16.01.2026 | 05:15
First Majestic berichtet, Aktie kann nicht profitieren! Bayer legt weiter zu! Silver Viper springt an!
Der Aufwärtstrend bei Silber ist voll intakt und deutlich dreistellige Kursziele gehen durch den Markt. Gestern hat First Majestic Silver über das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 berichtet. Die Aktie konnte davon nicht profitieren. Profitieren könnten Anleger in 2026 mit der Aktie von Silver Viper. Der Silber-Explorer befindet sich in der Transformation und verfügt inzwischen über drei Projekte in Mexiko. Die letzte Kapitalerhöhung war stark nachgefragt und im laufenden Jahr sind Bohrprogramme und Ergebnisse zu erwarten. Beim Blick auf den Kurschart der Bayer-Aktie könnte man meinen, die Leverkusener wären auf ein Silbervorkommen gestoßen. Bereits in den ersten Tagen des neuen Jahres konnte die Aktie kräftig zulegen. Doch Analysten sehen das Ende der Fahnenstange erreicht.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283344098 , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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First Majestic Silver: Aktie kann von Bericht über Q4 und 2025 nicht profitieren
First Majestic Silver hat gestern für das vierte Quartal 2025 über einen deutlichen Produktionssprung aus seinen vier produzierenden Untertageminen in Mexiko (Santa Elena, San Dimas, Los Gatos und La Encantada) berichtet. Besonders hervor sticht die Rekord-Silberproduktion von 4,2 Mio. Unzen. Gegenüber dem vierten Quartal 2024 entsprach dies einem Anstieg um 77 %. Zu dem Anstieg hat allein Los Gatos mit 1,5 Mio. Unzen zurechenbares Silber beigetragen.
Operativ setzte das Unternehmen parallel auf Wachstum durch Exploration und Portfoliomaßnahmen. Im vierten Quartal wurden 57.305 Meter gebohrt, zeitweise mit bis zu 27 Bohrgeräten in Mexiko und den USA (u. a. Schwerpunkte in San Dimas und Santa Elena). Für Santa Elena hebt First Majestic positive Bohrergebnisse an den Zielen Santo Niño und Navidad sowie aus der Luna Zone hervor. Die Treffer sollen die Mineralisierung über die bisher ausgewiesenen abgeleiteten Ressourcen hinaus erweitern und haben laut Unternehmen erste Studien ausgelöst, um die Entdeckungen perspektivisch in die Lebensdauer der Projekte einfließen zu lassen. Zusätzlich treibt First Majestic die Bereinigung des Portfolios voran. Für die stillgelegte Del-Toro-Mine wurde im Dezember ein Verkaufsvertrag mit Sierra Madre Gold & Silver über eine Gegenleistung von bis zu 60 Mio. US-Dollar geschlossen.
Auf Jahressicht 2025 erklärt First Majestic, die im Jahresverlauf angehobene Produktionsprognose erreicht bzw. übertroffen zu haben. Konkret werden 31,1 Mio. Silberäquivalent-Unzen inklusive 15,4 Mio. Unzen Silber (neuer Unternehmensrekord), 147.433 Unzen Gold, 56,7 Mio. Pfund Zink und 32,3 Mio. Pfund Blei berichtet. Wesentlicher Treiber war die im Januar 2025 abgeschlossene Übernahme von Gatos Silver. Zusätzlich verweist das Unternehmen auf höhere Förderung in San Dimas und La Encantada. Für 2026 erwartet First Majestic eine Gesamtproduktion zwischen 13,0 und 14,4 Mio. Unzen Silber, 116.000 bis 129.000 Unzen Gold, 52,4 bis 58,2 Mio. Pfund Zink, 34,2 bis 38,1 Mio. Pfund Blei und 1,1 bis 1,3 Mio. Pfund Kupfer. Der Rückgang der prognostizierten Produktion gegenüber 2025 ist teilweise auf niedrigere Metallgehalte zurückzuführen, die sich aus einer reduzierten Cut-off-Grenze aufgrund verbesserter Wirtschaftlichkeit infolge höherer prognostizierter Metallpreise im Jahr 2026 ergeben.
