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17.03.2021 | 05:00

Fresenius SE, Q&M Dental Group, Siemens Healthineers: Wo Wachstum auf Dividenden trifft

  • Gesundheitswesen
Bildquelle: pixabay.com

Das Hin- und her rund um den Impfstoff von AstraZeneca hat viele Menschen verunsichert. Doch die Diskussion über äußerst seltene Nebenwirkungen zeigt auch: Impfstoffe und Arzneien unterliegen strengen Auflagen und das Gesundheitswesen ist strikt reguliert. Während Pharmaunternehmen vor allem bei beschleunigten Zulassungsverfahren immer mit Rückschlägen rechnen müssen, sieht die Situation bei Anbietern von Medizintechnik oder Verbrauchsmaterial anders aus. Wir stellen drei Titel vor, die von steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: SG2E73981531 , DE0005785604 , DE000SHL1006

Inhaltsverzeichnis:


    Fresenius: Solide aber nicht mehr

    Fresenius ist ein Unternehmen aus Bad Homburg, das sich ganz der Dialyse verschrieben hat. Tritt bei Patienten Nierenversagen auf, ist diese Form der Blutwäsche mittels technischer Geräte oftmals der einzige Weg, um die Zeit bis zu einer Transplantation zu überbrücken. Das Dialyse-Geschäft macht rund 50% des Umsatzes aus, weitere 20% entfallen auf künstliche Ernährung und zu mehr als 25% trägt die Krankenhaus-Gesellschaft Helios zum Umsatz bei. Der Bereich der Krankenhaus-Dienstleistungen umfasst rund 5%. Die Zahlen bei Fresenius waren zuletzt mittelprächtig: Zwar stieg der Umsatz an, beim Gewinn haperte es aber.

    Seit drei Monaten ist mit der Aktie zudem nichts zu holen: Unterm Strich steht ein Verlust von 5,6%. Zwar ist Fresenius mit der Ausrichtung auf Dialyse und den weiteren Standbeinen ein potenzieller Profiteur steigender Ausgaben im Gesundheitssystem, doch hat sich das am Markt noch nicht herumgesprochen. Anleger, die sehr langfristig investieren und eine gehörige Portion Langeweile im Portfolio aushalten können, sehen in Fresenius einen Dividendenwert : rund 2,3% Rendite winken auf diese Weise.

    Q&M Dental: Der asiatische Dividendenwert mit Wachstums-Fantasie

    Ein Dividendenwert ist auch Q&M Dental. Der Pennystock aus Singapur ist nämlich nur auf den ersten Blick ein kleines Unternehmen. Der Betreiber von 5 Zahnkliniken und 114 Praxen hat sich im vergangenen Jahr frühzeitig an einem Hersteller für Corona-Tests beteiligt, arbeitet bei der Anwendung dieser Tests unter anderem mit offiziellen Stellen in Singapur zusammen und hat seine Fühler in andere Länder ausgestreckt. Das Zusammenspiel aus Zahnbehandlungen und Corona-Tests scheint für Q&M ein einträgliches Geschäft zu sein. Neben den guten Geschäftszahlen vermeldete das Unternehmen Anfang März neben der regulären Dividende eine Sonderdividende. Insgesamt bringt die Aktie allen Anleger, die in den vergangenen Wochen Aktionäre waren, eine Dividendenrendite von rund 5%.

    Q&M Dental versteht sich neben dem Brot-und-Butter-Geschäft der Zahnbehandlungen auch als innovatives Unternehmen und will mit künstlicher Intelligenz im Praxisalltag punkten. Das Franchise-System für Zahnarztpraxen soll weiter ausgebaut werden. Dass das gelingt, liegt angesichts des Erfolgs der vergangenen Jahre auf der Hand: Viele Zahnärzte scheinen sich unter dem Dach von Q&M ausgesprochen wohl zu fühlen. Da das Unternehmen nicht nur in Singapur tätig ist, bietet die Aktie Anlegern eine umfassende Asien-Fantasie. Hinzu kommt das Geschäft mit Testkits, das Q&M voraussichtlich noch längere Zeit machen wird. Die Aktie wurde in den vergangenen Wochen wachgeküsst, handelt aber immer noch unter dem Radar vieler Anleger.

    Siemens Healthineers: Hier drohen Überraschungen

    Deutlich bekannter ist dagegen die Aktie von Siemens Healthineers. Das Unternehmen bietet Apparate rund um bildgebende Verfahren und Diagnose. Im vergangenen Jahr wurden aufgrund der Pandemie viele Untersuchungen aufgeschoben oder sind gleich ganz ausgefallen. Folglich waren die Zahlen von Siemens Healthineers Ende des vergangenen Jahres auch nicht so rosig. Doch das Unternehmen steuerte gegen und lancierte im vergangenen Herbst einen Aktienrückkauf. Zuletzt vermeldete Siemens Healthineers eine stabile Dividende und hat damit den Markt von sich überzeugt. Dass das Geschäft mit Vorsorgeuntersuchungen in Zukunft wieder robust laufen wird, daran glauben viele Anleger. Die Aktie kletterte in den vergangenen drei Monaten um 14% und sieht inzwischen auch charttechnisch vielversprechend aus. Dass die Aktie über 50 EUR steigt, dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

    Danach wird es für Siemens Healthineers darauf ankommen, den Markt überraschen zu können. Angesichts schleppender Impfungen in Deutschland ist nicht ausgeschlossen, dass das Geschäft in den ersten beiden Quartalen 2021 noch einmal eher weniger gut verläuft. Dann könnte auch der Aktie die Kursfantasie ausgehen. Anleger, die diese Phase aussitzen wollen, können bei der Aktie dennoch zugreifen. Wer es dynamischer mag, schaut sich Q&M genauer an. Hier trifft Covid-19-Fantasie auf ein bewährtes Geschäft mit Zahnbehandlungen, das zudem weiter ausgebaut werden soll. Die jüngste Dividende von Q&M Dental Group könnte richtungsweisend für die Zukunft sein.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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