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03.07.2026 | 04:30

Hensoldt äußert sich zum Rheinmetall-Debakel! Power Metallic Mines Aktie vor Kursexplosion? Was macht Evotec?

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Bildquelle: KI

Steht bei Power Metallic Mines eine Kursexplosion kurz bevor? Analysten sehen den fairen Wert des Multi-Metall-Explorers über 150 % höher. Im aktuellen Interview hat der CEO die Ressourcenschätzung für den laufenden Monat angekündigt. Dies könnte der Startschuss für eine Rally sein. Die Bohrergebnisse des laufenden Jahres sprechen jedenfalls für höhere Kurse. Eine Rally läuft derzeit bei Hensoldt. In den vergangenen fünf Handelstagen ging es um über 16 % nach oben. Zuletzt hat sich das Unternehmen zu den Auswirkungen des Endes des Fregattenprogramms F126 durch die Bundesregierung geäußert. Während es für Rheinmetall ein Debakel ist, kommt Hensoldt wohl mit einem blauen Auge davon. Und was macht eigentlich Evotec? Das deutsche Biotechunternehmen befindet sich in einer Restrukturierung und die Aktie sucht nach Impulsen. Vielleicht durch die neueste Unternehmensmeldung?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF

Inhaltsverzeichnis:


    Power Metallic Mines: Sorgt Ressourcenschätzung für Kursexplosion?

    Mehr als 150 % Kurspotenzial sieht GBC Research bei der Aktie von Power Metallic Mines. Die Analysten haben zuletzt ihr Kursziel für das Wertpapier des kanadischen Multi-Metall-Explorers auf 1,88 EUR leicht angehoben. In Deutschland wird die Aktie auf Tradegate rege gehandelt. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, das Kursziel zu erreichen, wird die Ressourcenschätzung sein. Und deren Veröffentlichung steht kurz bevor.

    Power Metallic Mines entwickelt mit dem NISK-Projekt im kanadischen Québec ein polymetallisches Vorkommen mit Fokus auf Kupfer sowie Platingruppenmetalle. Im Zentrum steht die Lion Zone, die sich durch hochgradige Kupfer-, Nickel-, Platin- und Palladiummineralisierung auszeichnet. Das Unternehmen will NISK schrittweise von einer Explorationsentdeckung zu einem Bergbauprojekt mit strategischer Bedeutung für die nordamerikanische Versorgung mit kritischen Rohstoffen entwickeln.

    Power-Metallic-CEO Terry Lynch erklärte im jüngsten Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF, dass die NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung im laufenden Monat veröffentlicht werden soll. Anschließend wird die Preliminary Economic Assessment (PEA) erfolgen, um erstmals potenzielle Umsätze, Cashflows und Kapitalrenditen zu konkretisieren. Damit will das Unternehmen dem Markt zeigen, dass die Lion Zone nicht nur attraktive Bohrergebnisse liefert, sondern die Basis für einen wirtschaftlich tragfähigen Minenbetrieb sein könnte.

    Parallel dazu wird die Exploration konsequent vorangetrieben. Während die Lion Zone durch weitere Bohrungen in Richtung Ressource und möglicher Mine entwickelt wird, sucht Power Metallic zugleich nach zusätzlichen mineralisierten Zonen und nach einem möglichen größeren Ursprungssystem in der Tiefe.

    Zuletzt wurden überzeugende Bohrergebnisse für die Lion Zone veröffentlicht. Im Rahmen des Winterbohrprogramms meldete Power Metallic unter anderem 13,30 Meter mit 3,98 % Kupferäquivalent in Bohrloch PML-26-115, beginnend rund 25 Meter unter der Oberfläche und damit für einen kostengünstigen Tagebau geeignet. In rund 140 Metern Tiefe wurden auf 5,26 Metern 8,45 % Kupferäquivalent nachgewiesen. Die Bohrungen dienten vor allem dazu, den westlichen Bereich der Lion Zone für die Ressourcenschätzung besser abzugrenzen und die Modellierung eines möglichen künftigen Tagebaus zu verbessern.

    Nach der jüngsten Finanzierung über rund 30 Mio. CAD sieht Lynch Power Metallic für die nächsten Projektphasen gut aufgestellt. Neben Ressourcenschätzung und PEA steht ein möglicher NASDAQ-Uplisting im Fokus. Damit könnte die Wahrnehmung bei US-Investoren und institutionellen Kapitalgebern weiter erhöht werden. Lynch verwies zudem auf wachsendes Interesse aus den USA an Projekten mit kritischen Rohstoffen. Entscheidend dürfte nun sein, ob die anstehenden technischen Meilensteine den Übergang vom Explorer zum Minenentwickler weiter untermauern.

    https://youtu.be/FxN8s8xFC2o?si=0ZyyI6BjRkrXea2o

    Evotec: Neue Impulse?

