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2021-12-06 05:00

flatexDegiro, Wallstreet:Online, Deutsche Bank: Turbulente Märkte? Hier locken Gewinne!

  • Brokerage
Bildquelle: pixabay.com

Die kommenden Monate werden kalt und dunkel – so viel ist bereits beim Blick auf den Kalender klar. Dass die nächsten Monate auch ein wenig einsam werden könnten, dafür sprechen neuerliche Kontaktbeschränkungen und die Aussicht auf die neue Corona-Variante Omikron. Doch aus Anleger-Sicht dürfte auch im Winter etwas los sein. An den Märkten zieht die Volatilität bereits an. Grund genug, die größten Vola-Profiteure einmal unter die Lupe zu nehmen.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: WALLSTREET:ONLINE INH ON | DE000A2GS609 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , FLATEX AG NA O.N. | DE000FTG1111

Inhaltsverzeichnis:


    flatexDEGIRO: Auf nach Europa!

    Die Aktie des Brokers flatexDEGIRO hat in den vergangenen Monaten für Furore gesorgt und ordentlich zugelegt. Zuletzt kam der Kurs ein wenig zurück. Im ersten Halbjahr hat der Broker seinen Umsatz um 126,6% auf 226,1 Mio. EUR steigern können. Bereinigt ging es für den Gewinn je Aktie auf 2,40 EUR nach oben. flatexDEGIRO bietet neben Trading-Angeboten auch Sparpläne und spricht so unterschiedliche Kundengruppen an - neben Tradern werden auch klassische Anleger adressiert. Schon früh hat flatexDEGIRO Gebühren für das Wertpapierdepot sowie für hohe Bargeldbestände erhoben. Da viele andere Anbieter inzwischen nachziehen, hat flatexDEGIRO diesen Malus nicht mehr exklusiv.

    Die Aktie büßte auf Sicht von drei Monaten rund 5% ein und zeigt aktuell wenig Dynamik. Das Unternehmen hat zwar vor, sein Wachstum auf Europa auszuweiten, doch bleibt offen, inwiefern der Schritt in neue Märkte gelingt. In der Regel sind derartige Expansionspläne mit Kosten verbunden. Nur wenn diese nicht aus dem Ruder laufen oder direkt zu positiven Ergebnissen führen, honoriert der Markt entsprechende Wachstums-Storys.

    Wallstreet:Online: Frisches Kapital für einen guten Zweck

    Vergleichbar mit flatexDEGIRO ist auch die Aktie von Wallstreet:Online. Das Unternehmen bietet zahlreiche beliebte Webseiten rund um Börse und Finanzen. Zugleich starteten die Berliner mit dem Smartbroker ins Brokerage-Geschäft und weisen dort hohe Wachstumsraten auf. Im ersten Halbjahr 2021 legte der Umsatz um 57% zu. Das EBITDA verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Da sowohl das Brokerage als auch das Mediengeschäft zum Wachstum beigetragen haben, gibt es bei Wallstreet:Online keine akuten Sorgenkinder. Im Gegenteil: Mediensparte und Brokerage ergänzen sich. In Zukunft will das Unternehmen etwa im Umfeld von Artikeln auch die Option zum Handeln anbieten. Das könnte langfristig zu steigenden Handelsumsätzen führen.

    Doch die Berliner überlassen beim Wachstum nichts dem Zufall: Zuletzt meldete das Unternehmen in Person der Tochter-Gesellschaft Wallstreet:Online Capital AG eine Kapitalerhöhung von rund 8 Mio. EUR. Die Mittel sollen in die Erweiterung der Lizenzen als Wertpapierinstitut fließen und das Geschäftsmodell in Zukunft noch effizienter machen. Die Wallstreet:Online Capital AG hält den Smartbroker zu 95%. Verbliebene Aktionäre sollen schon bald abgefunden werden. Mit der größeren Wertschöpfung im Rahmen zusätzlicher Lizenzen könnte der Smartbroker künftig noch schneller wachsen. Für die Aktie könnte das eine gute Nachricht sein. Im Vergleich zu den Höchstkursen des Jahres ist der Wert zudem bereits ein wenig zurückgekommen.

    Ein hohes Handelsvolumen im Zuge volatiler Märkte könnten dem Titel aber wieder auf die Sprünge helfen. Spannend ist vor allem, dass Wallstreet:Online im ersten Quartal 2022 das verwaltete Kundenvermögen auf über 10 Mrd. EUR steigern möchte und derzeit mit rund 340 Mio. EUR bewertet ist. Wettbewerber Trade Republic hat über 6 Mrd. EUR in der Verwaltung und zeigte zuletzt ein Preisschild mit 4,3 Mrd. EUR.

    Deutsche Bank: Wenig Hoffnung

    Wenn es um Börse und Finanzen geht, denken Anleger auch immer an das ehemalige deutsche Flaggschiff: die Deutsche Bank. Doch das ehemals stolze Bankhaus ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Ein Restrukturierungsprogramm jagt das nächste und auch die lange erwartete Zinswende stellt sich zumindest in Europa vorerst nicht ein. Der jüngste Corona-Crash ist der Aktie nicht bekommen, der Aufwärtstrend auf Jahres-Sicht wird immer flacher – nur noch rund 14% Rendite stehen zu Buche. Hinzu kommt, dass sich eigentlich kein Geschäftsfeld als langfristig aussichtsreich herauskristallisiert – die Erfolge im Investment-Banking erscheinen angesichts der bröckelnden Märkte nicht ohne weiteres in die Zukunft extrapolierbar.


    Während die Deutsche Bank nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, sieht es bei den jungen und aufstrebenden deutschen Brokern schon anders aus. Während flatexDEGIRO europaweit expandieren will, was mit Risiken verbunden ist, setzt Wallstreet:Online mit seinem Smartbroker und neuen Lizenzen an der richtigen Stelle an.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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