03.03.2026 | 04:30
DroneShield-Aktie explodiert! Steyr Motors und Char Technologies mit Übernahme und Optimismus!
Kursexplosion bei DroneShield. Nach einem Wochenende mit Bildern von Drohnen über Dubai, Katar und anderen Metropolen kaufen Anleger die Aktie von DroneShield. Der Spezialist für die Abwehr von Drohnen konnte bereits in der vergangenen Woche Aufträge aus Europa melden und die Aktie legte um 20 % zu. Gestern ging die Rally weiter. DroneShield zeigt, dass es nicht immer die Platzhirsche in einer Branche sein müssen. Es gibt auch interessante Unternehmen in der zweiten Reihe, die zu Outperformern werden können. Steyr Motors hatte sich 2025 im Rüstungssektor auf das Radar von Investoren katapultiert. Jetzt kommen die ersten Übernahmen zur Wachstumsbeschleunigung. Zu den Outperformern 2026 könnte Char Technologies gehören. Der CEO lieferte auf einer Investorenkonferenz in der vergangenen Woche jedenfalls gute Gründe für deutlich steigende Kurse. Gelingt der Schritt in die Kommerzialisierung, erscheint die Aktie aktuell viel zu günstig.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
CHAR Technologies Ltd. | CA15957L1040 , STEYR MOTORS AG | AT0000A3FW25 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Char Technologies: Aktie viel zu günstig?
Bei Char Technologies steht der kommerzielle Durchbruch ganz oben auf der Agenda für 2026. Daraus entstehen klare Kurschancen. Denn bisher bringt das Unternehmen erst rund 35 Mio. CAD auf die Börsenwaage. Dabei kann es eigentlich nicht bleiben, wenn man sich die operative Entwicklung ansieht. Denn die innovative HTP-Technologie für die Produktion von Bio-Gas und Bio-Kohle wird bereits in Nordamerika eingesetzt. In Europa soll sie bereits im laufenden Jahr ausgerollt werden. Eine entsprechende Lizenzvereinbarung mit einem französischen Partner hat Char Technologies bereits eingetütet.
Da hat es nicht überrascht, dass der CEO von Char Technologies Andrew White auf der virtuellen Investorenkonferenz IIF in der vergangenen Woche darauf hingewiesen hat, dass das Unternehmen sich in einem entscheidenden Übergang befindet: von der Forschungs- und Testphase hin zur Kommerzialisierung. Das erste Werk ist bereits in der Inbetriebnahme und soll bis Ende März 2026 hochgefahren sein. White stellt in Aussicht, dass Char mit vier Anlagen perspektivisch auf rund 130 Mio. USD Projekt-Umsatz kommen kann – und daraus etwa 42 Mio. USD freien Cashflow. Wichtig dabei sei, dass Abnahmeverträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren Planungssicherheit geben.
Im Kern geht es um erneuerbare Energie aus Holzresten aus der Forstwirtschaft. Diese werden in einem Ofen ohne Sauerstoff bei sehr hoher Temperatur verarbeitet. Am Ende entstehen zwei Produkte: ein fester Kohlenstoff (Bio-Kohle) für die Stahlindustrie und ein Gas, das zu Bio-Erdgas aufbereitet werden kann. White betont, dass gerade dieses Gasgeschäft die Umsätze stark treiben soll, weil sich in Kanada sehr attraktive Langfristverträge abschließen lassen – mit Preisbindung an die Inflation statt an den schwankenden Gaspreis. Das erleichtert die Finanzierung der Anlagen, weil Banken und Partner mit festen Einnahmen rechnen können. Dazu kommt ein pragmatischer Ansatz: Char will nicht „zu groß bauen“. Dezentrale regionale Einheiten reduzieren die Abhängigkeit von der lokalen Restholzversorgung.
Rückenwind sieht White auch durch starke Partner. ArcelorMittal habe die Technik geprüft und investiert. Darüber hinaus ist der Weltkonzern ein wichtiger Abnehmer für Bio-Kohle im kanadischen Ontario. Die BMI Group unterstütze nicht nur als Investor, sondern auch direkt auf Projektebene und bringe Standorte sowie Bau-Know-how mit. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern die Versorgung mit Holzresten absichern – ein zentraler Punkt bei Biomasse-Projekten. Als weiterer Wachstumstreiber gilt die Zerstörung von PFAS („Ewigkeitschemikalien“): Char habe das Verfahren bei einem großen US-Betreiber von Klärschlamm bereits im Alltag getestet und sieht hier ein margenstarkes Zusatzgeschäft. Insgesamt ist Whites Ton klar: Jetzt zählt Ausführung – und genau dafür seien die nächsten Monate da. Werden die Pläne umgesetzt, erscheint die Char-Aktie viel zu günstig.