    Was tut sich eigentlich bei Evotec? Nicht viel. Das Biotechunternehmen befindet sich in der Restrukturierung und dümpelt um die Marke von 5 EUR. Im Jahr 2021 notierte die Aktie noch über 40 EUR. Dann begann der Abstieg. Analysten haben sich schon länger nicht mehr zum Unternehmen geäußert.

    Immerhin gab es zuletzt eine Unternehmensmeldung. Demnach erweitert Evotec das Angebot seiner Tochter Just – Evotec Biologics um die Produktionslösung J.TRAIN. Damit sollen Biopharmaunternehmen die Continuous-Manufacturing-Technologie des Konzerns künftig in eigenen Werken einsetzen können. Das Konzept verbindet modulare Reinräume, Standardausrüstung und die automatisierte, cGMP-konforme Prozesssteuerung von Just – Evotec Biologics. Ziel ist es, zusätzliche Kapazitäten für die Herstellung von Biologika schneller aufzubauen als bei klassischen Erweiterungsprojekten.

    Nach Angaben von Evotec kann J.TRAIN auf weniger als 1.000 Quadratmetern Reinraumfläche jährlich mehr als 500 Kilogramm Wirkstoff produzieren. Die Produktivität könne damit mehr als zehnmal höher liegen als bei herkömmlichen Fed-Batch-Verfahren. Die Umsetzung einer Anlage soll laut Unternehmen rund 18 Monate dauern. Evotec verweist zudem auf die im Dezember 2025 bekannt gegebene Vereinbarung mit Sandoz, die sowohl eine Produktionsanlage als auch eine Lizenz für die Herstellungstechnologie umfasste.

    Mit J.TRAIN baut Evotec sein Partner-Enablement- und Lizenzierungsmodell weiter aus. Kunden erhalten neben der technischen Infrastruktur auch Automatisierungssoftware sowie digitale Validierungs-, Dokumentations- und Schulungsprozesse. Zudem soll die Menge nicht über eine größere Anlage, sondern über die Dauer der kontinuierlichen Produktion angepasst werden können. Das soll Produktwechsel erleichtern, Stillstandszeiten verringern und den Einsatz in Mehrprodukt-Anlagen unterstützen.

    Das sagt Hensoldt zum Rheinmetall-Debakel

    Der Stopp des Fregattenprogramms F126 durch die Bundesregierung in der vergangenen Woche hat für ein Beben in der deutschen Rüstungsindustrie gesorgt. Für Rheinmetall und die erst im März 2026 übernommene Naval Vessels Lürssen (NVL) ist es ein Debakel. Renk und Hensoldt gehen wohl Millionenumsätze verloren. Und dann hat gestern auch noch KNDS den Börsengang auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Hensoldt hat sich aktiv zu dem Thema gemeldet. Demnach prüft man die Folgen. Der Sensorhersteller liefert für die geplanten Schiffe das Marineüberwachungsradar TRS-4D und erzielt mit dem Auftrag ein Volumen von gut 200 Mio. EUR. Mehr als ein Drittel davon wurde bereits als Umsatz verbucht. Im laufenden Jahr rechnet Hensoldt noch mit Erlösen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Die weitere Abwicklung des verbleibenden Auftragsbestands wird nun gemeinsam mit dem Vertragspartner Thales Netherlands geklärt.

    Nach aktuellem Stand sieht Hensoldt keine Auswirkungen auf die kurz- oder mittelfristige Prognose. Das Unternehmen verweist darauf, dass die TRS-4D-Technologie aus einer etablierten Radarproduktfamilie stammt und bereits auf Schiffen der Deutschen Marine sowie international eingesetzt wird. Sollte die Beschaffung von MEKO-A-200-Fregatten von TKMS umgesetzt werden, könnte Hensoldt wegen seiner Sensor-, Führungs- und Missionssystemkompetenz weiter an der Modernisierung der Marine beteiligt bleiben.

    Die Hensoldt-Aktie konnte seit Freitag immerhin 16 % an Wert gewinnen und notiert derzeit bei rund 75 EUR. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 117 EUR.

    Fazit

    Die Aktie von Power Metallic Mines hat Nachholpotenzial. Mit der Ressourcenschätzung könnte der Knoten endlich platzen. Analysten sehen über 150 % Kurspotenzial. Die Rüstungsaktien wurden in den vergangenen Monaten kräftig abverkauft. Vielleicht war das Fiasko rund um das Fregattenprogramm das letzte reinigende Gewitter. Bei Evotec wird es wohl noch länger dauern, um nachhaltig in die Spur zu finden.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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