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22.01.2026 | 04:30

Gewinner des KI-Booms! RE Royalties Aktie springt an und bietet über 10 % Dividendenrendite!

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Bildquelle: Jinkosolar

Endlich ist der Knoten bei dieser Aktie geplatzt. Mehrfach hatten wir in den vergangenen Monaten auf den Nachholbedarf bei RE Royalties hingewiesen. Das Unternehmen überzeugt durch ein diversifiziertes Geschäftsmodell im Bereich der Erneuerbaren Energien. Dabei befindet sich ein großer Teil der Aktivitäten in den USA. Durch den KI-Boom müssen dort allein in den kommenden zwei Jahren Energieproduktionskapazitäten neu ans Netz gehen, die mehr als der Hälfte des gesamten deutschen Stromverbrauchs entsprechen. Davon sollte auch RE Royalties profitieren. Und wem das noch nicht zum Kauf der Aktie reicht: Die Dividendenrendite liegt derzeit über 10 %.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081

Inhaltsverzeichnis:


    Aktie springt nach starker Meldung an

    Ist das der Durchbruch für die Aktie? RE Royalties scheint jetzt stärker im US-Energiemarkt mitzumischen. So hat man im laufenden Monat den Einstieg in zwei Portfolios von Solarprojekten zur dezentralen Energieerzeugung in den USA gemeldet. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von 10 %. Doch dies dürfte erst der Anfang gewesen sein. Zunächst zur Meldung: Demnach wird RE Royalties bis zu 9 Mio. USD in zwei Solarprojektportfolios von Solaris Energy investieren und dafür Royalty-Beteiligungen erhalten.

    Das erste Portfolio umfasst 15 Projekte in Kalifornien, Maine, Delaware, New Hampshire und Colorado. Neun dieser Projekte befinden sich bereits im Bau und teilweise kurz vor der Inbetriebnahme. Hier wird RE Royalties 4,8 Mio. USD investieren. Dafür wird man in den kommenden 25 Jahren Royalty-Zahlungen erhalten. Das zweite Portfolio soll neun Projekte umfassen. Die genaue Zusammensetzung steht noch nicht fest und damit auch nicht die konkrete Höhe des Investments.

    Solarenergieerzeugung ein attraktives Marktsegment

    Die Transaktion soll der Startschuss zu einer intensiven Zusammenarbeit von RE Royalties und Solaris Energy sein. Bei dem neuen Partner von RE Royalties handelt es sich um einen Entwickler im Bereich der erneuerbaren Energien, der bereits Hunderte von Solarprojekten erfolgreich ans Netz gebracht hat. Solaris Energy verfügt über eine große Pipeline von potenziellen Projekten mit einem Volumen von mehr als 400 Mio. USD. Bei der Umsetzung dieses US-Solarportfolios will RE Royalties den neuen Partner Solaris Energy in Zukunft tatkräftig unterstützen. RE Royalties sieht in der dezentralen Solarenergieerzeugung ein attraktives Marktsegment.

    Energiebedarf von KI-Rechenzentren treibt Stromverbrauch

    Der wachsende Energiebedarf von KI-Rechenzentren treibt den Stromverbrauch in den USA an. Die US-Energiebehörde EIA rechnet damit, dass der Stromverbrauch in den USA in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Nach 4.198 TWh im Jahr 2025 soll die Nachfrage 2026 auf 4.256 TWh und 2027 auf 4.364 TWh klettern. Diese zusätzlichen rund 260 TWh entsprechen rund 60 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland im Jahr 2024.

    Beim Strommix erwartet die EIA trotz der politischen Auseinandersetzungen einen höheren Anteil erneuerbarer Energien: von rund 24 % (2025) auf 28 % bis 2027. Kernkraft bleibt in etwa stabil bei 18 % bis 19 %, während Kohle von 17 % (2025) auf 15 % in 2026/2027 sinken soll. Auch Erdgas soll leicht zurückgehen. Damit steht die Prognose im Spannungsfeld zu den energiepolitischen Vorlieben von US-Präsident Donald Trump. Dieser ist bekanntermaßen ein Freund fossiler Energien wie Öl und Kohle sowie der Kernkraft. Doch in der Praxis scheinen sich Stromerzeuger und Kunden wie die Hyperscaler Amazon und Alphabet davon nicht beirren zu lassen und investieren kräftig. Dies dürfte auch ganz pragmatische Gründe haben. Schließlich geht es einfach schneller, ein Solarkraftwerk ans Netz zu bringen. Bei Atomkraftwerken kann locker 10 Jahre und länger dauern. So viel Wartezeit kann man sich im KI-Wettrennen nicht nehmen.

    Innovatives Geschäftsmodell

    Der Deal mit Solaris Energy beschreibt das Geschäftsmodell von RE Royalties sehr gut. Das Unternehmen hat das Modell der Lizenzfinanzierung aus der Rohstoffindustrie erfolgreich auf den Bereich der Erneuerbaren Energien übertragen. Projektentwickler erhalten Kapital, ohne Anteile abzugeben. Im Gegenzug erhält RE Royalties einen kleinen Anteil an den künftigen Erlösen. Die Kredite werden oft nach zwei bis drei Jahren zurückgezahlt und RE Royalties kann das Kapital anschließend erneut investieren. Die Einnahmen aus den Projekten werden oft durch 20- bis 40-jährige Stromlieferverträge abgesichert und sind damit gut planbar. Wichtig: RE Royalties finanziert ausschließlich kommerziell bewährte Technologien wie Solar, Wind und Wasserkraft. Experimentelle Konzepte meidet man. Im Ausblick auf das laufende Jahr hatte das Unternehmen auf die kurzfristige Deal-Pipeline für neue Investments mit einem Volumen von rund 50 Mio. USD verwiesen. Die avisierten Transaktionen sind breit diversifiziert. Regional reichen sie von den USA und Kanada bis auf die Malediven.

    https://youtu.be/sKWA0kb1A_s?si=-lYMwJqTH9quOpIQ

    Über 10 % Dividendenrendite

    Das Geschäftsmodell macht RE Royalties zu einer echten Dividenden-Perle. Trotz des jüngsten Kurssprungs auf 0,32 CAD liegt die Dividendenrendite bei über 10 %. Denn im Jahr 2025 wurden 0,04 CAD an die Aktionäre ausgeschüttet. Ein Grund, warum im laufenden Jahr weniger Dividende gezahlt werden sollte, ist derzeit nicht ersichtlich.


    Fazit: Aktie mit viel Luft nach oben

    Der jüngste Kurssprung der Aktie von RE Royalties war erfreulich, dürfte aber nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zu einem ganz anderen Kursniveau gewesen sein. Es ist einfach unverständlich, warum sich die Aktie im vergangenen Jahr so schwergetan hat. Ein großer Teil der Aktivitäten von RE Royalties befindet sich in den USA. Und dort ist jede Aktie, die auch nur im Entferntesten etwas mit dem Energiemarkt zu tun hat, durch die Decke gegangen. Vor diesem Hintergrund erscheint RE Royalties viel zu günstig zu sein.

    Die Aktie von RE Royalties erscheint alles andere als teuer zu sein. Quelle: LSEG

    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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