar erhöht Prognose

    Zu den deutschen Gewinnern des Energiebooms gehört derzeit auch SMA Solar. Im laufenden Jahr konnte die Aktie des für seine Wechselrichter bekannten Unternehmens fast 70 % zulegen. Mit den Zahlen für das zweite Quartal und der Anhebung der Jahresprognose konnte man zuletzt den Markt überraschen.

    SMA Solar hat im zweiten Quartal 2026 bei leicht rückläufigem Umsatz deutlich bessere Ergebnisse erzielt. Der Umsatz lag vorläufig bei 345,7 Mio. EUR nach 357,1 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBITDA sprang von -15,5 Mio. EUR auf 64,7 Mio. EUR und übertraf damit die Analystenschätzung von 44 Mio. EUR klar. Auch das EBIT fiel mit 51,5 Mio. EUR deutlich höher aus als die erwarteten 32 Mio. EUR. Rückenwind kam unter anderem von früher als erwarteten Rückerstattungen zuvor erhobener IEEPA-Zölle sowie von der Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte.

    Aufgrund des verbesserten Marktumfelds, der positiven operativen Entwicklung und günstigerer Wechselkurse hat SMA die Prognose für 2026 angehoben. Der Konzern erwartet nun einen Jahresumsatz zwischen 1,625 und 1,725 Mrd. EUR. Zuvor hatte das Management lediglich das obere Drittel der bisherigen Spanne von 1,475 bis 1,675 Mrd. EUR in Aussicht gestellt. Beim EBITDA rechnet SMA jetzt mit 180 bis 230 Mio. EUR, nachdem zuvor nur das obere Drittel einer Spanne von 50 bis 180 Mio. EUR prognostiziert worden war. Den vollständigen Halbjahresbericht 2026 wird SMA voraussichtlich am 13. August 2026 veröffentlichen.

    Im Anschluss an die Zahlen schraubte Jefferies das Kursziel für die SMA-Aktie von 80 EUR auf 87 EUR und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Deutsche Bank erhöhte das Kursziel von 44 EUR auf 75 EUR deutlich. Die Empfehlung wurde von "Halten" auf "Kaufen" angehoben. Die Analysten hoben die positive Entwicklung bei Batteriespeichern hervor und sehen in dieser die Basis für eine Neubewertung des Unternehmens.

    Bloom Energy: Analyst erhöht Kursziel

    Ein großer Profiteur des KI-Booms in den USA ist Bloom Energy. Das Unternehmen entwickelt und produziert Brennstoffzellensysteme, die Rechenzentren direkt vor Ort zuverlässig mit Strom versorgen. Im laufenden Jahr will Bloom zwischen 3,4 und 3,8 Mrd. USD umsetzen. In den vergangenen 52 Wochen ist die Aktie um über 700 % gestiegen. Dabei ist berücksichtigt, dass es in den vergangenen vier Wochen um über 30 % in den Keller ging. Derzeit liegt der Kurs bei 226 USD. Im Juni waren es auch schon 350 USD. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei über 64 Mrd. USD.

    Zuletzt hat Bloom Energy gemeldet, dass die Partnerschaft mit Brookfield eine neue Dimension erhält. Brookfield erhöht den Finanzierungsrahmen für gemeinsame Energieprojekte im Bereich der KI-Infrastruktur von bislang 5 Mrd. USD auf 25 Mrd. USD.

    Für Bloom Energy bedeutet die Ausweitung der Kooperation eine erhebliche Wachstumsbeschleunigung. Die Brennstoffzellensysteme des Unternehmens können direkt vor Ort Strom erzeugen und sind damit weniger abhängig von langwierigen Netzanschlüssen. Gerade für Betreiber von KI-Rechenzentren ist dies ein entscheidender Vorteil, da die Verfügbarkeit großer Strommengen zunehmend zum Engpass beim Bau neuer Standorte wird. Nach Angaben der Unternehmen wächst die Nachfrage von Hyperscalern und Entwicklern von KI-Infrastruktur entsprechend stark. Brookfield will dabei Kapital, Stromversorgung, Rechenleistung und Rechenzentrumsinfrastruktur möglichst aus einer Hand zusammenführen.

    Die Milliardenpartnerschaft ist Teil einer noch deutlich größeren KI-Strategie von Brookfield. Der im November 2025 aufgelegte AI Infrastructure Fund soll insgesamt bis zu 100 Mrd. USD investieren und konzentriert sich auf große KI-Rechenzentren, Energieversorgung, Computing-Infrastruktur und strategische Beteiligungen. Brookfield hat bereits mehr als 100 Mrd. USD in digitale Infrastruktur und saubere Energie investiert. Für Bloom Energy eröffnet die erweiterte Kooperation damit Zugang zu einem finanzstarken Partner, der weltweit Großprojekte umsetzen kann.

    Am Dienstag hat J.P. Morgan das Kursziel für die Aktie von Bloom Energy von 267 USD auf 346 USD angehoben.


    Fazit

    Der Energiehunger von KI wird den Sektor weiter treiben. Bloom Energy ist in den USA ein Basisinvestment, allerdings sehr volatil und alles andere als günstig bewertet. RE Royalties lockt mit einer attraktiven Dividendenrendite. Das Management arbeitet daran, den Aktienkurs aus der Seitwärtsbewegung zu holen. SMA Solar hat die Börse im ersten Quartal überrascht. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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