Silver Viper: Aktie angesprungen und weiter mit Potenzial
Eine spannende Transformation läuft derzeit bei Silver Viper Minerals. Der Silber-Explorer positioniert sich derzeit neu. Und zwar mit einer Kombination aus frischem Kapital, einem erweiterten Projekt-Portfolio und einem Chairman, der erklärtermaßen „Timing“ zur Kernvariable macht. Im Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF beschreibt Adam Cegielski seinen Einstieg als konsequente Reaktion auf den wieder anziehenden Silberpreis und eine aus seiner Sicht wieder günstigere Ausgangslage in Mexiko. Operativ steht dabei das Vorzeigeprojekt La Virginia in Sonora im Mittelpunkt. Das Unternehmen hat im Oktober 2025 ein 5.000-Meter-Bohrprogramm gestartet, das einerseits auf eine neue Entdeckung bei El Molino abzielt und andererseits bei El Rubi die Ressource erweitern soll. Cegielski betont, man sehe in den Bohrkernen zwar „nur“ visuelle Hinweise, aber bislang seien die anvisierten Strukturen in den Bohrungen getroffen worden. Der Markt werde letztlich entscheiden, wie gut die Ergebnisse seien. Parallel dazu wurde eine sehr erfolgreiche Kapitalerhöhung platziert. Das Investoreninteresse war so groß, dass man statt der geplanten bis zu 12 Mio. CAD im Dezember 17 Mio. CAD einsammeln konnte. Damit kann Silver Viper seine Exploration konsequent fortsetzen.
Denn man hat noch ein zweites Ass im Ärmel und ist damit ein Multi-Asset-Player innerhalb Mexikos „Silber-Gürtels“. Im Interview stellt Cegielski die jüngste Transaktion als „Befreiung“ eines spannenden Assets dar. So sicherte sich Silver Viper 100 % am Coneto Silber-Gold-Projekt in Durango. Eigentümer waren bisher Fresnillo (61,21 %) und Orex (38,79 %). Der Deal bewertet Coneto mit 15 Mio. USD (rund 21 Mio. CAD). Nach dem Closing würde Fresnillo voraussichtlich 17 % an Silver Viper halten und damit zum bedeutendsten Aktionär werden. Ein Produzent wie Fresnillo habe andere Prioritäten als aggressive Exploration – genau diese Lücke wolle Silver Viper nun schließen. Man will mehr Tempo beim Bohren machen und hat jetzt ein Management, das Kapitalmarkt-Erfahrung und lokale Mexiko-Expertise verbindet.
In den kommenden Monaten muss Silver Viper belegen, dass die Investmentstory aus Neuentdeckung bei El Molino, einem Ressourcenzuwachs bei El Rubi und neuer Geschwindigkeit bei Coneto aufgeht. Dies kann nur mit positiven Bohrergebnissen geschehen. Der Markt scheint derzeit daran zu glauben, dass bei Silver Viper etwas Spannendes passiert. Die Aktie ist angesprungen, erscheint aber mit einer Marktkapitalisierung von unter 200 Mio. CAD noch ordentliches Aufwärtspotenzial zu haben.
https://youtu.be/PGZQrHs3RW4?si=bIfHpfSG2rnszo4v
Bayer: Auf ein Silbervorkommen gestoßen?
Beim Blick auf den Kurschart der Bayer-Aktie könnte man meinen, die Leverkusener wären auf ein Silbervorkommen gestoßen. Allein im noch jungen Jahr hat die Aktie rund 11 % zulegen können. Dabei hatte sie sich bereits im Vorjahr fast verdoppelt. Mit 42 EUR ist das Wertpapier allerdings immer noch ein gutes Stück vom Allzeithoch bei 140 EUR entfernt. Grund zur Freude gab es bei Aktionären in den vergangenen Monaten zum einen durch zahlreiche positive Meldungen aus dem Pharmabereich. Und zum Jahresende 2025 gab es dann konkrete Hinweise, dass die unendlich scheinenden Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten im laufenden Jahr tatsächlich ein Ende haben könnten.
Wenig weiteres Aufwärtspotenzial sieht Barclays. Die Analysten haben die Bayer-Aktie in 2026 von "Equal Weight" auf "Overweight" aufgestuft, allerdings bietet das Kursziel kaum Kurschancen. Es wurde nämlich nur von 30 EUR auf 45 EUR erhöht.
Fazit
Der Aufwärtstrend bei Silber ist voll intakt und deutlich dreistellige Kursziele gehen durch den Markt. Davon sollte First Majestic als Basisinvestment profitieren. Allerdings ist die Aktie schon gut gelaufen. Explorer wie Silver Viper bieten mehr Kurspotenzial. Für einen Einstieg bei dem kanadischen Unternehmen spricht, dass man nicht nur von einem Projekt abhängig und zudem solide finanziert ist. Bayer ist eben keine Silber-Aktie und die rechtlichen Probleme sind noch nicht von Tisch. Da wäre eine Verschnaufpause der Aktie keine Überraschung.
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