https://youtu.be/4_F7RYyqCVE?si=1_DxniRY9Aib4QOn
Steyr Motors: Startet M&A-Offensive
Die Analysten von NuWays hatten bereits darauf hingewiesen, dass Steyr Motors die eine oder andere Übernahme benötigt, um die Prognose für das laufende Jahr zu erreichen. Und jetzt legt der Anbieter von Spezialmotoren für militärische und zivile Anwendungen mit seinen M&A-Aktivitäten los. So übernimmt man mit der BUKH A/S und SLC Ejendomme ApS gleich zwei dänische Unternehmen.
BUKH A/S ist ein internationaler Spezialist für SOLAS-zertifizierte Motoren für Rettungs- und militärische Einsatzboote (Safety of Life at Sea). Durch die Integration der im Jahr 1899 gegründeten neuen Tochter will Steyr Motors seine Leistungsbandbreite der angebotenen Motoren von bisher 120 bis 300 PS auf künftig 24 bis 700 PS erweitern. Damit vollzieht das Unternehmen einen strategischen Entwicklungsschritt hin zu einem breit aufgestellten, global skalierbaren Anbieter im Bereich missionskritischer Marine-Anwendungen. Zudem erweitert Steyr das internationale Distributoren- und Servicenetzwerk und verweist auf den verbesserten Marktzugang insbesondere in Asien und Südamerika. Was SLC Ejendomme ApS genau macht, wird in der Steyr-Meldung nicht erwähnt. Das Unternehmen scheint mit BUKH verbunden zu sein.
Die Finanzierung der Übernahme soll überwiegend durch Barmittel erfolgen. Darüber hinaus erhält der Verkäufer im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung Steyr-Aktien mit einer Lock-up-Verpflichtung. Steyr betont, dass man weiterhin über den finanziellen Spielraum verfügt, um in das organische Wachstum zu investieren und weitere Übernahmen zu stemmen.
DroneShield: Drohnen über Dubai sorgen für Kursexplosion
Bereits bevor Israel und die USA den Iran am Wochenende angegriffen haben, fand die Aktie von DroneShield zu alter Stärke zurück. Allein in der vergangenen Woche konnte das Wertpapier des Spezialisten für Drohnenabwehr um rund 20 % zulegen. Am Montag ging es um weitere fast 10 % nach oben. Der Grund dürfte die Entwicklung im Nahen Osten sein. Die Bilder von Drohnen in Dubai, Katar und anderen Metropolen der Region gingen um die Welt. Sie zeigen, wie viel Schaden auch günstige Drohnen anrichten können. Diese unbemannten Flugobjekte abzuwehren ist das Geschäftsmodell von DroneShield.
Zuletzt hatte man auch einen neuen Auftrag aus Europa gemeldet. So hat ein DroneShield-Partner von westlichen militärischen Endkunden sechs Aufträge im Wert von 21,7 Mio. USD erhalten. Die Verträge umfassen die Lieferung von tragbaren Drohnenabwehrsystemen, Ersatzteil-Kits und Software-Abonnements. DroneShield verfüge über die nötigen Lagerbestände und will noch im laufenden Quartal liefern.
Der Partner, der die DroneShield-Produkte vertreibt, sei eine hundertprozentige Tochtergesellschaft eines milliardenschweren globalen, börsennotierten Unternehmens. In den vergangenen sieben Jahren habe man mit dem Partner Aufträge im Wert von insgesamt 17,8 Mio. USD abgewickelt. Jetzt also auf einen Schlag mehr.
Fazit
DroneShield gehört klar zu den Profiteuren des Konflikts im Nahen Osten. Drohnenabwehr wird weiterhin ein großes Thema bleiben. Allerdings bleibt die Herausforderung von DroneShield, als Mittelständler mit der rasanten technologischen Weiterentwicklung Schritt zu halten. Gelingt Char Technologies im laufenden Jahr tatsächlich der operative Durchbruch, dann erscheint die Aktie viel zu günstig. Dies spricht für den Kauf des Wertpapiers. Steyr Motors bleibt ein spannender Rüstungswert aus der zweiten Reihe. Allerdings bringen Übernahmen immer auch Integrationsrisiken mit sich. Und Steyr ist auf Akquisitionen angewiesen, um seine Prognosen zu erfüllen.
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